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Mit S oder OHNE S, wann und warum?
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Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2009 - 09:47:07    Titel:

Zitat:

"Mitunter zeigen sich regionale Unterschiede, etwas schweizerisch Abfahrtzeit gegenüber bundesdeutschem Abfahrtszeit, österreichisch Fabriksarbeiter gegenüber bundesdeutschem Fabrikarbeiter . . .".

Ja, wenn schon die Schweizer, die Deutschen und die Österreicher nicht einig sind... , was werden wir, arme Deutsch lernende Ausländer, my dear friend und ami Zwanglos?

Klimperkasten hat folgendes geschrieben:
Der Deutsch lernende Ausländer hat es da schon schwerer.

Du könntest, meine liebe Freundin und amie Klimperkasten, auch einen Elativ - das schöne, neue Kompositum verwenden, das ich - gerade gestern! - gelernt habe: GROTTENSCHWER!

Klimperkastensdeutschlernenderbeau
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2009 - 09:51:04    Titel:

Da kann ich Beau nur zustimmen... im Ruhrgebiet zum Beispiel fügt man häufiger mal ein "s" ein, wo es eigentlich nicht hingehört bzw. wo man in anderen Regionen keins verwenden würde.

Beispiel etwa "Bratskartoffeln"... würde ich persönlich zwar nicht sagen, habe ich aber im Pott immer wieder gehört.

Ein beliebtes Wort, das unterschiedlich gebildet wird, ist auch "Mietvertrag" - gar nicht wenige (auch deutschlandweit) sagen "Mietsvertrag".
ctnghia
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Anmeldungsdatum: 14.05.2009
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2009 - 10:06:28    Titel:

Vielen dank an allen,
es hat mir viel geholfen.

oberhaenslir hat folgendes geschrieben:
.

Bundeswehrbescheinigung = Bescheinigung der Bundeswehr

Wehrsschliessung = Schliessung des Wehrs


Motivationschreiben = Schreiben betreffend die Motivation

Bundesvertrag = Vertrag des Bundes

.


Was hast du hier gemeint?
Zwanglos
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Anmeldungsdatum: 11.10.2006
Beiträge: 2912
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 00:34:07    Titel:

Katzberg und Katzenberg, natürlich.
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 10:27:45    Titel:

Im Miezhaus! Very Happy

Also, ich finde den zum Kugeln.

Ich habe gelesen, dass es doch Hinweise gibt, bei welchen Bildungen ein Fugen-S auftritt. Das ist hier auf der ersten Seite aus dem Duden zitiert.
Eine Regel für das Fugen-Element ist das jedoch offensichtlich nicht.
Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 15:54:48    Titel:

zak hat folgendes geschrieben:
Ich habe einen Hals, eine Nase und zwei Ohren. Warum heißt es dann Hals-Nasen-Ohren-Arzt?

Ach! Meine lieben deutschen Freunde: heutzutage kümmert Ihr Euch nicht um einen Gallizismus (oder Anglizismus: pfui!) mehr oder weniger in meinem geliebten Deutsch!
Warum nennt Ihr nicht diesen Arzt einfach Oto-rhino-laryngologe?

Beau
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 21:30:10    Titel:

Für den HNO-Arzt gilt natürlich das gleiche, was für alle Komposita gilt:
"Nasen-" und "Ohren-" sind keine Pluralformen. Ein "Nasenbaer(1970)" hat ja auch nur eine Nase. (s.o. "Hundehütte")

Aber Beau, das klingt so, als wolltest Du uns Otorhinolaryngologe als Gallizismus verkaufen! Ich muss da eine Lanze für das Griechische brechen:

ὠτο-ρινο-λαρυγγο-λόγος ist natürlich schönstes Griechisch, mit griechischer Komposition - da geht das nämlich auch.
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 22:56:38    Titel:

Zwanglos hat folgendes geschrieben:
Als Ausländer soll man vielleicht in nur eine Richtung studieren. Ich bin kein „Deutschlernender”, sondern ein „Hochdeutschlernender”. Hochdeutsch allein zu (er)lernen finde ich ausreichend schwierig Rolling Eyes Wenn ich ein Hochdeutschmeister werde, werde ich mich nur dann vielleicht für die andere Dialekte interessieren...

Nur schreiben weder Österreicher noch Schweizer im Dialekt (allenfalls wenn es sehr informal ist), sondern im Standarddeutsch. Und das manchmal auch mit Austriazismen bzw. Helvetismen. Das nennt sich dann allerdings auch Hochdeutsch:

Schweizer Hochdeutsch.
Beispielsweise.

Womit wir wieder beim Thema wären:

Warum "beispielsweise" aber "fallweise" Question
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2009 - 23:16:35    Titel:

Es gibt anscheinend (lediglich) Faustregeln für die Verwendung des Fugen-s:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,293195,00.html

Als Ausländer würde ich da beim Sprachenlernen entweder verzweifeln, oder durch schlichte Gewöhnung lernen müssen. Wenn ich müsste, dann würde ich vermuten, dass das Fugen-s aus der Aussprache heraus entstanden ist, vielleicht zur Erleichterung der Aussprache "opportunistisch" eingefügt wird/wurde. Eventuell ist es ein noch unvollständig gebliebener sprachlicher Veränderungsprozess, der noch keine klaren einheitlichen Strukturen geschaffen hat.

Noch ein lustiges Spielchen:
Wieviele (und welche) der folgenden Komposita stehen im Duden?

Fahrtzeit - Fahrtszeit - Fahrzeit - Fahrszeit?
Abfahrtzeit - Abfahrtszeit - Abfahrzeit - Abfahrszeit?

Twisted Evil
Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 30 Jun 2009 - 08:59:49    Titel:

Arborius hat folgendes geschrieben:
Aber Beau, das klingt so, als wolltest Du uns Otorhinolaryngologe als Gallizismus verkaufen! Ich muss da eine Lanze für das Griechische brechen:

ὠτο-ρινο-λαρυγγο-λόγος ist natürlich schönstes Griechisch, mit griechischer Komposition - da geht das nämlich auch.

Ja! Du hast Recht, lieber Arborius - es ist ein Hellenismus. Ich bitte Dich humblement um Verzeihung.
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