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Feindschaft SPD/KPD
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Bucrass
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Anmeldungsdatum: 02.02.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2009 - 18:55:48    Titel: Feindschaft SPD/KPD

Hallo Leute,
mit der Suche habe ich leider nichts gefunden also frage ich mal nach:
Die KPD hat sich ja vom Spartakusbund entwickelt und der Spartakusbund aus (mehr oder weniger) radikalen SPD-Mitgliedern. (Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege ^^).
Nun wollte ich fragen, ob es noch andere Gründe zu der Feindschaft zwischen KPD und SPD gibt, außer, dass sie sich wegen verschiedener Vorstellungen des Staates nicht einigen konnten und deshalb sich die SPD gespaltet hat (MSPD, USPD, Spartakusbund) bis sich aus den linksrevolutionären Gruppierungen die KPD entwickelt hat?

Dankes schönmal für eure Hilfe

Grüße Bucrass
Jassinho
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 328

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2009 - 22:22:02    Titel:

Kurz und oberflächlich. Die KPD sah ihr politisches Ziel in der Komplettierung der marxistischen Revolution, wobei die SPD eher einen gemäßigten demokratischen Konsens hatte.
Die Feindschaft manifestierte sich später in der "Sozialfaschismustheorie" der KPD.
buraka7
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Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 103

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2010 - 00:46:47    Titel:

Naja die KPD bzw. der Spartakusbund ist nicht direkt aus den Extremen-SPD Politikern entstanden. Die SPD hat sich bereits 1918 in die USPD (die extremen der SPD) und MSPD (SPD) gespalten, sodass der Spartakusbund sich an die USPD angeschlossen hat.

Wie schon auch oben bereits beschrieben, wollte die USPD eine marxistische Revolution, während die SPD an der Demokratie verwurzelt blieb und diese einführen wollte, wobei die Elemente von Marx und Engels auch in einigen Teilen berücksichtigt werden sollten Wink
Partisanaki
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Anmeldungsdatum: 02.03.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 02 März 2010 - 22:23:47    Titel:

Die KPD hat sich ganz klar von der SPD distanziert, weil die SPD die Aufrüstung für den ersten Weltkrieg unterstützt hat und weil sie aus dem DGB ausgertreten ist und somit die Einflussnahme der Gewerkschaften drastig geschwächt hat.

Verstehe ich auch
Schorschy
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Anmeldungsdatum: 03.04.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2010 - 21:19:25    Titel: Gemeinsam sind wir stark!

Hallo, du sprichst das eigentliche Problem direkt an.

Seit Marx und Engels gab es keinen Pfeiler mehr wo der Weg der linken Kräfte nun gezielt hingehen soll. Es hat bisher mindestens so viele Interpretationen gegeben wie es Interpreten des Marxismus gab.

Ich sehe die Hauptaufgabe der heutigen Zeit darin, zunächst die KPD wieder zu einer einheitlichen und starken Partei wieder zu vereinigen um dann den Weg zur geschlossenen Einheitsfront aller Linken überzugehen. Was wir unbedingt brauchen ist eine große starke Aktionseinheit. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Wir haben deshalb eine Gruppe gebildet der alle Kommunisten beitreten können, die mit uns gemeinsam diesen revolutionären Weg gehen wollen.
Du erreichst unsere Gruppe unter folgenden Link:

[url]http://groups.google.com/group/spartakus-freunde [/url]

Rote Grüsse
Schorschy
quatsch
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Moderator


Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 09:50:11    Titel:

Auf Seiten der KPD lag der Hauptgrund für die Feindschaft in der Poltik der Komintern bzw. Stalins. Das hat weniger mit sachlichen Argumenten zu tun, sondern weil die KPD im wesentlichen eine Marionette Moskaus war. Wie üblich gibt Wikipedia die Grundinformationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Komintern#VI._Weltkongress_1928_.E2.80.93_Sozialfaschismusthese
Schorschy
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Anmeldungsdatum: 03.04.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 10:05:40    Titel: Marionette oder Vorbild?

Man darf nicht alles 1:1 umsetzen, nur weil es bei Wikipedia steht.
Die Einen bezeichnen es als "Marionette" die anderen als "Vorbild". Jeder Mensch hat Vorbilder also auch jede menschliche Gemeinschaft. Oder um es mit deinen Worten zu sagen: "Die BRD ist eine Marionette der aggressiven USA".
Nenne mir deine Freunde und ich sage dir wer du bist!
FREIHEIT IST IMMER DIE FREIHEIT DER ANDERS DENKENDEN! R.L.
quatsch
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Moderator


Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 10:15:19    Titel:

Die Grundzüge der Komintern-Politik sind unumstritten. Allerdings hören es die Kommunisten und Linken nicht gerne, weil sie dann plötzlich nicht mehr die einzigen aufrechten Streiter sind. Trotzdem stimmt es aber, sogar, obwohl es bei Wikipedia steht. Ob Du es Vorbild nennst oder Marionette, ist egal, Tatsache ist jedenfalls, dass die Kommunisten den Nazis in die Hände gearbeitet haben und die Nazis benutzen wollten, um die SPD zu vernichten. Was so nicht geklappt hat, man ging selber mit drauf.
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 20:38:17    Titel:

Wichtig ist noch, den scheinbaren Widerspruch zu verstehen, dass die KPD ihren ideologischen Hauptfeind in der SPD sah und nicht - wie man vermuten könnte - in der NSDAP.

Nach marxistischer Geschichtsdeutung lief die Geschichte auf ein Endziel zu, nämlich die kommunistische Gesellschaft. Feind war - verinfacht gesagt - von wem die Gefahr ausging, dass dieses Endziel in weitere Ferne geschoben werden würde.

Nun waren - aus Sicht eines Marxisten - Parteien wie die DVP, DDP, DNVP und auch NSDAP mehr oder weniger radikale Bannerträgervereine des Kapitals, das ohnehin mit der Revolution besiegt werden würde. Das sei schließlich nur eine Frage der Zeit.

Viel wichtiger war, wer die Revolution anführen würde, die "wahren" Marxisten oder nur "Schafe im Wolfspelz" a la SPD. Das ist der Grund, warum sich sozialistische Gruppierungen untereinander eher bekriegen als dass sie sich zusammenschließen: Es gibt keinen Pluralismus im Sozialismus.

Die Feindschaft der beiden größten sozialistischen Parteien in Weimar ist dafür ein Paradebeispiel.
JuraHD2010
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Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2010 - 20:47:55    Titel:

Wichtig ist noch, den scheinbaren Widerspruch zu verstehen, dass die KPD ihren ideologischen Hauptfeind in der SPD sah und nicht - wie man vermuten könnte - in der NSDAP.

Nach marxistischer Geschichtsdeutung lief die Geschichte auf ein Endziel zu, nämlich die kommunistische Gesellschaft. Feind war - verinfacht gesagt - von wem die Gefahr ausging, dass dieses Endziel in weitere Ferne geschoben werden würde.

Nun waren - aus Sicht eines Marxisten - Parteien wie die DVP, DDP, DNVP und auch NSDAP mehr oder weniger radikale Bannerträgervereine des Kapitals, das ohnehin mit der Revolution besiegt werden würde. Das sei schließlich nur eine Frage der Zeit.

Viel wichtiger war, wer die Revolution anführen würde, die "wahren" Marxisten oder nur "Schafe im Wolfspelz" a la SPD. Das ist der Grund, warum sich sozialistische Gruppierungen untereinander eher bekriegen als dass sie sich zusammenschließen: Es gibt keinen Pluralismus im Sozialismus.

Die Feindschaft der beiden größten sozialistischen Parteien in Weimar ist dafür ein Paradebeispiel.
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