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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 16 März 2009 - 04:27:21 Titel: Was sind wir? |
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Ein jedes Menschlein fest im Glauben, dass es das beste Tier von allen, unendlich weise, Gottgeküsst, es könne nie zu Boden fallen bis der schöne Schein in Teile fällt und fault noch eine Weile, aus dem Saft der sich rgießt,
wirklich großes Leben sprießt. Denn wir sind nur der Blumen Erde, gleich dem dicken Stuhl der Pferde, tief im Boden ausgestreckt zeigen wir, was in uns steckt, und helfen einst der Blume werden, die ganz zauberhaft auf Erden ihren süßen Duft verbreitet, Bienen in den Nektar leitet zum ersten Mal ganz frei vom Schein, ein kleines Stück Natur zu sein.
So geht es mit der Philosophie Ewigheims. _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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Iop Newbie

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 4 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 20 März 2009 - 23:26:40 Titel: |
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Hey, ich finde die Frage interessant. Aber man muss sich erst mal fragen, ob nciht auch Pflanzen und Tiere denken können. Vielleicht sind sie ja viel glücklicher, weil sie nicht so komplieziert denken, wie wir. Aber das das ist ja eigentlich auch egal, wenn man sich fragt, wer wir sind.
Wir sind Bausteine. Aufgebaut aus Materie aus dem all. Das wir denken können machen chemische Vorgänge. Deshalb ist jede Entscheidung, die wir treffen eigentlich nicht unsere, weil es uns in diesem Sinne nicht gibt. Es gibt nur eine kurzzeitige Verbindung aus Energie. Aber weil die meißten Menschen diese Ansicht nicht annehmen wollen stellen sie sich, als etwas besonderes dar. Und das sind wir auch.. Aber halt alle aus dem selben aufgebaut..
PS: bei Gericht kommt man mit der Entschuldigung nicht weit. _________________ Cogito ergo sum! |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 02 Apr 2009 - 15:47:27 Titel: |
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Der Mensch bezeichnet sich ja selbst als das vollkommene Wesen. Meines erachtens nach einer der größten Irrglauben des Menschen und was Irrglauben angeht haben wir wirklich die Nase vorn. Dennoch finde ich die Frage auch ziemlich interessant, was sind wir? Da stellt sich mir im Anhang die Frage, wieso sind wir, was machen wir hier? Mann könnte an diesem Punkt mal wieder Gott quasi als "Sündenbock" hinstellen.
Was sind wir? Wir sind mehr Tier als das, was WIR als Tier bezeichnen.
Ich nehme ein ganz allgemeines Beispiel. Tiere töten um zu überleben heißt es ja. Ich stimme dem reinen Gewissens zu. Der Mensch dagegen tötet wegen materiellen Dingen und selten um zu überleben. Menschen töten vielleicht weil sie dadurch Macht fühlen? Um überhaupt das Leben zu fühlen?
Auf die frage was sind wir kann ich nur antworten, wir sind schlimmer als Tiere und mit sicherheit nicht die Krone der Schöpfung auch wenn der ein oder andere der Ansicht ist. |
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Vae Victis Newbie

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 3
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Verfasst am: 02 Apr 2009 - 17:47:31 Titel: |
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Wir sind ein Zufall, sogesagt eine Laune der Natur.
Ich stimme 'Veni Vidi Vici' zu. Wir sind nicht mehr als Tiere, nur dass uns eine Sache von allen anderen Tieren unterscheidet. Der Mensch hat die Arroganz zu behaupten er sei etwas besseres.
Wir können vielleicht komplexer denken, jedoch was bringt uns diese "Intelligenz"?
Das wir, statt uns zu kratze, uns nun erschießen können?
So oder so entwickelt sich, meiner Meinung nach, die Menscheit immer weiter zurück.
Wir benehmen uns wie Kühe. Folgen Blind unseren falschen Idolen , welche uns nur sagen das wir ihr neues Produkt kaufen sollen. Wir sind eine Konsumgesellschaft, die nur noch auf Spaß aus ist. Wir bekommen alles "vorgekaut" und müssen selbst nicht denken.
Wir sind auch nur ein Teil der Natur, nur wir schädigen sie , als wären wir Parasiten. |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 03 Apr 2009 - 16:46:46 Titel: |
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Ich glaube das Aussagekräftigste was uns vom Tier unterscheidet ist der freie Wille. Der freie Wille ist meiner Meinung nach was wir uns glauben lassen, dass es uns vom Tier unterscheidet. Wir können frei wählen "esse ich das...oder ess ich das nicht...ich habe gar kein Hunger...ich esse es trotzdem" der Mensch hat die freie Entscheidung getroffen etwas zu verspeißen obwohl gar kein Anlass zur Nahrungsaufnahme vorhanden war, der Mensch war bereits satt. Das Tier hingegen frisst nur wenn es hunger hat ich nehme als beispiel mal den Löwen den König der Tiere. Wenn der Löwe satt ist und ein Zebra rennt an ihm vorbei ist er zwar träge und müde, weil er satt ist dennoch könnte er vorrausdenken das er es evtl morgen fressen könnte. Tut der Löwe aber nicht weil er nur so viel tötet wie er im Moment braucht. Der Mensch geht jagen weil sich manch einer damit sein Mittagessen fängt (soll es ja geben...) aber jagen is auch ein Sport, Tiere jagen nicht weil es Spaß macht sondern weil sie müssen es ist ihr Instinkt und nicht ihr freier Wille.
Greez veni~ |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 03 Apr 2009 - 22:44:10 Titel: |
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Unsere Arroganz blendet uns. Oder nicht?
'Hochmut, mein Junge, kommt vor dem Fall', wie schon lange Zeit vor, Count Dooku vom Antlitz des Todes bemerkt hat.
Ich habe eines Tages versprochen etwas über wo liegen die Grenze und Differenz zwischen Hochmut, Größenwahn und der wirklichen Größe zu beschreiben. Nun sehe ich, dass weiß ich ja nichts über das.
Auf der Erde geboren, muß wieder zur festgesetzten Zeit die Erde werden. Wer hat aber diese Zeit festgesetzt? Die Religion könne auf diese Frage antworten, doch wer braucht das Anwort, das alles beendet?
Gott scheint etwas vollendet, etwas vollkommen zu sein, es halt keine Entwicklung für möglich.
In solchem Fall, scheint eine wissenschaftliche Konzeption viel verdaulicher zu sein.
In Großem Saal der Sarbonne hat man ein großes Gemälde geschildert, das eine große Lichtung darstellt. Auf der Lichtung sitzen die Menschen, die in allem was ihnen die Wissenschaft gegeben hat, gefallen. Sie sind vom einen großen schwarzen Wald umkreist. Das ist der Wald der Ungewißheit.
So geht es mit der Wissenschaft. Sie kann keine Frage beanworten ohne dabei zehn andere zu stellen. Eine zunehmende Spirale des Wissens. Es müsste dann irgendwie mit der Ewigkeit des Lebens verbunden sein.
Zweifellos ist uns das Leben nicht um zu leiden und dazu zu jammern und wehklagen gegeben, sondern um an seinen Liebesgaben zu ergötzen, ohne uns dabei zu begrenzen, und den Kreis desjenigen was uns Spaß bringt zu erweitern. _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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dschoni Junior Member

Anmeldungsdatum: 10.03.2009 Beiträge: 39
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Verfasst am: 04 Apr 2009 - 16:48:07 Titel: |
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| Ich frage mich auch schon lange, ob der Mensch tatsächlich einfach nur "Materie" ist. Aber was ist das, das wir Seele, Charakter, Persönlichkeit,... nennen? Also ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht physikalisch reproduzierbar ist. Jemand anderer Meinung? |
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Slider_7 Newbie

Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 9
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 16:02:21 Titel: |
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tach
ich denke das die seele, also die persönlichkeit auch auf chemischen prozessen beruht. |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 06 Apr 2009 - 20:51:17 Titel: |
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Unsere Seele beruht auf chemische Prozesse?
Nun also das musst du mir mal näher erklären. |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 07 Apr 2009 - 13:38:45 Titel: |
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Also wenn die Seele und die Persönlichkeit auch auf chemischen prozessen beruht, dann steht vor uns noch eine Frage: ob eine andere Materie auch denken kann. Die Wolken, zum Beispiel, warum nicht. Vielleicht auf seiner Weise oder so, doch warum nicht...  _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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Aseryx Junior Member

Anmeldungsdatum: 17.01.2009 Beiträge: 19
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Verfasst am: 08 Apr 2009 - 01:39:45 Titel: |
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| Iop hat folgendes geschrieben: | | Aber man muss sich erst mal fragen, ob nciht auch Pflanzen und Tiere denken können. Vielleicht sind sie ja viel glücklicher, weil sie nicht so komplieziert denken, wie wir. |
Segen und Fluch zugleich  |
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Aseryx Junior Member

Anmeldungsdatum: 17.01.2009 Beiträge: 19
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Verfasst am: 08 Apr 2009 - 01:55:56 Titel: |
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ich denke wir sind auch nur Tiere (aber wenn das wort "Tiere" benutzen, klingt das gleich abwertend)
daher formuliere ich es anders. wir snid auch lebende geschöpfe wie hund und katz und die pflanzen nicht zu vergessen.
naja, der Mensch ist eben etwas fortschrittlicher wie hund und katz. Alleine schon wie unser Körper aufgebaut ist. Somit war es möglich uns schneller zu entwickeln. aber damit steigt auch unsere Verantwortung unserer Heimat gegenüber
ich will nicht sagen, das ein Hund dumm ist. von ihm war es eben nicht verlangt komplexe sachverhalte zu lösen. Er hat ein gutes Gehör gebraucht eine gute Nase... und was sie uns wohl noch voraushaben.. das menschengespür - wissen vllt manchmal wer gut und böse ist
Und was uns noch unterscheidet - der individuelle sinn des lebens. wohin hingegen unsere mitgeschöpfe nur ein und den selben sinn des lebens verfolgen- die erhaltung der existenz .....
da war der Mensch ja auch mal. aber nun gibt es lieber leute die Karriere machen wollen und somit vllt keine Zeit für Family haben ...zB. |
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cipoint Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.11.2006 Beiträge: 486
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Verfasst am: 08 Apr 2009 - 15:40:16 Titel: |
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Ich weiß nicht, was wir sind. Aber ich weiß, dass wir gerade noch so schlau sind, uns diese Frage zu stellen und ich weiß auch, dass wir viel zu dumm sind, um sie zu beantworten.
Nachtrag: Das war zufällig mein 400er, da muss also etwas Wahrens dran sein.  _________________ Ein Muss für jeden Mathematiker/Physiker: Nutzung von LaTeX im Forum |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 09 Apr 2009 - 12:17:23 Titel: |
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Nunja zu dumm zum beantworten würde ich nun nicht direkt sagen. Wir können die Frage zwar nicht zu 100% beantworten aber waren Thesen nicht des öfteren der Grundstein für Entdeckungen ^^.
P.s. Gratulaion zu 400 Beiträgen, da komme ich mir richtig mikrig vor mit meinen 5 aber ich bin stolz drauf . |
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cipoint Senior Member

 Anmeldungsdatum: 08.11.2006 Beiträge: 486
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Verfasst am: 10 Apr 2009 - 00:39:38 Titel: |
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| Veni Vidi Vici hat folgendes geschrieben: | Nunja zu dumm zum beantworten würde ich nun nicht direkt sagen. Wir können die Frage zwar nicht zu 100% beantworten aber waren Thesen nicht des öfteren der Grundstein für Entdeckungen ^^.
P.s. Gratulaion zu 400 Beiträgen, da komme ich mir richtig mikrig vor mit meinen 5 aber ich bin stolz drauf . |
Das führt mich wieder auf eine sehr interessante Frage: Warum stellen wir uns Fragen, von dennen wir von vornherein wissen, dass wir sie nicht beantworten können?
Und die nächste inetressante Frage wäre, gehört die vorhergehende Frage zu solchen Fragen? _________________ Ein Muss für jeden Mathematiker/Physiker: Nutzung von LaTeX im Forum |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 10 Apr 2009 - 15:00:29 Titel: |
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| Der Mensch stellt sich doch in seiner beschrenktheit permanent Fragen die seinen Wissenshorizont übersteigen. Es werden einfach viele Thesen aufgestellt und die These die am logischsten klingt wird als "Antwort" auf eine jeweilige Frage benutzt. Ungefär so wie wir das hier machen. Warum wir uns Fragen stellen, obwohl wir wissen das wir sie nicht beantworten können, hmm ich würde sagen es ist alleine schon die Neugierde an unerklärlichen Sachen. Der Mensch ist wissbegierig. Wir wissen von vornherein wir können sie nicht beantworten aber wir können durch Disskusionen den nächst möglichen Schritt gehen der uns etwas Licht ins dunkle bringt. |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 11 Apr 2009 - 08:16:36 Titel: |
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| Zitat: | | Wir wissen von vornherein wir können sie nicht beantworten aber wir können durch Disskusionen den nächst möglichen Schritt gehen der uns etwas Licht ins dunkle bringt. |
Genau, Veni Vidi Vici. Aber ich glaube, die Zeit wird komm'n, da wir über all die heutigen Fregen stehen... und... sehen die neue Fragen vor uns!
Ich überlege hin und her und es scheint mir deutlich, dass die Tiere wissen zum Beispiel die Langweile absolut nicht. Und gibt es auch noch viel andere Gefühle die sind ihnen ungewisst, die also unterschieden uns. _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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Veni Vidi Vici Junior Member

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 11 Apr 2009 - 17:03:50 Titel: |
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"Aber ich glaube, die Zeit wird komm'n, da wir über all die heutigen Fregen stehen... und... sehen die neue Fragen vor uns!"
Es ist ein Teufelskreis ^^.
Aber da du von Gefühlen redest, fällt mir da folgendes ein:
Man sagt doch häufig, die Liebe bzw die Fähigkeit zu lieben macht einen Menschen aus. Sind nicht auch Tiere in der Lage zu lieben? Für mich hört sich das so an, dass sich unseres gleichen denkt die Liebe gebühre nur den Menschen. Es gibt einige Arten die bleiben bis an ihr Lebensende zusammen, wenn einer der Partner stirbt, dauert es nicht lange dann ist auch der andere Partner tot. Dies kann man auch sehr gut bei alten Ehepaaren beobachten. "Der eine kann nicht ohne den anderen". Also denke ich mal das die Menschliche Liebe und die Animalische Liebe vergleichbar sind. Was darauf schließen lässt das sich die "Krone der Schöpfung" sogar Gefühle zu eigen macht die auch für Tiere gelten. Also ist für mich an der Aussage "Die Fähigkeit zu lieben, macht einen Menschen aus" nicht viel wahres drann. Was mich nur auf den einzigen Unterschied zwischen Mensch und Tier zurückbringt den ich in einem vorherigen Post schon nannte, der freie Wille des Menschen.
Zu deiner Aussage @Wodkavampir, dass die Tiere keine Langeweile kennen nehme ich als gutes Beispiel dafür das Tiere gerade wegen ihres fehledem freien Willens keine Langeweile empfinden. Ihr Instinkt sagt ihnen exakt was sie jederzeit wann und wo zu machen haben, so entsteht keine Langeweile. Der mensch dagegen hat durch seinen freien Willen mehrere Möglichkeiten was er tun kann, der mensch kann es sich aussuchen, das Tier nicht.
Wenn jemand anderer Meinung ist würde ich mir das gerne durchlesen^^. |
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Coura Junior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 11
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Verfasst am: 12 Apr 2009 - 01:07:11 Titel: |
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Also erstmal wollte ich sagen als ich in Ägypten im urlaub war hat ich mit einem aus dem sogennaten DownTown das stadteil wo das "Mindere Volk" let sry für diese ausdrucksweiße unterhalten über die menschen die unterschiede der nationen Muslime Und Christen da sind wir auf viele Einigkeiten gekommen das jede nation anders lebt allein der vergleich europa und afrika, europäer sind ziemliche hektische menschen die eher denken das leben kann man nur mit geld genießen also arbeiten sie um zu leben in Ägypten sagte mir der man verdient man nicht viel und er arbeitet im Hotel und sagte das es ihm aber gar nichts ausmacht er macht sein geld geht abends tee trinken was wir auch taten und spart sein geld auch nicht den wer weiß was morgen kommt man könnte tot umfallen und das geld was du dir erarbeitet hast war sozusagen für die katz... aber ich glaub bin grad von thema abgewichen wenn mich es nicht täuscht also geh ich mal auf veni ein ^^
es stimmt das ganze leben ist ein teufelskreis
wobei ich zu tiere und freien wille sagen kann viele tiere haben kein freien willen da sie nach einem instinkt leben andre verlieren ihren willen durch uns menschen das beste beispiel ist der zirkus ich glaub ned die tiere wurden gefragt danach ... aber zum instinkt zurück ein tier kommt auf die welt und es wird einem beigebracht warum bist du hier und wo ist dein platzt bei uns wie es veni ja schon sagte der mensch kommt auf die welt und es wird ihm beigebracht was es darf und nicht darf aber was er macht muss er selbst entscheiden das ist der freie wille der sich auch bei vielen jugendlichen nicht als das wahre ergibt also kann ich veni nur zustimmen ^^ |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 12 Apr 2009 - 12:52:29 Titel: |
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Veni Vidi Vici
Hier redest du über die Tiere, die bis an ihr Lebensende zusammen bleiben, dass ich nicht unbemerkt, unkommentiert und unerklärt bleiben lassen kann. Also, wenn sich Jemanden schliess das grosse Mysterium verstehen zu wollen, dann muss er all seine Aspekte betrachten, nicht nur den dogmatischen Ansatz also der Treue. Was will ich dabei sagen? Ich würde bemerken, dass ich will keine Treue des Hundes, ich will die Liebe. Eine richtige Liebe heisst deinen liebsten freien Wille.  _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab.
Zuletzt bearbeitet von Wodkavampir am 12 Apr 2009 - 19:43:10, insgesamt einmal bearbeitet |
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Coura Junior Member

Anmeldungsdatum: 12.04.2009 Beiträge: 11
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Verfasst am: 12 Apr 2009 - 17:31:55 Titel: |
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Wodkavampir
Ich selbst hab ein Hund der mir sehr Treu ist und ich weiß auch das er mich liebt die Treu sieht man wenn er dir gehorcht die liebe seh ich wenn es mir nicht gut geht und der hund meist der erste ist dem es auffällt bei mir bleibt und mir zuneigung gibt somit find ich die treue eines hundes ist auch die liebe und man braucht die treue eines hundes den es sind rudeltiere und das herchen und die familie ist seinr rudel und ich bin eben sein rudelführer man kann ja schlecht dem hund das kommando im haus geben ^^ |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 12 Apr 2009 - 19:54:34 Titel: |
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Coura
Hier verstehst du leider nicht was ich meine.
Apropos schreibst du in sogennanten neuer Roman Style, der meint keine Kommas und dazu nur einen einzigen Punkt am Ende,, dass es mir, dem Russe mit meinem schwachem Wissen der Sprache ist viel schwerer zu folgen...  _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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blurb Full Member

 Anmeldungsdatum: 15.02.2009 Beiträge: 85 Wohnort: Bussum, Niederlande
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Verfasst am: 17 Apr 2009 - 17:37:52 Titel: |
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heißt es nicht, dass der Mensch gar keinen freien Willen hat, sondern sich nur einbildet, über einen zu verfügen?
Praktisch eine Illusion. Dass die Entscheidung, bevor wir sie selbst fällen, längst von unserem Unterbewusstsein gefällt wurde?
Meiner Meinung nach unterscheidet uns vom Tier so gut wie nichts. Man nehme die Menschenaffen, denen fehlt auch nur noch die Sprache.
Stimme Slider_7 da zu, was die chemischen Prozesse betrifft. |
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Wodkavampir Junior Member

 Anmeldungsdatum: 14.10.2008 Beiträge: 24 Wohnort: Russland, Jaroslawl
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Verfasst am: 19 Apr 2009 - 14:57:14 Titel: |
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Der Humor! Das ist was haben wir noch nicht hier bemerkt, meine Herren!  _________________ Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab. |
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blurb Full Member

 Anmeldungsdatum: 15.02.2009 Beiträge: 85 Wohnort: Bussum, Niederlande
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Verfasst am: 22 Apr 2009 - 20:40:03 Titel: |
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| Wodkavampir hat folgendes geschrieben: | Der Humor! Das ist was haben wir noch nicht hier bemerkt, meine Herren!  |
Affen haben auch Humor. |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 18 Mai 2009 - 21:28:17 Titel: |
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Wir denken wie Maschinen
Auszug:
| Zitat: | Das Gehirn denkt offenbar stets alle möglichen Handlungspfade bis ans Ende - und bezieht die Konsequenzen daraus in seine Entscheidungen ein
Wenn man über den Unterschied zwischen einer Schach-Software und einem menschlichen Spieler räsoniert, benennt man oft als entscheidenden Unterschied diesen: Während die Maschine alle Handlungsbäume bis an ihr Ende durchdekliniert und die Ergebnisse vergleicht, benutzt ein Schachspieler eine mysteriöse Funktion namens Intuition, um sich den Weg entscheidend abzukürzen. Mal davon abgesehen, dass moderne Schachsoftware weit ausgefuchster funktioniert, als es diese Vereinfachung beschreibt, ist offenbar auch die Vermutung fragwürdig, nach der sich ein biologisches Gehirn auf einen bestimmten Entscheidungszweig konzentriert. |
Meinungen wie immer erbeten. Der Artikel ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Gruß _________________ Geist über Materie. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 04:20:59 Titel: |
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Lieber KamiKami
Der Unterschied ist: Wir sind uns dessen bewusst, der Maschine fehlt hingegen ein Bewusstsein.
Auch müsste man Intuition dem Menschen absprechen. Ob handkehrum die Maschine zu intuitivem Handeln befähigt sei bzw. werden könne, entzieht sich meiner Kenntis.
GIL |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 08:40:00 Titel: |
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| Zitat: | | Der Unterschied ist: Wir sind uns dessen bewusst, der Maschine fehlt hingegen ein Bewusstsein. |
Das ist interessant. Nur müssen wir uns hier natürlich fragen, inwiefern der Mensch das beurteilen kann, schließlich sind wir uns immer noch nicht einig, was den das Bewusstsein, Seele, Geist etc. pp. ausmacht.
Ich persönlich, halte die Frage nach der prinzipiellen Machbarkeit einer AI - und damit das Entwickeln einer eigenen "Persönlichkeit" - für bereits geklärt - nämlich durch das Beispiel der reproduzierenden Biocomputer, denen wir jeden Tag in Massen begegnen. Parallel zu der vermutlichen Genese dieser Biocomputer erwarte ich, dass KI nicht im direkten Sinne programmiert sein werden, sondern vielmehr aus komplexen Systemen, wie etwa dem sich stetig weiter vernetzenden und ausweitenden Internet, hervorgehen.
Die einzelnen Teile mögen ohne "Leben" und ohne "Bewusstsein" sein - was jedoch nicht heisst, dass das auch für das Gesamtsystem gilt.
Vielleicht nicht ganz so schlüssig aber erwähnenswert ist die Theorie des "Maschinengeistes", d. h. dass jeder Maschine eine mystische Essenz bzw. Intellligenz innewohnt. Der Zusammenhang mit der KI ist fließend bzw. ähnlich. Amüsant dagegen ist, dass die Idee des "Maschinengeistes" eigentlich einem fiktiven Universum (natürlich Science Fiction) entsprang .
Gruß _________________ Geist über Materie. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 09:38:03 Titel: |
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Lieber KamiKami
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Der Unterschied ist: Wir sind uns dessen bewusst, der Maschine fehlt hingegen ein Bewusstsein. |
Das ist interessant. Nur müssen wir uns hier natürlich fragen, inwiefern der Mensch das beurteilen kann, ... |
Du meinst, der Mensch bildet sich sein Bewusstsein bloss ein?
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Vielleicht nicht ganz so schlüssig aber erwähnenswert ist die Theorie des "Maschinengeistes", d. h. dass jeder Maschine eine mystische Essenz bzw. Intellligenz innewohnt. Der Zusammenhang mit der KI ist fließend bzw. ähnlich. |
Diese Theorie liegt verdammt nahe bei den Naturreligionen, die in einem Stein, einem Baum oder an einem Ort überirdische Kräfte mutmassen. Wenn jedes Wesen ein Recht auf leben hätte, dürfte nach dieser Theorie einem Computer der Strom nicht mehr abgeschaltet werden.
GIL |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 11:23:02 Titel: |
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| Zitat: | | Du meinst, der Mensch bildet sich sein Bewusstsein bloss ein? |
Bevor wir uns missverstehen, ich meine mit meinem Bewusstsein, nicht meinen Glauben bzw. meiner Erkenntnis darin etwas bewusst zu erleben, sondern das ich einfach nicht sagen kann ob ich wirklich bewusst bin bzw. über etwas wie einen Geist verfüge oder meine Existenz nur nach strikten biologische Prozessen abläuft.
Das Leben ist, wie auf einer anderen Ebene auch das Bewusstsein, ein nichtlineares dynamisches System. Die Teile beeinflussen sich gegenseitig, wie auch das Systemverhalten als Ganzes, welches wiederum auf das Verhalten der Teile rückkoppelt (Emergenz). Es entstehen immer wieder neue unerwartete "Qualitäten". Somit wird man in gleicher Weise, wenn es denn je geschieht, das "Erwachen" bestimmter Artefakte beobachten können.
Aber na ja, die meisten komplexen Systeme sind "schlauer als du und ich", eben aufgrund der unerwarteten Qualitäten, die sie hervorzubringen vermögen.
| Zitat: | | Diese Theorie liegt verdammt nahe bei den Naturreligionen, die in einem Stein, einem Baum oder an einem Ort überirdische Kräfte mutmassen. Wenn jedes Wesen ein Recht auf leben hätte, dürfte nach dieser Theorie einem Computer der Strom nicht mehr abgeschaltet werden. |
Inwiefern ein normaler Rechner "lebt" weiß ich nicht, ich bezweifle aber das dem Netzwerk - sofern damit verbunden - bereits ein Leben bzw. eine Intelligenz innewohnt. Anders ist das wiederum beim genannten Biocomputer / einem hypothetischen "Bewusstsein" in bspw. einem Cluster aus siliziumbasierenden "Computern".
Wenn die KI nun ein eigenens Bewusstsein entwickeln könnte, wäre die Zerstörung des Netzwerkes nicht gerechtfertigt. Computer ausschalten wird da wohl nicht reichen.
Gruß _________________ Geist über Materie. |
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Android-369 Junior Member

 Anmeldungsdatum: 24.04.2009 Beiträge: 41
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 17:50:08 Titel: |
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Konsumenten |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 21:56:54 Titel: |
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Ach, hier würde eine weitere Matrix-These hervorragend passen.
Gruß _________________ Geist über Materie. |
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Android-369 Junior Member

 Anmeldungsdatum: 24.04.2009 Beiträge: 41
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Verfasst am: 19 Mai 2009 - 23:01:58 Titel: |
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| eigentlich ist das aus biologischer Sicht, aber natürlich fällt es schwer sich einzugestehen, dass man nichts weiteres ist als das. Bereits das Ego verhindert diese Unterwürfigkeit der menschlichen Würde. |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 20 Mai 2009 - 17:51:02 Titel: |
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Solange ich mir nicht über den wirklichen Existenzgrund meines Dasein bewusst bin, gehe ich davon aus das ich nur ein temporäres Arrangement von Energie, ein Produkt der natürlichen Auslese bin das eines Tages enden wird. Inwiefern ich - oder wir - inkl. Bewusstsein daraufhin verschwindet, vermag ich und auch sonst keiner zu beantworten. Ich muss aber davon ausgehen, dass die Mannigfaltigkeit der Prozesse meiner Existenz, die zu Beginn von einem sterbenden Stern gebärt wurde, den Tanz aufgeben und die Atome werden in den nie verlassenen Kreislauf zurückkehren.
"And so it is that we, as men, do not exist until we do; and then it is that we play with our world of existent things, and order and disorder them, and so it shall be that non-existence shall take us back from existence and that nameless spirituality shall return to Void, like a tired child home from a very wild circus." - (Principia Discordia)
Gruß _________________ Geist über Materie. |
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Android-369 Junior Member

 Anmeldungsdatum: 24.04.2009 Beiträge: 41
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Verfasst am: 20 Mai 2009 - 19:32:17 Titel: |
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| Ein wunderschönes Zitat und Discordia ist noch ein viel schöneres Wort im Vergleich zu den vielen leeren Sätzen, die immer wieder nur wie ein Stern der Hoffnung aufblitzen und dann verglühen. |
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Josef-Moses Newbie

Anmeldungsdatum: 10.02.2012 Beiträge: 6 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 10 Feb 2012 - 21:56:35 Titel: Dazwischen |
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Du glaubst nicht was du nicht sehen kannst,
du suchst nicht was du nicht finden willst
und dennoch ist es da.
Wenn dein Weg sich zeigt wirst du dann bleiben?
Unverhofft öffnet eine Tür in eine Welt austauschbarer Möglichkeiten, ungelebter Träume und derer die wir Leben.
Ungenutzter Momente um anderen Träumen nachzugehen oder die Situation nur in Gedanken zu leben.
Wie eine kurz aufflammende Halluzination reiten wir auf dem Ross der Zeit dem Licht der Zukunft entgegen. Ein wenig wie die Motte die jede Lampe für das Ziel ihrer Reise hält und dann an ihrer Hitze verglüht.
Schauspieler sind wir in einem Scheinbar nie endenden Film, in dem wir nur unseren Ausschnitt kennen, der uns Einblick verleiht in die Welt der Anderen.
Für einen Moment Teil des großen Films zu sein und doch seinen eignen kleinen zu leben. Den Film in dem so viele Türen offenstehen und doch verschlossen bleiben, durch den eigenen Stolz oder die Angst und ist man erst einmal an einer Brücke vorüber gegangen die in eine andere Welt führt, gibt es keine Tür in die Vergangenheit, außer der Erinnerung.
In unserem Film scheint eine fremde Welt mit unserer Geschichte zu verschmelzen.
Ich gehe in den Supermarkt und wie von Geisterhand öffnende Türen, zeigen futuristisch verpackte Waren in Regalen, im gefliesten Gang. Sanfte Beschallung einer Band die ihr Lied längst nicht mehr spielt, nur die gespeicherten Schalwellen bewegen die Membran de in die Decke gearbeiteten Boxen. Menschen beladen ihre Körbe. Genervte Männer folgen ihren Frauen.
Dort haben sich 2 getroffen und teilen einen Abschnitt ihres Films miteinander, während ein Junge in Erotikheften blättert und ein kleines Mädchen ihre ärmlich wirkenden Eltern nach einer Pferdezeitschrift anbettelt. Jeder hat seine Träume und hier kann man Bilder davon kaufen, aber werden sie dadurch wirklicher? Mit meiner Erdbeermilch geh ich zum Fließband das zur netten Kassiererin an der elektrischen Strichcodescankasse führt. Vor mir wieder das Mädchen traurig das Heft nicht bekommen zu haben.
Draußen laden die Menschen die gehorteten Waren, deren Vorgeschichte sie nicht kennen in ihre blechernen Kutschen deren Pferde unter der Motorhaube lauern und fahren davon auf steinernen Wegen in die nach ihren Wünschen künstlich gestaltete Wohnung.
Im Grunde sind wir nur kurzarmige Nacktaffen mit zu Füßen verkrüppelten Händen vom Traum gepackt uns aus dem Tierreich zu erheben, um aus dem Kreislauf des Fressens und gefressen Werdens zu fliehen.
Unsere Fellersätze nennen wir Kleidung die wir wechseln können wann wir wollen.
In unseren Wohnungen, gefüllt mit Holzkästen, Geräten und stoffbezogenem Schaumstoff, thront das Auge zur Welt. Der Quarzsandbildschirm umringt von zu Öl zerronnenem Holz das zu Plaste verarbeitet wurde, als ich ihn einschalte laufen Nachrichten. Grausige Taten selbstdarstellerischer Politiker die unter Ausgrenzung der Öffentlichkeit geheiratet haben, doch der Zaun hatte Löcher.
Ein Teil ihres Films läuft wirklich im Fernsehen, ein winziger Ausschnitt ihres Lebens dringt in meine Welt, durch dieses Auge gehalten von einem Unbekanntem der damit sein Geld verdient. Obwohl man ihn oder sie nicht sieht, sieht man was die Person sieht. Ob sie wohl auch vor der Frage steht falsch abgebogen zu sein? Tausende sehen durch dieses Auge, etwas was dieses Auge vielleicht nicht im geringsten interessiert. Wer weiß in welcher Vergangenheit oder Zukunft die Gedanken kreisen während dieser Film entstand.
Doch dann kommt schon der nächste Beitrag und der Moment in der Welt dieser Person ist vorbei, aber es war wieder nur ein Bild wie das Erotikheft oder die Pferdezeitschrift, eine Reflektion fremder Realität im großen Film.
Wie eine Katze wohl die Welt wahrnimmt oder ein Hund?
Wahrnehmen ein gutes Wort, etwas für Wahr halten. Stares beharren auf einer Wahrheit ist auch Blindheit, Blindheit die nur das zeigt was man sehen will und verhindert das zu verstehen was außerhalb dieser Wahrheit liegt.
Dabei ist jede Wahrheit doch nur ein Teil des großen Films, auch diese hier. Ein Vogel ist wohl genauso wahr wie eine Katze, obwohl völlig gegensätzlich und ein Dieb ist auch ein Sammler. Alles ist austauschbar beginnt, steigt auf, vergeht, wie viele Reiche und Menschen, gelebte Träume, extrovertierte Träume geführt von einer Unzufriedenheit mit dem Jetzt, das zu jeder Zeit einmal jetzt war. Dieses galoppierende Pferd mit Namen „Jetzt“ und wir sitzen auf ihm zu jeder Zeit, egal ob wir an Zukunft oder Vergangenheit denken, das Pferd trägt uns hin wo wir wollen, manchmal ist der Weg lang, manchmal kurz und manchmal hoffen wir das Pferd entscheidet für uns.
Welches ist dein Film?
Oft hab ich gehofft mein Pferd entscheidet für mich und es hat mich an sonderbare Orte getragen an denen ich gezwungen war mich zu entscheiden und oft ritt ich aus Angst vor der Entscheidung davon und doch hatte ich mich entschieden den Weg nicht zu gehen und die Brücke zog vorüber in die Bilderfolge der Erinnerung.
Als ein ewig Suchender Dr. Faust bin ich unterwegs mit meiner Handpuppe Mephisto. Kein Gelehrter bin ich im Sinne von Gebildet- Ge-Bild-et –ein Bild das entsteht aus einer Abfolge von Erkenntnissen, vielleicht bin ich es doch?
Bin im Bunde mit dem Wilden, dem Tier in uns, dem Teufel, dem gehörnten Waldgott.
Ich erkannte das die Menschen sich von jeher Gottbilder erschufen um sich und die Umwelt besser zu verstehen, sich in die Hände einer höheren Macht zu geben. Die Bibel hat Recht das Gott nur ein Wort ist.
Ein Wort das Umwelteinflüsse und Empfindungen verknüpft.
Ein Märchen ist dieser Film inmitten dem ich stecke und wie es weiter geht bestimmt mein Handeln, die Umwelt in der ich lebe und das Schicksal oder der Zufall des Zusammenhangs der einzelnen Teile.
Komme ich voran habe ich es mir, der Umwelt und dem Schicksal zu verdanken und scheitere ich sind es auch diese 3 Teile meines Märchens in dem ich lebe.
Ich bin ein Teil dieser sonderbaren Welt und darf für den Moment einiger Umdrehungen um die Sonne hier verweilen, auf dem von uns und unserer Bequemlichkeit so geschundenen Planeten. Eine Weile hab ich Zeit mich hier umzusehen und mich an meinem Sein zu erfreuen.
Was möchtest du darstellen, als was siehst du dich? Glaubst du irrgendjemand zwingt dich ein bestimmtes Bild einzuhalten? Wer ist es? Du oder eine graue Eminenz, aber da ist niemand, es ist nur deine Vorstellung.
Wie gut kennst du dich?
In den finstren Stunden ist es nicht das Licht was wir zu finden hoffen, denn die Qual scheint uns gerecht, nein wir suchen nach Trost um zu vergessen. Und da wir nun mal die Hauptdarsteller sind in diesem Film, ist unser Schmerz der wichtigste auf dem Planeten. Den ganzen Film durch können wir den Hauptdarsteller nur auf Videos, im Spiegel oder auf Fotos betrachten, während ich meine Rolle spiele sehe ich mich meist nicht und mein Publikum sind ja auch alles Schauspieler die ihre Rolle spielen, sie sehen mich und wirken gleichzeitig in meinem Film und in ihrem mit.
Aber wen auch immer ich darstelle, so bin ich doch in diesen Film gelangt um mein Leben lang zu bleiben, als Schauspieler der Hauptrolle von mir selbst. Wenn ich ein Schauspieler bin bedeutet das nicht das ich Lüge, nein ich weiß nur das ich wie jeder eine Rolle spiele und ich nutze sie dazu ich selbst zu werden und nicht vor mir davon zu laufen um mich hinter meiner Rolle zu verstecken. Ich bin meine Rolle, sie ist mein einziger Zugang zur Welt, um zum Schauspiel der Vielfalt mein Leben und meine Eigenschaften beizutragen, denn dafür hab ich sie.
Gehen wir doch mal durch die Straßen der Schauspieler.
Neben der Treppe sitzt ein Mann um die 40 mit der Mundharmonika und spielt obwohl er es nicht kann, er schiebt sie nur hin und her, vorbeihastende Leute werfen manchmal Geld in seinen Topf. In Anzüge gekleidete Menschen rennen dem nächsten Termin entgegen, während der Wind die Bäume streift. Eine alte Frau umklammert ihre Handtasche und in der Bushaltestelle stehen vom warten genervte Jugendliche neben einem von diesen genervten bärtigen Mann.
Immer wiederkehrende Geräusche der vorbeifahrenden Autos, durchschneiden eine scheinbar nie daseinde Stille. Eine junge Frau die ihr schreiendes Baby im Kinderwagen tröstet, ein alter Mann besucht den Friedhof. All diese und noch mehr Ausschnitte streifen meinen Blick und jeden Moment könnte ich mit irrgendeiner Person davon in Kontakt treten und ihr und mein Leben für einen Moment durch die Sprache verbinden.
Jeder sucht seine Straße der Anerkennung zu finden, wenn nicht die Eigene, dann doch wenigstens die der Anderen.
Bloß was passiert wenn man sie gefunden hat?
Jeder will ja Anerkennung die gefällt, für das was ich sein will oder bin.
Anerkennung von Leuten die mir wichtig sind. Und ich werde zum Sklaven der Anerkennung, renne durchs Leben um ein Bild zu liefern das die andern dazu bringt mich zu mögen. Bin ich das wirklich?
Warum sollte ich Dinge die ich in mir eingeschlossen hab, Dinge die mich zweifeln lassen, warum soll ich sie offenbaren und mich verletzbar machen? Was wird aus meiner schützenden Rolle in der ich gemocht werde, werden will?
Warum sollte ich mich der Gefahr aussetzen das Bild zu zerstören?
Und irrgendwann werden die verdrängten Probleme und Eigenschaften im Untergrund zu Krankheiten, die einen im Nacken packen und mir das Leben zur Hölle machen und das ist der Dank das ich der Anerkennung anderer diente, die jetzt natürlich da sind, um mich zu trösten und ich will sie nicht sehen, weil sie genauso falsch sind wie ich. Für die hab ich mich Verbogen, Pah!
Reite ich mit meinem Ross durch die Zeit der geistig armen, äußerlich reichen?
Durch eine Welt in der die Märchen als Folge des Strebens nach Anerkennung starben und tauche in eine untergegangenes Reich verlorener Träume, unwissender Verwirrung eines Mythos der dem Reich der Phantasie entstammt und die Oberflächlichkeit bunter Werbetafeln überschattet?
Wieso kommen wir heutzutage nur noch mit weltweitem Abgleich zurecht? Tiere leben doch auch über die ganze Welt verteilt, ohne eine Verbindung zu anderen Teilen ihrer Rasse, die an entfernten Orten leben.
Wieso brauchen wir Herrscher für Herrscher für Herrscher, die am Ende nichts anderes können als dumm faseln und das in seltenen Fällen sogar noch in die Tat umsetzen?
Wieso ist unser Volk von Weinerlichkeiten durchsetzt und verbietet Dinge die einem vielleicht erst durch das Gesetz einfallen und so`n Zeug?
Wieso glaubt jeder an den Scheiß?
Oder gibt sich Zufrieden mit seiner Unzufriedenheit und lässt sie an anderer Stelle wieder raus und er und seine Nachkommen werden vom Grund bestraft?
Oder bist du Reich von falschen Freunden und Schleimern umringt?
Man kann sich nie sicher sein was andere wirklich denken.
Oder kaputtgerackert einem Herzinfarkt erlegen mit undankbaren Kindern die das Erbe verprassen.
Wo sind die alten Weisen, die man zu Problemen befragt, sind sie ausgestorben?
Gehen unsere Theorien in falsche Richtungen?
Fühlen wir uns gleich Gottförmig wenn wir einen Teil an genetischem Material rumpfuschen oder schwarze Löcher erzeugen wollen?
Wieso fühlt man sich mächtig wenn man zerstört?
Wieso gibt es so viele eigenmächtige Standpunkte, aber doch nebeneinander?
Wieso verarmt man an Kommerziellen geistig?
Die Leute wollen verblödet werden aus Bequemlichkeit, doch wir dürfen nicht darauf achten!
Ich weiß wenn ich die Wahrheit nicht erkennen will weil ich abgelenkt bin von so vielen bunten Süchten und Lüsten, wird sie sich mir auch nicht zeigen.
Aber find ich dann einen Sinn Mephisto? Wend ich mich nicht von meiner eignen Wirklichkeit weg um etwas festzuhalten das ich gar nicht hab, nämlich mich?
Mephisto: Alles was du an dir für böse hältst verbietest du den andren, Dr. Faust. Wenn du „die Wahrheit nicht erkennen“ schlecht findest, verurteilst du andere obdes sie die Wahrheit nicht erkennen weil sie verblendet sind. Wieso sollen alle deine Wahrheit wollen, das böse finden was du böse findest? Hast du nicht die Anerkennung erst verurteilt?
Faust: Mephisto du missverstehst mich . Ich bin nicht besser als irgendwer oder will es sein, ich bin Teil des Ganzen, dessen was sich auf alle ausbreitet, ein alter Glaube. Kaum jemand traut sich ihn ganz umzusetzen. Viele fliehen und wollen sich lieber in der kranken Oberfläche der Gesellschaft sehen, nicht allein sein. Es braucht ein Gleichgewicht. Alle Lebewesen verfolgen das gleiche Ziel, doch wir werden psychisch manipuliert und verblöden immer mehr an der Vielfalt der Ablenkungen, da sie nicht auf Zusammenhänge verweisen. Vieles hat das gleiche Muster und alles folgt dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit. Ich glaube manchmal das Universum entstand aus Gedanken, Gedanken sind das Universum, die Wurzel aus gedanklicher Energie ist Materie, und beides Gesetz.
Es müssen nur immer mehr an etwas glauben und alles wird perfekter, es frisst sich ein in die Wirklichkeit und bindet sich. Ob auch umgekehrt dinge in der Phantasie verschwinden und in schwarzen Löchern versinken? Ich glaube schon.
Ob ein Mensch sich die heutige Zeit erdachte, oder geht auch da alles auseinander und es werden mehr und mehr?
Von jeher erschaffen wir Gottbilder, also erschaffe ich mir das Bild einer Göttin, einer Frau die aus der Masse herausragt und wie ein Schwan über den Köpfen fliegt, einer Göttin der ich mein ganzes sinnen nach Anerkennung in meinen Taten widme, ihr Name ist Psyche.
Ich finde mich selbst um ihr unverkleidet zu begegnen, denn auch sie wird ihre Verkleidung abwerfen um mit mir in einem Reigen zu tanzen.
Ist das Leben nicht ein kommen und gehen, was nutzen wohl die ganzen Worte wenn sie nicht zu dir führen, oh Göttin, was nutzt all mein Tun wenn es mir kein Glück bringt? Voll von den Erwartungen die mir erzogen durch Eltern, Freunde und Medien treibst du mich umher.
Das nutzen die Worte, die Geschichte auszusprechen, um frei von fremdem zu sein, das mein Glück verbaut.
Um zum Kern vorzudringen und das Geschenk zu erkennen das mir dieser Weg gegeben hat. Dann endlich kann ich den Erwartungen ein Nein
entgegen schleudern.
Um auf etwas zu hören das leise in mir ruft, ein Impuls der mich zu meinen Wünschen lenkt. So werde ich zum Kind und wundere mich wieder über die Welt in der ich lebe, ohne wie damals von meinen Eltern, die auch voll erzogener Erwartungen sind in die Schranken gewiesen zu werden.
Nein, dann bin ich frei! Und eines Tages werde ich meine Kinder an der sonderbaren Geschichte meines Lebens teilhaben lassen und sie werden stolz auf mich sein.
Mephisto: Freu dich nicht zu früh Dr. Faust, du planst und planst und wann geht’s los? Ich helf dir auch den Weg zu gehen.
Faust: Schweig still, ich muss mein Leben erst erträumen, eh ich’s leb in dieser Bahn.
Mephisto: Du weißt Dr. das die Welt dich täuschen wird und dir Hoffnungen macht um dich zu fangen, dir droht um dich zurückzuhalten, sich lustig macht um dir zu spotten, willst du all das ertragen?
Faust: Das tun sie doch eh und je. Die Rollen die sie spielen maskieren ihr Innerstes. Gekränkt von meinem Mut mir das zu erlauben was sie sich verbieten, meinen Kern zu suchen. Ich verstehe sie wenn sie mich verachten.
Oh Göttin, oh Psyche ich kann immer nur daran denken wie es sein wird wenn wir uns gefunden. Nicht was wir machen nein wie ich mich fühle wie du dich fühlst. Ich weiß ich bin ein Träumer. Ich versuche dagegen anzukämpfen, aber du willst mich vor Veränderungen schützen. Was viel wichtiger ist du frisst dich in meinen Kopf, seit Anfang. Solange ich nicht weiß wie es um dich steht, kann ich nicht ruhn.
Mephisto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen Herr Dr..
Faust: Ja das Ross „Jetzt“ strebt voran, voran in ein neues Kapitel meines Films.
Wenn ich jetzt durch die Gassen der finstren Welt schreite, seh ich die Menschen mit anderen Augen. Wieder seh ich den Alten auf den Friedhof gehen, doch diesmal folge ich ihm und verbinde unsere Welten.
„Wen besuchst du?“ er steht in einer Art Gebetsstellung vor einem Grab und sieht mich nun erschrocken an.
Alter: „Meine Frau, vor einem Jahr ist sie gegangen. Ich fange von mal zu mal mehr an zu sehen was ich an ihr hatte und was ich ihr alles noch hätte geben sollen. Doch der Weg zu ihr ist für mich noch verschlossen.“
Faust: „Eine Tür in die Vergangenheit? Wie hast du sie das erste mal getroffen?“ Wir gehen ein Stück zu einer Bank inmitten Efeu umringter urwüchsiger Bäume und setzen uns.
Alter: „Ich arbeitete im Wirtshaus, es war ein Tag wie jeder andere, selbe Kundschaft, selbes Bier, bis sie zu Tür hereinscheint und unsre Blicke sich trafen und die Schallplatte wieder mal an ihrem Sprung –Die liebe, die Liebe, die Liebe angelangt war, als wäre er für diesen Moment geschaffen gewesen.
Ich und sie bekamen Herzklopfen, und nur der Sprung in der Platte gab ihr den Mut mich in einem Wirtshaus das nicht dafür geeignet ist zum Tanz aufzufordern und mich dazu dabei mitzumachen, natürlich nachdem ich den Bügel verschoben hatte und die Musik wieder lief. Wir schwebten förmlich durch den Raum. Wie schön sie war.“
Faust: Weggetreten in seinen Träumen vergangener Tage ließ ich ihn allein. Die Schönheit verfällt, nur in der Wirklichkeit löst sie sich auf und doch bleibt sie zurück in den Gedanken. Ein Film des Aufblühens und Verwelkens, für alles gibt es einen Moment, ein Zeichen wie die Platte.
Ich darf nicht nach ihr suchen, wenn die Zeit reif ist darf ich nicht davonreiten.
Mephisto: Nur zwischen Geburt und Tod ist dein Leben Dr., der Tod ist deine Zukunft, die Geburt der Anfang deiner Vergangenheit, ja davor war noch die Zeugung, dein erstes wachsen und gedeihen in der warmen Umarmung des Mutterbauchs.
Was du davor warst kannst du hier nicht finden, was danach ist kannst du nicht ergründen. Dazwischen liegt die Kraft deines Wirkens auf Erden.
Faust: Ich komme am Mundharmonikaspieler vorbei und werfe ihm ein paar Groschen in den Topf, worauf er noch heftiger sein nicht können beweist.
Es drängt mich zu einem Spaziergang durch den Wald.
Mächtige Buchen ragen ihr Geäst in den Himmel, da vorne ist eine kleine Hütte zur Rast. Man sagt hier hat sich ein junger Mann erhängt weil seine Freundin ihn verlassen hat. Für ihn war das Leben am Ende der Freude vorbei, war er zu schwach für den Kelch des Schmerzes?
In einer Hütte im Wald die Welt verlassen, eine selbst gewählte Reise ins Reich der Erinnerung seiner Bekannten. So hat er sich auch ein wenig in meine Welt geschlichen, nur durch eine Geschichte. Hätte er in der Hütte gesessen und den Schmerz ertragen würde keiner davon erzählen. Dabei ist doch wieder Frühling, der Winter ist vorüber. Im Grunde ist das Jahr wie eine Lektion – Frühling, er findet seine Liebe –Sommer, glückliche Zweisamkeit – Herbst, Trennung durch Streitigkeiten – Winter, Schmerz.
Obwohl dem Winter wieder der Frühling gefolgt wäre hat er seinem geistigen Tod den realen hinzugefügt. Sei’s ihm vergönnt. In unserem Leben sterben wir viele Tode und entstehen aus dem Nichts in der Geburt zum neuen Leben, neuem Streben, neuem Tod.
Jede Lektion beginnt mit Nichts, Geburt, Leben und endet mit dem Tod im Nichts. Nur die Erinnerung und Erfahrung bleibt, wie bei dem Alten.
Ich muss weiter, auf wiedersehen.
Vielleicht hat der Junge sich vergessen die Frage zu stellen ob das alles war oder war er zufrieden mit dem was er erlebt hat?
Ich frage mich was ich denn eigentlich wirklich will, welchem Traum folge ich?
Und wenn ich ihm folge verirre ich mich wie die Motte die den Sternen folgt und eine Lampe mit ihrem Ziel verwechselt und schaff ich es entschieden meinen Weg zu gehen?
Ja die Verblendungen der Vielfalt sind wohl diese Lampen. Die Gier nach Licht drängt uns zu dem was am hellsten leuchtet, die Oberfläche.
Warum ist das Licht eigentlich das Gute? Verschlingt nicht das Feuer alles was in seinen Bann gerät? Aber es wärmt mich auch in kalten Nächten.
Das Licht zwingt uns auf die Augen zu vertrauen. Wie wohl die Weltsicht eines geborenen Blinden ist, der nie das Ideal gesehener Schönheit in seinem Geist aufnahm? Sieht er auf den ersten Blick ins Innere? Bloß was ist das Innere?
Die Gedanken, Gefühle, der Trieb oder nur oberflächliche Charakterzüge, wie der Hang zu leichtem ausrasten, den ich leider nicht zu meinen Zählen kann?
Wie träumen wohl diese Blinden?
Noch genügend anderes Blendwerk kreist durch diese Welt, welches wohl auch ihn verblendet, wie laute Musik in der Fledermaushöhle. Ihr Bild wird dann durch die Töne verzehrt, sie sehen mit den Ohren, auch sonderbar.
Sehen ist dann wohl nur das messen von Lichtreflecktionen, aber wie misst mein inneres Auge? Wie misst es mich und andere oder besser woran? Psychens Auge misst und schenkt Gefühle, sie misst jede Situation. Wie das Laufen durch diesen Wald, sie gibt mir ein beruhigendes Gefühl meine Göttin, der Zusammenklang sanfter Geräusche mit grün, braunen Farbtönen und dem Geruch von Natur.
Alles beginnt aufzublühen und bald ist die Farbenpracht überwältigend. Die Pflanzen zeigen ihr Geschlecht in schillernder Schönheit und wir verbergen es um kein öffentliches Ärgernis zu erregen, seltsam. Vielleicht damit wir die Schönheit auf andere Art zeigen. Einige Frauen machen ihren ganzen Körper zu einer schillernden Blüte um bestäubt zu werden und dann wollen sie keine Frucht tragen. Nein nur um der Freude wegen angesehen zu werden. Die Blüten hier im Wald sind die ehrlicheren, sie machen sich nur des einen Zweckes wegen schön, damit sie bestäubt werden und bestäuben können um Frucht zu tragen, sich zu vermehren.
Mephisto: Fäustchen, ich habe ein Gedankenexperiment für dich: Stell dir vor du seist ein Gott der sich gewünscht hat Mensch zu sein um zu sehen wie das Leben auf der Erde ist. Aber da du nun als Mensch geboren wurdest, hast du dein altes Dasein vergessen und identifizierst dich mit dem was du in diesem Film bist oder glaubst zu seien. Dabei bist du doch gekommen um die Erde und dein Menschsein zu erforschen und hier zu leben bis du in deine wahre Gestalt zurückkehrst.
Faust: Ich verstehe was du meinst Mephisto, die gewöhnlichen Dinge hier sind für einen Gott etwas besonderes, weil ich sie nur in meiner Lebenszeit als Mensch auf diese Art wahrnehmen kann. Mein Körper ist das Gefäß eines forschenden Geistes, geleitet von Psyche der Göttin der Gewohnheit.
Als Mensch zu leben, auch wieder eine seltsame Vorstellung.
Eine Mischung aus Idee und Realität, so als wäre die wirkliche Welt das Gegenteil der Ideenwelt. In der Ideenwelt, dem Reich der Göttin Phantasie, ist alles in reiner, perfekter Form und der Realität, Psychens Reich, trifft alles aufeinander und verändert sich durch Einschränkungen oder völlig neue Möglichkeiten, es dehnt sich aus passt sich an. So verändert die Realität die Idee die in sie einging. Evolution der Wechselwirkung zwischen Phantasie und Psyche.
Die DNA ist die Idee aus der ein Lebewesen erwächst, das bald auf andere Lebewesen und eine Umwelt trifft und sich über Jahrtausende immer wieder verändert, bis aus einem Fisch ein Pferd wurde, also eine völlig neue Idee, der viele Ideen vorausgingen von denen nur die überlebten die einen Platz in der Realität fanden. Aus diesem ewigen Kreislauf, ein Kreislauf der mehr wie eine immer größer werdende Spirale ist, bin auch ich entstanden, dann bin ich ja auch zum Teil Idee. Ich bin auch voll von Kreisläufen, ob die auch daher stammen?
Das ist es, ich als kleines Wesen trage durch mein Leben auch etwas zur Idee bei, wenn ich meinen eignen Weg gehe und an neue Grenzen stoße, wird vielleicht mein Nachkomme diese Hürde überwinden. Vielleicht entsteht auch ein neues Wesen aus uns Menschen, schließlich warn wir ja auch mal Fische im Wasser.
Mephisto: Wenn du verstehen willst Doktorchen musst du einzelne Teile aus dem großen Zusammenhang nehmen. Du baust eine Uhr auseinander siehst die Zahnräder und glaubst du hast das Geheimnis der Uhr entdeckt. Die einzelnen Teile funktionieren aber nur im Zusammenhang, in dem jedes Zahnrad seine Aufgabe hat.
Faust: Wie das Lebensrad, das Schicksal. Ein Zahnrad das seine Aufgabe erfüllt, ist wichtig für das ganze System von Zahnrädern ohne das es nicht Funktioniert.
Mephisto: Dann braucht man nur ein neues einzubauen.
Faust: Jemand anderes findet dort sein Zuhause, wo einst der Andere war und der gegangene sieht das die Welt sich nicht um ihn dreht, die Uhr blieb nur kurz stehen.
Ich bin also ein Gott der in der Evolutionsidee an einem Punkt auf dem Zeitstrahl zu einem Menschen wurde und auf der Suche ist nach einem Uhrwerk in das er gehört, das ihn für eine Weile braucht um zu funktionieren.
Eine Idee der Göttin Phantasie und eine Gewohnheit von Psyche, die Zusammentreffen wie Licht auf Regen um das Licht zu spalten und ein Trugbild zu Erschaffen: die Welt der Göttin Maja.
Mephisto: Meinst du etwa Biene Maja?
Faust: Ja, die tanzende Biene kennt den Weg.
Mephisto: Phantasie schuf die Menschen und die Erde. Die Phantasie schuf Gott und die Evolutionstheorie. Die Phantasie machte den Menschen die Tiere untertan und die Phantasie lässt die Menschen die Erde ausbeuten.
Faust: Aber nur durch Psyche blieb alles erhalten, Psyche merkt sich die Ideen und wiederholt sie und verbreitet, vermehrt sie.
Mephisto: Die Phantasie erschuf auch deine Göttin Psyche.
Faust: Sollte wirklich alles was mich umgibt, einschließlich mir, nur Teil des Phantasiereichs sein? Die Bäume die in den Frühling blühen, die Ameisen die geschäftig ihren Hügel bauen, mein „ich“ sein, meine Rolle im großen Film?
Den Weg entlang kommt ein Jugendlicher mit dem Rad auf mich zugefahren. Ich deute ihm zu halten.
Jugendlicher: „Hast du ne Macke?“
Faust: „Glaubst du das wir ein Gebilde der Phantasie sind?“
Jugendlicher: „Das soll wohl ja heißen, hähä. Ja weißt du, wir leben in der Matrix und in unserem Leben sammeln wir Punkte um immer stärker in den ausgewählten Bereichen zu werden und wenn wir sterben müssen wir das Level wieder und wieder spielen, bis wir’s geschafft haben, außer natürlich das Spiel ist durchgespielt. Aber ich muss weiter.“
Faust: Da radelt er seines Weges. Ein Philosoph sagte doch mal das der Zweifel das Einzige ist dessen er sich sicher ist, wie hieß er noch gleich Descartes. Der Zweifel lässt die Sonne am Horizont verschwinden und zeigt die vielen Sonnen am Nachthimmel, die tausend Möglichkeiten. Langsam taucht die Stadt wieder auf und auch die Sterne schneiden sich nach und nach in die Dämmerung. Das Licht verändert auch das Reich der tanzenden Biene, andere Vögel rufen mir nach, der Mundharmonikaspieler ist nach Hause gegangen und die komischsten Plätze sind von Jugendlichen bevölkert. Menschen tätigen ihre letzten Einkäufe und ein Liebespaar läuft Hand in Hand die Straße entlang, der Verkehr ist dünner, es ist windstill. Eine gespenstische Atmosphäre liegt auf der Stadt.
Ein man mit einem Schäferhund kommt vorbei.
Mann: „Bei Fuß.“
Faust: Der Hund reagiert sofort und läuft neben ihm. Sind wir nicht auch sowas wie dressierte Menschen, wir dressieren uns gegenseitig mit unserer Anerkennung und die Regenten begrüßen dieses Schauspiel, sie spielen es ja selbst und wollen ja das es uns gut geht um wiedergewählt zu werden und vom Geld das die Menschen ihnen bringen zu Profitieren. Dafür werden wir auch geschützt vor den Gefahren der Natur gegen die sie ankommen, durch Zäune, Mauern, Straßen, Jäger und so weiter. Durch diese Abgrenzung werden wir wohl immer unnatürlicher. Aus der Sinnsuche in der Natur wurde die Suche nach einem Platz im Uhrwerk dieser Kultur. In einem Film den ich unlängst sah,
fragte eine Tochter ihre Mutter: „Warum hast du mich eigentlich nicht abgetrieben?“ –Wieso fällt mir das gerade jetzt ein? Eine Tür die ein völlig anderes Szenario preisgibt: Die Existenz der Welt ohne mich. Ob sich manche Eltern fragen was wohl aus dem abgetriebenen Kind geworden wäre? Von einer Band Namens Bethlehem hieß ein Lied: Tagebuch einer Totgeburt, - eine Absurde Vorstellung ein Tagebuch zu finden, in dem die Geschichte eines Lebens steht das nie stattgefunden hat. Aber mein Leben findet statt und bin ich eine Bereicherung für die Welt oder ein Abklatsch 1000der schon dagewesener Existenzen?
Aus dem Weltraum betrachtet sieht man uns kleine Menschen nicht mal, nur das die grünen Flächen immer kleiner werden und ein paar von unserem Teil des Phantasiereichs erschaffene Kleinigkeiten. Manchmal ziehen ein par Wolken durch den Abendhimmel, jetzt ist es klar, als ich den gewohnten Eingang erreiche und die Treppe hinauf, nach einem kleinen Snack ins im Traum bekämpfte Bett falle.
Stille, außer dem Rhythmus des tickenden Weckers ist nichts zu hören, ewig läuft er der leeren Batterie entgegen um einen Moment sein Leben im endlosen Kreislauf zu beenden.
Am Morgen beim Frühstück in der PM Zeitschrift kommt mir ein Artikel von Oswald Spengler, der ein Buch mit dem Titel „Der Untergang des Abendlandes“ schrieb unter die Augen. Er stellt sich vor eine Hochkultur ist wie ein Lebewesen das Aufblüht und verwelkt und sagt das unser Abendland faustisch ist, also vom Intellekt und Ehrgeiz getrieben. Bin ich von Intellekt und Ehrgeiz getrieben Mephisto?
Wenn ich mir die Welt um mich betrachte, glaube ich das es mehr der Ehrgeiz ist der vom Denkvermögen einiger Weniger vorangetrieben wird. Ich bin wohl keiner der etwas zum Ehrgeiz der faustischen Welt beiträgt.
Mephisto: Dr. Faust betrachte doch mal das Wort Ehrgeiz, mit seiner Ehre geizen, Ehre horten, sich Titel sammeln.
Faust: Du hast recht, es ist wieder mal das Streben nach Anerkennung. Der schrei eines jeden Einzelnen nach seht mich an, hat sich in vielen kleinen und großen Gruppierungen zusammengeschlossen. Unser Denkvermögen nutzen wir uns Darzustellen, wo wir auch wieder beim Schauspiel wären. Ahh, noch ein Schlückchen Cappuccino und erst mal ein neues Brötchen schmieren, lecker Erdbeermarmelade.
Als erstes ist da die Idee, die aus den Fluten der Phantasie auftaucht und der Ehrgeiz bringt den Stein ins Rollen.
Der Verstand hat seine Harmonie mit der Tat die Erfolg verspricht und der Ehrgeiz hat seinen Frieden.
Wir Arbeiten hart am Ergebnis, denn die Trauer unbeliebt zu sein treibt uns an, dem Ergebnis und dem Ruhm immer näher kommen zu wollen.
Die Selbstsicherheit wächst und die Trauer wird verschwiegen, weil die Aufgabe uns ausfüllt.
Bis ein Problem auftritt und wir dadurch in Rage, mit anderen in Konflikt geraten.
Doch plötzlich ist der Erfolg da, ein Lichtblick, wir lassen den Gefühlen freien lauf.
Aber der Erfolg vergeht, zeigt seine Schattenseiten und verfliegt wie ein kleines Kompliment und macht den Ehrgeiz nutzlos, zeit von vorne zu beginnen oder:
Mit der neugewonnenen Klugheit eine Nr. größer im Wettbewerb zu streiten.
Wenn nun endlich diese äußerliche Freiheit erlangt ist und eine Anzahl von Titeln geholt, bleibt doch innerlich das Gefühl, etwas fehlt. War es das was ich wollte?
Diese Krise bietet die Chance dem Reichtum der menschlichen Natur zu begegnen, dem anderen Reichtum.
Einige bleiben auf den ersten Metern des Weges hängen oder sind nur die Werkzeuge der Ideenhaber oder sie gehen zurück wenn etwas schief geht und es gibt weiß die Göttin auch noch eine menge anderer Wege, das war nur der von Ehrgeiz und Intellekt.
An welchem Punkt ist dann unsere Kultur?
Ich glaube wir sind schon bei der Frage angelangt: Ist es die Welt die wir wollten? Sind wir auf dem falschen Weg? Was bedeutet falsch denn?
Ist nicht alles für irrgendjemanden falsch und für die andere richtig? Vielleicht kommt der Wunsch umzukehren daher das uns dieser Weg nicht mehr erfüllt.
Ich kann nicht umkehren, das Ross der Zeit trägt mich immer und immer weiter vorwärts in die Illusion einer noch nicht eingetretenen Zukunft.
Bin ich vielleicht nicht mit vollem Herzen in dieser Welt, auf meinem Weg, wird er mir dadurch zur Qual und lässt meine Erfahrungen wie ungeöffnete Briefe einer verschmähten Liebe in den Papierkorb des Vergessens sinken?
Liegt es vielleicht auch am Kurs bei dem die Kompassnadel im Reich der Verwirrung kreiselt?
Ein vollbärtiger Mann blickt aus dem Badezimmerspiegel in meine Augen, sein leerer Blick im leblosen Gesicht wirkt fast schon beängstigend, wie lange lebt er wohl schon allein hinter diesem Spiegel in der verdrehten Wohnung?
Die Schermaschine rattert über das verwucherte Gesicht.
Ich weiß das ich auf der Suche bin und dabei lerne ich herauszufinden was ich suche. Was sind meine Forderungen die ich an die Welt stelle in der ich lebe und was fordert sie von mir? Brech ich aus Psychens Käfig um in von Phantasie gelenkten Taten meine Lektion zu finden?
So könnte ich etwas erschaffen. Ich kann ja auch alles nur betrachten und nicht eingreifen in den lauf der Dinge.
Vielleicht zerstör ich auch irgendwas, einen Glauben, eine alte Vase oder mich.
3 Möglichkeiten hab ich, zur bestimmten Zeit können sie ganz sinnvoll sein.
So die Hälfte des Bartes hab ich jetzt ab.
Ich kenne die Einsamkeit nur zu gut, auch die in der ich nicht alleine war, von vielen Menschen umgeben und doch allein.
Könnt ihr denn nicht verstehen, dass ich vor euch nicht ich selber bin?
Nur die Angst ihr könntet mich verlachen bringt mich zum schweigenden Gefühl der Einsamkeit.
Alle sahen mit ihren triefenden Blicken zu mir und glaubten es geht mir gut. Es geht mir nicht gut, schon lange nicht.
Ich verberge meine Gefühle, meinen Schmerz unter einer Ekel erregenden Maske der Freundlichkeit, selbst vor mir bleiben sie versteckt. Selbst vor mir.
Sterben meine Träume, weil ich in ein Bild mich quetsche?
Immer für andere gerecht sein anstatt meine Wahrheit zu glauben und für sie einzustehen, allein für sie zu kämpfen.
Verbogen für die Norm mich sehender Augen, wart die Welt so kalt und leer in mir, so Sinnlos. Dieses Übertier Gefühl frisst alles Gute wie mir scheint, dreht es und macht das Schlechte wirklich und mein Platz im Leben löst sich auf.
Andauernd streifen in meinem Verstand die streunenden Hunde der Möglichkeiten die alles ändern, unerreichbar fern, unwirklich, verrückte Ideen und doch so nah. Wenn ich nur den Mut finde loszugehen.
Sollte ich es nicht tun, bleib ich hier zurück am Ort der Einsamen Sinnlosigkeit.
Ich gehe frisch rasiert zur Tür, der Postbote hat mal wieder etwas durch den Schlitz geworfen. Mal rein kucken was es für ein Brief ist:
Sehr geehrter Dr. Faust
Über einen Kollegen sind mir Ihre sonderbaren Vorträge zur Alltagsphilosophie zu Ohren gekommen.
Darum möchte ich Sie förmlichst bitten bei der Erschaffung meines neuen Theaterstücks mitzuwirken.
Für Bezahlung und Unterkunft wird selbstverständlich gesorgt.
Sie erreichen mich unter der Telefonnummer in der Kopfzeile.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Breitenbach
Der zerknüllte Brief fliegt in die Ecke zu den anderen.
Ich bin nicht mehr der den ihr haben wollt, ich werde niemand, weil ich vergesse wer ich bin oder zu sein vorgab. Ich hoffe ich werde auch bald vergessen. Wie eine zerplatzte Seifenblase soll das alte Schauspiel vergehen, zu viele sahen sie schweben.
Eine Wunde klafft aus meinem Zeitstrahl des alten Damals, wie ein plötzlicher Schlag vor den Kopf.
Die Waffe in ihrer Hand und all meine Gewohnheit machte keinen Sinn mehr.
Alles schlug in diesem Moment in mir Alarm, all meine Prinzipien, mein Scheinen wollen, wie ein Wirrwarr schossen mir meine Grenzen durch den Kopf.
Mephisto komm ich steck dich in die Tasche, wir müssen raus.
Hier die Straße der Hoffnung. Hoffen das etwas geschieht verblendet nur meine Sicht. Trügerisches Gedankenbild Hoffnung tötest alle Ehrlichkeit.
Ja für die Hoffnung hab ich mich verbogen, die Hoffnung die heißt: es wird schon werden.
Stoffwechselstörung haben sie Mephisto genannt.
Das Dopamin das mein Hirn ausschüttet belohnt mich für das gelernte, wenn es normal fließt, aber bei dieser „Stoffwechselstörung“ die zur dauernden Ausschüttung des Dopamins führte wurde mein Sprachzentrum mehr und mehr für autonomes Handeln, also selbständiges sprechen belohnt. So wurde mein böser Dämon Mephisto geboren, lange hat er mich gequält.
Er sollte weg aus meinem Kopf.
Mephisto: Aber Doktorchen, du wusstest nur nicht, dass die in dir verborgenen Kräfte darauf warten sich zu entfalten und dich nur deine Gewohnheit daran hinderte mich zu akzeptieren. Ich bin dein Berater, dein Freund, bin für dich da wenn du mich brauchst.
Faust: Die kränksten Dinge hast du mir ins Ohr gebetet: Deine Zeit ist vorbei, Sie sehen dich Minderwertiger, Dein Kopf zerbricht und so weiter.
Bis ich auf einem Flohmarkt deinen Körper entdeckte.
Eine Teufelshandpuppe, die Stimme und die Puppe vereinigten sich und ich musste sie kaufen, denn endlich war da ein Gegenüber der einem Streitgespräch garantiert nicht standhält, so begann ich mit dir zu streiten, dann zu reden.
Ich übertrat eine gefährliche Grenze, nur warum bin ich auf dieser Seite glücklicher?
Mephisto: Wie jeder Gedanke trat ich in deine Welt als ein Same, der erst zu einem Baum heranwächst wenn du ihn wässerst, indem du ihn beachtest, ihm Sonne gibst, indem du an ihn glaubst, ist er dann noch auf dem richtigen Boden, dem verstehenden Gedankensystem, fängt der Gedanke an zu wachsen, egal ob gut oder schlecht.
Als du dich vor mir fürchtetest, glaubtest du an mich und beachtetest mich, aber nährtest nur die Angst vor mir, die ich natürlich ausnutzte um mich zu einem unbezwingbaren Monster auszudehnen. Bis du mich anfingst zu Akzeptieren und ernst zu nehmen, so nahm ich auch dich ernst und wurde zu deinem Freund.
Je öfter du an mich glaubst und dich mir zuneigst, desto wirklicher werde ich.
Faust: Du brauchst es nicht schön zu reden, ich bin ein Verrückter der am Rande dessen lebt was andere Wirklichkeit nennen. Ein Träumer in den Träumen von einer besseren Welt gefangen und am Übergang in die Wirklichkeit gescheitert.
Einer der Märchen in seine eigene Wahrheit schreibt.
Manchmal frage ich mich: Wann beginnt mein Leben? Und dann merke ich, ich stecke ja mitten drin. Ich kann die Stille hören, das Rauschen des Windes in den Blättern, das Zwinkern meiner Augen trotz des Lärms der Stadt.
Ich sehe die Wahrheit die in der Lüge liegt und doch weiß ich nicht was ich tun soll.
Mephisto: Will, will, meinst du.
Faust: Wo liegt mein Weg, mein Zuhause? Ich bin oftmals über kleine und große Dinge glücklich, wie die Sterne, den Mond, den Wind der mein Gesicht streift, Ideen, einen Nieselregen wenn ich traurig bin, raschelnde Blätter und Schwärme von Vögeln.
Oft bin ich auch traurig und betrübt und fühle mich so einsam, spüre so eine Leere, dass sie scheinbar nichts füllen kann.
Mir fehlt der Mut, Mut mich dem Schlechten zu stellen, um dann den Weg des Scheiterns zu gehen, als wenn alles wie Sandkörner zwischen meinen Fingern zerrinnt.
Wohin will ich noch gehen?
Mephisto: Das musst du selbst doch wissen.
Faust: Der Friedhof taucht vor mir auf und in mein Blickfeld ist der Alte gerahmt. Ist der den ganzen Tag hier? Vor mir seh ich ihn als jungen Mann mit einer scharfen Frau, wie er sie im Rhythmus des Swings durch die Luft schleudert. Als er vor mir steht.
Alter: „Ich hab letzt mal gar nicht mitbekommen, dass sie gegangen sind.“
Faust: „Ich wollte dir die Momente deiner Erinnerung nicht mit meiner Anwesenheit zerstören, Alterchen. Dein Blick war entfernt von dieser Welt.
Ich frage mich wie ihr wohl aussaht als ihr jung wart, welche Haarfarbe du hattest und welche Tänze ihr tanztet.“ Er ist schon wieder in Gedanken versunken, hört der nie zu?
Alter: „Ich geb dir einen Rat Jungchen, meine Mutter sagte immer:
Hör weder auf den Engel auf deiner rechten Schulter, noch auf die Teufelin auf deiner linken. Hör auf beide. Der Engel spricht die Wahrheit über die Gefühle und die Teufelin die Wahrheit über das Erreichen der Körper und anderer materieller Dinge, aber in der Mitte bist du.
Die Teufelin Angst ist dein Streben nach Sicherheit und Stabilität. Der Engel die Liebe ist das Erdulden und die Überheblichkeit des einzigen Anrechts auf die Wahrheit.
Hör auf beide, lass sie nicht entscheiden. Ratgeber sind sie mal gut und mal schlecht, wie die Eltern für ihr Kind.“
Faust: Das war alles, er geht schon wieder zum Grab, ob seine Frau wohl zu ihm spricht?
Mephisto: Materielle Teufelin, das ich nicht lache. Ja, das Tier, Henne oder Ei, was war zuerst, der Hahn war sicher nicht der Erste, die Urmutter die große Teufelin.
Faust: Ganz schön gereizt Heute. Ich werde mal die Rune Raido in den Stamm dieser Eiche ritzen, sie steht für das Lebensrad, für Anfang, Mitte und Ende.
Hier ist die Reise eines Jeden zu Ende, aber trotzdem sind noch Kinder und Partner da die das Grab pflegen und einen Teil derer in sich tragen die gegangen sind. Nach dem Tod geht das Leben weiter, das Leben derer die nach uns kommen. Ob sie sich über die selben Absurditäten den Kopf zerbrechen?
Es wächst immer mehr der Gedanke in mir wie mysteriös doch unser Leben ist oder das Leben überhaupt.
Ich glaube an die Veränderung, etwas mächtiges ruht in jedem von uns.
Es liegt auf dem Weg des Windes, des Mondlichts und der Erfahrung der Natur.
Ich glaube an die Kraft der Illusion, der Leidenschaft des Wolfes und der Katze.
Das Verständnis des unendlich unsterblichen Lebensrades rückt näher und der Unglaube spricht aus mir zu dem der nicht versteht, nein, Verstehen reicht nicht.
Ich muss das Tier in mir ergründen, verstehen und handeln. Es wartet lechzend auf mich, auf den Moment der Vereinigung, wenn die Geduld es zu lässt.
Wenn es sein soll, dieses Schicksal.
Mephisto: Widersprechen kannst du dir selbst am besten. Was ist wenn es nicht dein Schicksal ist? Gesetzt den Fall das es so etwas gibt.
Faust: Dann lern ich aus meinem Fehler und geh wieder ins nichts zum Anfang mit den Konsequenzen. Einfach wird’s nicht. Das Schicksal ist ein wahrscheinlicher Plan zukünftiger Ereignisse in Bezug auf mein jetziges Handeln. Bist du für mich das eng verbundene Sprachrohr? Es wird Zeit zu sähen und geduldig überlegend die Ernte zu erwarten.
Mephisto: Deine Welt ist genauso Scheinwelt, wie die der anderen.
Deine Vorstellung von dir in der Welt, soll dir dabei helfen dich zu verwirklichen. Die Scheinwelt der Knechtschaft unter anderen, hilft dir nur zu funktionieren als Teil der Maschine, welche die Erde zerstört.
Darum fliehst du vor deinem Leben, weil es dir nicht erlaubt war immer mehr von dir zu erfahren um dich zu entfalten wie die Blüten im Frühling.
Nein, du wurdest gezwungen Dinge zu tun die der Faulheit und dem Vergnügen der Menschen dienen.
Deshalb hast du dich abgewannt, um deine Wahrheit zu erkennen.
Faust: Bloß was ist die Wahrheit? Mein Gefühl ist die Überheblichkeit des einzigen Anrechts auf Wahrheit, sagte doch der Alte.
Unser Gefühl lässt uns Dinge wahr erscheinen und mit unserer Angst, dem Streben nach Sicherheit, prüfen wir sie.
Mein Gefühl erfand die Welt und mein Verstand will sie erprüfen.
So wächst mein Wunsch etwas zu finden in meiner Scheinwelt das meiner Prüfung standhält. Die Eiche und den Friedhof hinter mir, laufe ich wieder durch die Straßen an der Bushaltestelle vorbei, entdecke ich auf den Stühlen vor dem Kaufhaus wieder die Frau mit dem Kind. Als ich auf sie zukomme bestätigt sich mein Verdacht, sie weint und keinen der vorbeistreifenden Menschen interessiert es, also setze ich mich zu ihr.
„Wieso bist du traurig?“ Entsetzt sieht sie mich an, nimmt ihren Kinderwagen und geht. Ich beobachte ihren Gang, bis sie im Gewühl der Häuser verschwindet.
So viele Möglichkeiten könnten sie zum weinen gebracht haben, aber nur eine ist die Richtige. Ob sie sich gefangen fühlt oder verlassen?
Am wenigsten wird sie bestimmt ihr Leben ändern wollen, außer vielleicht durch die verschlossene Tür in die Vergangenheit. Die Tür heißt: Hätte ich doch bloß! Die Entscheidung, auch in den hätte Momenten, ist eine Wegkreuzung die das Ross „Jetzt“ immer vorwärts passiert, manchmal sehen wir sie vom Weiten und zu anderen Zeiten taucht sie plötzlich hinter den Büschen auf.
Schnell müssen wir uns entscheiden welchen der Wege wir nehmen, danach gibt es kein zurück, nur in der Erinnerung, aber sie kann nicht anders abbiegen, außer zu hätte.
Mephisto: Noch mal zu deinem Schicksal, du als Teil, sehr winziger Teil des riesigen Universums, bist doch so ein komplexer chemischer Cocktail elektrischer Wechselwirkung, das es schon Schicksal ist das du existierst. Manche deiner Bestandteile sind einfacher, manche schwieriger und jedes Teil steht in Wechselwirkung zu anderen und verändert sich, je nach deiner Lebensweise, entwickelst du das Universum mehr und mehr ins Detail.
Faust: Ja stimmt unsere Entscheidungswege beeinflussen Gehirn und Organe genauso wie auch die äußeren Verstrickungen der Wechselwirkung mit Anderen. Wie ein Netz ziehen die Wege in die Zukunft und verstricken sich mit jeder Entscheidung neu. Vielleicht suche ich ja nach einem Navigationssystem das mir den einfachsten Weg berechnet, den überraschungslosen Weg, wie langweilig.
Mephisto: Fliegen entscheiden sich chaotisch, Bienen Systematisch.
Die Fliege entscheidet sich ins Wohnzimmer zu fliegen, ohne sich dessen Bewusst zu sein und der Bewohner entscheidet sich sie zu erschlagen, ohne sich dessen Bewusst zu sein. Das ist Schicksal, zwei verstrickte Lebenswege.
Faust: Ja! ja! Die Göttin der Gewohnheit leitet ihre Entscheidung. Die Gewohnheit irrgendwo hin zu fliegen und die Gewohnheit Ungeziefer zu erschlagen. Wobei die chaotische Gewohnheit viel spannender ist, wenn ich nicht weiß wo es mich hinträgt und ich nicht immer dem ausgetretnen Entscheidungspfad folge. Die Fliege hat die Gewohnheit auf ihr Gefühl zu vertrauen das sehr chaotisch ist, weil sie so am leichtesten Nahrung findet. Die Biene muss sich da schon etwas mehr anstrengen, sie muss sich den Weg merken um den anderen zu zeigen wo es lang geht, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Das ist die Systematik, chaotische Wege kann man nicht erklären, das bedeutet aber nicht das sie sinnlos sind.
Beim nächsten mal wenn ich eine Fliege sehe werde ich sie füttern, mal was ganz anderes als sonst.
Jedesmal ist es eine neue Gablung, man tut nur immer das gleiche, dabei ist doch jede Entscheidung neu, auch wenn sie immer nach dem selben Muster verläuft. Wir sollten beiden Göttinnen dienen Phantasie und Psyche. Ein Teil des Schicksals sind wir doch selbst und die anderen Teile sind die Wege der anderen die unseren kreuzen, wie die Fliege und der Bewohner. Auch der Weg der Erde, der Gesellschaft, alles Wege die unseren kreuzen.
Mephisto: In seinem Leben ist man eben auf sich gestellt, aber sollte nicht vergessen die anderen auch. Führ deinen eignen Kampf, Doktor, verteidige deine Welt und hilf anderen dies zu verstehen. Zwing sie nicht das zu glauben was du glaubst, denn für jeden ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen zu verstehen. Die beste Hilfe liegt im Innern eines jeden und in den daraus folgenden Taten, denn sie lehren die Wirklichkeit. Die Welt verändert dich und du die Welt.
Faust: Die Summe der einzelnen Teile, die Schwingung des Moments, das Summen. Etwas mystisches, geheimnisvolles liegt darin, wie das Weinen der Frau mit dem Kind. Das Leben eines und einer Jeden die mein Blickfeld streift, in einer Welt voll seltsamer Gewohnheiten und das Komische ist, je mehr ich es zu ergründen suche, um so geheimnisvoller wird es für mich.
Wieder scheint alles möglich zu sein, in diesem Spiel das Leben heißt und doch ist es wieder nur ein Puzzelteil des ganzen Geheimnisses.
Warum musste sie nur die Waffe gegen diese Leute richten und aus der Welt entgleiten ohne mich mitzunehmen?
Ich bin im Winter der Gefühle, immer noch wie der Erhangene im Wald.
Nie hab ich sie verstanden, nie.
Da ist ja die weinende Frau wieder, diesmal ohne Kind, sie stellt sich vor mich.
Frau: „Tut mir leid das ich so Wortlos gegangen bin.“
Faust: „Schon gut, setz dich doch.“
Frau: „Ich war bei meiner Schwester, sie hilft mir mit der Kleinen.“
Faust: „Schön.“
Frau: „Darf ich ihnen oder dir?...“
Faust: „Dir.“
Frau: „Darf ich dir eine Frage stellen?“
Faust: „Gern, ich liebe Fragen.“
Frau: „Glaubst du das alle Menschen gleich sind?“
Faust: „Soll das eine Fangfrage sein?“
Frau: „Ich glaube nicht daran, wir sind alle verschieden. Schönheit, Äußeres, Liebesbeziehungen, nur darauf reduziert sich das Frauenbild und dann die Kämpfe den Männern gleich zu werden, zum Materiellen Status. Jedes Tier, jede Pflanze alle verhalten sich oder wachsen ein wenig anders, gehen andere Wege oder folgen einem Strom, nur künstlich erzeugtes ist fast 100% gleich, es entspricht einer Norm, ist normal. Berechenbare Menschen sind normal, normal ist eine gesellschaftliche Vorstellung die uns und unsere Welt kaputt macht.
Mir selbst bin ich untreu durch dieses verfluchte Normal. Dabei kann ich alles ändern, es ist doch variabel, ich kann es beeinflussen. Ich habe meinen Nutzen und meine Aufgabe, mein wahres Schicksal als Teil des Ganzen. Jeder kann etwas tun, wenn wir unser Wissen vereinigen und jeden selbst sein Schicksal finden lassen. Jeder sollte selbst sein loyaler Freund und Freundin sein um anderen Freund sein zu können. Es lohnt doch nicht über die schlechten Dinge zu schimpfen, wir müssen sie bekämpfen.“
Faust: „Komisch, über so was Ähnliches hab ich mir auch schon den Kopf zerbrochen, aber wir sind doch frei unser eignes Schicksal zu suchen. Viele wissen nur nicht recht was sie mit dieser Freiheit anfangen sollen, mich eingeschlossen. War es das was dich traurig machte?“
Frau: „Etwas in der Art.“
Faust: „Jedes Problem hat auch mindestens eine Lösung. Probleme sind wie Knoten zwischen Verstand und Wirklichkeit. Die Knoten die wir nicht lösen schmerzen, immer wieder tauchen sie in ähnlichen Situationen auf.
Das sind die Momente in denen du dich neu entscheiden kannst.
Der Knoten soll dich an das ungelöste Problem erinnern.“
Frau: „Vielleicht bin ich ja nicht normal, sondern verrückt und noch voller solcher Knoten, wie du sie nennst. Voller Zweifel ob ich das Richtige tue oder lasse. Ich möchte so sehr fest an mich selbst glauben und die nötigen Wege bis ans Ende gehen. Nie mich einfach anschließen, sondern skeptisch bleiben, mir selbst vertrauen und auf mein innerstes hören. Ich hör es nur nicht, ich hör nur was die andern sagen, die mich umgeben.
Wenn etwas meine Seele anspricht, dann nehm ich es in mir auf, um mein eigenes Denken und Fühlen in wahre Worte fassen zu können die ich nicht kenne. Ich darf nichts vorspielen was nicht mein Innerstes erfüllt, widerspiegelt und mich nicht mit Lebendigkeit erfüllt. Ich kann nicht mehr so tun als wäre ich die gute und normale für alle, aber ich schaffe es auch nicht mich vom einen auf den anderen Tag zu erkennen.
Wo sind meine Schwächen und dunklen Seiten, ich will sie erforschen mich mit ihnen vereinen, sie akzeptieren.“
Faust: „Man überspringt einen Abgrund nicht in 2 Sprüngen, besser man durchläuft ihn.“
Frau: „Es wird zeit für eine Versammlung der Mächte, für ein neues Wertgefühl. In dem jeder seinen Nutzen und die Aufgabe erkennt.
Heraus aus dem Dschungel gesellschaftlich eingeredeter Schuldgefühle, dem abwälzen der Schuldigkeit auf die vielen anderen anonymen Schafe oder den Staat den alten Schäfer, zu dem Platz in sich selbst aus dem nicht die Gier spricht. Geld hat keine Macht, wenn wir nicht daran glauben was uns vorgetäuscht wird durch halbe Meinungsfreiheit und beeinflussende Medienzensur mit einer Flut von belanglosen Informationen, können wir innerlich nicht gespalten werden. Ich sehe nur was ich Glaube. Weil soviel Erkenntnis aus der Summe des Ganzen geht. Wir Menschen haben unser Verantwortungsbewusstsein verloren, oder schränken es ein auf einen egoistischen Bereich, machen uns dadurch selber krank und zerstören unsern Lebensraum durch Besitzwahn. Und glücklich macht es doch nicht, nur Blind.“
Faust: „Ich sehe nur was ich glaube, muss ich mir merken. Das ist die Lösung der Blindheit, die uns umgebende vollkommen unreelle Traumwelt menschlicher Phantasie, erschafft die Illusion des Glaubens daran. Urlaubsziele auf der ganzen Welt die die selbe Illusion zeigen und der Mensch sich froh und fröhlich den Trieben folgend im Dreck suhlen kann, wenn er sich seinen Status erarbeitet hat. Natürlich ist der moderne Mensch geführt von einem in diese Zeit eingeborenen von der Illusion der Umwelt dressierten Verstand der gegen die Anfechtungen des so seins der Welt Immun zu sein scheint, eher glaubt er an Fabelwesen als an seine Natur. Hochkultur in der Verdummungsphase und mittendrin wächst ein Gegenstrom der ihrer Verblendung dumm erscheint, doch von Naturschauspielen unterstützt wird.“
Frau: „Das aus einem Affen so was krankes werden konnte wie der Mensch. Einpaar meiner Freunde gehören auch zu dem Gegenstrom. Sie haben diesem Leben den Rücken gekehrt und sind ausgewandert in den Regenwald um dort Naturvölker zu suchen die ihnen den wahren Sinn des Lebens zeigen. Es ist jetzt 5 Monate her und ich habe bis jetzt noch nichts von ihnen gehört. Auf diesem Platz hab ich sie das letzte mal gesehen, der Vater meiner Tochter war auch dabei, wir waren im Streit als er ging. Trotzdem hab ich ein Ritual daraus gemacht zu diesem Platz zu kommen und manchmal überkommen mich die Tränen.“
Faust: Während ich sie ansehe verfalle ich mehr und mehr dem Blick ihrer kastanienbraunen Augen der auch in mir traurige Erinnerungen weckt.
„In welchem Regenwald sind sie denn?“
Frau: „Es reicht! Ich will nicht mehr darüber reden und muss jetzt auch gehen. Tschüs.“
Faust: „Ahoi.“ Ich sehe sie entschwinden bis sie wieder im Häusermeer versinkt, obwohl das Geheimnis das ihr Weinen in mir erweckte nur wuchs anstatt sich aufzulösen.
Mephisto: Die Undurchsichtigkeit ist’s, die dich aber auch sie plagt.
Weiche nicht zurück und verzweifle, sondern suche in dir was sich hinter den Reihen verbirgt.
Faust: Ich stelle Anforderungen, will die Situation im ganzen verstehen.
Ist es das Mephisto?
Mephisto: Ganz recht, du verstehst sie nicht, weil du sie im ganzen verstehen willst und dabei nicht anerkennst was sie dir preisgab.
Dafür brauchst du nicht das Ganze, nicht das was du hören willst.
Faust: Hier sah sie ihren Freund das letzte mal, hier muss sie weinen, denn sie weiß nicht was aus ihm und seinen Freunden wart.
Als sie gingen die Freiheit zu suchen, war sie noch zu sehr an diese Welt gebunden, wohl auch durch ihr Kind.
Mephisto: Und wo ist nun der Teil den du nicht verstehst, deine Forderung die dich blendet?
Faust: Ich möchte wissen wo der Arm ist der mich hält, wo die Macht ist die ich gefangen nimmt! Wo ist die Leidenschaft die mich antreibt.
Ich versuche mich immer wieder an etwas zu binden, das gar nicht zu mir gehört, ich missachte wo ich bin. Manchmal denke ich zurück an Isis, es waren leidenschaftliche Momente mit ihr.
Jetzt wenn ich allein hier sitze und auf die von Menschen gefüllte Straße blicke, denke ich das ich mit mir allein wohl am besten klarkomme.
Ich habe mich verändert, ich bin gerne allein von denen da draußen und doch fehlt mir die Geborgenheit, jemand an den ich mich anlehnen kann, jemand der mir vertraut, das wohlige Haut an Haut Gefühl, das Gefühl alles sei richtig.
Ich suche die Momente in denen ich vertraue, in tiefer Ehrlichkeit sinnliche Blicke wechsele und einfach frei bin.
Aber ich bleibe wohl auf immer und ewig allein. Menschen die mir einen Teil ihres Lebens offenbaren sind wohltuend für mich und ich schließe ihre Geschichten in mir ein, ich schließe mich ein in mich.
Wem werde ich mich offenbaren, wieder und wieder? Wer bemängelt meine Fehler, die die ich zeige und die die ich nicht zeige?
Ich lerne, doch wann wend ich es an? Ich bin und ich bin nicht,
Glücklich, allein in der Masse.
Lieben ohne das Wort zu gebrauchen, welches nur die leere Hülse ist ohne das Gefühl der Verbundenheit, sehen wie alles ist, ohne es zu verändern, nur spüren wie es sich verändert.
Wie Menschen sind und wie sie sich zeigen, sind zwei Seiten einer Medaille, wie sie sich fühlen bleibt oft fremd und doch erkennbar in ihren Gesichtern, Haltungen und Taten.
Ja, ich habe immer noch angst meine Anerkennung zu verlieren wenn ich mich zeige, wenn ich kritisiere, wenn ich lobe.
Aus diesem Grund bleib ich still und warte auf den Moment da es vergeht, allein mit mir. Aber warum drängt es mich dazu mir Taten zu versprechen die ich nicht tue? Warum fühle ich mich danach schlechter als wäre ich auf Ablehnung gestoßen?
Mephisto: Du wünscht dir wohl eine Frau die all deine Kränkeleien heilt? Das blendet dich. Ist dieser Wunsch nicht dazu da dir Kraft zu geben auf dem Weg zu deiner Freiheit und nicht dazu sie jeden Moment zu erwarten um dich gerade ihr über dein Leiden zu offenbaren?
Denkst du sie will dein rumgeflenne hören? Und denkst du dein Leid offenbaren macht dich frei?
Faust: Nein, es würde mich nur trösten, aber es stimmt, so einen Mann will wohl keine Frau.
Mephisto: Na, war das die Antwort die du brauchtest oder die die du erwartet hast?
Faust: Nun gibt die Betrübtheit aber keine ruh, nur die Vernunft schafft neue Kraft und so brech’ ich erneut auf, meinen Weg durch die Straßen zu ziehen. Wenn ich auf diesen Pfaden wandle, so glaub ich fast ich stamme aus einer alten Zeit, der alte Glaube muss weiter in mir wachsen.
Ich erreiche meine Wohnung und in der Küche von Fliegen umringt, fällt mir ein Traum den ich unlängst hatte ins Gedächtnis. Die Fliegen wollten die Weltherrschaft und eine große Fliege sprach zu mir, während sie mir von Fliegen umschwärmte Hochhäuser und andere Bauwerke zeigte: „All das kann dir gehören.“ Plötzlich fand ich mich in einem Gewächshaus und sah mich um. Ein Arzt kam tückisch auf mich zu und rammte mir eine Spritze in den Hals. „In einer Stunde bist du Tot.“ Voll Wut würgte ich ihn und drückte ihn auf einen Tisch bis der Schlaf aus meinen Augen wich und ich mich wiederfand in meiner Zelle.
Es klingelt, man hab ich ein schreck gekriegt. Mein Gang führt mich zur Tür, vor der ein seltsam nervöser Mann steht.
Bauer: „Tag, mein Name ist Bauer.“
Faust: „Und ich brauche leider keinen Staubsauger!“ Ich will grad die Tür zuschmeißen als ich ihn lachen sehe.
Bauer: „Nein, nein, ich verkaufe keine Staubsauger, ich möchte sie was fragen über meine Schwester.“
Faust: „Ich kenn keine Frau Bauer oder nicht das ich mich erinnern könnt.“
Bauer: „Sie hieß nicht Bauer, das ist der Nachname meiner Frau, sie hieß Fickert, Maria Fickert.“
Faust: Mir bleibt der Mund offenstehen. „Kommen sie rein.“ Wir gehen in die Wohnstube und ich deute ihm sich zu setzen. Mein Weg führt erst ins Bad um mein Gesicht in kaltes Wasser zu tauchen. Meine Tür in die Vergangenheit hat mich wieder eingeholt.
Mephisto: Psychens Welt trifft auf die von Phantasie, seine Idee dich zu treffen und deine Erinnerung.
Faust: Ach, Isis, ihr Bruder, Isis oh Isis. Blicke ich zur Decke als wäre sie noch irgendwo zu finden, ich verlasse das Bad und setze mich zu ihm.
Bauer: „Mir spukten immer Fragen im Kopf rum, aber irgendwie traute ich mich nicht sie auszusprechen, bis jetzt. Bei so einem heiklen Thema.
Nach einigen Rescherschen fand ich die Adresse von Maries Freundin raus, aber irgendwie war da immer noch eine Barriere, bis ich meiner Frau nach einer Feier angetrunken meine Sorgen offenbarte. Eine Woche später war Denise plötzlich zum Essen da. Meine Frau hatte ihr alles erzählt, man war das peinlich.
Nachdem Denise mir viel über Marie erzählt hatte und sie nach einigen Treffen nichts neues mehr wusste riet sie mir mich mit ihnen zu treffen.
Und nun hab ich sie gefunden.“
Faust: „Die Frage ist doch auch ob sie bereit sind das zu hören, was ich ihnen über sie sagen kann. Ist es nur der Durst nach Antworten oder auch der Wille in ihre Welt einzutauchen? Was sind ihre wahren Motive?“
Bauer: „Ich verstehe nicht recht?“
Faust: Ich krame ein Foto aus dem Schrank, auf dem Isis in ein schwarzes Netz gehüllt auf einem thronartigen Stuhl sitzt, abstrakte Muster zieren die Wand hinter ihr. Herr Bauer betrachtet das Bild lange und ich sehe ihm an das er um Worte ringt.
Bauer: „Sie bildete sich ein, eine Göttin zu sein. Ich habe es schon von ihrer Freundin gehört.“
Faust: „Sie war eine Göttin, zu Fleisch geworden um auf diesem Planeten ihr Menschsein zu durchreisen. Ich werde es wohl nie fassen können warum sie zu mir kam um mich als letzten zu besuchen. Mich einen so bedeutungslosen Menschen auf diesem Planeten und trotzdem wollte sie zu mir und gab mir das Gefühl nicht nur irgendjemand zu sein.
Als ich sie das erste mal traf, lief ich wie jeden Tag, versunken in philosophischen Gedankengängen durch die Stadt, als etwas mich nach links über die Friedensbrücke drängte, ein Gefühl, ein Hauch. Als ich auf der Hälfte der Brücke war, traf mich ihr Blick, ich spürte das sie mich ansah ohne zu wissen woher. Nach ausgiebigen hin und her sehen, ohne jemanden zu entdecken, lehnte ich mich über die Brüstung und sah in die von Gleisen durchzogene Tiefe. Meine Gedanken standen still und der Straßenlärm schien wie eine Melodie mit dem Gesang des Windes.
Ich war gefesselt am Jetzt meine Sinne waren hellwach, eine halbe Stunde stand ich so dort, bis mir jemand auf die Schulter tippte. Ich sah mich um und spürte den gleichen Blick: „Willst du springen? Tus nicht,
ich hab dich erwählt mit mir zu kommen.“ Sie reichte mir ihre Hand Und wir setzten den Weg über die Brücke fort. „Ich wollte nicht springen.“ Sagte ich. „Ich hatte nur so ein seltsames Gefühl beobachtet zu werden, das klingt vielleicht blöd.“
„Ganz und gar nicht.“ Entgegnete sie. „Siehst du den Turm dort drüben, ich habe dich beobachtet aus dem kleinen Fenster dort oben, mich hat auch ein seltsames Gefühl dazu getrieben und als ich deine Reaktion sah. Wusste ich du bist es, der den ich mir gewünscht hab. Es ist Schicksal, der Weg der Wünsche. Unsere Schicksalsfäden haben sich verwoben, es fehlte nur noch der Moment in dem wir uns nahe genug kommen und über unsren Schatten springen. Ich konnte dich einfach nicht gehen lassen.“ Wir philosophierten den ganzen Weg und als sie mich nach meiner Adresse gefragt hatte verschwand sie in einem Hauseingang. Und mir wurde klarer das ich eigentlich gar nichts von ihr wusste, nicht mal ihren Namen, ob sie wirklich in diesem Eingang wohnt und ob ich sie je wiedersehe.
Wie belangloses Zeug erschien mir mein vergangenes Leben und mein Philosophiegeplapper über die Verbesserung der Welt. Ich versuchte in Gedanken ein Haus aus Worten zu bauen die ich ihr sagen wollte, wenn sie mich besucht.
Ach, genug für heute.“ Ich wische mir eine Träne aus dem Gesicht und geleite ihn zur Tür. „Ich muss erstmal darüber schlafen um verschwundene Erinnerungen zu finden und sie können sich ja mal über ihre Motive Gedanken machen, Tschüs.“ Er gibt mir die Hand.
Bauer: „Auf Wiedersehen.“
Faust: Ich schließe die Tür. Ist es richtig ihm alles zu erzählen? Schließlich ist er ja ihr Bruder, naja erwähnt hat sie ihn nie.
Nach einem ausgiebigen Abendbrot gehe ich zu Bett, doch der Schlaf will mich lange nicht holen, zu viele Gedanken und Bilder halten mich wach... Dunkel.
Das Licht des Morgens erfüllt den Raum und das morgendliche Ritual nimmt seinen Lauf. Ein neuer Traum erfüllte meinen Schlaf. Isis saß auf einem Sessel und las eine Geschichte aus einem staubigen Buch das auf ihrem Schoß lag, während ich in meinem Bett der Geschichte lauschte:
„Menschen, Haustiere der Götter.
Auf einer Wiese spielen die Frischlinge, so nennen die Götter die Kinder.
Götter sind Riesen aus der Sicht der Menschen, sie züchten Menschen um sie sich untertan zu machen, weil sie sich auf interessante Art selbst versorgen und auch die Riesen.
Sie lernten schnell den Ackerbau und bauten sich auch ihre Häuschen selbst.
Es ist schon eine Weile her das die Götter hier landeten, ihr bärtiger Anführer hatte seinen Thron auf einen Berg gebaut. Alle Riesen knieten vor ihm nieder. Den Mensch als Haustier nutzen war die Idee des Wissenschaftsgottes Prometheus, der die Intelligenz der Menschen im Umgang mit Feuer erforschte.“ Nun schlief ich ein und erwachte in der realen Welt. Was wollte dieser Traum mir sagen? Hatte der eine Jugendliche nicht letztes mal erzählt, dass wir in der Matrix leben. Ein seltsamer Film.
Mephisto: Sollte etwa mein Schöpfer ein bärtiger Riese auf einem Berg sein der vorm Computer sitzt?
Faust: Vielleicht ist er ein Wissenschaftler aus einer sehr viel komplexeren Welt und hat diese hier erschaffen um seine besser zu verstehen. Ein strategisches Simulationsspiel.
Mephisto: Und welche bunte Pille willst du schlucken Trueman?
Faust: Ja, ja, sehr komisch, was zeigt denn die Genforschung, Stammzellen aus denen alles werden kann nach dem Code der DNA, was zeigen die Atombausteine aus denen alles besteht? Nervenkabel für elektromagnetische Impulse.
Mephisto: Und was ist dein Bewusstsein?
Faust: Was ist mir denn schon Bewusst, das gemessene Licht der Augen, der gemessene Schall der Ohren, Nervenimpulse des Fühlens...
Mephisto: Genug, genug, da ist dir doch recht viel bewusst, mehr als manch anderen.
Faust: Aber was hat diese Bewusstheit für einen Sinn, wenn ich durch sie unzufrieden werde?
Mephisto: Vielleicht bist du ja der Auserwählte, das Werkzeug dieser höheren Welt, der einprogrammierten sich selbst erschaffenden Ureinstellung oder doch nur Dr. Faust im unendlichen Raum des künstlichen Computeruniversums?
Faust: Also wer mich als Auserwählten wählt der hat den falschen Posten, also wenn dann das Zweite. Was hatte der Junge noch gesagt? Das wir eine Mission spielen, um Punkte zu sammeln, die wir brauchen um stärker zu werden.
Ob wir aber nach einem tödlichen Ausgang die Situation wiederholen können ist _________________ Ich diene den Göttinen Phantasie und Psyche |
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