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Männerbilder, Familienideen und Väterrollen
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Classico
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Anmeldungsdatum: 22.05.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2009 - 03:08:01    Titel: Männerbilder, Familienideen und Väterrollen

Also es geht um folgendes ich soll mir gedanken machen über die einzelnen Personen

Odoardo Galotti (von Lessing, Emilia Galotti)

Der Alte Moor (Maximilian von Moor) (von Schiller, Die Räuber)

und

Eine Vaterrolle aus dieser Zeit.


Ich soll mich damit auseinandersetzen und vergleiche anstellen zwischen diesen 3 Personen und dabei soll ich diese 3 Attribute Männerbilder, Familienideen und Väterrollen herrausarbeiten.
Also ich habe gegooglet wie ein Weltmeister und nichts zu dem Thema gefunden, also nicht sehr viel und ich würde gerne eure Ideen hören um ein bisschen vorran zu kommen wäre echt nett.

Mfg Classico Smile
Divilish Girl
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Anmeldungsdatum: 09.05.2009
Beiträge: 84
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2009 - 15:52:23    Titel:

Das sit schon eine recht umfangreiche Aufgabe. Hast du schon bei wikipedia geguckt? Da sind doch immer die einzelnen Personen vorgestellt. Da kannst du doch dann schon ein bisschen was zwischen de Zeilen lesen. Mir würde jetzt nur beim alten Moor spontan einfallen, dass er ein recht gutmütiger Vater ist (will z.B. seinen Sohn trotz seines angeblichen Treibens nicht verstoßen --> nur durch Farnz dazu gedrängt). Er verhätschelt seine Söhne sehr und wünscht sich eine glückliche und solide Familie in der jeder einem gerechten Handwerk nachgeht. Er will, dass ein Mann gebildet ist (wollte dass Karl studiert) und einen gerechten und anständigen Beruf nachgeht und sich auch in seiner Freizeit mit ordentlichen Sachen beschäftigt (wahr erschrocken als er hörte, dass Karl angeblich mit Dirnen verkehrt und acuh ein junges Mädchen entjungfert und ihren künftigen Gatten im Duell tötete). Er wünscht sich zudem Frieden und liebt seine Familie sehr.
Was meinst du mit eine Vaterrolle aus dieser Zeit? Wegen Emilia Galotti müsstest du selbst nochmal nachlesen, da erinnere ich mich nicht mehr so richtig dran.

Hoffe es hat dir etwas geholfen?

LG
Classico
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Anmeldungsdatum: 22.05.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2009 - 16:52:33    Titel:

mit Vaterrolle aus dieser Zeit meine ich, es sind ja unterschiedliche Väter also der Moor und Odoardo und dann soll ich noch hinzufügen wie die Väter heutzutage sind verstehst du was ich meine?

Achja und vielen dank für den Moor hat mir wirklich viel gebracht also wenn du noch irgendetwas weißt dann immer her damit hehe^^ Very Happy
Aufjedenfall habe ich ein bisschen schon ein bisschen recherchiert und auch bei wikipedia nachgeschaut, da steht zumindestens nichts womit ich was anfangen kann dann habe ich in einem Buch nachgeschlagen und sowas heraus gefunden.

Odoardo ist eben nicht der fürsorgliche, umsichtige, liebevolle, gesprächsbereite und offene Familienvater, er ist vielmehr geprägt von radikaler Tugendhaftigkeit gepaart mit vorurteilsbeladenem Misstrauen.

Also ich suche so etwas! Wie ich es hier erläutert habe villeicht fällt dir noch etwas ein was mit dem Moor zu tun hat würde mich riesig freuen. Aber ich danke dir sehr, das du dir die mühe gemacht hast und mir geholfen hast. Smile Smile Smile

Mfg Classico
Divilish Girl
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Anmeldungsdatum: 09.05.2009
Beiträge: 84
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2009 - 17:19:56    Titel:

Ist kein Problem! Ich freue mich wenn ich helfen kann Smile
Es ist nett von dir, dass du das zu schätzen weißt, häufig kriegt man meistens nicht einaml ein Dankeschön für seine Mühen...
Ich werde selbst nochmal in wikipedia gucken. Das was ich dir über Moor erzählt hab, hab ich mir letztlich nur durch den Inhalt erschlossen. Da werde ich nochmal nach Emilia Galotti schauen, also bleib dran...

LG
Divilish Girl
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Anmeldungsdatum: 09.05.2009
Beiträge: 84
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2009 - 17:42:25    Titel:

Also:
- Odoardo zeigt erste Ansätze von rationalem Denken, handelt und denkt jedoch überwiegend irrational (verdeutlicht jedoch die ersten Umbrüche des Bürgertums im 18. Jh.), hängt an alte bürgerliche Moralverhältnisse
- der Bestand der Familien Ehre ist ihm wichtig, er besitzt also ein sehr traditionelles wenn nicht gar veraltetes Familien-, bzw. Männerbild

Hab das hier noch gefunden:
Charakterisierung: Odoardo Galotti

Der erste Auftritt des Odoardo Galotti zeigt, dass seine Tochter sein ein und alles ist und er sich sehr um sie sorgt. Nachdem seine Frau Claudia Galotti berichtet, dass Emilia alleine in die Kirche kurz vor ihrer anstehenden Hochzeit gegangen sei, kommen die Sorgen in Odoardo hoch. Die Frau versucht ihn daraufhin noch zu beruhigen, doch seine anschließenden Aussagen „Einer ist genug zu einem Fehltritt“ und „Aber sie sollte nicht allein gegangen sein.“ zeigen, dass er übertrieben ängstlich ist.
Im weiteren Verlauf des Aktes wird seine übertriebene Ängstlichkeit noch einmal zum Vorschein gebracht. Nachdem Emilia immer noch nicht zum Hof zurückgekehrt ist, macht sich Odoardo Galotti noch mehr Sorgen und sagt „Sie bleibt mir zu lange aus“.

Implizit erfahren wir aus dem inneren Monolog, den Claudia Galotti führt, dass Odoardo ein man der „rauen Tugend“ ist. Dieser innere Monolog gibt ebenfalls Aufschluss darüber, warum Odoardo Galotti so übertrieben ängstlich auf Emilia reagiert.
Dank seiner rauen Tugend, scheint ihm nämlich alles verdächtig und strafbar zu sein.
Hinzukommt, dass Odoardo sehr selbstbewusst und im Auftreten ein sehr selbstsicherer Mann ist. Im zweiten Akt, in dem beschrieben wird, wie Odoardo das erste Mal am Geschehen teilnimmt, wird die Autorität und Souveränität dieses Familienvaters sichtbar.
Er ist froh, den richtigen Mann für seine Tochter gefunden zu haben, Zitat „Alles entzückt mich an ihm“. Anhand der Gespräche zwischen Odoardo und Claudia wird deutlich, dass Odoardo als starkes Familienoberhaupt akzeptiert wird und Emilia auch größten Teils nach seinen Wertvorstellungen erzogen wurde. Dennoch weiß Odoardo Galotti, wenn er seine einzige Tochter ziehen lassen kann. Seine Frau versucht ihn zwar noch zu überreden, dass Emilia auf dem Hof bleibt, doch möchte er, dass sie mit dem Grafen Appiani fort geht, wie es sich gehört.

Odoardo mag diesen Grafen sehr als zukünftigen Schwiegersohn, denn er ist sich um die Stellung in der Gesellschaften des Grafen bewusst. Odoardo gehört der oberen Bürgerschicht an, da er einen eigenen Hof hat, es sich leisten kann nicht in der Stadt wohnen zu müssen und einen Diener Namens Piro hat. Er kann also durch die Heirat seiner Tochter eine gute Beziehung zum Graf Appiani aufzubauen und so seinen Ruf und seine Stellung in der Gesellschaft verbessern.

Die gute Erziehung des Odoardo spiegelt nämlich in diesem Drama die Ordentlichkeit, die starke Moral und das Pflichtbewusstsein des Bürgertums wieder. Bewusst hat Odoardo Graf Appiani als den zukünftigen Mann für seine Tochter ausgesucht, denn er weiß, dass er ebenfalls ein tugendhafter Mann ist und seine Tochter bei ihm in guten Händen ist, sonst würde Odoardo sie auch nicht mit ihm gehen lassen.
Odoardo möchte nicht, dass seine christlich-moralische Erziehung von dem wollüstigen Prinzen Gonzaga zerstört wird.

Gesamt gesehen kann man noch mal unterstreichen, dass Odoardo seine Tugendhaftigkeit auf die Erziehung Emilias übertragen hat und er möchte, dass sie ein glückliches Leben mit dem Graf Appiani führen kann.

Zu den Vätern heutzutage:
- sind gleichberechtigt mit ihrer Ehefrau
- Väterbild heutzutage sehr unterschiedlich: man ist an keine überkommenen Moralvortellungen mehr gebunden, jeder kann seine eigenen Vorstellungen ausleben
- auf Familienehre usw. wird eigentlich nichts mehr gesetzt
- haben keinen so großen Einfluss mehr auf ihre Kinder, wenn diese schon 18 sind, dass heißt jeder kann sich seinen Partner selbst auswählen und den Beruf ausüben den er will

Das hätte ich dazu noch gefunden:

Im 18. Jahrhundert ist der Vater die Autoritätsperson in der Familie. Er ist im Durchschnitt fünf Jahre älter als seine Frau und trifft alle Entscheidungen. Die Vater-Sohn-Beziehung gilt als wichtiger als die Ehe. Fast alle Frauen sind verheiratet und müssen sich ihrem Ehemann unterwerfen.

Beschützer Der Vater verliert im 19. Jahrhundert an Autorität. Er ist nicht mehr Patriarch, sondern Beschützer und Vorbild für die Kinder. Weil Familie und Arbeitswelt getrennt werden, ergibt sich eine klare Rollenaufteilung: Der Vater ernährt die Familie, die Mutter erzieht die Kinder.

Förderer Zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden erstmals öffentliche Debatten über die Rolle des Vaters geführt. Ihm wird aktives Engagement in Ehe und Familie abverlangt. Das Idealbild ist die "gesellschaftliche Familie": Der Vater soll die Entwicklung seiner Kinder ganz gezielt fördern.

Ernährer Mit der großen Depression in den 30er Jahren kehrt das Idealbild des Vaters als Ernährer zurück. Weil die Arbeitslosigkeit hoch ist, sichern staatliche Maßnahmen Jobs für Männer. Im Zweiten Weltkrieg fehlen viele Väter ihren Kindern ganz. Sie kämpfen an der Front.

Disziplinierer In den 50er Jahren wird der Vater wieder Disziplinierungsperson. Er betreut seine Kinder nicht, aber nimmt sie gern zum Sport mit. Väter sollen Kameraden sein, aber keine Windeln wechseln. Die Mutter dagegen ist die emotionale Bezugsperson ihrer Kinder.

Unentschlossener In den 60er Jahren wird radikal über die Rolle des Vaters diskutiert. Männer und Frauen begehren gegen Vorurteile auf, die Scheidungsraten steigen. Vaterrechtsbewegungen kämpfen für das Sorgerecht der Väter. Der Vater bleibt auf der Suche nach einer neuen Rolle.

Neuer Vater Der heutige Vater ist hin- und hergerissen zwischen seiner knappen Zeit und dem Wunsch, sich mehr um seine Kinder zu kümmern. Die Autorität des Vaters hängt von seinem wirtschaftlichen und beruflichen Status ab. Viele Väter fühlen sich von der Doppelbelastung überfordert.

Und noch was zum alten Moor:
Maximilian von Moor
Der Graf Maximilian von Moor (auch „der Alte Moor" genannt) ist der Vater von Karl und Franz. Er ist ein herzensguter Mensch, und ein guter und gnädiger Herrscher über seine Untertanen, doch lässt er sich schnell beeinflussen. Er ist mit der Zeit schwach geworden, und kann sich gegenüber seinen Söhnen nicht mehr durchsetzen. Aufgrund des frühen Todes seiner Gemahlin war er dazu gezwungen, seine Kinder allein zu erziehen und war dieser Aufgabe offensichtlich nicht gewachsen. In der Erziehung seiner beiden Söhne hat er teilweise versagt und es ist ihm nicht gelungen, seinen Söhnen realistisches, gesellschaftlich akzeptables Verhalten beizubringen. Familiäre Werte sind insbesondere für seinen Sohn Franz verfallen und ungültig. Für dessen Entwicklung (siehe Franz Moor) ist vor allem die Vernachlässigung durch den Vater in der Kindheit verantwortlich.


Hoffe das hilft dir etwas weiter? Wenn du noch Fragen hast, kannst du sie gerne stellen oder mir auch ne private Nachricht schicken.
Mal ne Frage: Welche Klasse bist du, bzw. welchen Umfang muss diese ganze Ausarbeitung dann haben?

LG
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