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Gründung einer nationalen Partei...
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 04:21:48    Titel:

samba1 hat folgendes geschrieben:

Überall ist der Nationalstolz so verbreitet. Warum dürfen wir das nicht mal haben ohne gleich in die braune ecke gedrängt zu werden?



Seltsam ist das jene die von Nationalstolz reden gleich von Beschränkungen der Einwanderung reden, offensichtlich bedingt das eine das andere, und das wiederum legt den Verdacht nahe, dass diejenigen die von Nationalstolz reden Fremdenfeindlichkeit meinen. Im Übrigen wird kein Deutscher daran gehindert deutsch zu sein, zu leben, zu essen, zu trinken und selbst zu denken ist ihm gestattet.

Auf welche Deutsche bist Du denn besonders stolz, was begeistert Dich besonders an der deutschen Kultur?

Kant, Goethe, Schiller? Oder Johann Sebastian Bach? Oder bist Du nur in die Darstellungen und Begriffe wie große Deutsche, bekannte Namen interessiert, also an der Verpackung und nicht an den Inhalten?

Ich meine, warum ist ein Nationalstolzer stolz ein Deutscher zu sein, wenn er irgendwo liest was für eine großartige Nation die Deutschen waren, oder wenn er die Musik begreift, das Gedicht von Rilke ihn im Grunde seiner Seele berührt und er Kant und Hegel zu verstehen beginnt? Ist es das? Warum verhält er sich dann so anders wie die großen deutschen Humanisten, warum so feindlich dem Fremden gegegenüber und warum? - wenn er doch auf eine so reiche und tiefe Kultur Zugriff hat, warum klammert sich der Nationalstolze an Kitsch, am falschen erlogenen Glanz und Gloria fest? Warum verehrt er die brutalsten Feudalherren deutscher Geschichte statt deren Opfer, warum wählt er ausgerechnet die infamsten, die niedrigsten Instinkte, das preussische Militär und den Kadavergehorsam, warum das schlechteste, das unsympathischte, das grausame, was so eine reiche Kultur zu bieten hatte und hat? Warum werden nicht die großen Sozialreformer geehrt und statt dessen jene, die das deutsche Volk geknechtet und geprügelt haben? Was ist das für eine deutsche Kultur, welche die Nationalstolzen mit Stolz erfüllt, die Kultur der Dichter und Denker oder die Kultur der Spitzel, der Stiefel, der Büttel und der Henker.

Was ist das genau, was die Nationalstolzen anregt stolz zu sein? Ist es wenn sie sich gegenseitig die Deutschen aufzählen, die etwas wunderbares geschaffen haben und sich bei der Einbildung sie wäre aus dem gleichen Holz geschnitzt, wie ein Kant, ein Bach, ein Schopenhauer, ein Hegel oder Einstein gemeinschaftlich in einer Art geistige Massenonanie voll Verzückung aufstöhnen lässt, was sind wir doch toitsch . Wie Kinder im Sandkasten, die anderen Kindern entgegen brüllen: wir Deutsche können bessere Förmchen bauen, weil wir Deutsche können alles besser, alles größer, alles dreister und alles lauter... lauter pfurzen?...ja wir können auch lauter pfurzen ....

Oder sind es uralte erfundenen Geschichten von edlen deutschen Königen und Kaisern und deren Treiben, die unsere Nationalstolzen mit Stolz erfüllen, anzugehören einem Land das stöhnte, regiert von tausend und einem Potentaten, jeder mit einem Heer von Zensoren, Büttel und Spitzel ein Volk von Opportunisten und Mitläufern auf deutsche Weise quälte? Ist es der Stolz mit der Peitsche statt mit Zuckerbrot deutsche Tugenden zu stählen. Ist es das, was den echten, den deutschen Kerl ausmacht, der sich in hündischer Ergebenheit freut seinem Herrn die Stiefel küssen zu dürfen und für ihn, so dieser es verlangt, mordend durch die Welt zu ziehen, die Augen voll Tränen der Rührung, weil er so Gehorsam und Treue bis in den Tod beweisen darf? Der Stolz des Blockwart und IM als deutsche Tugend?

Was erfüllt den Nationalstolzen mit Stolz? Was treibt ihn, motiviert ihn stolz zu sein?

Vielleicht finden wir die Antwort bei Arthur Schopenhauer, einem der Großen aus der Gilde deutscher Denker und Dichter:
Zitat:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.



Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 06:11:01    Titel:

Zitat:
samba1 hat folgendes geschrieben:

Überall ist der Nationalstolz so verbreitet. Warum dürfen wir das nicht mal haben ohne gleich in die braune ecke gedrängt zu werden?


Jedes Volk hat ihn irgendwie , ohne deswegen reaktionär zu sein . Aber Vorsicht : Die Erwähnung ist Grund genug für manchen in einen allergischen Schockzustand zu verfallen , oder Uraltdiskussionen wieder aufkeimen zu lassen.

M.f.G. Schelm Wink
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 06:53:59    Titel:

Jedes Volk? Vielleicht, vielleicht auch nicht, sicher aber nicht jeder Mensch. Mit Schopenhauer müssten wir sagen glücklicherweise, ansonsten wären ja alle Menschen gleich dumm, und woher sollen dann die kommen, auf die Dummen so stolz sind.

Mit freundlichen Grüßen
ein
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Nutz
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Anmeldungsdatum: 05.08.2005
Beiträge: 2093

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 08:06:03    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Jedes Volk? Vielleicht, vielleicht auch nicht, sicher aber nicht jeder Mensch. Mit Schopenhauer müssten wir sagen glücklicherweise, ansonsten wären ja alle Menschen gleich dumm, und woher sollen dann die kommen, auf die Dummen so stolz sind.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Hm Leute als dumm zu bezeichnen nur weil sie stolz auf dieses LAnd sind scheint mir doch ein arg tiefer Griff in die linke Klamottenkiste.
Was ist falsch daran mit Stolz auf das zu schauen was meine Vorfahren und auch ich hier in den letzten 60 Jahren geleistet haben? Hier ist doch nunmal aus Trümmern eine gesunde Demokratie entstanden. Dazu kommt die Wirtschaftsmacht die übrigens ebenfalls auf dem Einsatz der erwähnten Vorfahren zurückzuführen ist.

Das heißt natürlich nicht das der Stolz auf dieses Land mit Ausländerfeindlichkeit einhergehen muss. Die paar Asylbeweber die es noch gibt sind mir herzlich willkommen wenn ich nicht ganz irre dürfen die meisten allerdings erstmal gar nicht arbeiten. Und ansonsten sollte man eher einsehen das wir gut qualifizierte Arbeitnehmer brauchen wir sollten also Zuwanderungsanreize schaffen.

Allerdings sollte ich erwähnen das für mich ein "guter" Deutscher derjenige ist der hier leben will sich im Staatsgebiet aufhält und die Sprache spricht. Unabhängig von seiner bisherigen Nationalität.
vanti
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 10:32:24    Titel:

Es ist lustig das leute die fest auf ihre grundrechte pauken "meine freie meinugn ist das wichtigste"...

...stellen andere meinungen "ich bin stolz auf mein land" als rechtsradikal da....
Nutz
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Anmeldungsdatum: 05.08.2005
Beiträge: 2093

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 10:57:36    Titel:

vanti hat folgendes geschrieben:
Es ist lustig das leute die fest auf ihre grundrechte pauken "meine freie meinugn ist das wichtigste"...

...stellen andere meinungen "ich bin stolz auf mein land" als rechtsradikal da....


Wo siehst du denn das?

Die "Germans first" Aktivisten die hier auf der ersten Seite rumschwirren sind allerdings meines Erachtens schon recht grenzwertig.
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 11:53:15    Titel:

Was ist denn so schlecht am Nationalstolz? Die Deutsche Geschichte besteht schließlich nicht nur aus der Zeit von 1933-1945. Da gab es vorher und dnach gutes.

Viele Menschen in anderen Ländern sind nationalistisch z.b. USA, Iran, KDVR etc. Frankreich ist irgendwo zwischen Nationalstolz und Nationalismus.


http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 16:52:32    Titel:

Zitat:
Jedes Volk? Vielleicht, vielleicht auch nicht, sicher aber nicht jeder Mensch


... sicher , auch nicht jeder Mensch wittert überall das Böse oder auch nicht jeder bekommt Ausschlag oder Plaque wenn er davon hört ! Es soll Zeitgenossen geben , die gehen damit völlig entspannt um. Und es soll Zeitgenossen geben , die halten ( fast ) alle für dumm , außer sich selbst ! Ja , solche soll es tatsächlich geben ! Smile

M.f.G. Schelm
philip
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Anmeldungsdatum: 11.09.2005
Beiträge: 296
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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 16:54:02    Titel: Re: Gründung einer nationalen Partei...

Anonymous hat folgendes geschrieben:
Ich beantrage hiermit die Gründung einer nationalen Friedens-Partei, die weder Nazi-Mitglieder noch irgenwelche anderen Verblendeten aufnimmt.
Die sich aber in der Hauptsache nur dem Wohle Deutschlands, und nur dem deutschen Wohlergehen widmet...

Nach dem Motto: Deutschland zuerst


ähhhhhhh, inhalte??? deine definition umfasst so gut wie alle bestehenden parteien, z.B.: SPD CDU FDP CSU DIE GRÜNEN die LINKE haste lust auf noch so eine??? ich find wir ham genug, mir würden grüne und spd reichen
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2006 - 19:42:44    Titel:

Nutz hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:
Jedes Volk? Vielleicht, vielleicht auch nicht, sicher aber nicht jeder Mensch. Mit Schopenhauer müssten wir sagen glücklicherweise, ansonsten wären ja alle Menschen gleich dumm, und woher sollen dann die kommen, auf die Dummen so stolz sind.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Hm Leute als dumm zu bezeichnen nur weil sie stolz auf dieses LAnd sind scheint mir doch ein arg tiefer Griff in die linke Klamottenkiste..


Ist das jetzt der indirekte Beleg, dass Schopenhauer recht hatte? Insofern recht, als das Nationalstolz nicht bedeuten muss, dass dieser mit dem Wissen über das Objekt korreliert. Oder anders gesagt, darf man als Nationalstolzer auch dann stolz sein ein Deutscher zu sein, wenn man von deutscher Kultur nicht so die Ahnung hat?

Arthur Schopenhauer war kein linker Philosoph. Woraus sich eine interessante Frage ableiten lässt. Ist die nationalstolze Gemeinde stolz auf Schopenhauer oder macht sie es wie ein Schelm, der tatsächlich glaubt Schopenhauer aus dem hehren Tempel kicken zu dürfen, weil seine Mutter ihn für verrückt hielt. Was habe ich gelacht. Der Begriff bürgerlicher Philosoph aus marxistisch-leninistischer Sichtweise lässt sich heute ja auch schlecht zu Diskreditierung eines Philosophen herhalten, aber gleich Mama Schopenhauer zu zitieren? Hab ich gelacht......, was kommt als nächstes, der Milchmann von Nietzsche oder der Ladenbesitzer bei dem Horkheimer seine Zigarren kaufte?

Unsere Nationalstolzen setzten sich nicht wirklich mit dem Inhalt dessen auseinander, was der Philosoph sagte: Nationalstolz nicht aus Liebe zu etwas was man weder kennen noch begreifen will, störte es doch sonst das selbst zusammengezimmete Bild, sondern schlicht zum Aufpäppeln eines lädierten Selbstbewusstsein bei gleichzeitiger Ausblendung negativer Aspekte. Bruno Jonas, deutscher Kabarettist, fasste das Zitat von Schopenhauer in folgendem Satz zusammen:
Zitat:

Dummheit und Stolz wachsen auf demselben Holz.


Wie können wir da erwarten, das sich der Stolz mit der Dummheit vice versa auseinandersetzt?


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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