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Praktikum während der Promotion
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Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1616

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 00:19:04    Titel: Praktikum während der Promotion

Hallo,

meine aktuelle Studienplanung sieht vor, dass ich bis zum Dipl. kein Praktikum mehr mache.
Ich habe bisher ein Praktikum im Risk Management bei der WestLB.

Ich möchte später im VWL Bereich an der Uni arbeiten, oder im Bankensektor in den Research Abteilungen.
Ich möchte also einen relativ klassischen VWLer Job.

Da ich promovieren möchte, stellt sich die Frage, ob es ohne weiteres möglich ist Praktika zu absolvieren während man promoviert.
(1 oder 2).

Für die Unt. ist das nat. ideal, da man eine voll ausgebildeten Akademiker für ein Azubi Gehalt beschäftigt, aber darum soll es hier nicht gehen.

Ich meine eher zeitlich und zwar:

(a) bei Beschäftigung am Lehrstuhl mit voller oder halber Stelle.
(b) wenn man an einem Graduiertenkolleg teilnimmt.

Ist es da überhaupt möglich noch "nebenbei" ein Praktikum von 3 Monaten etc. zu machen?
pml
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 1387
Wohnort: Ingolstadt

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 01:32:49    Titel:

Folgendes basiert nur auf meinen bescheidenden Erfahrungen, ist also nicht generell gültig:

Habe es bisher an unserer Uni noch nicht erlebt, da man ja eigentlich nur 30Tage Urlaub hat. Ggf. würde sich arrangieren lassen, dass man ein paar Wochen doppelt so viel arbeitet und dann ein paar Wochen frei hat, aber ich halte es für sehr schwer und bei ernsthaften Doktorvätern wird es nicht auf große Zustimmung stoßen genau wie berufsbegleitende Promotion (also auch vorsichtig beim Bewerben sein). Hängt aber auch davon ab, was du als halbe Stelle für Aufgaben hast.

Im Graduiertenkolleg sollte es auch nicht so einfach sein, da man sich halt intensiv der Forschung widmen soll und nicht den niederen Dingen des Lebens wie Arbeiten.

Aus meiner Sicht ist aber maximal eins möglich, da sechs Monate ja schon sehr lang wäre. Und zur Bezahlung: wenn sollte da schon ordentlich was rausspringen, wenn du für 1.000€ arbeitest, machst du dich lächerlich.

Auch wenn nicht voll VWL, aber Beratungen zahlen Doktoranden sehr gut in Praktika und die haben auch eine riesen Researchabteilung. McKinsey z.B. 1.000 Leute und auch etliche im Bereich Kapitalmärkte und Coporate Finance.

Aber kommt drauf an wie krass du VWL-Research oder Unternehmensresearch machen willst. Research bei der Bundesbank hat natürlich einen anderen Fokus.
kaddy_04
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Anmeldungsdatum: 07.01.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 10:15:55    Titel:

je nachdem wie dein vertrag, die situation und deine persönliche planung ist, könntest du eventuell zwischen abgabe und rigorosum ein praktikum machen. So hat es zumindest ein freund von mir gemacht.
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1616

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 11:57:18    Titel:

Ja ich meinte schon eher so etwas wie REsearch bei der Bundesbank, also tendenziell auch eher wissenschaftlich, nur ich will mir auf jeden Möglichkeiten außerhalb des Uni Gebäudes offen halten, denn das alleine ist zu riskant.

Also würdet ihr dann sagen, lieber ein Semester länger studieren (wären dann in meinen Fall 11 Semester statt 10) und noch 1-2 Praktika?

Ich dachte eig. zumindest im Graduiertenkolleg (gut ob ich in eines solches reinkomme, ist nat. noch sehr sehr unsicher ) hätte man genug Zeit.

Alternativ nat. auch möglich:
Direkt nach dem Diplom zwei Praktika absolvieren und dann erst mit der Promotion starten. Vllt während der Praktika Zeit schonmal das Promotionsthema zurechtlegen und finden.

Externe Promotion halte ich nicht viel von.
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1616

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2014 - 08:59:57    Titel:

Sehr interessanter Thread. 5 Jahre später ist das Thema für mich immer noch aktuell. Ich promoviere mittlerweile an der LMU, 2011 habe ich noch ein Praktikum bei der Bundesbank gemacht.

Mittlerweile stehe ich dem "VWL Research" nicht mehr so positiv gegenüber. Ich suche nach einer Möglichkeit doch noch in der Privatwirtschaft unterzukommen. Entweder Inhouse Consulting oder RIsk Management.

Meine Diss ist aber im Bereich Labro Macro angesiedelt, also hat mit Finance nicht viel zu tun.

Tja nun frage ich mich ob ein Praktikum im Inhouse consulting noch möglich ist um meine einstiegschancen noch der Dissertation zu verbessern?

Habe halt während des Studiums nur das WestLB und dann das Bundesbank Praktikum gemacht.

Beste GRüßeWink
allthatjazz
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Anmeldungsdatum: 15.06.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2014 - 16:05:36    Titel:

Ich stehe gerade vor einer ähnlichen Entscheidung wie Du vor fünf Jahren: Promotion BWL oder VWL? Will danach aber auch erstmal in die Wirtschaft, so wie Du (nun) auch.

VWL PhD wäre schwerer und vermutlich mit Doktorandenprogramm, würde länger dauern, aber mir wahrscheinlich mehr Spaß machen. BWL genau das Gegenteil (leichter, kürzer, da ohne PhD Programm, würde mir weniger Spaß machen), aber naturgemäß anwendungsorientierter und dadurch in der Privatwirtschaft vielleicht lieber gesehen, als ein promovierter Volkswirt. Thema ist noch unklar, vermutlich etwas zur Energiewende, kann ich aber noch nicht entscheiden und hängt natürlich auch von der Grundsatzfrage VWL oder BWL ab.

Frage an Dich: wie zufrieden bist Du mit der Entscheidung für die fünfjährige VWL Promotion? Wie beurteilst Du die Lage 1. ggü. ähnlich ausgebildeten promovierten BWLern, insb. für Jobs in Beratungen oder Großkonzernen?

Mein Post zu diesem Thema ist hier: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/306624,0.html
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2014 - 05:36:41    Titel:

Kölner_VWLer hat folgendes geschrieben:
Sehr interessanter Thread. 5 Jahre später ist das Thema für mich immer noch aktuell. Ich promoviere mittlerweile an der LMU, 2011 habe ich noch ein Praktikum bei der Bundesbank gemacht.

Mittlerweile stehe ich dem "VWL Research" nicht mehr so positiv gegenüber. Ich suche nach einer Möglichkeit doch noch in der Privatwirtschaft unterzukommen. Entweder Inhouse Consulting oder RIsk Management.

Meine Diss ist aber im Bereich Labro Macro angesiedelt, also hat mit Finance nicht viel zu tun.

Schau Dir mal Stellenanzeigen fuer Risk Management / Risikocontrolling an. Da wuerde ich mal behaupten, dass ein promovierter VWLer mit praxisfernen Thema fuer eine 'klassische' Position im RM eher nicht die erste Wahl waere, insbesondere wenn Du nicht viel ueber Produkte weisst. Du kannst aber immerhin mit Deinem Praktika (bei der BB die 'Aufsichtsrechtliche Sichtweise kennengelernt) oder in Randgebieten (Marktanalyse, Szenarien definieren) punkten. Oder Du spezialisierst Dich auf sowas wie 'sovereign credit'. Wie sehen Deine Programmierkenntnisse aus ? C++ oder SQL waeren auch sehr hilfreich (oder wenigstens Excel/Access)
DerLachs
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Anmeldungsdatum: 31.08.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2014 - 10:37:48    Titel:

Fuer MBB sieht es hervorragend aus. Sind zumindest hier sehr aktiv in der Rekrutierung im Graduiertenprogramm. Sollte an der LMU wohl nicht anders sein? Kannst ja schon mal mit ein paar Workshops dort beginnen. Würde den Weg ins Inhouse-Consulting sicher nicht schwieriger machen.

Bei Inhouse-Consulting koennte Dir bei strikter Auslegung das Fair-Company-Gedöns einen Strich durch die Rechnung machen (zumindest, wenn Du nur ein Praktikum machen willst).

Generell solltest Du Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Gerade im Consulting ist die Promotion wohl einiges wert, sonst würden die Strategieberatungen ja nicht soviel Geld dafür ausgeben.
allthatjazz
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Anmeldungsdatum: 15.06.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2014 - 11:28:44    Titel:

DerLachs hat folgendes geschrieben:
Fuer MBB sieht es hervorragend aus.


Hervorragend, aber wieso? Nehmen MBB und Konsorten nicht lieber jüngere, praxisnähere, ggf. promovierte BWLer? Die haben dann auch Praktika, passendere Schwerpunkte etc.
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