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Seit Repbeginn(quantitative)Überforderung und Leistungsdruck
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Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:17:39    Titel:

noch was zum Klausurenkurs:

Besuchst du den an der Uni? oder den vom Rep?

Den vom Rep habe ich auch direkt mitgemacht. das war jetzt nicht so das Problem. Bei JI ist das eben anders als bei Hemmer. Gerade bei uns wird nicht so sehr ins Detail gegangen- wie Shafirion eben schon sagte:keine reine Spezielproblem abfrage- eher halt Grundwissen + ein paar wichtige Probleme.

Unsere Dozenten haben aber auch direkt von Anfang an gesagt, dass man den Uni Klausurenkurs erst etwas später beginnen sollte. Nicht direkt mit Rep beginn. Meistens sind die ersten Ergebnisse nämlich ziemlich ernüchternd und ziehen einen eher runter, als das sie einen aufbauen oder helfen.

Aber das sieht natürlich auch jeder anders.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:22:06    Titel:

Ich besuche bisher den von Hemmer, habe zwei Klausuren mitgeschrieben, in der natürlich gleich Spezialprobleme vorkamen, von denen ich noch nichts gehört habe (Polizeirecht Probleme auf der Sekundärebene und ZR DLS/Stellvertretung, die man aber ablehnen sollte, was aber so gut wie keiner gesehen hat). Ich habe beide im unteren Mittelfeld bestanden.

Den Unikurs möchte ich ab dem nächsten WS besuchen oder ggf. mal zwischendurch, aber wenn der jetzt noch hinzukäme, bekäme ich wirklich einen Nervenzusammenbruch. Der Tag hat leider nur 24 Stunden... und ein bisschen Privatleben möchte ich momentan auch haben, insbes. abends Confused .
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:22:10    Titel:

Der m.E. richtige Umgang mit Klausurenkursen (aus meiner ca. 60-Klausuen-Erfahrung bei A/S): Nicht die Probleme rausschreiben und lernen, weil sie ja dann auch im Examen dran kommen könnten. Nicht alles im Detail versuchen nachzuvollziehen. Sondern: Warum habe ich dieses und jenes Problem nicht gesehen? Warum habe ich hier den falschen Aufbau gewählt? Warum hab ich hier ein Problem gesehen, das keins war? Warum unterscheidet sich die Lösungsskizze so stark von meiner eigenen Schwerpunktsetzung? Das sind die entscheidenden Fragen! Nicht die Einzelprobleme nacharbeiten, sondern die Warum-Frage stellen. Dafür sind Klausuren da. Technik, nicht Stoff. Wenn du nach dem Nacharbeiten beantworten kannst, warum du das vb nicht geschafft hast, ist die Nachbearbeitung effizient. Die Einzelprobleme sind Mittel zum Zweck, nicht Mittelpunkt.

@Shafirion
Gut gebrüllt, Löwe. Ich melde hiermit ebenfalls Neid um dein Gedächtnis an. Very Happy
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:24:46    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen Beitrag! Der hilft mir sehr.
Nur ich frage mich konkret, wie ihr mit dem Hemmerkurs umgegangen seit? Ich mache es im Moment noch so, dass ich jedes einzelne Problem nacharbeiten möchte, aber ich merke, dass mich diese Vorgehensweise schon nach 4 Wochen fertig macht.


Eine solche Vorgehensweise ist m.E. auch nicht ratsam. Wichtig ist, dass man das Wesentliche aus den Fällen mitnimmt. War dies nicht der Fall, muss man die Lösung nacharbeiten. Andernfalls kann man auf die Nacharbeitung aber auch verzichten. Wobei ich da wohl auch ein Extrembeispielt bin, weil ich die Fälle weder vor- noch nachbearbeitet habe, sondern das ganze Rep eher als regelmäßigen Klausurenkurs genutzt habe, um meine Improvisationsfähigkeiten zu schulen.
Dennoch sollte m.E. aus den vorgenannten Gründen niemand versuchen, die - ohnehin oftmals mit Spezialproblemen überladenen hemmer-Fälle - zu genau nachzuarbeiten.

Krawallbiene hat folgendes geschrieben:

Unsere Dozenten haben aber auch direkt von Anfang an gesagt, dass man den Uni Klausurenkurs erst etwas später beginnen sollte. Nicht direkt mit Rep beginn. Meistens sind die ersten Ergebnisse nämlich ziemlich ernüchternd und ziehen einen eher runter, als das sie einen aufbauen oder helfen.


Das kann ich nur so bestätigen. Ich habe anfangs auch aus Eitelkeit die Klausuren weggelassen, die Themen behandelt haben, wo ich mich nicht hinreichend sicher fühlte. Letztlich hat mich aber ein Kommilitone davon überzeugt, dass ein Klausurenkurs nur dann sinnvoll ist, wenn man ihn nach dem Stehaufmännchen-Prinzip durchzieht und einfach alles mitschreibt was einem vor die Flinte kommt. Dann holt man sich halt auch einmal Klausuren drei Punkten ab. Das darf man sich dann nur nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Sicher ist aber, dass man die dafür verantwortlichen Grundlagenfehler nicht wieder macht.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:26:23    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Der m.E. richtige Umgang mit Klausurenkursen (aus meiner ca. 60-Klausuen-Erfahrung bei A/S): Nicht die Probleme rausschreiben und lernen, weil sie ja dann auch im Examen dran kommen könnten. Nicht alles im Detail versuchen nachzuvollziehen. Sondern: Warum habe ich dieses und jenes Problem nicht gesehen? Warum habe ich hier den falschen Aufbau gewählt? Warum hab ich hier ein Problem gesehen, das keins war? Warum unterscheidet sich die Lösungsskizze so stark von meiner eigenen Schwerpunktsetzung? Das sind die entscheidenden Fragen! Nicht die Einzelprobleme nacharbeiten, sondern die Warum-Frage stellen. Dafür sind Klausuren da. Wenn du nach dem Nacharbeiten beantworten kannst, warum du das vb nicht geschafft hast, ist die Nachbearbeitung effizient. Die Einzelprobleme sind Mittel zum Zweck, nicht Mittelpunkt.


Tobi, sehr guter Beitrag, damit hast du mein Problem auf den Punkt gebracht! Ich selbst habe das bisher gar nicht so gesehen. Ich weiß nur, dass mich der Klausurenkurs sehr belastet, undzwar genau deshalb - wie mir jetzt klar wird - weil ich jedes einzelne Problem nacharbeiten möchte und dann merke: Scheiße, du hast dafür keine Zeit. Genau aus diesem Grund habe ich auch - trotz Anmeldung bei AS-Fernklausurenkurs - nur sehr wenige Klausuren eingeschickt und danach nur noch runtergeladen und gesammelt (mittlerweile auch gekündigt, da ich das ja nicht auch noch nebenbei schaffe).

Irgendwas mach ich falsch Crying or Very sad . Mir fällt es einfach unglaublich schwer, die Probleme NICHT zu lernen.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:36:55    Titel:

Shafirion, ich würde sogar die gewagte These aufstellen, dass eine Probeklausur umso effizienter bei der Examensvorbeitung und dem Erlernen der technischen Fähigkeiten hilft, je weniger man vom Inhalt der Klausur Ahnung hat. Wenn man den Sachverhalt bekommt und sich denkt, dass man mal wieder keinen Blassen schimmer hat, ist der Lerneffekt am größten. Hier kann man dann hinterher wirklich sehen, woran es technisch fehlt. Deshalb sind übrigens die Uni-Klausuren auch das einzig sinnvolle. Die Hemmer-Klausuren, die wild Einzelprobleme abprüfen (die man ja alle unbedingt kennen muss, ist klar) und Wissenslotto sind, gehen völlig an der Realität vorbei.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:39:22    Titel:

Shafirion hat folgendes geschrieben:

Eine solche Vorgehensweise ist m.E. auch nicht ratsam. Wichtig ist, dass man das Wesentliche aus den Fällen mitnimmt. War dies nicht der Fall, muss man die Lösung nacharbeiten. Andernfalls kann man auf die Nacharbeitung aber auch verzichten. Wobei ich da wohl auch ein Extrembeispielt bin, weil ich die Fälle weder vor- noch nachbearbeitet habe, sondern das ganze Rep eher als regelmäßigen Klausurenkurs genutzt habe, um meine Improvisationsfähigkeiten zu schulen.
Dennoch sollte m.E. aus den vorgenannten Gründen niemand versuchen, die - ohnehin oftmals mit Spezialproblemen überladenen hemmer-Fälle - zu genau nachzuarbeiten.


Das finde ich jetzt recht interessant. Ich bin sehr beruhigt, dass offenbar auch gute Leute nicht alle Fälle detailliert nacharbeiten. Ich merke auch, dass ich das so nicht weiter durchziehen kann, da ich so niemals alles schaffe und dann vieles vor mir herschiebe und Dinge, die ich vor mir herschiebe, stellen für mich eine ziemliche Belastung dar. Ich glaube, nachdem ich eure ganzen Beiträge gelesen habe, dass ich mich davon nur lösen kann, indem ich nicht alle Probleme detailliert mit jedem einzelnen Argument lerne.

Aber ich finde es - insbes. im Strafrecht - sehr schwierig zu entscheiden, was man können muss und was nicht. Irgendwelche Probleme kommen doch im Examen immer dran oder nicht? Oh man... im Moment beneide ich so sehr alle meine Freunde, die nicht Jura studieren und auch in der Endphase ihres Studiums sind: Das ist einfach kein Vergleich Confused .

@ Tobi
In dieser These unterstütze ich dich aus eigener Erfahrung. Klausuren, in denen ich von nichts eine Ahnung hatte und dennoch Problembewusstsein gezeigt habe, wurde mir immer hoch angerechnet und ich habe daraus den höchsten Nutzen gezogen. Sie haben mir auch am meisten Spaß gemacht.

Ich muss einfach einen Weg finden, wie ich diesen Druck loswerde und einfach locker an die Sache rangehen kann, ohne ständig überfordert zu sein. Das kann einfach nicht richtig sein.
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 11:49:57    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:




Aber ich finde es - insbes. im Strafrecht - sehr schwierig zu entscheiden, was man können muss und was nicht. Irgendwelche Probleme kommen doch im Examen immer dran oder nicht?



Sag euch euer Dozent nicht, was wichtig ist und was eher zu vernachlässigen ist? Ich bin da sehr sehr glücklich mit unserem Dozent. Der diktiert immer was absolut wichtig ist fürs Examen. So das man nachher am Ende so ein Skript hat mit den wichtigsten Sachen für Strafrecht.

Wobei man auch bei dir noch bedenken muss, dass du gerad erst mal angefangen hast.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 12:12:26    Titel:

Ja, eben. Bin ja erst 4 Wochen dabei. Weiß halt einfach noch nicht, wie ich richtig lernen soll. Das ist mein Hauptproblem.
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2009 - 13:29:59    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Shafirion, ich würde sogar die gewagte These aufstellen, dass eine Probeklausur umso effizienter bei der Examensvorbeitung und dem Erlernen der technischen Fähigkeiten hilft, je weniger man vom Inhalt der Klausur Ahnung hat. Wenn man den Sachverhalt bekommt und sich denkt, dass man mal wieder keinen Blassen schimmer hat, ist der Lerneffekt am größten. Hier kann man dann hinterher wirklich sehen, woran es technisch fehlt. Deshalb sind übrigens die Uni-Klausuren auch das einzig sinnvolle. Die Hemmer-Klausuren, die wild Einzelprobleme abprüfen (die man ja alle unbedingt kennen muss, ist klar) und Wissenslotto sind, gehen völlig an der Realität vorbei.


Sehe ich ähnlich. Der Satz "Aus Fehlern lernt man" scheint prima facie derart abgedroschen, dass man an sich doppelt ins Phrasenschwein zahlen müsste. Tatsächlich ist es aber so, dass gute Probeklausuren zwar Balsam für das eigene Selbstwertgefühl und für kontinuierliche Motivation wichtig sind. Inhaltlich bleibt hier aber deutlich weniger hängen, als bei solchen Klausuren, die man um die Ohren gehauen bekommt.
Wissenslotto trifft es übrigens recht gut. Hemmer-Klausuren kann man oder man kann sie eben nicht. Realistische Klausuren erfordern methodisches Vorgehen und haben deshalb auch immer einen Lerneffekt.

@Marina:
Im Strafrecht würde ich meine These wieder ein wenig einschränken. Hier reicht Methodik allein nie aus, weil manche Diskussionen einfach zu abgefahren sind und hier auch gerne Spezialwissen abgeprüft wird (war bei mir im Examen auch so und zwar durchweg aktuellere Sachen). Dafür ist es aber von der Stoffmenge auch machbar. Es reicht, wenn man den Inhalt der beiden Rengier-Bücher halbwegs sicher beherrscht. Im AT reichen dafür wieder nahezu immer die Grundlagen und solide methodische Fähigkeiten.
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