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butterflower Full Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005 Beiträge: 133
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 18:29:14 Titel: Warum sind wir nicht transparent für sichtbares Licht? |
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Hi,
gestern ging mir mal folgende Frage durch den Kopf: Was ist der Grund dafür, dass wir (also der menschliche Körper) nicht transparent für sichtbares Licht sind?
Die Motivation zu dieser vielleicht merkwürdigen Frage war folgende:
Für Strahlung höherer Frequenz (Röntgen, Gammastrahlung) sind wir ja transparent (natürlich nicht zu 100% das ist klar, exponentielles Abklingen mit Eindringtiefe sei hier mit inbegriffen).
Aber für Strahlung niedrigerer Frequenz sind wir es ja auch, z.B. Mikrowellen (wenn die Mikrowellenstrahlung nur ein paar Mikrometer in die Haut eindringen würde, wäre es ja z.B. völlig ungefährlich nen Hamster in nen Mikrowellenherd zu setzen, isses aber nicht!?)
Oder Radiostrahlung, die ja ihre Anwendung z.B. auch in der Medizin hat: Die Kernspintomographie, die ja die schönen Querschnittsbilder des menschlichen Körpers erzeugt, wäre doch nicht möglich, wenn die Strahlung nicht vollständig durch den menschlichen Körper durchginge oder?
Demnach sollten wir doch eigentlich auch in der Mitte dieses Spektrums (= sichtbares Licht) zu einem gewissen Transmissionskoeffizienten >0 transparent sein oder habe ich irgendwo nen Denkfehler??
Schonmal danke für Antworten im voraus  |
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Octavian Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.03.2006 Beiträge: 1857 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:04:27 Titel: |
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Auch Metalle sind für sichtbares Licht transparent, wenn sie nur dünn genug sind. z.B. 50nm oder so...
Die Frage ist halt, ab welcher Dicke, komplett alles weggeschluckt wird. Leg mal deinen Finger auf ne starke Lampe (die idealerweise nicht heiß ist, sonst Aua), dann siehst du auch ein wenig Licht hindurchkommen.
Es gibt auch aufgrund der enthaltenen Elemente Wellenlängen, die besonders stark absorbiert werden. _________________ Signatur |
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Jonsy Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.02.2007 Beiträge: 3099
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:17:19 Titel: |
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| Zitat: |
| die idealerweise nicht heiß ist, sonst Aua |
Sag mal von Schadenfreude hast du noch nichts gehoert, oder?
Du noch viel zu lernen hast, junger Padavian.
Jonsy[/quote] |
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Octavian Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.03.2006 Beiträge: 1857 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:37:47 Titel: |
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"Noch viel zu lernen du hast, junger Padawan." bekommen meine zahlreichen Padawane tatsächlich oft zu hören
Deine schreibweise is hoffentlich auf meinen Namen udn nciht auf Pavian zurückzuführen, sonst hast du dich als Freiwilliger für das Experiment mit der heißen Lampe qualifiziert. . _________________ Signatur |
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Jonsy Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.02.2007 Beiträge: 3099
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:39:36 Titel: |
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Einen Lacher konnte ich mir gerade nicht verkneifen. Die Assoziation mit der Affenart hatte ich noch nicht. Es ging tatsaechlich um deinen Nick.
Jonsy |
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Octavian Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.03.2006 Beiträge: 1857 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:41:31 Titel: |
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| Jonsy hat folgendes geschrieben: |
| Die Assoziation mit der Affenart hatte ich noch nicht. |
Dann noch viel zu lernen DU hast und 1:1 es stehen! _________________ Signatur |
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butterflower Full Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005 Beiträge: 133
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Verfasst am: 05 Apr 2009 - 22:54:19 Titel: |
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So, Kinder, jetzt macht mal hier aus meinem Thread keinen Affenzirkus. Ich darf doch sehr bitten
@Octavian: Ok, danke für deine Antwort. Dass es Materialien gibt, die für sichtbares Licht transparent sind, ist klar (ansonsten würde ich ja auch nichts von draußen sehen, wenn ich aus meinem geschlossenen Fenster gucke).
Was mich interessieren würde: Wenn ich mir nen beliebiges "Material" fest wähle, in meinem Beispiel den menschlichen Körper - gibt es eine Abhängigkeit der Transmission von der Wellenlänge bzw. Frequenz? Wenn ja, wie sieht diese aus? Da die Transparaenz ja sowohl für höher- als auch niederfrequentere Strahlung höher zu sein scheint als für den sichtbaren Bereich, scheint mir der Zusammenhang nicht so einfach zu sein.
Sicherlich mag auch die Intensität ne Rolle spielen. Aber ich glaube nicht dass es so ne starke Lampe gibt, die im sichtbaren Wellenlängenbereich meinen Körper (und nicht nur die Finger) durchstrahlen kann (oder etwa doch???) |
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sarc Senior Member


 Anmeldungsdatum: 21.09.2006 Beiträge: 2659
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Verfasst am: 06 Apr 2009 - 00:06:05 Titel: |
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Ja, es gibt für alle Materialien einen Zusammenhang zwischen Transmission und Wellenlänge. Und wie du selber schon vermutet hast, ist der alles andere als einfach. Such einfach mal nach Transmissionsspektren, dann kriegst ungefähr ne Vorstellung davon, wie kompliziert so was werden kann - nicht umsonst können Materialien oft ganz gut dadurch charakterisiert werden, dass man sie beleuchtet und guckt, was wie stark durchkommt.
| Zitat: |
| Aber ich glaube nicht dass es so ne starke Lampe gibt, die im sichtbaren Wellenlängenbereich meinen Körper (und nicht nur die Finger) durchstrahlen kann (oder etwa doch???) |
Klar gibts die... Brauchst nur nen entsprechenden Laser. Ok, da liegts vielleicht daran, dass da ganz schnell n Loch an passender Stelle ist...
Aber ernsthaft: Ich gehe eigentlich davon aus, dass du das auch mit nem Laser passender sichtbarer Wellenlänge unterhalb der Schwelle, an ders anfängt, ordentlich weh zu tun, hinkriegen solltest. Sehen wirst du dann zwar nicht viel, aber detektieren sollte sich das schon noch lassen... _________________
| Photonenkopf hat folgendes geschrieben: |
Das klärt zwar die Frage nach dem warum nicht, aber es hört sich gut an . |
Was glauben Sie, was in Deutschland los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist? - Volker Pispers |
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Octavian Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.03.2006 Beiträge: 1857 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 06 Apr 2009 - 06:10:19 Titel: |
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| butterflower hat folgendes geschrieben: |
| Sicherlich mag auch die Intensität ne Rolle spielen. Aber ich glaube nicht dass es so ne starke Lampe gibt, die im sichtbaren Wellenlängenbereich meinen Körper (und nicht nur die Finger) durchstrahlen kann (oder etwa doch???) |
Ich hab mein Handylicht genommen und habe einen tierisch roten Finger, weil wohl irgendwie Licht durchkommt, was ich sehen kann. Nach dem Ausschalten der Lampe ist er weder rot noch schwarz ... soll heißen: Es hat nicht weh getan.
sarc hat's schon gesagt: Die Abhängigkeit der Transmission von der Frequenz ist nicht allzu einfach.
Möglicherweise ist der sichtbare Bereich auch genau deshalb der sichtbare Bereich geworden, weil da nicht alles transparent ist und man es besser wahrnehmen kann. Aber sicher ist der Aufbau eines biologischen Detektors im Röntgenbereich auch schwieriger .
Als Halbleiterkollege weiß ich, dass man durch 20nm Titan auf einem Glassubstrat noch recht lässig durchschauen kann. Durch 50 schon schwerer, d.h. man muss es eben direkt vors auge halten und direkt in eine Lampe schauen. Bei >100nm kann man's dann aber ziemlich vergessen. _________________ Signatur |
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butterflower Full Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005 Beiträge: 133
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Verfasst am: 06 Apr 2009 - 11:34:21 Titel: |
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@Sarc & Octavian: Danke euch beiden für die Antworten.
Hat mir schon etwas weitergeholfen. Interssant zu hören, dass die Sache doch nicht so trivial zu sein scheint..
Ist vielleicht vergleichbar mit der (scheinbar trivialen) Frage, warum blaues Licht im dispersiven Medium stärker gebrochen wird als rotes, dessen Beantwortung ja auch mehr Physik benötigt als man vielleicht zunächst vermuten mag.
Lg,
butterflower |
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emanuelR Full Member


Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 125
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Verfasst am: 10 Apr 2009 - 11:53:07 Titel: |
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| Ob ein Material die Strahlung durchlässt oder nicht hängt meinem Wissen nach davon ab, ob die Elektronen vom Atom mit der zugeführten Energie in ein angeregten Zustand wechseln können (sog. Quantensprung). Also davon ob die Elektronen die Strahlung absorbieren können oder nicht. Und dies ist Materialspez. und jeweils nur für bestimmte Energiewerte möglich. Deshalb hat jedes Material seine spez. Spektrallinien. |
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