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Aus einem Lehrerforum....
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Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2009 - 13:44:46    Titel:

Zitat:
Wenn ich Drogenkonsum, Magersucht o.ä. vermute, schaue ich genau so wenig weg, wie hoffentlich jeder nicht wegsieht (oder wegsehen sollte). Diese Fälle sind aber extrem selten.
Magersucht gab es bei uns pro Stufe bestimmt einmal. Drogen eher seltener.
Aber wie gesagt, an und für sich hatte ich aus Deinen Statements in etwa die Einstellung von Dronbusch im Posting über dem gerade zitierten herausgelesen.
Zitat:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich von einer Zwangsheirat gar nichts mitbekommen würde. Die entsprechende Schülerin würde vermutlich aus dem Urlaub nicht mehr zurückkehren. Und was dann? Da enden meine Kompetenzen.


Das schon. Aber wenn Du es doch vorher mitkriegst oder die Schülerin zu Dir kommt u. Hilfe will etc. sähe es anders aus.

Rolling Eyes
Zitat:
Und ja, ich bin ein alter Sack...
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2009 - 13:47:11    Titel:

Dornbusch: Klar, Führerscheinverlust etc. ist ja auch schlimmer als sich die Birne wegkiffen.

Wenn mir das auffallen würde (also nicht jemand der einmal im Jahr bekifft auftaucht, jemand der offensichtlich ein Problem damit hat) würde ich erst die Eltern informieren und, wenn die sich quer stellen, das Jugendamt.

Mit dem Schüler reden wäre natürlich die erste Handlung, nicht die letzte.

Alles 3 Dinge, die ein Lehrer tun kann, ohne seine Kompetenzen zu überschreiten,
Daphney
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 214

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2009 - 14:00:24    Titel:

Bei der bevorstehenden Zwangsheirat haben 2 Lehrer bei uns das Mädchen nachts mit der Polizei vom Flughafen weggeholt, sie hat jetzt einen anderen Namen und lebt ein selbstbestimmtes Leben. Aber laut Dornbusch endet die Lehrerkompetenz mit dem Pausenklingeln... das ist lachhaft. Zivilcourage ist etwas, das jeder Mensch haben sollte, ob Lehrer oder nicht und da endet überhaupt keine Kompetenz, da fängt sie erst an!
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2009 - 14:15:46    Titel:

Wobei ich es schlimmer finde, wenn einem Lehrer die Zivilcourage fehlt als dem Marktleiter des örtlichen Supermarktes, der Vorbildfunktion wegen.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 18:54:30    Titel:

Arborius:
Zitat:
War das die Ursache des Streits von ... acht/neun Seiten? Die Unterstellung, professionelle Distanzierung sei eine Vogelstraußmentalität?


Ich glaube schon, ja.

Zitat:
Noch zu Viviane21: Nicht wer zwangsverheiratet wird, macht sich strafbar, sondern 31 Schüler, wenn sie strafmündig sind und nichts unternehmen - das war mein Punkt.


Ist das so streng? Wenn eine Neunt- oder Zehntklässlerin zwangsverheiratet wird machen sich 30 14-16 Jährige Schüler strafbar, von denen die Hälfte mindestens nicht mal ansatzweise eine Ahnung hat, was denn unternommen werden könnte?

Zitat:
Modelshows machen natürlich niemanden magersüchtig, aber angenommen, ich wäre der Meinung und wollte Eltern meinen wohlmeinenden Rat dazu geben, weil es eben meinen Werten entspräche - müsste ich die Eltern dahingehend manipulieren? Ich muss doch, im Sinne der Kinder, in die Erziehung eingreifen!


Grenzwertig weil nicht durch Gesetze geregelt. ICH würde sagen Eingreifen tut man in Notfällen wenn offensichtlich die normalen Systeme (Eltern) nicht mehr greifen. Aber habe keine Rechtsgrundlage dafür.

Zitat:
Kein Lateinlehrer darf lehren, dass der Islam menschenfeindlich ist. Er darf auch nicht lehren, dass der Papst immer recht hat!


Natürlich nicht. Letzteres darf übrigens auch kein katholischer Religionslehrer lehren. Schuldige, habe überflogen. Aber dass die freiheitlichdemokratische Grundordnung sinnvoll ist, das schon.

Zitat:
Mein Punkt war: Müsste ich das nicht, wenn es meine unumstößliche Meinung wäre, dass die Kinderchen diese Werte unbedingt mitbekommen müssten.
Schonmal was von der Trennung von Staat und Kirche gehört?

Zitat:
Mein Punkt war: Wieweit darf ich als Lehrer eigentlich wirklich auf die Schüler einwirken? Und auf die Eltern?
Ich hätte jetzt gedacht einwirken sollte man bei Gefahr für Leib u. Leben des Schülers sowie öhm, tja nun müsste ich noch was finden wie man die Zwangsheirat gescheit umschreiben kann.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 18:56:37    Titel:

@ phantz

Der Nötigungs-Paragraph enthält als zweites Wort "widerrechtlich". Ob dies im Verhältnis Eltern-Kind anwendbar ist? Aus dem Bauch heraus vielleicht schon. Aber juristisch?

@ Viviane 21

Für diesen Fehler möchte ich mich bei dir entschuldigen. Darf ich auf die Zahl weiterhin verzichten?
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 18:58:23    Titel:

neleabels hat folgendes geschrieben:
phantz hat folgendes geschrieben:
Fühlst Du dich in deinem Recht auf gesetzliche Gleichheit verletzt, wenn ein Kollege von dir mehr als 41 Stunden arbeitet?


Also keine Antwort. Habe ich auch nicht erwartet. Stammtisch ist ja einfacher.

Nele


Arbeitest Du nicht eher hier mit Stammtisch-Methoden?
Erst behauptest Du, dir sei es gesetzlich verboten, mehr als 41 Stunden zu arbeiten, dann behauptest Du, wenn Du mehr als 41 Stunden arbeitest, unterwanderst Du den Geltungsbereich von Gesetzen dann behauptest Du, die Festschreibung der Mindestarbeitszeiten würden dich in deinen Grundrechten verletzen.
Das ist für mich eher Stammtischniveau.

Ich wüsste jetzt auch nicht, auf welche Frage ich antworten soll - deine Fragen sind dich wirklich absolut polemisch. Eine wirklich ernstzunehmende Frage sehe ich von dir in diesem Thread nicht.

Aber einfach mal - unbegründet - das Totschlagargument "Stammtisch-Niveau" in den Raum zu stellen, ist natürlich einfacher.
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 18:59:38    Titel:

Hey, neleabels.

Danke übrigens für Deine Liste! Meine Frau (auch Lehrerin) fand's auch gut.

Was daran erschreckend sein soll, hat sich mir auch nicht erschlossen - ebenso wie an den zwei anderen Links.
Ich glaube aber, dass es damit zu tun, dass viele tatsächlich Lehrern unterstellen (wollen), dass Distanzierung Vernachlässigung bedeutet.
Mal abgesehen davon, dass (hier) viele das lesen, was sie gerne wollen, egal, was die Sätze sagen.


Auf diesen mittlerweile neun Seiten steht eine Menge Müll. Ich glaube, ich bleibe ab jetzt weg.
Ist mir zu doof.
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 19:00:22    Titel:

Zitat:
Der Nötigungs-Paragraph enthält als zweites Wort "widerrechtlich". Ob dies im Verhältnis Eltern-Kind anwendbar ist? Aus dem Bauch heraus vielleicht schon. Aber juristisch?


Also, entweder habe ich gerade Tomaten auf den Augen, oder der von mir verlinkte Paragraph enthält das Wort "widerrechtlich" nicht.
neleabels
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Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beiträge: 184

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 19:04:46    Titel:

Deine Antwort wird nicht ignoriert! Smile Es ist nur so, dass ich für Antworten auf vernünftige Einwände länger brauche als auf Quatschbemerkungen.

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
danke fürs nochmal fragen, ging zwar nicht an mich ist aber für mich angenehmer formuliert. Very Happy

Das Gesetz gilt nicht für Dich nicht weil Du Lehrer bist sondern weil Du hoffentlich ein anständiger Mensch bist. Um es mal ganz fachfremd zu machen: Wenn der Schüler mit Selbstmordabsichten statt zu seinem Lehrer zu dem Bäcker geht, bei dem er seit Jahren sein Pausenbrot kauft, würde ich von dem auch handeln im Sinne der Weitergabe an Profis erwarten.
Bloßes sich an die Gesetze halten macht eben noch lange nicht immer Anstand.


Ich fass mal deine beiden letzten Antworten zu meiner Antwort zusammen - du schmeisst zwei Dinge zusammen, die nicht zusammengehören. Genauer gesagt, in dieser Antwort hier begründest du eine Regelhaftigkeit mit einer Ausnahmesituation. Das ist Recht und billig, wenn man "normalerweise um 16.30 nach Hause geht", aber "dieses eine Mal aus wichtigem Grund dableibt." Auf die Mehrarbeit von Lehrern, die nicht auf der Ausnahmesituation sondern auf eine regelmäßig Vielzahl von Aufgaben auf verschiedensten Ebenen beruht, ist diese Antwort nicht anwendbar. Unsere Überstunden kommen in der Regel davon, dass wir "diese eine Liste" zusätzlich führen, "diese eine Klausur" noch korrigieren, "diesen einen Elternanruf" um 22.30 noch beantworten. (nein, das ist keine Übertreibung.)

Das ist leider keine Begründung, dass das Gesetz nicht für uns gilt.

Mit der anderen Antwort, sinngemäß meine Arbeitszeit sei dir egal, wenn ich durch meine unentgeltliche Zusatzarbeit wichtige Dinge erreiche, begibst du dich ethisch auf Glatteis. Mal angenommen, meine Arbeit zentriere sich tatsächlich in jedem Augenblick auf lebenswichtige Aufgaben, die keinen Aufschub dulden. Wenn du die Forderung erhebst, dass dann auf die Arbeitsbelastung und damit auf die Arbeitszufriedenheit und -gesundheit von Staatsbediensteten keine Rücksicht genommen werden braucht, dann entspricht das doch haarggenau der menschenverachtenden Lehrerhaltung "ihr habt zu funktionieren, der Rest ist mir egal", die du zu Recht kritisierst!

Die Arbeitszeit von 41 Stunden wöchentlich ohne Überstunden ist ja keine willkürliche Setzung (oder ein Faulheitsfreibrief, wie Phantz wahrscheinlich sagen würde.) Der Staat sieht diese Begrenzung vor, damit sich der Beamte gesund erhalten kann, auch das ist eine gesetzliche Pflicht!, so dass er MIT GANZER KRAFT mit seinem Dienst dem Gemeinwesen zur Verfügung stehen kann, was wiederum gesetzlich vorgesehen ist.

Das ist ja im Kern das Ansinnen, wogegen die Kollegen und ich uns so zur Wehr setzen - wir sollen dieses, jenes, und solches machen, vom Psychotherapeuten bis zum Reiseleiter, so alles nebenbei. Dass die Arbeitnehmer im Schuldienst dabei verschlissen werden und einfach keine Energie mehr haben, die wirklich relevanten pädagogischen Aufgaben zu leisten, ist anscheinend irrelevant.

Für dich sollte die relevante Frage sein: wie kann man die Regelarbeitszeit einhalten und trotzdem sich den neuen Aufgaben der Schule im 21. Jh. stellen?

Dass das nicht mit Sonntagsreden geht, ist klar.

Nele
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