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FDP - Der ideologische Ursprung der Finanz- und Bankenkrise
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> FDP - Der ideologische Ursprung der Finanz- und Bankenkrise
 
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 00:34:47    Titel:

btw: Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung nutzt die gebräuchliche Definition des relativen Reichtums: Wer mindestens das doppelte des Medians zur Verfügung hat. Im Jahr 2005 waren das dann für eine Einzelperson ca. 3300€/Monat netto, was ziemlich genau der Grenze entspricht, ab der man Spitzensteuer zahlen muss (52.000€/Jahr brutto).

btw: Gerade einmal 7% der Haushalte in Deutschland zählen so als relativ reich...


Also nichts von wegen "Mittelschicht"...

Cyrix
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 00:37:54    Titel:

Wie hoch (oder niedrig) wäre das Steueraufkommen bei solch einer Flattax?

Obwohl ich liberal bin, stehe ich fest hinter der Steuerprogression. Die Flattax (auch die von der FDP) taugt nichts. Richtig ist jedoch, dass die normale und gehobene Mitte (d.h. Einkommen von 35K bis 65K) entlastet werden muss.
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 00:43:19    Titel:

Wie gesagt: Hier scheint ein seltsames Bild von "Mitte der Gesellschaft" vorzuherrschen. Aber gut, das macht ja die FDP ständig, nennt ihr Klientel der Besserverdienenden ja auch "Mitte"...


Cyrix
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:05:33    Titel:

Krass...

Ich lese gerade den Armuts- und Reichtumsbericht etwas genauer, und da ist mir diese Passage aufgefallen:
Zitat:

Befragt nach der Höhe des persönlichen Nettomonatseinkommens, ab der von Reichtum gesprochen werden kann, ergeben sich sehr unterschiedliche Einschätzungen. Jeweils die Hälfte der Befragten nennt einen höheren bzw. niedrigeren Betrag als 5.000 netto Euro/Monat (Median).
Im Durchschnitt wird ein Betrag von rund 27.000 Euro/Monat genannt. Für den Vermögensreichtum ergeben sich noch unterschiedlichere Einschätzungen, was sich an der großen Diskrepanz zwischen dem Median (500.000 Euro) und dem Mittelwert (rund. 34 Mio. Euro) ablesen lässt.


In der Bevölkerung scheint ein ziemlich verzerrtes Bild vom Reichtumsbegriff (im Vergleich zur Wissenschaft, aber auch im Vergleich zwischen verschiedenen Personen) zu herrschen.


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:13:22    Titel:

Weitaus "krasser" ist die Ansicht, mit 52K Jahresbrutto sei man reich. Da hilft es auch nicht, seine Ansicht mit vermeintlicher "Wissenschaft" begründen zu wollen. Letztendlich ist die Definition des Reichtumsbegriffs auch nur eine Definition, weiter nichts.
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:17:32    Titel:

Wie würdest du denn Reichtum definieren?

Ich finde (von den absoluten Zahlen mal abstrahiert, dafür ist ja die Def da), dass man über "doppeltes Median-Einkommen" durchaus reden kann.


edit: Man sollte noch erwähnen, dass sich jene Zahl von ca. 3300€/Monat auf das Nettoäquivalenzeinkommen bezieht. D.h. man nehme die Summe, die Netto dem Haushalt zur Verfügung steht, und teile ihn durch einen Koeffizienten, der die Anzahl und das Alter der Personen in diesem Haushalt widerspiegelt: 1 für den Haushaltsführer + 1/2* Anzahl weiterer Personen über 14 Jahren in dem Haushalt + 0,3* Anzahl Personen unter 14 Jahren.

Durch diesen Koeffizienten ist sichergestellt, dass "Synergie-Effekte" in Mehr-Personen-Haushalten entsprechend berücksichtigt werden.

Diese Zahl bezieht sich also auf eine alleinstehende Person.


Cyrix
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trundle09
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:29:50    Titel:

Also, mein Vater arbeitet als Projektleiter bei einer mittelständischen Firma, die Tarif bezahlt, er ist Techniker, seine Kollegen Schreiner oder wenn sie noch jung sind Igenieure. Er verdient mit Weihnachts- und Urlaubsgeld wohlgemerkt etwa 52000 € bekommt aber auch keine Überstunden etc. erstattet. Damit gehört er zu den Leuten die besser verdienen in der Firma das ist klar.

Aber er gehört sicherlich noch zur Mitte der Gesellschaft, kauft ein gebrauchtes Auto, fährt einemal im Jahr in den Urlaub etc.
Und nein, er hat keine 3300 € netto, sondern ca. 2600. Er bezahlt nämlich rund 40 % Steuern, Sozialabgaben etc. 600 € sind schon ein Unterschied würde ich sagen.

Ich bekomme Bafög, wenn auch nicht viel.
Wir können gut leben uns das eine oder andere leisten, aber reich oder gar wohlhabend oder Oberschicht sind wir nicht, es sei denn, du wolltest jeden Ingenieur, jeden Kriminalkommisar, Gymansiallehrer usw. als Oberschicht und als Reich bezeichnen.

Immer auf dem Teppich bleiben Jungs. Ich habe sicher kein falsches Bild von der Mitte der Gesellschaft.
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:36:22    Titel:

trundle09 hat folgendes geschrieben:

Aber er gehört sicherlich noch zur Mitte der Gesellschaft, kauft ein gebrauchtes Auto, fährt einemal im Jahr in den Urlaub etc.
Und nein, er hat keine 3300 € netto, sondern ca. 2600. Er bezahlt nämlich rund 40 % Steuern, Sozialabgaben etc. 600 € sind schon ein Unterschied würde ich sagen.


Ah, Sozialabgaben hab ich vergessen! Sorry. Smile

Ok, dann landet unsere Reichtumsgrenze bei eben ca. 72k€/Jahr brutto für einen Single-Haushalt.

Allerdings zahlt dein Vater zwar vielleicht einen Grenzsteuersatz von 40%, aber kaum einen entsprechenden Durchschnittssteuersatz. Der dürfte eher bei ca. 25% liegen (aufgrund der Progression)...

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Zuletzt bearbeitet von cyrix42 am 17 März 2009 - 01:46:39, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:45:35    Titel:

Um es nochmal deutlich zu machen: Jene Zahlen beziehen sich auf Single-Haushalte!

Für eine drei-köpfige Familie (Kind über 14 Jahre alt) liegen die Grenzen entsprechend doppelt so hoch, d.h. relativer Reichtum ab ca. 6600€/Monat netto, oder ca. 150k€/Jahr brutto.

Cyrix
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trundle09
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 01:57:45    Titel:

Ja, ok natürlich, der durchschnittliche Steuersatz ist immer niedriger.
Ich meine 12000 €, das ist schon ein Unterschied oder nicht.

Ich glaube es ist einfach eine Frage der Wertigkeit, ab wann man glaubt, dass ein Spitzensteuersatz beginnen sollte ohne zusehr Leistungshemmend zu sein und eigentlich noch gar nicht so reiche Leute zu treffen.

Ich persönlich finde das Steuerkonzept der FDP schon recht gut, die Progression bleibt im Prinzip erhalten, die mittleren Einkommen werden entlastet und der Steuersatz wird generell gesenkt. Ich würde allerdings die 35 % erst ab sagen wir 80000€ oder 100000€ ansetzen. Gerade weil ich finde, dass wir mehr Selbstständige brauchen und diese durch diesen frühen Spitzensteuersatz oftmals ziemlich drangsaliert werden.
Ich finde einfach man muss die leistungshemmende Wirkung von zu hohen Steuern stärker berücksichtigen.

Ich bin durchaus, auch dass habe ich schon mehrmals in anderen Threads gesagt, ein Freund von höheren indirekten Steuern, und davon, die Sozialversicherungssysteme durch Steuern zu finanzieren, weil das den Faktor Arbeit weiter enorm entlastet, will aber jetzt nicht nochmal ein Faß aufmachen, dass uns weiter vom Threadthema entfernt.
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Feeelix
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 04:43:05    Titel:

Hier noch ein schöner Kommentar zur FDP:

Zitat:

Offensichtlich versucht die FDP weiterhin mit großer Inbrunst unsere Gesellschaft, das Solidaritätsprinzip und jetzt sogar die Gesundheit der Menschen meistbietend auf dem so genannten freien Markt zu verscherbeln. Nicht nur, dass sie in der größten Weltwirtschaftskrise seit 1929, in einem auf ganzer Linie gescheiterten Kapitalismus weiterhin freie Märkte und Steuersenkungen für die Eliten dieses Landes fordert, jetzt möchte sie einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge auch noch die gesetzliche Krankenkasse privatisieren. Immer, wenn man glaubt, schlimmer kann sich keine Regierungskoalition nicht aufführen, kommt ein Westerwelle um die Ecke und lacht in die Kameras.

Wir haben uns alle mittlerweile daran gewöhnt: Zweiklassenmedizin, Praxisgebühr, hohe Medikamenten-Zuzahlungen, überfüllte Wartezimmer. Unser Gesundheitssystem krankt. Rot-Grün wie auch Schwarz-Rot haben peu à peu die Mauern des ehemals wohl besten Gesundheitssystems der Welt abgetragen. Am Ende der Verhandlungen des Kabinetts Merkel stand ein Gesundheitsfond, der alleine beweist wie unfähig diese Regierungskoalition unter der Bundeskanzlerin agiert. Alle Experten, Ärzte wie auch Patienten haben gegen den Fond demonstriert, vor diesem gewaltigen Monster gewarnt. Ohne Erfolg – im Januar ist er in Kraft getreten.

Das möchte die FDP nun ausnutzen. Der Gesundheitsfond muss weg – klingt erst einmal vernünftig. Doch was dann folgt, ist schier unglaublich. Die FDP will die gesetzliche Krankenkasse komplett abschaffen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen verpflichtet werden, sich privat zu versichern. Man steht fassungslos vor dieser Meldung. Heutzutage noch Privatisierungen fordern, da wird übertrieben gesprochen fast schon der Verfassungsschutz tätig. Doch unsere Gesundheit in private Hand zu legen, das übersteigt jegliche Vorstellungskraft zu was die ehemals stolze liberale Partei fähig zu sein scheint. Wir kennen alle die Horrormeldungen aus Ländern, die keine gesetzliche Krankenkasse kennen – die USA seien hier nur als Beispiel genannt. Geld regiert die Welt. Wer Geld hat, darf nach dem Willen der FDP gesund werden, wer kein Geld hat, darf im günstigen Fall leiden, um schlimmsten Fall sterben. Denn wir wissen alle: Von einer privaten Pflichtversicherung zu einer freiwilligen Versicherung ist es nicht weit. Und wenn die Menschen sich die Versicherung nicht mehr leisten können, hat die FDP ihr Ziel erreicht: Die Schwachen belasten nicht mehr das System. Die FDP ist übrigens die Partei, mit der sowohl Union und SPD nach der Bundestagwahl zusammen regieren wollen.

Sollte diese Meldung in dieser Form zutreffen, muss vielleicht darüber nachgedacht werden, den Verfassungsschutz auf die FDP anzusetzen. Es hat den Anschein, als wolle die FDP elementare Grundpfeiler unseres Miteinanders einreißen.

http://board.raidrush.ws/showthread.php?s=103e2e6ba18f27f3151d3ccc7c1a207f&t=556909
Elzéard B.
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 07:47:29    Titel:

Aha, sprich, wer Maschinenbau studiert hat, mehr als die gemütliche 38h Woche arbeitet und evtl. bei bei nem Autobauer angestellt ist, der wird von unseren heutigen Sozis nach 10 Jahren Arbeitsleben (72.000 €/ Jahr sind da realistisch) als "reich" bezeichnet.

Und da wunder man sich, wieso immer mehr junge Akademiker das Weite suchen.

Das Beste was man machen kann, ist nicht zu studieren, sich bei Daimler 38 Stunden ans Band zu stellen und alle 2 Jahre für mehr Lohn und niedrigere Arbeitszeiten (wohlgemerkt beides gleichzeitig) zu streiken.

Dann gerät man wenigstens nichts ins Visier der Steuerfahndung.
Knalltüte
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 10:17:55    Titel:

naja, Reichensteuer wurde ja der Spitzensteuersatz von 45% ab 250 T€ zu versteuerndem Jahreseinkommen genannt und nicht die 42%. Wink

Aber was sollte man denn als Maßstab für Reichtum nehmen? Jeweils den reichsten Menschen der Welt, ok dann wären wir eben alle arm, was bringt das?
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cyrix42
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 11:57:49    Titel:

@Elzéard B.: Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (der von Soziologen, Ökonomen, ... auf jeden Fall Fachleuten geschrieben wurde) sind gerade einmal 6,4% der Haushalte in Deutschland als "relativ reich" (nach obiger Definition des doppelten des Nettoäquivalenzeinkommens des Medians) einzuordnen.

Es ist also nicht so, dass dies der "Bandarbeiter von nebenan" erreicht...


Aus der gleichen Quelle: Mit meinem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 40k€ bekomme ich schon mehr als 70% der Bevölkerung, und selbst noch mehr als der Median der Vollzeitbeschäftigten. Will heißen: Ich gehöre schon zum oberen Mittelfeld (und das als Berufsanfänger). Nur mal zur Orientierung, wo Akademiker denn beschäftigt werden...


Cyrix
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Elzéard B.
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 12:05:35    Titel:

Ich habe mich auch nicht auf Bandarbeiter bezogen, sondern habe gerade gesagt, dass man es als Bandarbeiter steuerlich noch gut hat.

Ich habe mich auf Akademiker bezogen, die entsprechend ihrer Qualifikation entlohnt werden . Als Beispiel habe ich einen Maschinenbauer mit 10 Jahren Berufserfahrung gewählt, den man in SPD Kreisen bereits als "reich" einstufen möchte.

@Knalltüte

Darum gehts ja gerade. Es wird nach Initiative der SPD- Linken darüber diskutiert, alle Einkommen ab 60.000 € mit der heutzutage ab 250.000 € geltenden Reichensteuer zu besteuern. (45%)

Unter "reich" verstehe ich Leute, die sich um Geld nicht mehr viel Gedanken machen müssen. Für mich beginnt das bei Jahreseinkommen ab 250.000 €.
Knalltüte
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 12:13:31    Titel:

Elzéard B. hat folgendes geschrieben:
@Knalltüte

Darum gehts ja gerade. Es wird nach Initiative der SPD- Linken darüber diskutiert, alle Einkommen ab 60.000 € mit der heutzutage ab 250.000 € geltenden Reichensteuer zu besteuern. (45%)

ah ok, das bringt doch aber nichts. Ich hatte oben ja zitiert, dass in den oberen Einkommensregiionen nur 24% effektiv an Steuern bezahlt werden muss. Also sollte man eher deren steuerliche Spielräume etwas einschränken.

Zitat:
Unter "reich" verstehe ich Leute, die sich um Geld nicht mehr viel Gedanken machen müssen.

he he, nun sagt man aber, dass man erst über Geld richtig nachzudenken beginnt, wenn man viel hat Smile
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Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
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BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 15:23:42    Titel:

Ja, ich bin auch dafür, die steuerlichen Vergünstigungen für Superreiche zu streichen anstatt bereits Scheinreiche mit solch hohen Steuersätzen zu belasten.
Feeelix
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
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BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 21:14:41    Titel:

Partei der Unbeirrbaren - FDP preist Selbstheilungskräfte des Marktes

http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama208.html
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
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BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 23:07:33    Titel:

Das solch ein parteiischer Beitrag mittlerweile im öffentlichen Fernsehen läuft, ist schon bezeichnend.
Sozialdemokrator
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
Beiträge: 82
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 23:26:49    Titel:

Elzéard B. hat folgendes geschrieben:
Das solch ein parteiischer Beitrag mittlerweile im öffentlichen Fernsehen läuft, ist schon bezeichnend.


Die Leute müssen halt aufgeklärt werden Very Happy
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 23:37:44    Titel:

Genau, von so Experten wie dir am Besten...

Aber mal gucken was die ach so fundierte "Aufklärung" der Alt 68er Journalisten so bringt. Am Besten ist immer noch die Behauptung, die Krise sei hauptsächlich ein Marktversagen und hätte ihren Ursprung nicht in der amerikanischen Politik.
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3096

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 23:40:41    Titel:

Feeelix hat folgendes geschrieben:
Hier noch ein schöner Kommentar zur FDP:

Was für ein Schwachsinn. Rolling Eyes

Private Krankenversicherungen gibt es beispielsweise in der Schweiz.
Und funktioniert.
Die Krankenkassen sind für Grundversicherungen zum Abschluss gezwungen.
Kann und würde in Deutschland bestimmt auch kommen.
Wer weniger krank ist, der kann seine Beitragszahlungen senken.
Ein Beitrag und Anreiz zur Gesundheitsprävention.
Und ein Anreiz für Innovation und Effizienz im Gesundheitswesen.
Die Schweiz hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt.
Höher als die Deutsche.

Also einfach mal Piano und statt beim "Privatisierung" erstmal "Skandal" zu schreien einfach erstmal mitdenken.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7084

BeitragVerfasst am: 31 März 2009 - 00:07:46    Titel:

Zitat:
Das Beste was man machen kann, ist nicht zu studieren, sich bei Daimler 38 Stunden ans Band zu stellen und alle 2 Jahre für mehr Lohn und niedrigere Arbeitszeiten (wohlgemerkt beides gleichzeitig) zu streiken.


genau, in der roten Weste mit der Trillerpfeife !

und was heißt hier weniger Lohn ? dem Bandarbeiter geht es verdammt gut finanziell gesehen.

Schichtarbeit ist massiv subventioniert, viele Zulagen sind steuerfrei !

und auch die Grundlöhne sind sehr hoch bei den Autobauern.

Hab es schonmal gepostet, der Grundlohn die Stunde für einen UNGELERNTEN Hilfsarbeiter über Daimler Zeitarbeit liegt bei rund 16 Euro Brutto + teils Steuerfreie Zulagen

Ein Facharbeiter bekommt ohne Probleme seine 20 Euro pro H + Zulagen.

Kleines Beispiel was das Sonntagnacht ausmacht : also Sonntag von 22 Uhr bis 6 Uhr, alle 2 Stunden gibts ( bezahlte ) Pause :

macht 20 Euro die Stunde + 20 - 30 Euro NETTO STEUERFREI Zulage ( Sonntag und Nachtarbeit )

d.h. Montag Morgen um 6 hat der 20 * 8 = 160 Euro Brutto verdient + rund 200 - 250 Euro NETTO oben drauf als Zulagen, steuerfrei ! !

so kommt da ein Facharbeiter mit Anfang 20, mit 35 - 40 H Woche auf Gehälter wo es manchem ERFAHRENEN Ingenieur im SELBEN Betrieb fast schwindelig wird

trotzdem wird alle 2 Jahre gestreikt, die Mär vom "kleinen Mann am Band" erzählt, die Betroffenheitsmaske aufgesetzt während der Ingenieur als "Großverdiener" dargestelt wird, den man noch vieeeeel höher besteuern kann
Andi1
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Anmeldungsdatum: 28.02.2009
Beiträge: 931

BeitragVerfasst am: 31 März 2009 - 00:50:44    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von Andi1 am 17 Dez 2010 - 03:41:29, insgesamt einmal bearbeitet
Feeelix
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 31 März 2009 - 23:08:34    Titel:

Wow, in den Staaten und Frankreich geht das momentan ja heftig ab! Shocked
Wenn das soweiter geht, dann werden bald die ersten Manager/Banker/whatever gehängt Confused


http://www.sueddeutsche.de/kultur/198/462811/text/


Zitat:

Das schöne an Amerika ist, dass sie tolle Gründerväter hatten, die wollten dass im Zweifelsfall der Staat Angst vor seinen Bürgern haben muss und soll.

Während bei uns im Falle eines Aufstandes die Bürger von den Schergen der Herrscher niedergemetzelt würden weil sie keine Waffen haben, könnten(!) die US Amerikaner für ihre Freiheit kämpfen. Sie haben das schonmal getan und dabei die damalige Supermacht Grossbritannien besiegt.

Einen Freiheitskampf hat "D-Land" seit den Bauernkriegen nicht mehr gesehen.
Daunenfeder
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2009 - 20:52:53    Titel:

http://i39.tinypic.com/14uc6c2.jpg

edit: Urheberrecht beachten -Pauker->

die Hypo Real Estate wurde zur "Ekelbank" gewählt *g*
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2009 - 20:41:43    Titel: FDP - Warum flüchtet das Vieh zurück in den brennenden Stall

[quote="trundle09"]Liberalismus hat überhaupt nichts mit Sozialdarwinismus zu tun, der steht eher den Faschisten und ihres gleichen nach.
Ansonsten ist die FDP die einzige Partei, die noch für wirtschaftliche Vernunft und Marktwirtschaft steht und die einzige die für direkte und offene Demokratie ist.
Liberalismus sollte nicht immer nur auf Wirtschaft reduziert werden, Liberale stehen auch als einzige für Bürgerrechte, für Toleranz und Vielfalt . Wir leben in einem Land mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Unsere Verfassung und unsere Werte fußen auf liberalen Ideen und Werten und sie haben das erste friedliche und stabile und wohlhabende Deutschland und Europa in der Geschichte geschaffen.

Darauf kann man doch stolz sein.


Antwort GLÜ


Zunächst möchte ich mit den Worten von

Sozialdemokrator
Junior Member

antworten , die ich bis dahin vertreten kann :

" Man kann nicht oft genug darauf hinweisen!

*Die Partei der totalen Deregulierung des Marktes!

*Die Partei, die das Wort "Freiheit" stets im Sinne wirtschaftlicher Kapitalfreiheit verwendete! Individuelle Freiheit geht denen am Arsch vorbei!

*Die Partei, die Eigenverantwortung und Wettbewerb immer im Sinne der Ellenbogen- und Raffgesellschaft propagierte!



Wie kann man solche ....... nur wählen? "

Ich möchte noch hinzufügen :Die Partei der Privatisierung von Infrastruktur . (Sehr erfolgreich : CrossboarderLeasing durch AIG)


Ja warum nur flüchtet das Vieh zurück in den brennenden Stall .
Man fühlte sich aus alter Gewohnheit dort immer sooo geborgen .

Zu Trundle : Ich habe nichts gegen Liberalismus , auch nicht gegen die Neoliberalen alter Schule . Aber , wo sind die Erhard´s(CDU) und Baum´s !???
Nach der Sozial-Liberalen-Koalition unter Brand und Schmidt sehe ich nur noch Neo-Neoliberale des Wirtschaftsflügels . Wenn die Neo-Neo´s nur in der FDP das Sagen hätten , wär es noch zu ertragen , aber sie sind in großen Teilen der Union und seit Schröder haben sie das Sagen in der SPD .
Ich bin sozusagen ein heimatloser Sozialliberaler

Denk ich anDeutschland in der Nacht ....

BÜRGER einer demokratisch gewählten LOBBYKRATY

GLÜ



Julius_Dolby
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Beiträge: 3096

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2009 - 22:03:21    Titel: Re: FDP - Warum flüchtet das Vieh zurück in den brennenden S

GLÜ hat folgendes geschrieben:
*Die Partei der totalen Deregulierung des Marktes!

Quark. Die FDP ist keineswegs für total deregulierte Märkte.

GLÜ hat folgendes geschrieben:
*Die Partei, die das Wort "Freiheit" stets im Sinne wirtschaftlicher Kapitalfreiheit verwendete! Individuelle Freiheit geht denen am Arsch vorbei!


Quark. Aber so denkt man halt vielleicht, wenn man sich die Programme der Parteien nicht selbst anschaut.

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Ich möchte noch hinzufügen :Die Partei der Privatisierung von Infrastruktur . (Sehr erfolgreich : CrossboarderLeasing durch AIG)


Die FDP selbst ist nicht für Cross-Border-Leasing-Geschäfte.
Das sind gewisse mehr oder minder möchtegernschlaue Funktionsträger, meist in Kommunen. Und mehrheitlich vermutlich Mitglied anderer Parteien.

Im übrigen: Telekommunikationsmarkt. Rundfunk: Der Wettbewerb funktioniert.


PS: Und die Sozialdemokraten sind die Steuererhöhungspartei, wohingegen Die Linke nur Umverteilung propagieren kann - eine ebenso fundierte und umfassende Sichtweise, wie sie manche hier von der FDP haben... Rolling Eyes
x-x-x
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BeitragVerfasst am: 19 Apr 2009 - 02:39:39    Titel:

Die FDP ist in erster Linie nunmal für STAATSVERSCHULDUNG.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2009 - 10:32:22    Titel:

x-x-x hat folgendes geschrieben:
Die FDP ist in erster Linie nunmal für STAATSVERSCHULDUNG.


Du brauchst wohl einen Sündenbock für die Schuld des eigenen Kollektivismus.
A1848
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Anmeldungsdatum: 19.03.2008
Beiträge: 2171

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2009 - 18:15:34    Titel:

x-x-x hat folgendes geschrieben:
Die FDP ist in erster Linie nunmal für STAATSVERSCHULDUNG.


Welche Partei möchte denn die Neuverschuldungsgrenze in die Verfassung schreiben?
Und welche Parteien haben die neuen riesigen Ausgaben zur Marktverzerrung in die Wege geleitet?
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
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BeitragVerfasst am: 21 Apr 2009 - 20:07:06    Titel: [size=18]Re:[size=18] FDP - Warum flüchtet das Vieh zurück i

[quote="Julius_Dolby"][quote="GLÜ"]*
GLÜ hat folgendes geschrieben:
Ich möchte noch hinzufügen :Die Partei der Privatisierung von Infrastruktur . (Sehr erfolgreich : CrossboarderLeasing durch AIG)


[size=18]Julius_Dolby hat folgendes geschrieben: [/size]
Die FDP selbst ist nicht für Cross-Border-Leasing-Geschäfte.
Das sind gewisse mehr oder minder möchtegernschlaue Funktionsträger, meist in Kommunen. Und mehrheitlich vermutlich Mitglied anderer Parteien.

Im übrigen: Telekommunikationsmarkt. Rundfunk: Der Wettbewerb funktioniert.



ANTORT GLÜ
Ist oder war die FDP für die Privatisierung von Infrasstruktur und für mehr Deregulierung !??

Haben wir die Krise weil wir zuviel oder zu wenig dereguliert und Infrastruktur privatisiert haben .??

Warum nur flüchtet das Vieh zurück in den brennenden Stall ???
Bush wurde nach der Irak-Kriegslüge auch wiedergewählt .
Umfrage ergab folgende Begründung : Er war glaubwürdiger als
John Kerry.

Wie GlLAUBWÜRDDIG sind die NEO-Neo´s nicht nur der FDP .... ?

Bürger einer demokratischgewählten LOBBYKRATIE

GLÜ
Aremonus
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 06:15:21    Titel:

Zitat:
Private Krankenversicherungen gibt es beispielsweise in der Schweiz.
Und funktioniert.
Die Krankenkassen sind für Grundversicherungen zum Abschluss gezwungen.
Kann und würde in Deutschland bestimmt auch kommen.
Wer weniger krank ist, der kann seine Beitragszahlungen senken.
Ein Beitrag und Anreiz zur Gesundheitsprävention.
Und ein Anreiz für Innovation und Effizienz im Gesundheitswesen.
Die Schweiz hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt.
Höher als die Deutsche.


Wobei man fairerweise anmerken muss, dass die Schweiz auch das Zweitteuerste Gesundheistsystem der Welt hat. Der Markt ist aber auch zu klein, Skaleneffekte kommen kaum zum tragen... ich denke daher, man sollte bei einer Privatisierung der Krankenkassen in Deutschland vorischtig sein und nicht an der viel kleineren Schweiz messen.
Gerade die USA sind mit dem teuersten Gesundheitssystem der Welt "gesegnet" - dort funktioniert es bereits nicht mehr so gut. Mal sehn, was sich unter Obama ergibt...

Bei Krankenkassen ist eine Privatisierung insofern problematisch, als dass der Bedarf nach leistungen so schwammig deffiniert ist. Jeder möchte sich eine Zweitmeinung holen und redet sich solange eine Krankheit ein, bis sie ein Arzt auch wirklich diagnostiziert. Hier liegt meiner Meinung nach ein Marktversagen vor...
Der Gesundheitssektor ist einer der wenigen, die ich nicht dem freien Markt aussetzen würde. Skandinavien und Japan ist da meiner Meinung nach vorbildlich.

Das beste wäre aber immer noch, den Fetten und Rauchern eine Extraprämie aufzudrücken - die werden nämlich überdurchschnittlich oft krank.

Gerade Ende Jahr sollen die Krankenkassenprämien in der Schweiz um 10% steigen. Na toll..
Julius_Dolby
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 17:06:02    Titel: Re: [size=18]Re:[size=18] FDP - Warum flüchtet das Vieh zurü

GLÜ hat folgendes geschrieben:

ANTORT GLÜ
Ist oder war die FDP für die Privatisierung von Infrasstruktur und für mehr Deregulierung !??

Sicherlich dafür.

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Haben wir die Krise weil wir zuviel oder zu wenig dereguliert und Infrastruktur privatisiert haben .??

Die Privatisierung von Infrastruktur hat kausal wenig mit der Krise zu tun.
Bauchfett
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 17:35:31    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:

Bei Krankenkassen ist eine Privatisierung insofern problematisch, als dass der Bedarf nach leistungen so schwammig deffiniert ist. Jeder möchte sich eine Zweitmeinung holen und redet sich solange eine Krankheit ein, bis sie ein Arzt auch wirklich diagnostiziert. Hier liegt meiner Meinung nach ein Marktversagen vor...


Was hat das mit Privatisierung zu tun? Der freie Markt wäre gerade in der Lage dem abzuhelfen.

Blockierer gibt es genug.
Pauker
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 18:03:41    Titel:

Auf dem freien Markt würde kein chronisch Kranker eine Krankenversicherung erhalten, die er sich leisten kann... aber ich vergaß das macht ja dann die Frau Ohoven mit einer "Charity-Gala".

Gut wer dann trotz Krankheit ganz telegen ist. So ne richtig eklige Krankheit sollte es dann doch nicht sein.

noch gesunde Grüße
Pauker
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Bauchfett
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 19:02:49    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Auf dem freien Markt würde kein chronisch Kranker eine Krankenversicherung erhalten, die er sich leisten kann... aber ich vergaß das macht ja dann die Frau Ohoven mit einer "Charity-Gala".

Gut wer dann trotz Krankheit ganz telegen ist. So ne richtig eklige Krankheit sollte es dann doch nicht sein.

noch gesunde Grüße
Pauker


Warum nimmt Deine KV dann nicht auch fröhlich sterbenskranke Kinder in Afrika auf? Doch weil nur ein territoriales Monopol chronischer Polit-Parasiten durchgesetzt wird, zu denen ja auch die Beamten gehören.
Pauker
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 19:36:30    Titel:

Andere Länder dürfen auch gerne eine gesetzliche Krankenversicherung einführen. Da wäre ich sogar dringend dafür.

Gruß
Pauker
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 21:29:04    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Auf dem freien Markt würde kein chronisch Kranker eine Krankenversicherung erhalten, die er sich leisten kann

Daher gibt es private Systeme mit staatlich durchgesetztem Kontrahierungszwang.
Bauchfett
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 22:00:32    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Andere Länder dürfen auch gerne eine gesetzliche Krankenversicherung einführen. Da wäre ich sogar dringend dafür.

Gruß
Pauker


Sehr durchsichtig!

Als wenn das auch nur ansatzweise das Problem lösen könnte.

Ihnen geht es als Steuernettoempfänger um nationalistische Klasseninteressen und schieben dafür moralische Ansprüche vor. Ganz schön schäbig.
Pauker
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BeitragVerfasst am: 22 Apr 2009 - 22:51:39    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Pauker hat folgendes geschrieben:
Auf dem freien Markt würde kein chronisch Kranker eine Krankenversicherung erhalten, die er sich leisten kann

Daher gibt es private Systeme mit staatlich durchgesetztem Kontrahierungszwang.


Darüber könnte man mit MIR reden, aber mein Post richtete sich an den Anarchisten einen Post über mir.... Wink

Gruß
Pauker
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Aremonus
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BeitragVerfasst am: 23 Apr 2009 - 02:42:53    Titel:

Zitat:
Aremonus hat folgendes geschrieben:

Bei Krankenkassen ist eine Privatisierung insofern problematisch, als dass der Bedarf nach leistungen so schwammig deffiniert ist. Jeder möchte sich eine Zweitmeinung holen und redet sich solange eine Krankheit ein, bis sie ein Arzt auch wirklich diagnostiziert. Hier liegt meiner Meinung nach ein Marktversagen vor...



Was hat das mit Privatisierung zu tun? Der freie Markt wäre gerade in der Lage dem abzuhelfen.

Blockierer gibt es genug.


Meine Aussage stützt sich bloss auf empirische Beobachtungen - kenne das Business zu wenig, um effektiv wissenschaftlich fundierte Aussagen zu machen.

Mein Punkt ist aber, dass bei einer Privatisierung der Krankenkassen eben meist derart viele Gesetze vorliegen, dass der freie Markt dem eben nicht Abhilfe schafft (als Krankenkasse darftst du ja beispielsweise keinen abweisen - wäre ja auch ziemlich schäbig, als chronisch Kranker oder auch als Senior hättest du dann ein Problem). Der freie Markt ist also auch bei einer privatisierten Kasse eine Illusion - man könnte höchstens die Verwaltungskosten drücken (Unternehmen arbeiten meist effizienter und mit vielfältigeren, innovativeren Modellen als der Staat)
Wäre mal ein interessantes Studiengebiet... hier läuft iregndwo nämlich etwas ziemlich falsch...
Bauchfett
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BeitragVerfasst am: 23 Apr 2009 - 10:22:46    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:

Mein Punkt ist aber, dass bei einer Privatisierung der Krankenkassen eben meist derart viele Gesetze vorliegen, dass der freie Markt dem eben nicht Abhilfe schafft


Das ist kein freier Markt sondern ein teilweise deregulierter Markt, d.h. ein anderer behinderter Markt. Du musst schon die korrekten Begriffe anwenden.


Zitat:

(als Krankenkasse darftst du ja beispielsweise keinen abweisen - wäre ja auch ziemlich schäbig, als chronisch Kranker oder auch als Senior hättest du dann ein Problem).


Wir reden hier von Krankenversicherungen. Am freien Markt haben Versicherungen die Funktion best. unkalkulierbare Risiken zu versichern. Versicherungen sind nicht dafür da, Unbill zu versichern, die bereits eingetreten sind. Das hebt den Versicherungszweck auf und es ist keine Versicherung mehr. Gesetzliche Krankenkassen sind daher weniger Krankenversicherung als vielmehr Versorgungseinrichtungen, an denen sich theoretisch jedermann bedienen kann, die den Vorzug der Klassengesellschaft genießen. (Natürlich keine sterbenden Kinder in Afrika.)
Aus diesem Grund kann der Versicherungszweck auch nicht mehr wirtschaftlich erfüllt werden. Sozialfälle gehören daher nicht vom Versicherungsmarkt finanziert.

Zitat:

Der freie Markt ist also auch bei einer privatisierten Kasse eine Illusion - man könnte höchstens die Verwaltungskosten drücken (Unternehmen arbeiten meist effizienter und mit vielfältigeren, innovativeren Modellen als der Staat)
Wäre mal ein interessantes Studiengebiet... hier läuft iregndwo nämlich etwas ziemlich falsch...


Daher falsche Schlussfolgerung.
Sozialdemokrator
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2009 - 21:36:43    Titel:

Zitat:

Die heutige FDP hat kaum mehr was gemein mit den traditionellen liberalen Bewegungen, die noch in eine Zeit reichen, in der es Deutschland als Staat nicht gab. Die FDP von heute steht nicht in dieser Tradition, auch wenn die sie das anders sehen mag. Sie hat den Liberalismus zur Ideologie gemacht, und sich damit gleichzeitig von liberalen Werten entfremdet. Hinter dieser Ideologie steht die Verfolgung der (ökonomischen, politischen etc.) Interessen einer sehr eng gefassten Schicht. Es geht in dieser Partei nicht mehr um liberale Werte, es geht auch nicht mehr um dieses Land. Diese Partei propagiert ein Welt- und Menschenbild, in dem Egoismus und unerbittliche Konkurrenz - wenn doch nicht wörtlich, so doch sicherlich in seinen Konsequenzen - alle Lebensbereiche durchdringen soll, was ja teilweise schon geschehen ist. Es zersetzt in seinen Konsequenzen das gesellschaftliche und staatliche Gefüge, unabhängig davon ob dies nun wirklich die Absicht ist oder nicht. Es reduziert in seinen Konsequenzen das menschliche Dasein weitgehend auf das materielle Streben, völlig außer Acht lassend, dass die materielle Sicherung nur ein Faktor einer wohlständigen und glücklichen Gesellschaft ist.
Das nennt die FDP dann "soziale Marktwirtschaft" und "freier Markt", um hinter diesen Begriffen ihre Ideologie zu verbergen.

Quelle: Kolos, 3DCenter-Forum
A1848
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Anmeldungsdatum: 19.03.2008
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2009 - 22:12:50    Titel:

Was ist das denn für eine Quelle?
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3096

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2009 - 22:14:34    Titel:

Deutlicher Text - aber in seiner eindimensionalen Reduktion einer Partei und ihres Programms unfundiert und unzutreffend.

"Diese Partei propagiert ein Welt- und Menschenbild, in dem Egoismus und unerbittliche Konkurrenz - wenn doch nicht wörtlich, so doch sicherlich in seinen Konsequenzen - alle Lebensbereiche durchdringen soll, was ja teilweise schon geschehen ist."

Man muss nur den Beissreflex beim Wörtchen "Egoismus" ablegen, das Gehirn einschalten und aus einer ethischen Perspektive darauf schauen. Dann nämlich finde ich das nicht nur realistisch, sondern auch sehr wünschenswert, wenn Egoismus meine Lebensbereiche durchdringt. Das bedeutet für mich keinesfalls eine radikale Negation von Solidarität etc., sondern schlicht: zuerst einmal entscheide und tue ich selbst, was gut für mich ist, und was mir passt. Zuerst einmal existiere, denke, entscheide handle ich nämlich für mich selbst, nicht für andere. Nur ein realistisches Menschenbild.

(Kann und soll man stolz darauf sein, wenn man als "Selbstloser" ohne ein "Selbst" ist?)

"Es zersetzt in seinen Konsequenzen das gesellschaftliche und staatliche Gefüge"

Stellt sich die Frage: Ist das herrschende staatliche Gefüge "gut" so, wie es ist?

Manchmal ja, manchmal nicht, würde ich sagen.
Es ist schon oft genug so unfrei, diskriminierend, "ungerecht" und repressiv, dass ich einer "Zersetzung" desselben durchaus Gutes abgewinnen kann.
Feeelix
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Anmeldungsdatum: 15.03.2009
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2009 - 03:03:15    Titel:

Laut Sonntagsumfrage ist die FDP auf 13% gefallen. Mr. Green Cool

Weiter so!
aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2009 - 08:53:46    Titel:

Sozialdemokrator hat folgendes geschrieben:
Zitat:

...
Quelle: Kolos, 3DCenter-Forum

Na ja. Sagen wir so - die FDP hat sich mehr oder minder in der Führungsebene dem Wirtschaftsliberalismus zugewendet. "Liberalismus" ist ja nicht einheitlich definiert. Die Gruppe um Gerhard Baum und Leutheuser-Schnarrenberger ist klein. Der bis in die 80er vorhandene Links-Liberale Flügel hat nichts mehr zu melden.


Grüße
ALOA
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Grundrechte und sinnvolles Handeln haben Vorrang - was denn sonst? Human ist, was dem Menschen entspricht - nicht was er in lichten Stunden gerne hätte.
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2009 - 10:29:03    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Deutlicher Text - aber in seiner eindimensionalen Reduktion einer Partei und ihres Programms unfundiert und unzutreffend.

"Diese Partei propagiert ein Welt- und Menschenbild, in dem Egoismus und unerbittliche Konkurrenz - wenn doch nicht wörtlich, so doch sicherlich in seinen Konsequenzen - alle Lebensbereiche durchdringen soll, was ja teilweise schon geschehen ist."

Man muss nur den Beissreflex beim Wörtchen "Egoismus" ablegen, das Gehirn einschalten und aus einer ethischen Perspektive darauf schauen. Dann nämlich finde ich das nicht nur realistisch, sondern auch sehr wünschenswert, wenn Egoismus meine Lebensbereiche durchdringt. Das bedeutet für mich keinesfalls eine radikale Negation von Solidarität etc., sondern schlicht: zuerst einmal entscheide und tue ich selbst, was gut für mich ist, und was mir passt. Zuerst einmal existiere, denke, entscheide handle ich nämlich für mich selbst, nicht für andere. Nur ein realistisches Menschenbild.

(Kann und soll man stolz darauf sein, wenn man als "Selbstloser" ohne ein "Selbst" ist?)

"Es zersetzt in seinen Konsequenzen das gesellschaftliche und staatliche Gefüge"

Stellt sich die Frage: Ist das herrschende staatliche Gefüge "gut" so, wie es ist?

Manchmal ja, manchmal nicht, würde ich sagen.
Es ist schon oft genug so unfrei, diskriminierend, "ungerecht" und repressiv, dass ich einer "Zersetzung" desselben durchaus Gutes abgewinnen kann.


Egoismus heißt sich selbst (und den eigenen kleinen Vorteil) immer in den Mittelpunkt zu stellen, sicherlich eine (unter etlichen anderen) Eigenschaften des Menschen, aber eine gute? Ein gesundes Selbstbewußtsein ist sicherlich von Nöten, aber Egoismus ist die überzogene Form davon und als solcher in meinen Augen eine Charakterschwäche! Ich muß nämlich auch immer im Kopf haben, daß meine Freiheit genau dort endet wo die Freiheit des anderen beginnt, innerhalb dieser Grenzen kann ich mich bewegen und eigene Entscheidungen ganz selbstbewußt treffen, der Egoist neigt aber dazu die Freiheit des anderen zu negieren, eben sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, so daß unter dem Strich auch das Große und Ganze Schaden nehmen kann und ich muß nicht Selbstlos sein, um mir bewußt zu sein, daß ich nicht immer im Mittelpunkt stehen kann oder gar sollte! Somit würde ich Egoismus unter keinen Umständen als positive Eigenschaft dargestellt wissen wollen!

Jede menschliche Organisationsform wird von irgendjemandem als unfrei, diskriminierend und repressiv empfunden, damit muß man leben, viele Menschen empfinden z. B. die Organisation ihres Arbeitgebers als unfrei, diskriminierend und repressiv, würdest du auch einer Zersetzung der Deutschen Bank, oder der Firma BMW etwas gutes abgewinnen können?
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«Les cimetières sont pleins de gens irremplaçables, qui ont tous été remplacés.»
[ Georges Clemenceau ]
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Anmeldungsdatum: 19.03.2008
Beiträge: 2171

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2009 - 18:55:23    Titel:

@Felix:

Eigtl sehe ich nur große Schwankungen...

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
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