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Break-Even-Point, Grenzkosten, Grenzerlös
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Patrick_W
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Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 15:31:07    Titel: Break-Even-Point, Grenzkosten, Grenzerlös

Hallo zusammen,

bin gerade an der Vorbereitung für meine Abiturprüfung im Fach Wirtschaft und habe in meinem Buch eine Aufgabe gefunden, die mir unklar ist:

Ein Landwirt züchtet Ferkel. Dabei entstehen Fixkosten (z.B. Pacht, Gebäudeunterhaltung, Maschinen, ...) von 10€ pro Jahr und Ferkel.

a) Es entstehen variable Kosten von konstant 35€ pro Ferkel. Auf dem Ferkelmarkt erhält der Züchter pro Ferkel 50€. Berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-Even-Point) und geben Sie die Grenzkosten und den Grenzerlös für die erste produzierte Einheit, für die 100. Einheit und für die 1.000. Einheit an.

-> Ich finde schon die Einleitung verwirrend, da es heißt Fixkosten von 10€ pro Jahr und Ferkel - gleichzeitig aber variable Kosten von 35€ pro Ferkel entstehen... Ist die Aufgabe vielleicht falsch gestellt? Ich habe einfach eine Kostenfunktion aufgestellt nach K(x)=10+35x - also das "und Ferkel" einfach ignoriert. Diese habe ich mit der Gewinnkurve G(x)=50x geschnitten. Da kommt aber ein absurdes Ergebnis raus. Schnittpunkt ist (0,67/33,33). Dies würde ja bedeuten, dass der Break-Even-Point schon bei einem 2/3 Ferkel ist? Irgendwie absurd, oder?
Dann habe ich mir überlegt, dass die Gesamtkosten in diesem Schema linear sind und die Grenzkosten damit konstant bei 35€ liegen. Aber auch der Grenzerlös ist mir nicht ganz klar. Die Kosten sind in dieser Aufgabe doch stets geringer als der Erlös. Dann beträgt der Grenzerlös doch auch einfach 50€.
Naja... klingt für mich nicht korrekt - jedoch weiß ich auch nicht wie ich das anders rechnen kann.

b) Zur Vertiefung: Die variablen Kosten betragen für die ersten 400 Ferkel 35€, für jedes weitere Ferkel 30€ bis zu einer Zahl von insgesamt 800 Ferkeln. Ab dem 800. Ferkel steigen die Kosten pro Ferkel um 0,10€. Berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-Even-Point). Berechnen Sie die Grenzkosten und den Grenzerlös für die erste produzierte Einheit, für die 500. Einheit und für die 1.000. Einheit.

->Die Grenzkosten für die erste produzierte Einheit liegen bei 45€ (35€v+10€ (Fixkosten)), für die 500. Einheit bei 30€ und für die 1.000. Einheit bei 50€ (200*0,10€+30€). Das kann ich doch so bestimmen, oder? Der Grenzerlös ist mir auch hier unklar. Der Erlös pro Ferkel ändert sich doch gar nicht. Die Grenzkosten müssten sich doch konstant auf 50€ belaufen. Wie ich den Break-Even-Point berechne weiß ich hier auch nicht. Wie stelle ich denn mit den Werten eine Kostenfunktion auf?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Vielen Dank schonmal im Voraus.

Grüße

Patrick
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3496

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 15:38:13    Titel: Re: Break-Even-Point, Grenzkosten, Grenzerlös

Patrick_W hat folgendes geschrieben:
-> Ich finde schon die Einleitung verwirrend, da es heißt Fixkosten von 10€ pro Jahr und Ferkel - gleichzeitig aber variable Kosten von 35€ pro Ferkel entstehen... Ist die Aufgabe vielleicht falsch gestellt? Ich habe einfach eine Kostenfunktion aufgestellt nach K(x)=10+35x - also das "und Ferkel" einfach ignoriert. Diese habe ich mit der Gewinnkurve G(x)=50x geschnitten. Da kommt aber ein absurdes Ergebnis raus. Schnittpunkt ist (0,67/33,33). Dies würde ja bedeuten, dass der Break-Even-Point schon bei einem 2/3 Ferkel ist? Irgendwie absurd, oder?

Die Aufgabenstellung ist etwas nicht eindeutig (Fixkosten sind eben nicht pro Ferkel). Aber ansonten ist Dein Ergebnis nicht absurd: Bein einem Ferkel entstehen kosten von 35+10=45 und das ist weniger als der Erlös von 50, dh der Break-Even-Punkt liegt bei 1 Ferkel (Bruchteile lassen sich nicht züchten). Das mag nicht realistisch sein, aber absurd ist es nicht (man beachte, dass der Break-Even-Punkt bei 1 liegt und nicht bei 0, bei 0 entsehen [gegeben die modifizierte Aufgabenstellung] kosten von 35 und die Einnahmen sind 0, also ein Verlust). Bei wörtlicher Inpretation (also Fixkosten=0 und variable Kosten=45 pro Ferkel) ist der Break-Even-Punkt 0, denn dabei gilt Kosten=0=Erlöse.
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 19:38:00    Titel:

Grenzkosten: ableiten der Kostenfunktion nach x, oder welche Kosten
entstehen bei der Produktion der entsprechenden (letzten) Einheit, auch
wertmäßige Kosten- im Gegensatz dazu pagatorische Kosten (Kosten, die an den Auszahlungen gemessen werden
Grenzerlös: ableiten der Erlösfunktion nach x, welcher Erlös entsteht bei der
(letzten ) produzierten einheit

schon ein bisschen merkwürdig die Aufgabe
Patrick_W
Newbie
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Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 23:26:11    Titel:

Danke für eure Antworten!

Ich bin froh, dass ich nicht so ganz auf dem Holzweg war und das andere mit der Aufgabe auch nichts anfangen können...

Grüße

Patrick
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