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23 Reiche wollen Vermögensabgabe
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> 23 Reiche wollen Vermögensabgabe
 
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rundmc
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 2074

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2009 - 22:23:12    Titel: 23 Reiche wollen Vermögensabgabe

Knapp zwei Dutzend Wohlhabende wollen Teile ihres Vermögens freiwillig dem Staat geben. «Wir haben mehr, als wir zum Leben brauchen», sagt einer von ihnen. «Gelangweilte Reiche entdecken neues Hobby», meint ein Kritiker.

Sie haben sich zu einer eher ungewöhnlichen Initiative zusammengeschlossen und machen sich gemeinsam für eine Vermögensabgabe der Reichen stark. Linkspartei, Grüne, Gewerkschaften und SPD-Linke bekommen so mitten in der Krise Unterstützung von unerwarteter Seite.

Die Initiative um den 31-jährigen Firmenerben Bruno Haas fordert, dass Menschen mit einem Gesamtvermögen von mehr als einer halben Million Euro fünf Prozent an den Staat zahlen.

Alle Wohlhabenden sollten in diesem und im nächsten Jahr in die Pflicht genommen werden, um die Lasten der Krise zu mildern. Der Obolus soll auf zwei Jahre befristet sein, folgen soll eine Vermögensteuer. Die Betuchten wollen ihr Scherflein dazu beitragen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht wächst. Das Geld soll in Umweltschutz, mehr Personal in Bildung, Gesundheit und Pflege und Hartz IV fließen.

Mit der Idee der 23 könnten in den zwei Jahren mindestens 50 Milliarden Euro in die Staatskassen gespült werden, rechnet Bernhard Seidel vor, der früher beim Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) war.

http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1360379.html
Aremonus
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 04:45:04    Titel:

Jetzt wirds grotesk^^

Nehmen wir an, ein Typ hat ein Unternehmen aufgebaut, besitzt 51 Prozent von dessen Aktien und nicht viel Flüssig. Jetzt soll er 5 Prozent abgeben = 2,5 Prozent der Aktien.
Er verliert somit durch den Verkauf die Mehrheit an seinem Unternehmen und musst seine Aktien jetzt, wo der Kurs wegen der Finanzkrise tief ist, verkaufen. Der wird sich freuen...

Wäre es nicht sinnvoller, wenn das Kapital dazu eingesetzt würde, Arbeitsplätze durch Investitionen direkt zu schaffen?
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 18:41:33    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Mit 500.000 hast du aber ein SEHR großes Haus... nur mal so zu den Relationen...

Gruß
Pauker


Gut, dann hast du ein Haus für 300.000 €, 150.000€ auf der Bank und noch ne Lebensversicherung die bei Auszahlung 50.000 € bringt.


Reich ist wohl was anderes.

Ich wäre für eine Vermögenssteuer, wenn die Erträge ausnahmslos in die Schuldentilgung wandern würden und diese gleichzeitig an Einsparungen in Staatsbudget gebunden wäre.

Erhöht man heute die Steuern muss man davon ausgehen, dass die Einnahmen in so Sachen wie Abwrackprämien, 300€-Frank-Walter-Steuerbonus, Rentenversprechen oder Rettung von schlechten Unternehmen (Opel, Arcandor) gesteckt werden. Evil or Very Mad
Gardner
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Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 19:03:31    Titel:

Also wenn 150 Riesen auf der Bank und ein 300k€ Haus nicht reich sind habe ich wohl irgendwas verpasst. Halte die Idee für genauso dumm wie die Forderung nach 50%Reichensteuer o.ä. Wer will kann gerne 5% abgeben, aber dann nicht an den Staat sondern lieber an ne Tafel ne Kinderarche/Hort oder so. Da kommt das Geld wesentlich effizienter zur Hilfe
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 19:07:15    Titel:

Hmm, dann haben wir also über 2 Millionen "reiche" Haushalte in Deutschland ?!

Das ist ja cool, wusste ich noch gar net !
EMG08
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Anmeldungsdatum: 06.07.2008
Beiträge: 456

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 19:13:56    Titel: Re: 23 Reiche wollen Vermögensabgabe

Der Erbe einer Firma sollte es eigentlich besser wissen.
Es gibt kaum eine Steuer die aufwändiger zu erheben ist, womit wieder ein nicht unerheblicher Teil der Steuer in einen neuen Beamtenapperat fließen würde.
Selbst in der Schweiz sind es maximal 1,5% bei gleichzeitig deutlich niedrigeren Einkommenssteuersätzen.
Wer genug Geld hat zieht einfach dort hin wie schon viele andere.

Eine Familie der oberen Mittelschicht (mehr sind 500.000 Vermögen nicht) dagegen würde dann zusätzlich 25.000 Euro Steuern im Jahr Zahlen, bei einem Einkommen nach den anderen Steuern und Abgaben von vielleicht 60.000 (großzügige Schätzung), also mal eben fast die Hälfte des Einkommens weg...

Aber das ist Deutschland. Immer schön auf die Leute, die verantwortungsvoll selbst fürs Alter vorgesorgt haben.
Wir haben ja ein so ein zukunftssicheres Rentensystem Rolling Eyes
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 19:16:00    Titel: Re: 23 Reiche wollen Vermögensabgabe

EMG08 hat folgendes geschrieben:


Eine Familie der oberen Mittelschicht (mehr sind 500.000 Vermögen nicht) dagegen würde dann zusätzlich 25.000 Euro Steuern im Jahr Zahlen, bei einem Einkommen nach den anderen Steuern und Abgaben von vielleicht 60.000 (großzügige Schätzung), also mal eben fast die Hälfte des Einkommens weg...

Aber das ist Deutschland. Immer schön auf die Leute, die verantwortungsvoll selbst fürs Alter vorgesorgt haben.
Wir haben ja ein so ein zukunftssicheres Rentensystem Rolling Eyes


Genau, die Renten SIND SICHER ! Basta !

Und eigenverantwortliches Handeln ist eine Pest. Der Staat solls richten.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2009 - 22:42:11    Titel:

Aber der Mann ist das beste Argument für eine hohe Erbschaftssteuer Wink

Gruß
Pauker
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 714

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2009 - 08:44:32    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ansonsten kann doch selbst ein Liberaler nicht viel dagegen haben, wenn einige Reiche einen Teil ihres Vermögens spenden wollen.
Wohl eher: Principiis obsta! Wink Wo kämen wir denn hin, wenn ganze Weltbilder von diesen naseweisen Spendern zerrüttet würden? Die sind ganz sicher vom Teufel besessen - und den muss man ihnen austreiben. Schließlich ist es nur zu ihrem eigenen Besten.

... Ähnlichkeiten mit bekanntem Verhalten sind offenbar nicht zufällig - oder: Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Um den Umweltschutz, die Bildung, Gesundheit und Pflege und Arbeitslose zu stärken braucht man keinen Staat. Kann man auch selbst privat organisieren. Käme vielleicht sogar billiger und effizienter heraus.
Möglich. Bisher hat's nur noch nie jemand geschafft. Überall wo "der Staat" nicht eingreift, geht der Umweltschutz flöten, die Bildung den Bach runter, wird Gesundheit zum Glücksspiel, wird der Wert der Alten am Umfang ihres Kontos gemessen und werden Arbeitslose in existenzielle Bedrängnis gebracht. ... Oder kannst du nachhaltige Gegenbeispiele nennen, Julius_Dolby?

Ich erinnere nur hämisch an Neuseeland; das einstige Muster-Vorzeige-Wenig-Staat-ist-besser-für-alle-Land, das gerade mit Riesenschritten in den Abgrund rennt. Ich erinnere an das Muster-Vorzeige-Wenig-Staat-schafft-Arbeitsplätze-Land Irland, das am Staatsbankrott entlangschlittert und alles andere als attraktiv für jene Unternehmen ist, die nicht das Pech hatten, dem VWL-Zauberspruch "Schlanker Staat = starke Wirtschaft" zu verfallen. Ich erinnere an das Muster-Vorzeige-Wenig-Staat-macht-starke-Eigeninitiative-Land Griechenland, das uns Herr Schröder einst vorhielt, als es um "freies Unternehmertum" und die Vorteile eines solchen ging. Heuer hat Griechenland den zweiten Renten-Konkurs hingelegt und zahllose (Ex-)Unternehmer haben nicht nur keine Rücklagen aus ihren - selbstverständlich privatversicherten - Renten mehr, sondern, dank des Nicht-Zwangs zur Partizipation am staatlichen Rentensystem auch keine Perspektive fürs Alter; ohne dass jemand bisher herausfand, wie man der scheinbaren Linearität der Zeit entrinnen könnte.

Und ich erinnere an Deutschland, wo große (und selbsternannte) Volksparteien einst nach "weniger Staat" riefen und heute proklamieren "Nur ein starker Staat kann uns noch retten."

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Die freiwillige Bereitschaft mancher weniger soll hier wohl eher eine diskriminierende Pflicht (auch gegen deren Willen) für viele andere auch legitimieren
Selbst wenn dem so wäre: Was ist daran so besonderes, dass es dich aufregt? Oder nervt dich auch die Sippenhaft, in der alle HIV-Beglückten stecken, nur weil weniger als 2% (Erhebung der Bundesagentur für Arbeit) Sozialbetrug begehen?
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2009 - 20:56:46    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Elzéard B. hat folgendes geschrieben:
Lol sry, lächerlicher gehts nimmer.

Ob deine Ironiedetektoren heute Sonntagspause haben..? Wink


Very Happy Oh, scheint tatsächlich so. Von Knalltüte bin ich solche Beiträge aber eigentlich gewohnt Question Neutral
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