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Abgrenzung Raub- räuberische Erpressung
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notrightnow998
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2009 - 10:18:55    Titel: Abgrenzung Raub- räuberische Erpressung

Hallo,

vielleicht hat hier jemand einen Lösungsansatz für das oben genannte Problem bei folgendem Sachverhalt:

A wurde lange Zeit von K erpresst. Aus Wut über dessen ständige Erpressungen rammt A dem K ein Messer in den Rücken. K sinkt bewusstlos zu Boden. A hält ihn irrig für tot. Dann fängt A an, in der Tasche des K zu wühlen und entnimmt ihm Spardose, Heroin und EC- Karte.

Hinsichtlich aller Gegenstände liegt eine Wegnahme vor. Das habe ich jeweils beim Raub geprüft.

Muss man nun noch eine räuberische Erpressung prüfen, wenn aufgrund weiterer Umstände in allen Fällen der Raub wegen fehlender Finalität scheitert?
notrightnow998
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2009 - 12:22:59    Titel:

Hat niemand eine Idee?
Der Digge
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Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2009 - 10:03:00    Titel:

Soweit ich weiß schließen sich Raub und räberische Erpressung nach der h.L. tatbestandlich aus.
Jede Wegnahme stellt ja eine Erpressung dar zumindest hinsichtlich der "erzwungenen" Duldung der Wegnahme.
Ich glaub der BGH sieht das anders
In deinem Fall kommt allerdings eine räuberische ERpressung nicht in Frage. A vesetzt den B ja in Bewusstlosigkeit um die Wegnahme zu ermöglichen...für eine Erpressung ist hier kein Raum - sowohl nach BGH als auch h.L.
BGH Geben und Nehmen --> § 253 - § 249
h.L.: B müsste ja zunimdest die Möglichkeit haben die Wegnahme willentlich zu verhindern...das ist hier nicht der Fall.
Siniver
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Anmeldungsdatum: 15.05.2006
Beiträge: 252

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2009 - 16:08:08    Titel:

Der Digge hat folgendes geschrieben:
Soweit ich weiß schließen sich Raub und räberische Erpressung nach der h.L. tatbestandlich aus.
Jede Wegnahme stellt ja eine Erpressung dar zumindest hinsichtlich der "erzwungenen" Duldung der Wegnahme.
Ich glaub der BGH sieht das anders
In deinem Fall kommt allerdings eine räuberische ERpressung nicht in Frage. A vesetzt den B ja in Bewusstlosigkeit um die Wegnahme zu ermöglichen...für eine Erpressung ist hier kein Raum - sowohl nach BGH als auch h.L.


Dem BGH reicht doch eine erzwungene Duldung für die Verwirklichung der räub. Erpressung aus? Diese tritt halt nur hinter dem ebenfalls verwirklichten Raub als lex specialis zurück.
Der Digge
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Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2009 - 01:52:47    Titel:

Ja stimmt so herum ist richtig
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