Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Gedichtanalyse «diese Leere» von Erich Fried
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Gedichtanalyse «diese Leere» von Erich Fried
 
Autor Nachricht
Fraenzi W.
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.06.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2009 - 19:39:57    Titel: Gedichtanalyse «diese Leere» von Erich Fried

Im folgenden Gedicht von Erich Fried habe ich inhaltlich folgendes herausgefunden:
Die Leere von der er spricht, ist sicherlich nicht materiell bedingt. Aufgrund des Inhalts und der Wortspiele wird klar, dass es sich um ein Gefühl handeln muss.
Meiner Meinung nach ist die Leere, von der Erich Fried hier schreibt, die Leere bedingt durch eine verlorene Liebe (durch den Tod, oder durch das Beenden der Beziehung).
-------------------------------------------------------------------------------

Diese Leere

Wie leer ist es
da
wo etwas war
Wo w a s war?
Etwas was nicht mehr da ist
Und ist es nicht mehr da?
Warum nicht?
und wirklich nicht?
Kann es nicht wieder da sein?
Darf es nicht wieder da sein?
Ist deshalb alles so leer?

Wie groß
muß gewesen sein
was da war
daß alles jetzt
wenn es vielleicht nicht da ist
oder vielleicht
nicht mehr da sein wird
so leer ist
daß Leere in Leere
übergeht
oder untergeht
oder ruht?

Müßte Ruhe
nicht eigentlich anders sein
als das
was leer ist
und doch
kalt ist
obwohl das Leere
nicht kalt sein kann

als das
was leer ist
und doch noch brennt
obwohl das Leere
nicht brennen kann

als das was leer ist
und doch
den Hals zuschnürt
obwohl das Leere
den Hals nicht zuschnüren kann

Was ist es also?
-------------------------------------------------------------------------------

Die erste Strophe beschreibt, wie Leer man sich fühlt, nach dem Verlust einer Person. Ausserdem stellt man sich die Frage, warum es nicht wieder so sein kann wie früher, als die Liebe noch da war.

In der zweiten Strophe geht es um das Realisieren, dass es vorbei ist. Man verfällt in eine Leere.

Bei der dritten Stophe wird die Ruhe beschrieben, die nicht wirklich vorhanden ist, denn man spürt die Kälte der anderen Person einem selbst gegenüber.

In der vierten Strophe assoziiere ich das beschriebene Brennen, mit dem Gefühl der anhaltenden Traurigkeit.

Und schliesslich bei der fünften Strophe, geht es darum, dass das ewige daran denken und nicht loslassen können dazu führt, dass es einem regelrecht den Halszuschnürt.


Was meint ihr zum Gedicht? Habt ihr eventuell Verbesserungsvorschläge, oder interpretiert ihr das Gedicht ganz anders? Könnt ihr mir vielleicht bei den formalen Dingen weiterhelfen (Versfuss, Reim usw.)?

Ich bedanke mich im Voraus!
Liebe Grüsse Fränzi
Leoni
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2009 - 14:28:48    Titel: Re: Gedichtanalyse «diese Leere» von Erich Fried

Fraenzi W. hat folgendes geschrieben:
In der vierten Strophe assoziiere ich ...


Hi Fränzi!

Also ich finde, so geht es nicht. Du nimmst das Gedicht als freie Assoziationsgrundlage. Das Ergebnis ist ganz nett, es hat aber weniger mit dem Gedicht zu tun, sondern spiegelt eher dein Brainstorming wider.

Nach den ersten Assoziationen mus jetzt irgendwas kommen. Brainstorming ist nur der Einstieg in ein Thema. Du müsstest überprüfen, ob das wirklich so in dem Gedicht drinsteht.

Genaues Lesen wäre dienlich.

Und dann folgen ein paar Analysemethoden, die ihr doch sicherlich im Unterricht behandelt habt...
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Gedichtanalyse «diese Leere» von Erich Fried
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum