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Reli GK Buch Hiob
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Bluubb90
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Anmeldungsdatum: 27.04.2009
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 17:21:13    Titel: Reli GK Buch Hiob

Hallo,

Ich habe morgen meine mündliche Prüfung im Fach Kath. Religion.
Leider habe ich die Hauptaussage des Buchs Hiob noch nicht so ganz verstanden.
Wir hatten zuvor immer gesagt, Leid sei keine Strafe und auch keine Probe Gottes, aber wenn man sich das Hiob-Buch anguckt, ist es doch genau das :
Eine Probe Gottes mit der er einen gläubigen Mann vor Satan beweisen will.

Kann mir jemand erklären, wie das mit einandner konform gehen soll?

Und kann mir jemand die Hauptaussage bzw. die grobe Aussage der Deutung des Buchs Hiobs sagen?

Das wäre wirklich sehr freundlich !
LeeteasY
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Anmeldungsdatum: 05.04.2009
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 19:45:11    Titel:

Das Buch Hiob ist auch Teil des alten Testaments, in dem Gott (noch) ein strafender Gott war. Jesus hat das Ganze dann mehr oder weniger revidiert und vom "liebenden" Gott gepredigt. Du musst deshalb immer etwas zwischen altem und neuem Testament unterscheiden.
Kai W.
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Anmeldungsdatum: 08.05.2008
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 21:12:01    Titel:

Sorry, aber es wird dir heutzutage wohl fast jeder Theologe bestätigen, wie gefährlich es ist, den "Gott des AT" dem "Gott des NT" gegenüberzustellen. Wir haben es in beiden Testamenten mit ein und demselben Gott zu tun, nur die Erfahrungen der Menschen (und die der Verfasser der Bibel) waren anders.

zu Hiob:
Ich glaube, dass in dem Buch schon deutlich wird, dass Leid nicht einfach als Strafe akzeptiert werden kann und dadurch längst nicht gerechtfertigt ist. Zur Zeit des Autors wurde der Tun-Ergehen-Zusammenhang ja auch langsam fragwürdig, sodass später davon ausgegangen wurde, dass Gott erst im Jenseits Gerechtigkeit schafft (-> Eschatologisierung des Reich Gottes)

Aber eine wirkliche Rechtfertigung des Leids gibt uns das Buch leider nicht Sad
Dafür zeigt es aber, dass wir Gott anklagen "dürfen" und in Vertrauen darauf hoffen und uns verlassen sollten, dass er auf unserer Seite ist...
Joe80
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Anmeldungsdatum: 13.05.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2009 - 22:23:43    Titel:

Was Kai sagt, ist grundsätzlich richtig. Das Ijob-Buch gehört zur sog. skeptischen Weisheitsliteratur, welche den Tun-Ergens-Zusammenhang der "klassischen" Weisheit in Frage stellt. Dem Buch geht es also primär nicht um Erklärung des Leids, sondern um Kritik an falschen Vorstellungen (Dem Guten geht es eben nicht automatisch gut, und dem Bösen keinesfalls immer schlecht).

Hauptaussage ist somit : Das Leid bleibt unbegreiflich, es ist aber aufgehoben in der Allmacht Gottes. Der Mensch in seiner Stellung vor Gott ist nicht befugt, nach Ursprung und Bedeutung des Leids in der Welt zu fragen (vgl. die "Antwort Gottes" in Kap. 38)
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