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Stipendium ohne Anrechnung des BAföG?
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Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 25.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 08:48:10    Titel:

Mein Bier ist es natürlich, aber es fördert nicht gerade die Chancengleichhei von Leuten des 2. Bildungsweges, wenn ein 18 Jähriger mehr Geld hat als ein 25 Jähriger - gerade in Zeiten der Studiengebühren.

Über einen Kredit habe ich nachgedacht, aber die Zinsen sind - gerade anbetrachts unserer wirtschaftlichen Lage - enorm und das ist es nicht wert. Ich werde wohl die durch das Kindergeld und den Krankenkassenbeitrag fehlenden 200 und paar Zerquetschte nebenher erarbeiten müssen. Das wird irendwie machbar sein müssen. Stipendium hin oder her. Dann hab ich auch nicht mehr als ein Bafög-Empfänger mit 18, der seine Studiengebühren selbst bezahlen muss - das ist wohl nicht als Luxus zu bezeichnen, finde ich immernoch. Evtl. Auslandsaufenthalte, die für meinen Bereich wichtig sind, muss ich ja auch noch besparen.

Naja, danke bis hierhin!
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 09:55:45    Titel:

Tutesjuliaan hat folgendes geschrieben:
Mein Bier ist es natürlich, aber es fördert nicht gerade die Chancengleichhei von Leuten des 2. Bildungsweges, wenn ein 18 Jähriger mehr Geld hat als ein 25 Jähriger - gerade in Zeiten der Studiengebühren.


Das liegt daran, dass du dann für dich selbst verantwortlich bist, und nicht mehr zur "Einheit" Familie gezählt wirst. Wenn du schon drei Jahre gearbeitet hast, und davor eine dreijährige Berufsausbildung hattest, kannst du ja auch eltern-unabhängigses BAFöG beantragen (was dann eben nur deine Einkommens- und Vermögenssituation betrachtet, und häufig auf den vollen Satz hinaus läuft). Analoga müsste es auch bei Stipendien geben...

Zitat:

Über einen Kredit habe ich nachgedacht, aber die Zinsen sind - gerade anbetrachts unserer wirtschaftlichen Lage - enorm und das ist es nicht wert.


Was ist denn das? Also bis eben war es noch wertlos, wenn einem die sonst fällige Rückzahlung erlassen wird...

Zitat:

Ich werde wohl die durch das Kindergeld und den Krankenkassenbeitrag fehlenden 200 und paar Zerquetschte nebenher erarbeiten müssen. Das wird irendwie machbar sein müssen. Stipendium hin oder her. Dann hab ich auch nicht mehr als ein Bafög-Empfänger mit 18, der seine Studiengebühren selbst bezahlen muss - das ist wohl nicht als Luxus zu bezeichnen, finde ich immernoch. Evtl. Auslandsaufenthalte, die für meinen Bereich wichtig sind, muss ich ja auch noch besparen.


Nu das Stipendium soll ja auch nicht bewirken, dass du wesentlich mehr als ein BAFöG-Empfänger zur gleichen Zeit hast. Wieso auch?


Cyrix
Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 25.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 12:28:12    Titel:

Es ist nicht wertlos später keine Schulden zu haben, es hilft aber aktuell nicht weiter. Ich sehe einfach nicht den Sinn eines Stipendiums darin später nicht etwas von dem zurückzugeben, was man bekommen hat (das ist doch richtig und gut), sondern darin aktuell die Lage zu verbessern, die ein Studium ohne Nebenjob nicht zulässt (weil man beispielsweise weniger als ein 18 Jähriger Bafög Empfänger hat und nochmal deutlich weniger als Leute, deren Eltern die Studiengebühren übernehmen = das ist für mich Bedürftigkeit im aktuellen Sinne). Es wäre damit sogar sinnvoller nur ein Stipendium für die Studiengebühren zu bekommen und ansonsten Bafög als damit den selben Satz zu haben wie Bafög... aber das kan nur jemand so sehen, der tatsächlich JETZT auf finanzielle Entlastung gehofft hat und nicht erst nach dem Studium, wenn man bereits verdient... Im Sinne der Unterstützung von aktuell Bedürftigen ist das nicht, das ist sehr schade.

Zitat:

Was ist denn das? Also bis eben war es noch wertlos, wenn einem die sonst fällige Rückzahlung erlassen wird...

Wie argumentierst du denn? Bafög zahlt man dann zurück, wenn man es leisten kann und dann auch nur zur Hälfte - super Sache. Einen Kredit aber zahlt man voll zurück, er wird nicht gerade freundlich verzinst und den muss ich zurückzahlen egal in welcher Situation ich mich dann befinde. Einen Kredit bei einer Bank mit Bafög gleichzusetzen zeugt entweder von völliger Unwissenheit oder von zwanghafter Streitlust.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 13:10:52    Titel:

Nö, ich setze es nicht gleich. Aber wer eine Entlastung von späterer Rückzahlung einerseits nicht schätzt, sich aber andererseits über die Rückzahlung eines Kredits aufregt, argumentiert inkonsequent...

Und: In Deutschland ist niemand gezwungen Studiengebühren zu zahlen: Die meisten Bundesländer erheben (noch) keine.

Desweiteren braucht in Deutschland kein Student einen Nebenjob: Für die Versorgung ihres Kindes sind in erster Linie die Eltern zuständig. Die Regelung ist nun einmal so, da gibt es nichts dran vorbeizudiskutieren...


Cyrix
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 14:31:09    Titel:

Zitat:
Wie argumentierst du denn? Bafög zahlt man dann zurück, wenn man es leisten kann und dann auch nur zur Hälfte - super Sache. Einen Kredit aber zahlt man voll zurück, er wird nicht gerade freundlich verzinst und den muss ich zurückzahlen egal in welcher Situation ich mich dann befinde. Einen Kredit bei einer Bank mit Bafög gleichzusetzen zeugt entweder von völliger Unwissenheit oder von zwanghafter Streitlust.

naja, das ist einfach mal schwachsinn. wer einen kredit bei der KfW aufnimmt, zahlt nur dann zurück wenn das einkommen ein gewisses maß überschreitet; ist das nicht der fall werden die beträge gestundet.
pml
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 1387
Wohnort: Ingolstadt

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 17:45:25    Titel:

Du wirst den Vergleich nicht meogen, aber wenn du Stipendium und Bafoeg vergleichst als BWLer und du mit der nur zukuenftigen Entlastung unzufrieden bist, dann ist der echte Vergleich folgender:

Du sparst durch das Stipendium den Betrag x, den du spaeter gegenueber dem Bafoeg nicht zurueckzahlen musst. Diese Ersparnis kannst du heute als Kredit aufnehmen und hast dementsprechend heute mehr Geld. Nach Beendigung des Studiums stehst du so, als haettest du Bafoeg empfangen und zahlst den Kredit zurueck.

Ein weiterer Vorteil eines Stipendiums ist, dass man, wenn man an der richtigen Uni ist. Keine Studiengebuehren zahlen muss, was auch 1.000 Euro spart.

Ich sehe das Problem bei dir. Aber mit meinem oben genannten Weg solltest du sorgenfrei, wenn auch nicht luxurioes, studieren koennen. Und das derjenige besser gestellt ist, der frueher studiert, ist nicht unfair, da du die gleiche Chance hattest. Bin in Amerika und hier fangen meine Freunde alle mit 21/22 an zu arbeiten und verdienen im Schnitt 50-60k Dollar. Haben aber auch richtig dick Schulden. Teilweise 100k.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre...
Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 25.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2009 - 18:01:41    Titel:

Das Wort "unfair" benutze ich gar nicht, es ist auch völlig unsinnig. Im Sinne der Gleichstellung von Leuten, die später anfangen (wenn man das will, man muss das ja nicht wollen, das gestehe ich ja gerne zu), ist es aber sicherlich nicht förderlich, das ist einfach Fakt. Ansonsten sind wir da auch nicht sonderlich weit voneinander entfernt, das "Problem" kriege ich dann schon in den Griff, danke. Letztlich ist meine Frage beantwortet, Stipendium befreit von Nebenjob oder Kredit in meiner Lage nicht, alles weitere ist ja müßig, denn hier sitzt niemand, der etwas an den derzeitigen Bestimmungen ändern könnte.
Lilith05
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Anmeldungsdatum: 15.04.2008
Beiträge: 557
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2009 - 11:50:46    Titel:

pml hat folgendes geschrieben:
Ein weiterer Vorteil eines Stipendiums ist, dass man, wenn man an der richtigen Uni ist. Keine Studiengebuehren zahlen muss, was auch 1.000 Euro spart.

Wenn...

Ansonsten zu dieser generellen Bafög-Debatte:
Natürlich hat cyrix Recht, es ist sehr genau geregelt, wie viel Geld einem Studenten monatlich zusteht und aus welchen Quellen dieses Geld zu kommen hat (Eltern vs. Bafög).
Ich persönlich denke jedoch, dass diese Regelung durchaus problematisch ist. Zum einen werden örtliche Unterschiede wie die Höhe der Miete nicht berücksichtigt - wer eine eigene Wohnung hat bekommt den Mietkostenzuschuss, egal, wie viel er/sie zahlt. Und dass es in einigen Städten teurer ist als in anderen ist eben ein Fakt. Natürlich kann man, wenn man das Pech hat in einer äußerst teuren Stadt zu wohnen, in eine Nachbarstadt ziehen, wodurch jedoch eben wieder einen täglichen Zeitverlust hat gegenüber jemandem, der das Glück hat, in einer mietkostengünstigeren Stadt zu wohnen. Und Worte wie "Glück" und "Pech" sollten eigentlich in dieser Debatte nicht vorkommen müssen, denke ich... Was die Lebensmittelkosten angeht stimme ich Cyrix jedoch vollkommen zu, Aldi gibt es überall und egal ob Köln oder Büttelshausen, Aldipreis ist Aldipreis.. wer unbedingt immer zu Edeka will, soll das selber zahlen.
Zudem habe ich generell etwas gegen die Bafög-Regelung: ich finde nämlich nicht, dass die Eltern die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren müssen sollten. Klar gibt es einige Argumente, die dafür sprechen, vermutlich sogar mehr, als solche, die dagegen sprächen. Allerdings sehe ich es so: Meine Eltern habe ihr ganzes Leben lang gearbeitet um sich ihren Traum vom eigenen Haus finanzieren zu können. Dass sie zudem noch zwei Kinder in die Welt gesetzt haben sollte sie nicht daran hindern, den Traum zu verwirklichen - schließlich sind Kinder nichts schlechtes oder sollten es nicht sein, finanziell gesehen sind sie jedoch (gerade wenn man ihnen eine möglichst hohe Bildung, sprich Studium, ermöglichen möchte) geradezu eine "Strafe". Kinder werden einfach total zum Kostenfaktor, wenn man sich überlegen muss "Lebenstraum" vs. "Zukunftsbildung meines Kindes". Ich möchte meinen Eltern nicht zumuten ihr Leben lang geradezu sinnlos gearbeitet zu haben, weil sich ihr Ziel nie erfüllen wird, nur weil ich später einen schönen Job haben möchte. Natürlich sind die Leben von mir, meiner Schwester und meinen Eltern miteinander verknüpft, aber irgendwo haben meine Eltern auch ein eigenes Leben und ich möchte dieses nicht belasten, nur weil ich gerne Philosophie studieren möchte (was mir bestimmt auch niemals ermöglichen wird meinen Eltern vllt. aus eigener Tasche irgendwann ihr Haus zu finanzieren...).
Naja, aber das ist meine eigene Einstellung, es gibt bestimmt genug Argumente gegen diese, aber manchmal ist mir ein "Gefühl" eben wichtiger als ein Argument..

LG!
Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 25.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2009 - 18:58:43    Titel:

erdbeere_ hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie argumentierst du denn? Bafög zahlt man dann zurück, wenn man es leisten kann und dann auch nur zur Hälfte - super Sache. Einen Kredit aber zahlt man voll zurück, er wird nicht gerade freundlich verzinst und den muss ich zurückzahlen egal in welcher Situation ich mich dann befinde. Einen Kredit bei einer Bank mit Bafög gleichzusetzen zeugt entweder von völliger Unwissenheit oder von zwanghafter Streitlust.

naja, das ist einfach mal schwachsinn. wer einen kredit bei der KfW aufnimmt, zahlt nur dann zurück wenn das einkommen ein gewisses maß überschreitet; ist das nicht der fall werden die beträge gestundet.


Schwachsinn ist das gar nicht, schön, dass es bei dir anscheinend gut lief mit dem Kredit, aber das muss es nicht in jedem Fall. 1. heißt Stundung nur noch mehr Schulden und 2. die Zinssätze sind hübsch variabel und gar nicht so wahnsinnig niedrig. Zudem gibt es eine maximale Laufzeit, nach der es vollkommen egal ist wieviel man zurückzahlen "kann", man muss einfach. Der Unterschied zwischen BAföG und Studienkredit ist bei wiki nochmal nett zusammengefasst, für Ungläubige:
Zitat:

Zudem besteht zwischen dem konventionellen BAföG und beispielsweise dem KfW-Kredit ein teils gravierender Unterschied hinsichtlich der möglichen Höhe der Verschuldung: Während sich die durch BAföG entstandenen Schulden unabhängig von Förderhöhe und -dauer auf maximal 10 000 Euro belaufen, kann dieser Wert im Einzelfall beim (KfW)-Studienkredit um bis zu zehn mal höher ausfallen – bei ähnlicher Förderungshöhe. Bei Berücksichtigung durchschnittlicher Studiendauern und gemäßigter Förderungshöhen ist jedoch davon auszugehen, dass in der Regel der Faktor 3-5 nicht allzu oft überschritten werden wird.
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2009 - 21:42:23    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Warum?

Warum sollte der Staat die ELTERN fördern?


Bitte mal erklären!

Cyrix

Wieso sind denn eigentlich Eltern für ihre volljährigen Kinder finanziell verantwortlich? Wenn die Gesellschaft mehr Akademiker will, dann soll sie doch dafür zahlen.
Außerdem entscheiden sich immer mehr Erwachsene aus finanziellen Gründen gegen Kinder. Und eine verlängerte Unterhaltsverpflichtung unterstützt dies.
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