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Genaue Auslegung BGB §1953
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Konrado
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Anmeldungsdatum: 23.03.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 20:01:28    Titel: Genaue Auslegung BGB §1953

Folgende Frage zur Auslegung BGB §1953.
1 Erblasser hinterläßt 2 Söhne und kein Testament.
Die Söhne haben wiederum 2 und 4 Kinder.
1 Sohn will ausschlagen nach BGB §1953 damit seine kinder an seine Stelle kommen.
So wird es auch scheinbar vom Nachlaßgericht geregelt und wurde mir auch so gesagt.
Wieso steht bei §1953 Absatz 2
Die Erbschaft fällt demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte; der Anfall gilt als mit dem Erbfall erfolgt.
Wenn jemand nicht gelebt hat kann er eigentlich auch keine Nachkommen haben.
Nach meinem wissen ist das das einzigemal wo von nicht gelebt geschrieben wird.
In allen anderen § des BGB (Erbschaftrecht) wird entweder vor dem Erfall verstorben oder nur verstorben gesprochen.Eine Nachfrage bei Nachlaßgericht mit diesem Hinweis (nicht gelebt) auf die Erbfolge war plötzlich eine grosse Unsicherheit da.
Gibt es genaueres Wissen oder Urteile über so einen Fall.
Ich muß wissen ob bei Ausschlagung tatsächlich zu 100% die Kinder des einen Sohnes begünstigen oder ob Möglicherweise das gesamte Erbe an den anderen sohn geht.
Wer kann etwas dazu sagen.
Danke im voraus.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 07:22:54    Titel:

Du musst genau lesen: Die Erbschaft fällt demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte.

Das bedeutet: Wenn A stirbt und einen Sohn B hinterlässt, dann bewirkt die Ausschlagung des B, dass dieser als nicht existent behandelt wird und stattdessen seine Kinder erben (Eintrittsprinzip, § 1924 III BGB).

Du musst den Fall dann also in Gedanken so lesesn: A stirbt, sein Sohn B ist vor ihm gestorben und hinterlässt seine Kinder C und D. Diese erben gemäß §§ 1922 I, 1924 I, III, IV BGB.


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 24 März 2009 - 08:14:47, insgesamt einmal bearbeitet
Konrado
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Anmeldungsdatum: 23.03.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 08:03:23    Titel:

Danke für die Antwort nur habe ich Probleme damit das ja 2 Söhne vorhanden sind.
Also A stirbt und hinterläßt Sohn B und Sohn C
Sohn C schlägt aus.
Er hat 2 kinder D und E. Treten dann D und E an die Stelle von C oder geht alles auf B über.
Bitte es nochmal so prüfen.
Danke ich bin halt sehr unsicher.
Marina85
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 08:13:45    Titel:

Eintrittsprinzip, § 1924 III BGB: An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (Erbfolge nach Stämmen).

D.h. sofern nur B und C als Erben vorhanden sind (und keine Ehefrau), erben im Falle einer Ausschlagung des B dessen Nachkömmlinge 1/2 (zu gleichen Teilen, § 1924 IV BGB) und der C zu 1/2.
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