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Wo liegen die Stärken eines BWLers?
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Morloch
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Anmeldungsdatum: 26.02.2009
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 11:36:18    Titel: Wo liegen die Stärken eines BWLers?

Hi,

ich wollte mal eure Meinung befragen.

Die Hochschulausbildung eines BWLers ist ja sehr breit und erfordert viel Flexibilität. Da wären zum Einen Fächer, die man stupide auswendig lernt und andere, wo man mit auswendig lernen nicht bestehen kann. Andere wiederum verlangen, dass man in den gesetzlichen Grundlagen schmökert.

Ein BWLer kann viele Sachen, aber irgendwo nichts davon richtig. Nehmen wir die mathelastigen/quantitativen Jobs. Wenn explizit jemand mit quantitativer Ausrichtung gefragt ist, wird dem BWLer ein Mathematiker klar den Rang ablaufen.

Im Bereich Rechnungswesen wird sehr viel mit Gesetzen gearbeitet. Ein Jurist kann sowas sehr viel besser und hat - meiner Meinung nach - weniger Probleme dass buchungstechnische anzueignen, als ein BWLer, Routine beim Arbeiten mit Gesetzen zu bekommen.

Versteht ihr, was ich meine? Für fast jeden Bereich der BWL gibt es einen Studiengang, der durch seine Spezialisierung wohl besser im jeweiligen Berufszweig geeignet wäre. Wo liegen also die Stärken der BWLer?

Eine andere Frage, die mich beschäftigt, ist: warum denken so viele, BWL sei einfach? Sind diese Menschen wütend, weil sie den Studiengang nicht geschafft haben und verbreiten Lügen aus Schadenfreude oder woher kommt der Mythos? Es mag zwar eine Menge Hochschule geben, die mit bloßem Auswendiglernen schaffbar sind, aber sowas sollte sich ja auch nicht Hochschule schimpfen. BWL ist definitiv nicht einfach, allein durch die Tatsache, dass man ein Allrounder sein muss und nicht NUR gut in Mathe sein muss oder NUR gut mit Gesetzen arbeiten soll und nicht NUR gut im Auswendiglernen sein. Man muss als BWLer sehr flexibel sein. Da sind andere Studiengänge meiner Meinung nach einfacher, da man sich auf eine gewisse "Richtung" beschränkt. So ist in Mathe nur logisches Denken von Nöten. Mehr braucht es nicht (keine Sorge, ich weiß, dass ein Mathestudium sehr schwer ist!). Nach Anfangsschwierigkeiten hat man sich daran gewöhnt und weiß, wie man das angehen muss, aber bei BWL sind die Fächer so verschieden, dass man immer wieder anders lernen muss.

Lasst mal eure Meinung dazu hören Wink
snoop2day
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Anmeldungsdatum: 13.04.2008
Beiträge: 789
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 11:53:40    Titel: Re: Wo liegen die Stärken eines BWLers?

Morloch hat folgendes geschrieben:

Versteht ihr, was ich meine? Für fast jeden Bereich der BWL gibt es einen Studiengang, der durch seine Spezialisierung wohl besser im jeweiligen Berufszweig geeignet wäre. Wo liegen also die Stärken der BWLer?


Wenn du so fragst: An der Schnittstelle zuarbeiten

Morloch hat folgendes geschrieben:

Eine andere Frage, die mich beschäftigt, ist: warum denken so viele, BWL sei einfach?


Hohe Zahl an Studenten, Häufige Wahl für Leute die "irgendwas studieren wollen"?
Soll jetzt nicht abwertend klingen, aber viele sind mir mit der Einstellung begegnet.
just_phil
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beiträge: 1007

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 11:59:07    Titel:

hm, schwer zu sagen, vermutlich werden das auch nur diejenigen wissen können, die selbst bwl studieren, ich gehöre nicht dazu. ich glaube, später zählt bei den bwl'ern nicht unbedingt, fundierte kenntnise einer ganz bestimmten sparte des unternehmens zu haben, sondern eher, den überblick über das "große ganze" (was andere abteilungen wie die IT vielleicht nicht haben) zu behalten und dahingehend zu steuern. vielleicht können bwl'er eben zusammenhänge gut verknüpfen, aber das sind wie gesagt alles nur mutmaßungen, also rein subjektiv, wie ich es mir vorstelle. ich glaube übrigens, dass man in wirklich jedem studienfach logisch denken können muss, das ist längst nicht nur auf mathe und naturwissenschaften bezogen.
ob ein bwl-studium jetzt leicht oder schwer ist, kann man pauschal eh nicht sagen, hängt immer vom einzelnen ab, bei mir wäre für bwl kein sonderliches interesse vorhanden, von daher würde ich mich wohl schwertun damit. Smile soll einfach jeder studieren, was er will, und gut ist.
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1429

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 11:59:53    Titel:

Morloch hat folgendes geschrieben:

Im Bereich Rechnungswesen wird sehr viel mit Gesetzen gearbeitet. Ein Jurist kann sowas sehr viel besser und hat - meiner Meinung nach - weniger Probleme dass buchungstechnische anzueignen, als ein BWLer, Routine beim Arbeiten mit Gesetzen zu bekommen.

Das sehe ich anders.
Ein Jurist wird betriebswirtschaftliche Zusammenhänge nicht interpretieren können, und nur mit dem Gesetz kommt man eben nicht weit.
Darum ist Steuerrecht ja auch eine Disziplin der BWLer und nicht der Juristen.

Morloch hat folgendes geschrieben:

Versteht ihr, was ich meine? Für fast jeden Bereich der BWL gibt es einen Studiengang, der durch seine Spezialisierung wohl besser im jeweiligen Berufszweig geeignet wäre. Wo liegen also die Stärken der BWLer?

Die Stärke des BWLer liegt darin, viele Fähigkeiten mitzubringen, welche es in dieser Zusammenstellung bei kaum einem anderen Fach gibt und zusätzlich den wirtschaftlichen Hintergrund zu besitzen, in dem er diese Fähigkeiten auch anwenden kann.

Morloch hat folgendes geschrieben:

Eine andere Frage, die mich beschäftigt, ist: warum denken so viele, BWL sei einfach? Sind diese Menschen wütend, weil sie den Studiengang nicht geschafft haben und verbreiten Lügen aus Schadenfreude oder woher kommt der Mythos?

Das liegt meiner Meinung vor allem am Unverständnis, worum es in der BWL wirklich geht.
In der Schule hatte man das ganze eher spärlich, wohingegen jeder etwas mit Naturwissenschaften anfangen kann und zumindest ein Vorstellung hat, wie ein Physikstudium, Mathe, etc. aussehen wird. Eine solche klare Vorstellung hat man von BWL als Außenstehender gewöhnlich nicht.
Hinzu kommt, dass vieles weniger greifbar ist, als in anderen quantitativen Bereichen. Vieles Bedarf einer Interpretation, eine einfache klare Schlussfolgerung aus einem Sachverhalt ist selten möglich. Nicht umsonst ist die BWL ja auch eine Entscheidungslehre unter Unsicherheit. Es geht nicht darum 100%ige Lösungen zu finden, sondern das beste aus dem Gegebenen zu machen. Hieraus resultiert auch das Vorurteil des "Schwafelfachs", vieles muss eben auch abgewogen und erörtert werden. Eine solche Denkweise ist gerade Naturwissenschaftlern oft fremd, dort gibt es klarere Strukturen und Schlussfolgerungen.
Arakiel
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Anmeldungsdatum: 06.01.2008
Beiträge: 106
Wohnort: Vaihingen/Enz

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 13:22:28    Titel:

Zitat:
Morloch hat folgendes geschrieben:

Eine andere Frage, die mich beschäftigt, ist: warum denken so viele, BWL sei einfach? Sind diese Menschen wütend, weil sie den Studiengang nicht geschafft haben und verbreiten Lügen aus Schadenfreude oder woher kommt der Mythos?


ich denke, dass viele bwl als einfaches studium ansehen weil man keine spezielles talent aus der schule braucht.
Zumindest nicht offensichtlich. für die MINT-Studiengänge ist klar, dass man in der schule in mathe und den natuwissenschaften gut sein sollte, für jura sollte man in deutsch mind. gut mitbringen, bei den sprachen ist es noch offensichtlicher und bei medizin psychologie und comuss man generell super noten haben.

Bei BWL und den medienstudiengängen wird man selten hören, dass man in dem und dem studienfach super noten haben muss, damit einem das studium gelingt. Hinzu kommt noch das schlechte image der "leichten" vertiefungen, wie marketing. Die meisten wissen nicht was marketing wirklich ist und sehen nur wie überlassen die branche ist und dass eben viele, die wirklich bwl nur studieren damit sie studiert haben, wählen.
michael.wi
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 14:04:43    Titel:

lso ich kenne die vorurteile "bwl = leichtes studium" auch. das kommt aber überwiegend von medizinern, pharmazeuten, mathematikern, physikern.

gleichzeitig geben diese leute aber zu, dass sie nichts von wirtschaft verstehen und zeigen sich generell auch desinteressiert, was das thema betrifft. oft ist da nur das bild des poloträgers, der nur feiert und "bwl studiert" vorhanden und die denken danach, dass derjenige ja nicht grad die große geistige leuchte ist - aber das studium anscheinend schafft.

was die schwierigkeit des studiums betrifft: ich kann z.B. nicht die these vertreten, die hier oft im forum verbreitet wird/wurde, dass vwl viel anspruchsvoller als bwl ist. der ansatz ist anders ja, aber in den fächern wie finanzierung/controlling/steuern/rechnungswesen kriegst du auch nichts geschenkt; auch produktion kann sehr mathematisch werden.

dass ein bwler deshalb der große generalist ist, das kann ich von meiner ausbildung her wohl eher nicht behaupten. privatrecht muss eben geschrieben werden, das heißt aber nicht, dass man der große gesetzesreiter ist. in steuern und wirtschaftsprüfung braucht man zwar die gesetze, die arbeit ist jedoch nie so intensiv wie juristen das tun.

in der hinsicht verwundert mich auch der threadsteller etwas, weil er jedem eine kompetenz zuschreibt, nur dem betriebswirt nicht. der jurist könnte die gesetze, der mathematiker die mathematischen modelle und methoden, aber was kann der betriebswirt?

dafür würde ich mal berufe-net um rat fragen. da steht eine genaue kompetenzbeschreibung. aber auch schon aus der bezeichnung "betriebswirt" könnte hervorgehen, was die kompetenzen von einem betriebswirtschaftslehre-studenten sind.
surfkatrina
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Anmeldungsdatum: 07.04.2008
Beiträge: 215

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 14:51:10    Titel:

Ich finde, dass auch gerade der Master bei BWL entscheidend ist...
Damit spezialisiert man sich ja schon irgendwie...
Das gute an BWL ist, dass wirklich fast überall gute BWLer gebraucht werden.
absolvieren
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Anmeldungsdatum: 27.10.2008
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 22:08:57    Titel: ?

nteressante Diskussion über Bwler und Juristentätigkeit bzw. über Stärken hier Stärken da.

nun ja, man kann daran sehen das die Einführung des Abschlusses Dipl. Wirtschaftsjurist (fh) neu LL.B. (fh / Uni) doch nicht so schlecht war und die Fhs garnicht so falsch gelegen haben, oder ?
11.11
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Anmeldungsdatum: 26.01.2009
Beiträge: 639

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 22:13:59    Titel:

BWLer, die Götter in schwarz !
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1232

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 22:55:57    Titel:

Zitat:
Eine andere Frage, die mich beschäftigt, ist: warum denken so viele, BWL sei einfach? Sind diese Menschen wütend, weil sie den Studiengang nicht geschafft haben und verbreiten Lügen aus Schadenfreude oder woher kommt der Mythos? Es mag zwar eine Menge Hochschule geben, die mit bloßem Auswendiglernen schaffbar sind, aber sowas sollte sich ja auch nicht Hochschule schimpfen. BWL ist definitiv nicht einfach, allein durch die Tatsache, dass man ein Allrounder sein muss und nicht NUR gut in Mathe sein muss oder NUR gut mit Gesetzen arbeiten soll und nicht NUR gut im Auswendiglernen sein.


Ich studiere Wirtschaftsmathematik und habe einige Vorlesungen bis zum Ende des Studium gemeinsam mit den Bwler, mein Bruder studiert Wirtschaftsingenieurwesen und ein guter Wohnheimskollege Wirtschaftschemie.

Irgendwie haben wir alle eins gemeinsam. Für die BWl Vorlesungen zu Beginn des Studiums beginnen wir einige Tage vorher an zu lernen und schaffen die Klausur. Vielleicht liegt uns einfach das Fach.

Ich habe ausßerdem noch niemanden gesehen, der nicht Auswendiglernen konnte. Und seit wann müssen BWler gut in Mathe. Jeder 2 klassige FH Ingenieur macht mehr Mathe.
Kommt aber darauf an wie man das Niveau setzt. Für manche ist der Mathe LK eines Gymis "harte" Mathematik.

Ansonsten ist es doch egal ob BWl schwierig ist oder nicht. Ich finde es deutlich angenehmer als Mathe, weil ich oder der Mensch allgemeiner lieber in einer Sprache lernt als nur in Formeln.

By the way, was braucht man fürs Mathestudium und Physikstudium:
Kreativität um selber Beweise aus dem nichts zu erschaffen
logisches, struktuelles Denken
Konzentrationsfähigkeit
Phantasie
Fähigkeit mehrere Schritte im voraus zu denken und mathematische Intuition
Erfahrung, also Übung
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