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Jurastudium macht mich depressiv
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Jurastudium macht mich depressiv
 
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my_precious
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Anmeldungsdatum: 06.01.2006
Beiträge: 2117

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 19:43:27    Titel:

... und mich machts depressiv, wenn leute das wort "depressiv" falsch oder sinnfrei verwenden, um aufmerksamkeit zu erregen.
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 20:35:20    Titel:

Zitat:
Die ersten paar Semester sind ja noch relativ harmlos, aber spätestens in der Examensvorbereitung, wenn du dich ein bis anderthalb Jahre lang jeden Tag mindestens sechs bis acht Stunden nur mit Lernen befassen musst, um die riesige Stoffmenge irgendwie in deinen Schädel zu kriegen, wird es wirklich zur Qual, wenn man an dem Ganzen überhaupt kein Interesse mitbringt.


1-1,5 Jahre täglich 6-8h Stoff? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Was soll das für Stoff sein?
Irgendwo hier im Forum habe ich mal gelesen, dass es bei Jura im Examen vor allem darauf ankommt, dass man das richtige Verständnis hat und die richtige Problematik erkennt - und dass man mit dem "angelernten" Wissen (also irgendwelche Definitionen, Schemata, Meinungsstreite oder was auch immer) nicht wirklich weit käme im Examen.
1-1,5 Jahre täglich 6-8h wäre ja wirklich mehr als brutal...
snoop2day
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Anmeldungsdatum: 13.04.2008
Beiträge: 789
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 21:09:17    Titel:

phantz hat folgendes geschrieben:

1-1,5 Jahre täglich 6-8h wäre ja wirklich mehr als brutal...


Wurde mir aber auch mal so erzählt.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 21:18:39    Titel:

Das ist auch einfach tatsächlich so.

Sicher gibt es Leute, die es auch mit weniger Arbeitsaufwand schaffen, aber die weit überwiegende Mehrheit braucht dieses Lernpensum in der unmittelbaren Examensvorbereitung, weil sie sonst das Examen nicht schaffen würde.

Zwar ist es aus meiner Sicht richtig, dass man ausschließlich mit den gelernten Definitionen, Schemata, Meinungsstreitigkeiten etc. nur schwer auf einen grünen Zweig kommt (weil zusätzlich viel Systemversändnis erforderlich ist), aber ohne diese geht es eben auch nicht. Vieles muss man einfach wissen, weil man nur mit Systemverständnis nie darauf käme. Diese Dinge könnte man quasi als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung bezeichnen.

Das Besondere am Jurastudium gegenüber den meisten anderen Fächern ist eben, dass man an einem ganz bestimmten Punkt (eben dem Examen) nahezu das gesamte im Studium erlernte Wissen abrufbereit parat haben muss. Wenn man mal den Schwerpunktbereich abzieht, ist das immerhin noch der Stoff von vier bis fünf Semestern. Wenn man das alles an einem bestimmten Punkt abrufbereit in seinem Kopf haben will, kommt man nicht darum herum, entsprechend viel dafür zu lernen.

Die letzten ein bis anderthalb Jahre vor dem Examen sind daher wirklich eine ziemlich harte Zeit... nicht umsonst sind relativ viele Jurastudenten nach dem Examen psychisch wie physisch ziemlich am Ende.

Ich denke aber, dass es wenig bringt, das hier vertieft zu diskutieren - das hilft dem Threadersteller ja nicht weiter.
Ingo30
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Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 21:35:27    Titel:

Hi,

wenn Du wirklich abbrechen willst, aber dennoch ein bissel Spaß hattest an der Materie, sattel doch um in eine Laufbahn gehobener Dienst in der Verwaltung. Z.B. Rechtspflegerlaufbahn oder eine andere Richtung mit FH-Studium.
Gerade das Rechtspflegerstudium bietet sich für Jura-Umsteiger an, nächste Einstellung OLG Köln, Düsseldorf und Hamm dann zum 01.08.10.
Cu Ingo
FitzliPutzli
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Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 21:49:02    Titel:

Hey Smile mit so vielen Beiträgen hatte ich echt nicht gerechnet!

So, jetzt nochmal zum Thema, also eine Alternative wäre zB tatsächlich ein Lehramtstudium. Dann könnte ich nämlich meiner alten Liebe zu den Sprachen wieder nachgehen, indem ich zB Englisch und Französisch auf LA studiere.
Oder aber Dolmetschen und Übersetzen, dann müsste ich nach Heidelberg oder nach Saarbrücken.
Ein Philologiestudium wäre mir dann doch zu riskant, ich wollte nie einfach so ins Blaue hineinstudieren.

Na ja, wie gesagt, ist gar nicht so einfach heutzutage.. Confused
Ständig hat man dieses Damoklesschwert der potentiellen Arbeitslosigkeit über sich schweben..
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 22:51:21    Titel:

Ich verschiebe mal ins Juraforum. Denke, da werden dir sicher auch viele helfen können und hier bleibt der Thread ja auch noch sichtbar.

Smile
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 23:07:34    Titel:

Eigentlich fand ich, dass es im allgemeinen Studiums-Forum schon ganz gut aufgehoben war, weil der Threadersteller ja gerade nicht mehr weiter Jura studieren möchte, sondern nach anderen Möglichkeiten (vor allem auch in ganz anderen Fachrichtungen) sucht. Wink
FitzliPutzli
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Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 23:10:30    Titel:

Dito
FitzliPutzli
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Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 17:09:39    Titel:

Uno momento! Ich meinte ich war für BWL immatrikuliert, und nicht dass ich das auch tatsächlich studiert hätte. Ich hab noch vor Beginn des eigentlichen Studiums zu Jura gewechselt (die Zulassung für BWL war halt früher da, als ich dann auch noch für Jura zugelassen wurde, hab ich mich spontan umentschieden)

Übrigens, momentan hat sich das Blatt wieder gewendet. Es scheint so, als würde sich bei mir (vorsichtig gesagt) eine heimliche Liebe zum Strafrecht herauskristallisieren. Gestern hab ich ein Seminar über die "Psychologie d. Zeugenvernehmung" besucht (wo ich mich schon angemeldet hatte, bevor ich meine "Jura-Krise" bekommen hab). Es war super interessant und auch überhaupt nicht trocken. Die Mediatorin hatte ihr erstes Jura-Examen und dazu noch ein Diplom in Psychologie. Sie hat mir gestanden, dass sie im ersten Jahr auch kein Bock mehr auf Jura hatte und nur deshalb Psycholgie studiert hat. Jura hat sie nur durchgezogen, weil sie da in einem besonderen Studiengang drin war (deutsch-französischer Magister), wo nur 30 Leute im Jahr aufgenommen werden, und das nicht einfach aufgeben wollte. Ihr Schwerpunkt war jedenfalls Strafrecht (was wohl auch besonders gut mit dem ganzen Psychokram zusammenpasst..)
Aber nochmal zum Strafrecht: mal abgesehen davon, dass es dort um Mord und Totschlag geht und immer Action gibt, finde ich es geradezu faszinierend wie zB ein kleines Detail wie das Vorliegen oder Fehlen einer Garantenpflicht zwischen einem Jahr und lebenslänglich entscheiden kann... oder solche lustigen Konstellationen wie das Anstiften zum Diebstahl des eigenen Autos.. oder überhaupt die ganzen Fälle (Passauer Giftfalle, Katzenkönig-Fall..) Wahrscheinlich spring ich deshalb drauf an (und auf andere Sachen weniger), weil ich halt so sensationsverwöhnt und mediengeschädigt bin Wink

Ich glaube wenn ich etwas habe woran ich festhalten kann, also etwas das mir Spaß macht, könnte ich mich auch für die anderen Sachen leichter motivieren. Ich bin einfach jemand, der ein konkretes Ziel vor den Augen braucht. Deswegen würde ich zB auch nie einfach ins Blaue hineinstudieren wollen, also etwas studieren, wo ich nicht weiß oder wissen kann, was ich danach konkret damit machen will/kann.

Aber zum Thema Strafrecht und was man damit konkret machen kann außer Strafverteidiger zu werden (die gibts wahrscheinlich wie Sand am Meer) oder Staatsanwalt/Richter, was quasi außen vor gelassen werden kann, weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass ich ein geschweige denn zwei Prädikatsexamen hinlege, sollte ich mich glaub ich wirklich ans Juraforum wenden Wink
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