Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

ARA und PRA oder doch nicht aktivieren?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> ARA und PRA oder doch nicht aktivieren?
 
Autor Nachricht
romakege
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 19:13:05    Titel: ARA und PRA oder doch nicht aktivieren?

Hallo,

wir haben letztens eine kleine Übungsaufgabe bekommen, bei der ich mir leider im Hinblick auf die Lösung nicht ganz sicher bin.

Frage:

Ein Handelsunternehmen erhält Waren unter Eigentumsvorbehalt des Herstellers geliefert. Die Rechnung wird das Handelsunternehmen erst im nächsten Geschäftsjahr bezahlen. Außerdem hat sie ihre Betriebs- und Geschäftsausstattung (Wert 100.000 €)ihrer Hausbank als Sicherheit für einen Kredit (Höhe 75.000 €) übereignet. Darf das Handelsunternehmen die genannten Posten aktivieren? Wenn ja, in welcher Höhe?


Zielt das auf die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bzw. Passiven Rechnungsabgrenzungsposten ab? Wird mit "aktivieren" lediglich die Erfassung in der Bilanz verstanden?

Verstehe nicht ganz, worauf der Dozent hinaus will.

Besten Dank für eure Tipps.

Gruß romakege
berniebaerchen
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 21:32:01    Titel:

Aktivieren heißt, ob es überhaupt in der Bilanz angesetzt werden darf,
auf der Aktivseite. (Die Alternative wäre als Aufwand verbuchen.)
Nächster Schritt wäre dann die Bewertung, dass heißt, in welcher Höhe darf bzw. muss der
aktivierungspflichtige Vermögensgegenstand angesetzt werden.
Ich glaube es geht hier um die wirtschaftliche und rechtliche Zugehörigkeit
(ähnlich wie beim Leasing), weniger bzw. gar nicht um RAP.
Rudi Carell
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 20.12.2007
Beiträge: 535

BeitragVerfasst am: 17 März 2009 - 23:09:46    Titel:

berniebaerchen hat folgendes geschrieben:
Aktivieren heißt, ob es überhaupt in der Bilanz angesetzt werden darf,
auf der Aktivseite. (Die Alternative wäre als Aufwand verbuchen.)
Nächster Schritt wäre dann die Bewertung, dass heißt, in welcher Höhe darf bzw. muss der
aktivierungspflichtige Vermögensgegenstand angesetzt werden.
Ich glaube es geht hier um die wirtschaftliche und rechtliche Zugehörigkeit
(ähnlich wie beim Leasing), weniger bzw. gar nicht um RAP.


Ja, das denke ich auch. Wobei der Hinsweis zum Zahlungszeitpunkt der Rechnung einen zunächst hellhörig macht. Very Happy

Das Sicherungsgut darf das Unternehmen weiterhin bei sich bilanzieren, das ist schonmal klar. Die Bank wird nur treuhändischer Eigentümer, kein Volleigentümer, daher bilanziert das UN (ähnlich wie beim Leasing, bei dem der Leasinggeber bilanziert, solange der LN das Leasinggut nicht länger als 90% der gewöhnlichen Nutzungsdauer least). Höhe: die vollen 100.000€. Die Höhe des Kredits ist hier irrelevant, es geht ja um die Bilanzierung der BGA.

Die Waren unter Eigentumsvorbehalt darf das UN eigentlich nicht bilanzieren, da sie erst mit der Bezahlung in das Eigentum desselben übergehen. Hier könnte es aber einen Haken geben, der mir nicht bekannt ist...

Soweit die Meinung eines Bankazubis kurz vor der Abschlussprüfung. Wink
aloa5
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 19 März 2009 - 13:52:09    Titel:

Rudi Carell hat folgendes geschrieben:
Die Waren unter Eigentumsvorbehalt darf das UN eigentlich nicht bilanzieren, da sie erst mit der Bezahlung in das Eigentum desselben übergehen. Hier könnte es aber einen Haken geben, der mir nicht bekannt ist...

Theorie und Praxis. Ich muss immer schmunzeln wenn ich solche Fragestellungen lese. Alle Welt (vom Buchhandel bis zum Flüssiggas) schreibt in die AGB "bleibt bis zur vollständigen Bezahlung unser Eigentum". Die möchte ich sehen welche den Warenbestand zum 31.12. um die Waren in den eigenen offenen Forderungs-Rechnungen kürzen würden und Lieferanten-AGB-abhängig auch noch um offene Eingangs-Rechnungen (und diese auch noch korrelieren).

Für die BGB-Theorie:
Eigentumsvorbehalt


Grüße
ALOA
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> ARA und PRA oder doch nicht aktivieren?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum