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Kapitalwert modifiziert ohne Wiederanlage ?
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SchnuggiPotsdam
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Anmeldungsdatum: 28.03.2009
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 12:59:22    Titel: Kapitalwert modifiziert ohne Wiederanlage ?

Hallo,
ich schreibe gerade meine Diplomarbeit mit dem Thema Wirtschaftlichkeit von geothermischen Anlagen.

Ich will dies mit der Kapitalwertmethode bestimmen. Nun ist es ja so, dass ich jede Periode Einsparungen durch die Anlage erziele, die aber "relativ" gering sind und somit möchte ich die Methode soweit modifizieren, dass ich den eingesparten Betrag von meinem gesamten Wärmebdarf nich wieder zum Kalkulationszinssatz anlegen möchte, sondern garnicht anlege, also null Verzinsung.

Kann ich das grundsätzlich machen und diese Überlegung sinnvoll?

Mich stört halt der vollkommene Kapitalmarkt, weil das ist ja unrealistisch...

Bin auf eure Antworten gespannt...

Danke

FutzliFu
SchnuggiPotsdam
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Anmeldungsdatum: 28.03.2009
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 14:06:54    Titel:

hmm. wahrscheinlich iss die frage etwas blöd gestellt ... ich sollte mir das glaub ich noch einmal durch den kopf gehen lassen Wink
HappyDigit
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 249

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 14:26:36    Titel: Re: Kapitalwert modifiziert ohne Wiederanlage ?

SchnuggiPotsdam hat folgendes geschrieben:
Hallo,
Kann ich das grundsätzlich machen und diese Überlegung sinnvoll?


Grundsätzlich machen kann man das mit Sicherheit. Ob es sinnvoll ist, hängt meiner Meinung nach aber auch davon ab, in welcher Relation die beträge zueinander stehen. Wenn der Zinseffekt so gering ist, wie ich es aus deiner Einleitung rauslese, wird es sicherlich auch reichen, nur die aufsummierten Ersparnisse anzurechnen.

Ich denke, es wäre am einfachsten mal verschiedene Rechnungen mit Excel durchzuspielen und dann zu gucken, wie sehr sich das Ergebnis ändert, um dann zu entscheiden, ob du mit 0% Zinsen rechnest oder mit einem vollkommenen Kapitalmarkt oder mit einer Mischung (zB die monatliche Ersparnis aufs Jahr aufsummieren und nur jährlich verzinsen, ist zumindest weniger klein-klein-rechnerei).

Hoffe ich konnte zumindest etwas helfen mit meinen 10cent Wink
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 18:58:09    Titel:

Wieso mußt du dich denn auf dem vollkomenen Kapitalmarkt bewegen?
HappyDigit
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 249

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 11:42:00    Titel:

Die Kapitalwertmethode basiert nun mal auf der Annahme eines vollkommmenen Kapitalmarktes, deswegen ist die Frage berechtigt.
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 11:55:21    Titel:

Die Kapitalwertmethode basiert nicht auf der Annahme des vollkommenen
Kapitalmarktes. Das ist Unsinn.
HappyDigit
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 249

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 12:10:10    Titel:

Auch wenn man es netter formulieren kann, als du das machst, hast du recht. Hab mich geirrt. Vollkommener Kapitalmarkt ist nicht Basis für Kapitalwertmethode.

Allerdings ist es gängige Praxis, dass man für den Kapitalwertmethode verwendet, da Unternehmen meist einen einheitlichen Kalkulationszinssatz verwenden, der die Kapitalkosten darstellt. Oder gibt es gegen die Annahme auch etwas einzuwenden?
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 12:18:52    Titel:

Entschuldigung, mir ist in der Zwischenzeit auch gerade eingefallen,
dass ich da anfangs auch darauf reingefallen bin.
Und zwar habe ich auf einem Seminar zur Unternehmensbewertung
behauptet, das Ertragswertverfahren funktioniere nur auf einem
vollkommenen Kapitalmarkt. Da bin auch bei geblieben, und habe
noch gesagt, das wüßte ich 100%. Nachher war mir das auch so peinlich.
berniebaerchen
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 12:27:54    Titel:

Allerdings ist die Kapitalwertmethode auf einem unvollkommenen
Kapitalmarkt schwer zu handhaben. Ich rechne immer mit dem
Vermögensendwert, anstatt abzuzinsen auf den Zeitpunkt t=0
zinse ich immer auf auf den Endzeitpunkt.
SchnuggiPotsdam
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Anmeldungsdatum: 28.03.2009
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 13:28:52    Titel:

Vielen Dank für die rege Diskussion. Ich stehe zwar noch am Anfang meiner Arbeit, aber habe mir schon folgende Gedanken gemacht:

Ich werde die KW-Methode und deren Derivate, also Annuitäten und Zinsfußmethode auswählen um das Modell zu entwickeln. VOFI scheidet ja aus, iss ja eher was für größere Investitionsprojekte gewerblicher Art.

Nun nehmen wir mal an, dass eine Anlage 10.000 Euro kostet.
Folgende Szenarien stelle ich mir vor:

1) Ich kann 10.000 Euro in t=0 fest anlegen zu einem Zinssatz von 3 %.

2) Ich investiere 5000 Euro aus Eigenkapital und 5000 aus Fremdkapital (zinsgünstiger Kredit KfW meist so um die 1,5 %)

3) Ich finanziere komplett über Darlehen.

Laufzeit wäre 20 Jahre. Laufende Zahlungen wie Tilgung, Zinsen und Betriebskosten werden über die Einsparungen (=Einzahlungen) finanziert. Der Rest, welcher in jeder Periode übrig bleibt, wird zu einem niedrigeren Zinssatz angelegt, meinetwegen 0,5 % Girokonto...

Sind diese Überlegungen realistisch oder habe ich bereits hier Denkfehler?

Vielen Dank für eure Antworten

Schnuggi Rolling Eyes
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