Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Unternehmer werden, was studieren?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Unternehmer werden, was studieren?
 
Autor Nachricht
Wirtschaftsinformatiker
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 10:07:20    Titel: Re: ...

Tsch hat folgendes geschrieben:
frag mich ernsthaft warum du studierst, du stellst ja den facharbeiter und meister dermaßen auf einen hohen sockel von ihren fachhlichen fähigkeiten, ein studium macht für dich eigentlich keinen sinn.......


ich stelle die auf einen hohen Sockel ? musst mal andere Threads von mir lesen Smile

nein, ich stelle die nicht auf einen hohen Sockel. Aber ich sage, dass ein Meister vollkommen ausreicht um ein Unternehmen zu führen.

Generell beim Unternehmertum : da zählen doch nicht die fachlichen Fähigkeiten, sondern die sozialen.

Man muss wissen, wie man etwas gut rüber bringt, wie man was verkauft, wie man mit Geschäftspartnern auf Augenhöhe spricht, wie man mit anderen Entscheidern "auf gleicher Wellenlänge" ist.
Psychologie ist im Geschäftsleben viel wichtiger als nur das Preis / Leistungsverhältnis.

Und das alles hat nichts mit einem Studium zu tun, das wollte ich damit ausdrücken

dass Facharbeiter teilweise vom theoretischen Anspruch her, eine sehr einfache Lehre haben, das habe ich schon sehr oft geschrieben.

Aber muss ein Unternehmer Differentialgleichungen lösen können ? muss er die Amoroso Robinson Relation herleiten können ? muss er das Preisbildungsmodel im Dupol mit Differentialgleichungen herleiten können ?
muss er den Hauptsatz der Thermodynamik verstanden haben ? braucht er komplexe Algorithmen ? oder gar den Hauptsatz der Algebra ? oder muss er das HGB inkl. aller wichtigen Kommentare kennen ?

nein, nein, nein. Sondern eben die Fähigkeiten, die ich genannt habe dazu noch eine Portion Glück ( zur richtigen Zeit am richtigen Ort )

ein Unternehmer muss vielmehr über den Dingen stehen, für Steuerrecht hat er seinen Steuerberater, für juristische Probleme seinen Anwalt. Die nehmen ihm auch Dinge wie Rechtsformwahl ( macht man einmal, danach überdenkt man die Wahl, wenn sich das Unternehmen stark verändert )
Dr. Schwenke
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.12.2006
Beiträge: 49
Wohnort: S.-H.

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 10:51:51    Titel:

Descartes hat folgendes geschrieben:


Die angesprochenen "Skills" lernt mit Sicherheit auch jeder Einzelhandelskaufmann im ersten Lehrjahr an jeder noch so kleinen Hinterwäldler-BBS. Rechtformwahl und Standortentscheidungen, also ehrlich; dafür braucht man die BWL nun wirklich nicht Rolling Eyes


Völlig richtig! Aber er hat ja explizit nach Studium und nicht nach Berufsausbildung gefragt. BWLer waren ja damals auch nur "Diplom-Kaufmänner"; also studierte Einzelhandelskaufleute. Ein Handelsfachwirt bringt sicher die gleichen Fähigkeiten mit.

Wie erwähnt, fragte er nach Studium und nicht nach Ausbildung oder irgendwelchen Meistertiteln, die durchaus genügen würden, um eine OHG zu gründen.
Er redet ja von einem größeren Unternehmen (nicht Betrieb), das informationsintensive/wissensintensive Produkte und Dienstleistungen entwickelt und verkauft. Von daher ist man wohl mit einem Studium besser beraten.
Chris-W.
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.01.2007
Beiträge: 1495

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 10:54:07    Titel:

Da hat der Herr Wirtschaftsinformatiker schon recht, man muss nicht studiert haben um Unternehmer zu sein.
Es kommt halt drauf an was man machen will, demnach kann es natürlich auch sein, dass man Hochschulstudium haben muss.



Zitat:
das lernt ein Ingenieur in irgendeinem BWL Zusatzkurs mal so nebenbei.

Ich glaub kaum, dass er genau das gleiche lernt was der BWL Student in seinem kompletten Studium macht. Und ob die Grundlagen reichen sich mit einem ausgebildeten BWLer zu gleichzusetzen? Hm... Wink
Wirtschaftsinformatiker
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 11:00:53    Titel:

Zitat:
Da hat der Herr Wirtschaftsinformatiker schon recht, man muss nicht studiert haben um Unternehmer zu sein.
Es kommt halt drauf an was man machen will, demnach kann es natürlich auch sein, dass man Hochschulstudium haben muss.



da sind wir uns sogar mal einig Smile


Zitat:
Ich glaub kaum, dass er genau das gleiche lernt was der BWL Student in seinem kompletten Studium macht. Und ob die Grundlagen reichen sich mit einem ausgebildeten BWLer zu gleichzusetzen? Hm...


das habe ich auch nicht gemeint, ich meinte damit lediglich, dass die notwendigen Kenntnisse in BWL, die man als Geschäftsleiter haben sollte, auch von einem Ingenieur durch einige Zusatzkurse relativ schnell erlernbar sind.

Ein kompletter BWLer ist der natürlich dann nicht, aber das ist auch nicht notwendig. Wie gesagt, für spezielles Fachwissen im Bereich Steuern bzw. Bilanzierung hat ein Unternehmen i.d.R. einen Steuerberater, daher reichen Grundkenntnisse. Für kleinere Unternehmen übernehmen sogar die Steuerberater die komplette Buchführung, daher reicht es wirklich, wenn der Unternehmer einen Grobüberlick hat
kang00
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 12:00:25    Titel:

Dr. Schwenke hat folgendes geschrieben:

Wie erwähnt, fragte er nach Studium und nicht nach Ausbildung oder irgendwelchen Meistertiteln, die durchaus genügen würden, um eine OHG zu gründen.
Er redet ja von einem größeren Unternehmen (nicht Betrieb), das informationsintensive/wissensintensive Produkte und Dienstleistungen entwickelt und verkauft. Von daher ist man wohl mit einem Studium besser beraten.


Danke Dr. Schwenke, du hast mein Anliegen sehr treffend zusammengefasst, genau das habe ich vor. Ich habe gehofft hierzu einige Tipps zu bekommen, was ich genau studieren sollte. So wie ich die Sache jetzt sehe läuft es auf eine Wahl zwischen reinem Ing Studium und Wing hinaus.
KamiKami
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1859
Wohnort: Hier nicht mehr aktiv!

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 15:51:26    Titel:

Zitat:
außerdem ist es in der heutigen Zeit meiner Ansicht nach aussichtslos ohne entsprechendes Know-how in Form einer Hochschulbildung ein erfolgreicher Unternehmer zu werden vor allem dann nicht wenn man nicht über Eltern in entsprechenden Positionen oder Eigenkapital verfügt.


Es bedarf keines abgeschlossenen Studiums, um ein eigenständiges Unternehmen zu gründen. Es bedarf gob gesagt nur einer bestimmten Menge an Startkapital und Know-How. Ich bin das beste Beispiel, ich habe mich bereits vor meinem Studium selbstständig gemacht und fahre damit heute ganz gut. Leider hat der Tag nur 24 Stunden. Wink

Du benötigst nur ein gutes Konzept und ein gewisses Gefühl. Ein Studium deswegen als zwingend zu erachten, ist Hahnebüchenen Unfug.

Gruß
wima_typ
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 1086

BeitragVerfasst am: 11 März 2009 - 02:07:34    Titel:

Wenn ein Studium hilft, dann was technisches. So kann man technisches Know-How sammeln, das man in seine wie auch immer gearteten Produkte einbauen kann. Das ist sicher nicht von Nachteil. Klar kann jeder Hauptschüler theoretisch ne Firma gründen. Aber was will er mit seiner Firma anbieten? Gangsta-Rap? (haha, und das läuft sogar Very Happy )
Diplomierter
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1988
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 11 März 2009 - 02:16:10    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
als Unternehmer brauchst du nix studiert haben. Du brauchst einfach eine gute Idee und musst die besser verkaufen als die Konkurrenz ( du musst nicht besser sein, aber eben besser verkaufen )

daher : völlig egal was du studierst oder ob du studierst. Die Aldi Brüder, die reichsten Deutschen, haben nur einen Volksschulabschluss und eine Kaufmannslehre in Mutters Laden ! Bill Gates hat sein Studium damals abbgebrochen, genauso der Gründer von Facebook ( ist jetzt auch Milliadär )

Und zu Top Management : dahin kommt man NICHT durch : Leistung, Fleiß, Qualifikation

sondern : richtiges Auftreten, richtiger Habitus, richtige Herkunft, richtiger Tennisclub, Kontakte aus dem Golfclub und eben sonstige Upperclass Kontakte


Genauso läuft es, probieren geht über studieren. Viel Vitamin B dazu, dann ist kein Eis unter der Kuh!

Die richtige Idee zur richtigen Zeit, wenns läuft kannste die BWLer und Ings als AN einkaufen.
Diplomierter
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1988
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 11 März 2009 - 03:48:36    Titel:

wima_typ hat folgendes geschrieben:
Klar kann jeder Hauptschüler


War kein Hauptschüler die haben neun Jahre. Bei mir war es nur Volksschule mit 8 Klassen, dafür 2-3 mal Nachmittag und Samstagsunterricht (alles schneller, dafür gestauchter. Hi kommt Euch das nicht bekannt vor? Aus G9 mach GCool.

Eine Lehre als Elektromechaniker 3 1/2 Jahre absolviert, in der nächsten FA Kofferträger eines Entwicklungs Dr. Ing. mit ca. 360 Std./Monat zu 1,78 DM/Std. (1967) ein Jahr verbracht, verdammt viel von ihm gelernt (Steuerungstechnik mit Schütze und Relais).

Bei einer hießigen Weltfirma von Autowaschanlagen angeheuert, dort mit 18 Jahren das Hauptstromwendeschütz erfunden (Sonntagsabend mit Lineal, Bleistift, Radiergummi, Weizenbier und Schreibblock im Nebenzimmer die Steuerungen auf Papier gebracht, während der Woche, auch Samstags 70 Std. geschafft und das nur für 3,45 DM/Std. es gab Krach. Die hatten mich total verarscht, sag ja keinen was Du Verdienst, und dann bekam ich raus, dass sämtliche unfähigen Ärsche 5 DM/Std. aufwärts bekommen, ich war gleich ganz benommen. Habe in meiner knappen Freizeit mir die Optimas der Steuerungen (Portal- & Waschstraßenanlagen) ausgedacht, kein Dankeschön und Lob erhalten, schmiß alles hin dem Alten (Otto C.).

Der Sepp, Eigner von Multivac, leckte sich die Zunge satt. Hab für anfangs 5,70 DM/Std. ihm geholfen. Elektronik Wirrapp war nun angesagt, hab aber bei der Norgates-Steuerung nicht versagt! Gabs ein Problem, nein das gibt es nicht, denn unser Johnny fitt it bald (soon), läßt Kunden stehen nicht im Wald. Sepp Haggenmüller und ich waren bis zu seinem Verkehrsunfalltot (neue B19, jetzige A7) ein Team.

Firmeninhaber (51%) war jetzt tot, Sepp wollte mir noch wie dem Happy (Mech.-Meister) zuvor den Flugschein zahlen, flog mit Happy und dem Geschäftsfliegerle wie vorher auch mit dem FA-Eigner Sepp zu Kunden im E.-Raum.

Irgendwie fehlte mir dann der Sepp und das Betriebsklima war auch nicht mehr nett. Erfuhr von der Technikerschule und war dort der größte Bulle (fachlich gesehen). Absolvierte die TS mit Bravur (Zweitbester) und wannt mich gleich höheren zu. Das Bayern Kolleg in Augsburg musste es sein, denn es gab dort einen Kurs für staatl. gepr. Techniker allein. Zwei Jahre Mittwochabends und Samstags verbrachte ich dort. Englisch, Deutsch und Mathe, weil angeblich bayr. staatl. gepr. Techniker stünden geistig auf der Matte, wir BAS-Externenprüfung machen mussten, sonst Mittlere Reife ist verpuffen.

Damit ausgerüstet nun ging ich nach Ulm will lernen soon (bald).
Die REFA-Akademie tat es mich an, da war in 6 Trimester echt alles drann. Die Profs von der Reutlinger FH hatten es drauf, aber in Invest zeigte ihnen der MM Hansi den Rest.

Beim Werkzeugmasch.-DECKEL nun wollt ich als Organisator krempeln die Firma um. Das hama immer so gemacht und überhaupt jetzt gute Nacht.

Zwei Jahre Abends nebenbei, externe FOS ich war dabei!

Wirtschaftswissenschaft war angesagt, denn ich in Wirtschaften öfters versackt!

Ein Diplom das musste sein, zog es mir in Kürze rein (Diplomarbeit nach allen vorgezogenen Prüfungen-Dauer ca. 3 Semester- erst drei Jahre später wegen der verbilligten Krankenversicherung abgeliefert)

So, jetzt wißt Ihrs, auch Hauptschüler (Ich nur Volksschüler) haben Potential! Ich habe Respekt vor jeder freiwilligen Aus- Fort- oder Weiterbildung und hoffe, dass dieses Forum allen Bildungswilligen (aber bitte nicht nur für Hausaufgabenlösung) eine Hilfe und Anregung ist!
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Unternehmer werden, was studieren?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Seite 3 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum