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Gedichtsinterpretation
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vs1993
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Anmeldungsdatum: 21.02.2009
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2009 - 16:45:29    Titel: Gedichtsinterpretation

hallo
ich schreib demnächst ne gedichtsinterpretation und möchte ganz gut abscheniden was sollte ich denn beachten könnten ihr mir ein paar tips geben

und achja das gedicht handelt über das mootiv der stadt
hättet ihrn paar ideen was vorkommen könnte

könnte bitte jemand die gedichtsinterpretation ansehen und mir sgane was ich noch verbessern könnte danke

Das geDicht

Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.

Zuerst weht ein leichter Wind,

Leicht bewegen sich

Die Blätter in den Bäumen.

In der Ferne, weit in der Ferne,

Pausenlos die Glocke der Wasserverkäufer.

Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.



Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.

In der Höhe die Schreie der Vögel,

Die in Scharen fliegen.

Die grossen Fischernetze werden eingezogen,

Die Füsse einer Frau berühren das Wasser.

Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.




Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.

Der kühle Bazar,

Mahmutpascha mit dem Geschrei der Verkäufer.

Die Höfe voll Tauben.

Das Gehämmer von den Docks her;

Im Frühlingswind der Geruch von Schweiss.

Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.


Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.
Im kopf den rausch der vergangene Feste.
Eine Strandvilla mit halbdunklen Bootshäusern
das Sausen der Südwinde legt sich
Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen.

Orhan Veli (1941)




Gedichtsinterpretatino :


Das Gedicht des türkischen Dichters Orhan Veli, "Ich höre Istanbul", das im Jahre 1941 geschrieben wurde , beschäftigt sich mit der Beschreibung der Stadt Istanbul, die das lyrische Ich wahrnimmt.

Das Gedicht beginnt mit der Schilderung der Natur und der Beschreibung eines Wasserverkäufers.
In der zweiten Strophe beschreibt das lyrische Ich die fliegenden Vögel und deutet darauf hin, dass die ersten Vorbereitungen für den Basar getroffen werden.
In der dritten Strophe gibt das lyrische Ich Auskunft über den Basar und das Geschäftsviertel Mahmutpascha und schildert jedes Detail ,das zu hören ist.
In der letzten Strophe gesteht es in letzter Zeit viel getrunken zu haben und beschreibt nun das letzte mal die Idylle währen der Abenddämmerung.

Schon die Überschrift "Ich höre Istanbul" deutet darauf hin, dass in dem Gedicht die Stadt Istanbul näher beschrieben wird und passt aus diesem Grund sehr zum literrarischen Werk. In dem Gedicht wird aus der Perspektive eines lyrischen Ichs geschrieben, das nur berichtet, was es hört (vgl V. 21 "Ich höre ...."), fühlt(vgl V.2" Zuerst weht ein leichter WInd") und was es riecht (vgl. v.18 " Im Frühlingswind der Geruch von Schweiß"), da es aufgrund des Alkoholeinflusses nicht sehen kann.
Dafür ,dass das Auge bei der faszinierenden Beschreibung entfällt, kann das lyrische Ich sehr viel beschreiben. Vielleicht wollte Veli mit dieser Beschreibung deuten, dass Istanbul einzigartig ist. Dies lässt sich interpretieren, da das lyrische Ich in V 21 zugibt, dass es sehr viel getrunken habe und sich daraus schließen lässt ,dass es wahrscheinlich einem Filmriss unterlag. In solch einer Situation stellt der Leser sich bestimmt die Frage woher das lyrische Ich überhaupt weiß, dass es sich in Istanbul befindet. Die Antwort befindet sich in den Eigenschaften der Stadt, die dem lyrischen Ich bekannt vorkommen, wie das "Geschrei der Verkäufer"(V.15) oder dem "Frühlingswind" mit dem "Geruch von SChweiß" (V.1Cool, woraus er herausschließt, dass er scih in Istanbul befindet.
Außerdem wird in dem Gedicht das Motiv der Stadt sehr nah an die Umwelt gebracht, d.h. ,dass diese Gegend sehr an die Natur gebunden ist(vgl V.16 " Die Höfe voll Tauben", V.11 " Die Füße einer Frau berühren das Wasser"").
Zum formalen Aufbau des Gedichts ist zu sagen, dass das Gedicht keine regelmäßige Strukturenthält, da die Strophen von unterschiedlicher Länge geprägt sind. Außerdem erkennt man kein Reimschema. Diesen formalen Aufbau nutzte der Verfasser wahrscheinlich um das Gedicht von anderen Gedichte zu Unterscheiden. Im übertragenen Sinne möchte der Autor also die Stadt Istanbul von den anderen hervorheben.
Nach genauem Betrachten des Textes fällt dem Leser auf, dass das Gedicht sehr einfach formuliert wurde und so gut wie keine rhetorischen Mittel enthält.
Nur eine Anapher befindet sich in den Versen 1, 6, 7, 12, 13, 19, 20, 24 "Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen". Dadurch möchte Veli vielleicht den Leser mehrmals erinnern, dass diese Stadt beschrieben wird ohne sie zu sehen, was sehr Unterstüzend auf seine Absicht wirkt.
Darüber hinaus wird das Wortfeld der Natur benutzt wie z.B. Wind(v.2), Blätter(V3), Bäume(V.3), Wasser(V.11) und Vögel (V.Cool, wodurch das Verhältniss von Natur und Stadt gestärkt wird.

Meiner Meinung nach ist die Thematik und due Art der Gestaltund des Gedichts sehr durchdacht, wodurch die Aussageabsicht des Autors zum Ausdruck kommt.
Außerdem ist der Gedanken gang von Veli mühelos nachvollziehbar und in der oben erwähnten Thematik relativ aktuell. Aufgrund dieser Aspekte ist dieses Gedicht für mich persöhnlich äußerst gelungen.
Dorro
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Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Froschhausen

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2009 - 20:32:08    Titel: Nicht schlecht!

Hi

auch ich hab im Unterricht gerade das Thema Gedichtsinterpretation. Meiner Meinung nach ist dein Text inhaltlich sehr gelungen, dennoch würde ich den Kunjunktiv meiden. An einer Interpretation ist es wichtig seine eigenen Wahrnehmungen aufzuschreiben, und da das Gedicht so auf dich wirkt wie du es beschreibst, ist es nicht nörig den Konjunktiv zu verwenden. Auch insgesamt solltest du eher umgangssprachliche Adjektive und zu viele Adjektive bei dem gleichen Wort vermeiden.

Alles in Allem bin ich mir sicher du wirst eine gute Interpratation schreiben, achte einfach ein wenig auf den Ausdruck.

Liebe Grüße,
ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen,

Doro
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