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Roth will deutsche Staatsbürgerschaft abschaffen!
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Roth will deutsche Staatsbürgerschaft abschaffen!
 
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Mat86
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2009 - 22:52:36    Titel:

Zitat:
Meine Verbundenheit mit Hermine aus Dresden hält sich nach wie vor in Grenzen. Sie spricht die selbe Sprache wie ich... na und?
...
...
Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass dies nicht logisch ist. Es ist noch nicht einmal fair. Es ist schlichtweg Egoismus. Einen Egoismus, den ich dann aber auch bei den Brüdern und Schwestern der ehemaligen DDR haben müsste.


Dieses "Verbundenheitsgefühl" richtet sich ja auch nicht auf eine einzelne Person, wie die gute Hermine, sondern wenn überhaupt auf alle Dresdner als Gruppe.

Ausserdem war nicht nur von Sprache die Rede, sondern auch gemeinsamer Geschichte, Kultur, sowie die Gewissheit der gleichen Empfindungen auf der anderen Seite. Die gewaltsame Teilung des Landes kommt noch dazu. Das ist schon ein ganzes Stück mehr als nur die Sprache. Und obendrauf kommt dann noch die Absicht auf Staatskosten zu leben, die gab es bei der Gruppe der Ostdeutschen nicht, gäbe es aber bei Sozialsystemigranten.

Vielleicht siehst du das ja anders, mag sein, aber für die Mehrheit der Menschen sind das halt die Gründe warum sie das eine erdulden, das andere jedoch nicht.

Egoismus spielt da natürlich auch zu einem gewissen Grad hinein, das finde ich aber nicht weiter schlimm, da die Migration in ein Sozialsystem hinein an sich reinster Egoismus ist.

Wahrscheinlich sind die Absicht in der man kommt, sowie das auf der anderen Seite vorhandene Verbundeheitsgefühl mit die wichitigsten Faktoren. Zumindest wäre es bei mir so, einem Migranten mit Türkischen Pass der zwar kein perfektes Deutsch spricht, aber dafür sich mit Deutschland zumindest sehr stark identifiziert, und in guter Absicht hier hin kam, gönne ich sein Alg bei Arbeitslosigkeit mehr als einem Deutschen der permanent auf die BRD schimpft und sich beim Arbeitsamt drückt indem er dauernd Atteste über vermeintliche Wehwechen einreicht. Da ändert auch die Geschichte, Kultur und sonst was nichts mehr dran.
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 13:02:07    Titel:

Welche "Empfindungen" hat ein Bayer mit einem Brandenburger gemein? Das würde mich jetzt schon interessieren und inwiefern steht die Kultur des Oberallgäuers der eines Nordostvorpommern nahe? Und welche Geschichte hat Bayern mit Nordschleswig gemeinsam in den 1000 Jahren, die der Krönung des deutschen Kaisers von Bismarcks Gnaden in Versailles voraus gingen?
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 13:19:10    Titel:

Mat86 hat folgendes geschrieben:
Und obendrauf kommt dann noch die Absicht auf Staatskosten zu leben, die gab es bei der Gruppe der Ostdeutschen nicht, gäbe es aber bei Sozialsystemigranten.


Allein der Begriff der "Sozialsystemmigranten" ist mehr als nur fragwürdig, impliziert er doch, vermeintliche Einwanderungsbewegungen würden allein auf die Inanspruchnahme von staatlichen Transferleistungen abzielen. Dass sich dahinter eine Absicht und nicht nur ein Unvermögen sich am Arbeitsmarkt aufgrund mangelnder Qualifikation, Integrationsleistung etc. verbirgt, ist schon gelinde gesagt eine nicht wertfreie Aussage.
Halten wir also fest: Fremde nehmen dem Deutschen nicht nur die Arbeitsplätze weg, sondern auch die staatlichen Transferleistungen. Früher nahmen sie den Deutschen auch noch die Frauen weg, aber diese Argumentation ist ein wenig außer Mode. Kommt aber angesichts des zum Teil erheblichen Frauenmangels im Osten sicher auch bald wieder auf.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 14:14:04    Titel:

Das ist aber auch eine Altersfrage. Ich habe die DDR immer als einen anderen Staat gesehen. Die gewaltsame Teilung fand vor meiner Geburt statt. Die Wiedervereinigung war daher für einen Großteil der Bevölkerung, die zu jung war keine "Wieder"vereinigung sondern schlichtweg eine "Vereinigung" mit einem anderen Land. Trotzdem habe ich mich am Tag des Mauerfalls gefreut und unterstütze die Wiedervereinigung auch mit meinen Steuergeldern gerne bis heute.

Einer europäischen Einigung stünde ich daher prinzipiell genauso offen
gegenüber.

Alles was mich von kompletter Begeisterung abhält, ist der zu erwartende Wohlstandsverlust. Den will ich nicht. Klar, wer will schon gerne abgeben..
Den Wohlstandsverlust hatten wir mit der Wiedervereinigung allerdings auch schon - und viele waren gewillt ihn zu ertragen.

Die Nationalstolzdebatte brauchen wir hier eigentlich nicht nochmals aufrühren. Die hatten wir in diesem Forum bereits mehrfach. Die Argumente sind hinlänglich bekannt. Die Frage, ob mich mit einem Neubrandenburger mehr verbinden sollte als mit einem Elsässer ist müßig. Ich fühle mich beiden genau so verbunden. Selbst historisch lässt sich da wenig finden, dass eine besondere Nähe zu dem ein oder anderen implizieren würde. Insofern darf jeder seinen Gefühlen frönen. Gefühle heißen Gefühle, weil sie nicht begründbar sind. Sonst hießen sie ja auch Verstand.

Gruß
Pauker
Mat86
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 15:06:32    Titel:

@Lamasshu

Zitat:
Allein der Begriff der "Sozialsystemmigranten" ist mehr als nur fragwürdig, impliziert er doch, vermeintliche Einwanderungsbewegungen würden allein auf die Inanspruchnahme von staatlichen Transferleistungen abzielen. Dass sich dahinter eine Absicht und nicht nur ein Unvermögen sich am Arbeitsmarkt aufgrund mangelnder Qualifikation, Integrationsleistung etc. verbirgt, ist schon gelinde gesagt eine nicht wertfreie Aussage.


Zu dieser Begriffsbildung kam es allein aufgrund des Vergleichs zwischen Bürgern der ehemaligen DDR mit Menschen ausländischer Herkunft die sofern es einem Europapass geben würde hier und in andere EU Länder aus den ärmeren osteuropäischen Ländern einwandern würden, in dem Bewusstsein zukünftig von Transferleistungen zu leben, da Arbeit von vornherein nicht vorhanden ist.

Auf normale Gastarbeiter die im Laufe der Zeit ihren Arbeitsplatz verloren haben beziehen sich meine Ausführungen ausdrücklich nicht.

Zitat:
Früher nahmen sie den Deutschen auch noch die Frauen weg, aber diese Argumentation ist ein wenig außer Mode.


Och da gibt es durchaus einen eklatanten Unterschied bei der Anzahl der Migrantinnen die mit einem Deutschen zusammen sind, und Migranten die mit einer Deutschen zusammen sind. Hatte dazu mal eine Statistik gefunden in Bezug auf Ehen, aber es reicht auch einfach nur offenen Auges durch die Innenstadt zu gehen und in seinem Bekanntenkreis zu schauen. Allerdings nicht bei Migranten aus EU Ländern, da ist das Verhältnis ausgewogen, sondern denen die von ausserhalb der EU kommen. Bei deutsch türkischen Ehen beträgt dieser Unterschied z.B. 1:4-5. Mir wurde mal gesagt das dies hauptsächlich an der Erziehung läge, da eine Frau die einen Mann anderer Kultur heirate dort als "verloren" gelte, während eine Frau die den Mann der eigenen Kultur heiratet meist als "Zugewinn" wahrgenommen wird, insofern besteht wohl eher bei den Frauen die Neigung in Richtung "fang nichts mit deutschen an" zu erziehen.
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
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BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 19:04:59    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Trotzdem habe ich mich am Tag des Mauerfalls gefreut und unterstütze die Wiedervereinigung auch mit meinen Steuergeldern gerne bis heute.


Gruß
Pauker


ja sicher - DU zahlst mit Deinen Steuern die Wiedervereinigung.
Und der Ossi zahlt natürlich auch keinen Soli.
So erzählt man doch bei euch in der Gegend. Laughing

Mannoman. Welch Stammtischniveau. Sad
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
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BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 19:10:27    Titel:

Ein ostdeutscher Solizahler für sich selbst. Welche Straßen in Baden-Württemberg werden mit dem von mir bezahlten Soli denn gebaut?

Stammtisch? Eher wohl Tatsache.

-Pauker-
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 19:14:01    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ein ostdeutscher Solizahler für sich selbst. Welche Straßen in Baden-Württemberg werden mit dem von mir bezahlten Soli denn gebaut?

Stammtisch? Eher wohl Tatsache.

-Pauker-


Mal "offtopic".
Soviel Unwissenheit habe ich von dir nicht erwartet!
Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing

20 Jahre hat dieses Märchen also bei euch im Wald gehalten.
Alle Achtung. Laughing

Mach dich erstmal schlau, wenn du hier weiter mitreden willst!

Sei froh, dass es noch keinen Pisa-Test für Lehrer gibt!
Du wärst gerade durchgerauscht.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 19:23:33    Titel:

156,5 Milliarden Euro sind eine ziemlich teure Unwissenheit. Dafür brauche ich nicht 10 Smileys. Da reicht einer: Shocked

edit: ich vergaß die Zahlungen von Teil I. Vermutlich kann man die Summe aber verdoppeln.

-Pauker-
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2009 - 19:47:04    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
156,5 Milliarden Euro sind eine ziemlich teure Unwissenheit. Dafür brauche ich nicht 10 Smileys. Da reicht einer: Shocked

edit: ich vergaß die Zahlungen von Teil I. Vermutlich kann man die Summe aber verdoppeln.

-Pauker-


Es liegt wohl daran, dass die deutsche Einheit im tiefen Westen nie richtig angekommen ist und gerade der Süden schnell vergessen hat, das er 30 Jahre durch die Solizahlungen der Nord-und Westdeutschen "aufgebaut" wurde.

Zu deiner Beruhigung und du kannst es auch demnächst deinen Schülern mitteilen und in deiner Stammkneipe erzählen.
Jeder Deutsche der Lohnsteuer zahlt - ja auch Ossis zahlen die in gleicher Höhe- zahlt darauf den Solizuschlag.
Wink
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