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Durchgefallen
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§§reiter08
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 92
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 20:26:10    Titel: Durchgefallen

Ich bin trostlos.. hab heut meine StrafR AT Klausur abgeholt: 3 Punkte, durchgefallen Crying or Very sad

Könnt ihr mir sagen, wieviel ihr für eure Anfägerklausuren gelernt habt? Vllt liegts einfach daran, dass ich zu wenig tue..
Bei der BGB-AT Klausur hatte ich das Glück dass meine AG-Leiterin auch mein Korrektor war, da hatte ich 9 Punkte, aber die darf mich ja auch nicht benoten wie sie lustig ist, die muss das ja auch begründen wenn sie mir ne gute Note gibt, also war die Klausur auch wirklich gut.. oder hab ich doch mehr Glück als Verstand und bin in Wirklichkeit zu blöd für Jura?
Wieviel Spielraum haben Korrektoren? Sind Unterschiede von vielleicht 6 Punkten von Korrektor zu Korrektor möglich? Hat meine AG-Leiterin mir vllt einfach ne Kuschelnote gegeben? Aber das dürfte sie doch nicht, wie seht ihr das?
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:02:46    Titel:

Eher unwahrscheinlich, dass deine AG-Leiterin dir eine Kuschelnote gegeben hat. Zwar sind Bewertungen natürlich zum Teil recht subjektiv, was auch ganz normal ist (oftmals ist es durchaus möglich, dass der eine etwas als Fehler ansieht, was den anderen nicht weiter stört), aber von der Tendenz her wird eine Klausur, für die man 9 Punkte bekommen hat, nicht schlecht sein. Ein anderer Korrektor hätte vielleicht 8 Punkte gegeben, ein anderer vielleicht auch 11, aber von der Tendenz her dürfte die Klausur schon um den 9-Punkte-Dreh liegen.

Ich würde mir über das Durchfallen auch keine zu großen Gedanken machen... gerade am Anfang kann das schnell mal passieren, weil man sich an die ganze Arbeitsweise (Gutachtenstil etc.) erstmal gewöhnen muss; viele müssen sich auch erstmal umstellen, weil sie es von der Schule her gewöhnt sind, ohne nennenswertes Lernen gute Noten zu bekommen.
Nur weil man einmal durchfällt, heißt das keineswegs, dass man für Jura zu blöd wäre... fast jeder fällt irgendwann mal irgendwo durch, auch die Leute, die nachher ein Prädikatsexamen schaffen.

3 Punkte heißt ja auch, dass du nicht weit vom Bestehen entfernt warst... woran hat es denn der Korrektur zufolge gelegen? An der Umsetzung des Gutachtenstils, am mangelnden materiellen Wissen oder einfach an einem Brett vor dem Kopf in der Klausur?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:23:31    Titel:

Man müßte mal einen Blick auf die gesamte Klausur werfen Smile

Dann kann man sich schon eher eine Meinung darüber bilden, ob das, was in deiner Klausur steht, vertretbar ist oder nicht. Jedenfalls kann man dann aus den (ggfls. vorliegenden) Fehlern lernen.

Eine Remonstration würde sich wohl lohnen, wenn sich auch nach gründlicher Durchsicht erhebliche Zweifel an der Benotung ergeben. Dann aber sachlich begründet und vor allen Dingen freundlich. Wenns nicht klappt, muss man die Dinge auch irgenndwie sportlich sehen. (was natürlich zunächst einmal schwer ist)



(Bei Interesse mal http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv084034.html = BVerfGE 84, 34 durchlesen)


Zuletzt bearbeitet von hani125 am 24 März 2009 - 21:33:37, insgesamt einmal bearbeitet
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:31:28    Titel:

Zitat:
Sind Unterschiede von vielleicht 6 Punkten von Korrektor zu Korrektor möglich?


Ähm...schon mal daran gedacht, dass der Punkteunterschied nichts mit dem Korrektor zu tun hat, sondern mit der unterschiedlichen Veranstaltung?
§§reiter08
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 92
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:31:33    Titel:

Nun gut, bei mir hat eine ganze Reihe wichtiger Dinge gefehlt, das hab ich schon beim Vergleichen mit der Lösungsskizze gemerkt.
Beim Notstand hätte ich zB ne Dauergefahr annehmen müssen, stattdessen hab ich den Punkt Gefahr übergangen und nach oben auf die Notwehrprüfung verweisend einfach die Gegenwärtigkeit verneint (hätte ich mich vorher intensiver mit dem Notstand befasst, hätte ich gewusst dass die Ggnwärtigkeit da wohl anders definiert ist als bei der Notwehr..),
dann bin ich nicht auf die §§ 228 und 904 BGB eingegangen, den 127 StPO hätte ich prüfen sollen (was ich nicht ganz ok finde, weil in der Aufgabenstellung drinstand, dass der Sachverhalt nach dem StGB zu prüfen ist und weil auch der Prof den 227 nur einmal kurz in der Vorlesung angeschnitten hatte, eigentlich dumm von mir, denn der wäre wohl auch einschlägig gewesen..)
Insgesamt hätte ich die Sachen ausführlicher problematisieren müssen. Vieles war einfach zu knapp bei mir, war auch viel zu früh fertig, was mir auch etwas unheimlich vorkam..
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:37:13    Titel:

wenn nur stgb, warum prüfst du dann bgb? Wink
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 21:52:22    Titel:

Mit dem Bearbeitervermerk war wahrscheinlich nur gemeint, dass du die Strafbarkeit nach dem StGB prüfen, also nur Straftatbestände des StGB (und nicht z.B. in anderen Gesetzen enthaltene Straftatbestände) in Betracht ziehen solltest.

Nicht gemeint war aber, dass auch keine Rechtfertigungsnormen aus anderen Gesetzen in Betracht kommen.

Aber wie gesagt... nur weil du in einer Klausur durchgefallen bist, sagt das noch lange nicht, dass du irgendwie ungeeignet für Jura wärst, zumal du ja im BGB eine gute Note erreicht hast.
Deine Fehler klingen auch nach typischen Anfängerfehlern (einfach nicht alles in Betracht gezogen, was man hätte prüfen müssen)... das gibt sich mit der Zeit. Beim nächsten Mal wirst du sicher schon einiges daraus gelernt haben. Jura zu erlernen dauert eben seine Zeit... also mach dir nichts draus, das geht vielen so (ich war als kleines Zweitsemester auch mal ungeheuer frustriert, weil ich mir so viel Mühe mit einer Hausarbeit gegeben hatte und dann doch nur 2 Punkte bekommen hatte... mein Examen war nachher trotzdem ganz gut).
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 März 2009 - 22:14:25    Titel:

Allgemein gesagt: Es ist bei vielen im 1. Semester so, dass sie in den Klausuren durchfallen, weil sie entweder den Gutachtenstil noch nicht beherrschen oder eben die Schwerpunktsetzung. Das ist alles eine Übungssache und heißt keinesfalls, dass du ungeeignet für Jura bist.
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