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Nach dem Studium....verschiedene Fragen
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BWL1984
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 18:46:58    Titel: Nach dem Studium....verschiedene Fragen

Hallo zusammen,

ich studiere zur Zeit BWL im 3.Semester an einer FH in NRW und habe einige Fragen zu der Zeit nach dem Studium. Ich hoffe es lesen hier auch Leute mit die bereits fest im Berufsleben stehen und hier Ihre Erfahrungen und Meinungen abgeben.

Noch ein paar ergänzende Anagaben zu meinem Lebenslauf:
Vollabitur -> Auabildung Bankkaufmann-> Bwl Studium Bachelor (aktuell)

1. Wie wichtig sind Praktika während des Studiums hinsichtlich Jonchancen nach dem Studium?Wird da sehr drauf geachtet oder kann ich mir das sparen, da ich ja bereits praktische Erfahrung durch meine Ausbildung gesammelt habe?

2. Die gleiche Frage stellt sich mir zu Auslandssemestern

3. Ich möchte definitiv in naher Umgebung meiner Heimatstadt bleiben.
Wie realistisch ist dieser Wunsch?Oder muss ich mich definitiv drauf einstellen, wenn man in der heutigen Zeit überhaupt einen Job finden will, dass man evtl. sogar bundesweit flexibel sein muss?(Zur Info: Wohne in einer Großstadt in NRW)

4. Welche Intensvierungslurse sind zu bevorzugen (auch hinsichtlich der Frage 4)? Wo sind die größten Jobchancen?
Habe für mich selbst eigentlich Controlling in erwägung gezogen.

Allgemein bin ich jetzt nicht der Typ der Job und Geld über alles stellt.
Ich lege wie oben bereits gesagt auch wert darauf,dass ich in meiner Heimatstadt bleiben kann und einen rel. normal bezahlten Job im Verhältnis zu meiner (aus)-Bildung bekomme. Habe vor kurzem hier etwas über Aldi Bezirksleiter gelesen die in den ersten Jahren schon weit über 60.000 Euro / Jahr verdienen aber auch dementsprechend 60 - 70 Std. Wochen haben. Das wäre überhaut nichts für mich (nur so als Info Very Happy )

So freue mich über möglichst rege Beteiligung
TVU*55
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Anmeldungsdatum: 03.05.2008
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 19:21:06    Titel:

Zu 1:

Praktika sind extrem wichtig. Sind das mitunter wichtigste Qualifizierungsmerkmal, warum ein Unternehmen überhaupt bereit sollte, dich einzustellen nach dem Studium. Konkrete Berufserfahrung ist ein wichtiger Pluspunkt gegenüber anderen Mitbewerbern am Markt.

Denke nicht daran, dass deine Ausbildung dir Pluspunkte bringen wird. Ich bin selber Bankkaufmann - und mal ehrlich: Was man in dem Beruf macht, ist nichts was geistige Höhenflüge verlangt - was ich damit sagen will: Die Berufserfahrung auf dem Level Bankkaufmann bringt rein gar nichts für Jobs, die Du nach dem Studium anstrebtst - Praktika sind ebenso wichtig für dich dich wie für jeden anderen.

Zu 2: Ebenfalls sehr wichtig in meinen Augen. 1 Semester Ausland ist heute fast schon Standard bei BWL'ern. Wenn Du das nicht machst, holst Du dir eher nen Nachteil in den Lebenslauf rein.

Zu 3: Keine Ahnung, ich kenne deine Stadt nicht und weiß nicht, welche Unternehmen dort ansässig sind. Pauschal kann man das sicher nicht sagen. Klar ist aber: Wenn Du deine Flexibilität so eng einzäunst, wirds sicher nicht einfacher.

Zu 4: Lässt sich ebenfalls nur schwer sagen. Altes Klischee ist, dass die Marketing & Personal Leute es schwerer haben, die Finance Leute es hingegen "angeblich einfacher" haben - vieles ist aber auch nur Selbstpräsentation. Gebraucht werden Leute in jedem Bereich und wenn Du gut bist, sinkt das Risiko enorm, auf der Straße zu sitzen. Also sollte auch Controlling kein Problem sein.

Ich würde aber was dazu neben - nur Controlling allein wirkt nen bisschen mager und steril wie ich finde.

mfg,

TVU
SenorGomez09
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 29 März 2009 - 21:29:04    Titel:

Ich bin selber (noch) kein BWL Student, aber ich denke ich kann dir anhand meiner Erfahrungen von freunden und Bewerbern aus unserer Firma Antworten geben:

Zu 1. praktikas sind das A und O. In deiner Ausbildung (ich mach auch Industriekaufmann) eignest du dir schon gewisse Soft-Skills an: Problemlösung, Teamfähigkeit, wirtschaftlicheres Denken. Jedoch fachlich bringts dir auf Absolventen-Niveau wenig.
Ein Praktikum in einer Firma, in dem du dich dann auch noch super anstellst ist ein FETTES + in deinem Lebenslauf, und außerdem eine super Eigenwerbung in dieser Firma für dich. Sehe das gerade bei nem Kumpel. Der hat sein Praktikum bei ner Firma eben fast beendet, und die Angebote die er nun von Ihnen bekommt sind...ums gediegen auszudrücken, affengeil. Büchergeld fürs Studium, Finanzieren ihm den Maste, 100% Jobzusage.

Zu 2: In der Regel sehr gern gesehen, ABER mit Begründung! Einfach ein Auslandssemester machen, damit es gemacht ist, damit punktest du nicht beim Personalchef.

Zu 3. und 4. Kann man wenig sagen, Individualfall eben.

Zum Lidl: Freunde von mir sind in allen Ebenen beim Lidl vertretetn: vom Filialleiter über den Bezirksleiter zum Bereichsleiter in Pfaffenhofen (Zentrale) Der Verdienst ist überdurchschnittlich. Aber das holen sie sich wieder das Geld, glaub mir Wink

Und glaub nicht dass du mit deinem BWL Studium dein Millionengehalt hinterhergeworfen bekommst. Für 60.000 im Jahr musst du überall gut arbeiten. Ansonsten, gib mir die Adresse von dieser Firma Smile

hau rein
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 08:02:16    Titel: Re: Nach dem Studium....verschiedene Fragen

BWL1984 hat folgendes geschrieben:

1. Wie wichtig sind Praktika während des Studiums hinsichtlich Jonchancen nach dem Studium?Wird da sehr drauf geachtet oder kann ich mir das sparen, da ich ja bereits praktische Erfahrung durch meine Ausbildung gesammelt habe?

Die praktische Erfahrung aus der Ausbildung wird später vielleicht mal helfen, ausreichend ist sie nicht. Du solltest schon darauf achten, dass Du interessante Praktika vorzuweisen hast, wenn Du nach dem Studium einen Job suchst. Vor allem, wenn Du in Bereiche mit hohem Konkurrenzdruck möchtest ist ein oder sind zwei Praktika in diesem Bereich schon ein Pluspunkt.

Zitat:
2. Die gleiche Frage stellt sich mir zu Auslandssemestern
Ich persönlich tendiere dazu, dass gut gewählte Praktika wichtiger sind als das Standardauslandssemester. Auf der anderen Seite ist ein Auslandsemester kein Alleinstellungsmerkmal mehr und bringen für die persönliche Weiterentwicklung viel. Vor allem in großen oder international ausgerichteten Unternehmen werden sie gerne gesehen. Ich persönlich würde dazu raten, wenn es möglich ist, oder, vielleicht etwas interessanter: Auslandspraktika einschieben.

Zitat:
3. Ich möchte definitiv in naher Umgebung meiner Heimatstadt bleiben.
Wie realistisch ist dieser Wunsch?Oder muss ich mich definitiv drauf einstellen, wenn man in der heutigen Zeit überhaupt einen Job finden will, dass man evtl. sogar bundesweit flexibel sein muss?(Zur Info: Wohne in einer Großstadt in NRW)

Ich denke Du wirst evtl. etwas länger suchen und die Auswahl wird für Dich natürlich weniger prickelnd ausfallen. Natrülich kann es funktionieren. Interessanter für Dein Fortkommen in der Karriere, Deine Persönlichkeitsentwicklung und in Bezug auf die Auswahlmöglichkeiten der Jobvielfalt ist eine gewisse Flexibilität und Mobilität allerdings durchaus sinnvoll.

Zitat:
4. Welche Intensvierungslurse sind zu bevorzugen (auch hinsichtlich der Frage 4)? Wo sind die größten Jobchancen?
Habe für mich selbst eigentlich Controlling in erwägung gezogen.

Nimm, was Dir Spaß macht - nicht etwas, wo Du Dich evtl. durchquälst, weil Du glaubst dort "bessere" Chancen zu haben. Das ist ein Trugschluß. Du hast Chancen wenn Du besser bist als der Durchschnitt. In jedem Bereich. Wenn Du authentisch vorkommst, wenn Du Spaß an der Sache hast. Fehlt Dir das, könnnen im Controlling (als Beispiel) noch soviele Stellen frei sein, es würden andere bevorzugt. Schlimmer noch - ohne Spaß im Berufsleben über evtl. Jahre, Jahrzehnte? Würde ich nie und nimmer riskieren.

Zitat:
Allgemein bin ich jetzt nicht der Typ der Job und Geld über alles stellt.
Ich lege wie oben bereits gesagt auch wert darauf,dass ich in meiner Heimatstadt bleiben kann und einen rel. normal bezahlten Job im Verhältnis zu meiner (aus)-Bildung bekomme. Habe vor kurzem hier etwas über Aldi Bezirksleiter gelesen die in den ersten Jahren schon weit über 60.000 Euro / Jahr verdienen aber auch dementsprechend 60 - 70 Std. Wochen haben. Das wäre überhaut nichts für mich (nur so als Info Very Happy )

Zumindest das weißt Du schon mal...wobei sich für mich dann etwas die Frage stellt: Wieso studierst Du überhaupt? Das klingt für mich so, als ob Du mit einer Weiterbildung nach der Ausbildung dem Wunsch näher gekommen wärst.


Grüße,
Gozo
BWL1984
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 21:35:17    Titel:

was mich etwas stört ist,dass wenn ich beispielsweise ein 6 monatiges paktikum absolviere, sich mein studium um diese 6 monate verlängert.
Denn ich würde ohne Praktika natürlich versuchen nach 6 monaten meinen bachelor zu haben und dann direkt geld verdienen.

und versteht mich nicht falsch was meine einstellung zur arbeit angeht.klar möchte ich einen meiner ausbildung entsprechenden job aber karrieregeil bin ich definitiv nicht wenn ich das mal so sagen darf.
es muss ja möglich sein eienen relativ normal bezahlten posten mit einer rel. normalen wochenstundenzahl zu bekommen oder lieg ich da total falsch?
BWL_student
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 19
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 21:39:43    Titel:

Zitat:
was mich etwas stört ist,dass wenn ich beispielsweise ein 6 monatiges paktikum absolviere, sich mein studium um diese 6 monate verlängert.
Denn ich würde ohne Praktika natürlich versuchen nach 6 monaten meinen bachelor zu haben und dann direkt geld verdienen.

und versteht mich nicht falsch was meine einstellung zur arbeit angeht.klar möchte ich einen meiner ausbildung entsprechenden job aber karrieregeil bin ich definitiv nicht wenn ich das mal so sagen darf.
es muss ja möglich sein eienen relativ normal bezahlten posten mit einer rel. normalen wochenstundenzahl zu bekommen oder lieg ich da total falsch?


Hier sind wir wieder an dem Punkt: Was ist für dich normal???
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 30 März 2009 - 22:37:45    Titel:

normale Wochenarbeitszeiten von 39-40 Stunden sind in den allermeisten Unternehmen die Regel.
Vielfach gibt es Gleitzeitregelungen. Im Controlling würde ich mal sagen ist das in fast allen Betrieben in der Industrie so.

Ich habe bei meinem Praktikum bei der WestLB gesehen, dass auch dort im Risiko Management nicht mehr als 40 Stunden gearbeitet wurde und das während den Turbulenzen der FInanzmarktkrise.
BWL1984
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Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 31 März 2009 - 20:54:38    Titel:

BWL_student hat folgendes geschrieben:
Zitat:
was mich etwas stört ist,dass wenn ich beispielsweise ein 6 monatiges paktikum absolviere, sich mein studium um diese 6 monate verlängert.
Denn ich würde ohne Praktika natürlich versuchen nach 6 monaten meinen bachelor zu haben und dann direkt geld verdienen.

und versteht mich nicht falsch was meine einstellung zur arbeit angeht.klar möchte ich einen meiner ausbildung entsprechenden job aber karrieregeil bin ich definitiv nicht wenn ich das mal so sagen darf.
es muss ja möglich sein eienen relativ normal bezahlten posten mit einer rel. normalen wochenstundenzahl zu bekommen oder lieg ich da total falsch?


Hier sind wir wieder an dem Punkt: Was ist für dich normal???



normal bedeutet für mich ab ca. 34.000 brutto und ca. 40 std. die woche
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 01 Apr 2009 - 08:06:15    Titel:

BWL1984 hat folgendes geschrieben:
was mich etwas stört ist,dass wenn ich beispielsweise ein 6 monatiges paktikum absolviere, sich mein studium um diese 6 monate verlängert.
Denn ich würde ohne Praktika natürlich versuchen nach 6 monaten meinen bachelor zu haben und dann direkt geld verdienen.

Der Gedanke ist richtig, die Frage ist nur eine andere.

Wenn Du keinen großen Wert darauf legst, dass Du mal das machen kannst, was Du möchtest, dann kannst Du mit dem Gedanken dran gehen. Bedenke aber, dass viele Deiner Konkurrenten um die interessanteren Stellen sich meist schon einmal im Praktikum mit ähnlicher Materie beschäftigt haben - das ist ein Einstellungsvorteil.

Grüße,
Gozo
pml
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 1388
Wohnort: Ingolstadt

BeitragVerfasst am: 01 Apr 2009 - 16:11:01    Titel:

1. Praktika sind essentiell. Manche Unternehmen werfen deine Bewerbung gleich weg, wenn du gar keine hast. Zudem bekommen viele direkt ein Jobangebot von ihren ehemaligen Praktikantenarbeitgebern, da es für Unternehmen auch das Risiko reduziert einen guten Mitarbeiter zu bekommen, den man schon mal ein paar Wochen gesehen hat.

2. Bei Topunternehmen Pflicht (wird abgehakt). Wurde zu zwei Beratungen nicht eingeladen wegen fehlendem Auslandsaufenthalt, obwohl ich diesen sogar nach dem Praktikum gemacht hätte. Geh ein Semester wo hin und hab Spaß (das System will es so und du hältst dir alle Türen offen)

3. Sollte möglich sein außer du willst z.B. zu Banken, wo Frankfurt fast Pflicht ist

4. Wenn man gut ist, dann bekommt man mit jeder Vetiefung einen Job. Ansonsten mal Stellenanzeigen wälzen (aber die Zukunft kann auch keiner vorhersagen)

Man kann definitiv 40h Jobs mit rund 40k Bezahlung finden. Als Bachelor ggf. 2-3k weniger.
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