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Urknall, Philosophie und die Frage nach dem warum
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Urknall, Philosophie und die Frage nach dem warum
 
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ebichu87
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Anmeldungsdatum: 14.12.2008
Beiträge: 260
Wohnort: DE

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2009 - 22:59:32    Titel:

johnruizone hat folgendes geschrieben:
Was Kant sagt ist, dass wir es nicht wissen können.

Vielleicht hat er Recht. Zuminest liefert er eine widerspruchsfreie Theorie.

Wenn wir wissen, woher der Urknapp kam, dann werden wir uns sicher fragen, woher das kam, das den Urknall verursachte. Das ist das Problem.

Wenn du verstehst, dass wir nicht einfach vorraussetzen können, dass das Kausalitätsprinzip notwendigerweise unabhängig von uns für das Universum gilt, dann hast die einen Gedanken verstanden, den viele nicht kapieren.


Also so wie ich das jetzt verstanden habe, hat es einfach damit zu tun, dass die Wahrheit, wie wir sie subjektiv wahrnehmen, mit der absoluten wahrheit nichts zu tun hat.
Unsere Naturgesetze sind auf unserer subjektiven Wahrnehmung aufgebaut, es leuchtet mir schon ein, das man daraus keine absoluten schlüsse ziehen kann


hmm, war ganz schön aufschlussreich diese Diskussion. Ist kant schwer zu lesen?

glg
ebi

Edit
Zitat:

Wenn notwendigerweise alles eine Ursache hat, dann kann es notwendigerweise keinen Anfang geben. Dieses Problem ist in den Naturwissenschaften nicht lösbar.


nochmal dazu. Ich frage mich, ist es wirklich ein Problem, wenn es keinen anfang git? Oder wer sagt, dass es einen anfang gegeben haben muss?

grüsse
johnruizone
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Anmeldungsdatum: 25.09.2008
Beiträge: 736

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2009 - 10:54:51    Titel:

Ich fürchte ja, Kant ist sehr schwer zu lesen.

Es empfehlt sich ein Buch wie z.B. "Kant zur Einführung" aus der Junius Reihe.

Je nach Lerntyp hilft es auch sehr, einen Philosophen (= Universitätsprofessor) aufzusuchen, der dir hilft, die Dinge zu verstehen. Niemand hat etwas dagegen, wenn du dich in einer Vorlesung in die letzte Reihe setzt.

Kant ist halt nicht "aktuelle Forschung", sondern ein Klassiker. Aber alle aktuellen Forscher kennen Kant. Darin unterscheidet sich Philosophie von so vielen anderen Wissenschaften: Es ist oft notwendig, die Geschichte des Nachdenkens über eine Frage verstanden zu haben, um die aktuelle Diskussion zu verstehen.

Ich kenne mich nicht genau aus, aber ich glaube in Physik ist man mehr oder weniger mit dem neusten Stand der Forschung auf dem Stand der Wissenschaft. Philosophie funktioniert ein wenig anders.
Tom Petervari
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2009 - 16:31:19    Titel:

Vom Verfasser gelöscht.

Zuletzt bearbeitet von Tom Petervari am 23 Jul 2009 - 13:20:47, insgesamt einmal bearbeitet
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2009 - 17:26:47    Titel:

Die Methoden, mit denen moderne Naturwissenschaft sich eines Themas annimmt, sind nicht Eigenschaften dieses Themas!
Das Licht am Ende des Tunnels sieht nur der, der selbst den Tunnel besteigt. Im gegebenen Fall sicherlich richtig und notwendig.
Außerhalb des Tunnels mag die Sicht eine erweiterte sein.

Eine Formel mag die Realität zutreffend beschreiben. Teil der beschriebenen Realität kann sie niemals sein.

Nicht wahr?

Gruß Dornbusch
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2009 - 18:34:51    Titel:

Gerade wegen dem Urknall-Problem (weil die NaWis da keine Antwort auf das Warum/Davor geben können), gibt es starke Bestrebungen Modelle zu entwicklen, die ohne eine solche Singularität auskommen.

Aber letztendlich wird es bleiben wie es jetzt ist. Wir werden den fundamentalen Anfang (oder anders gesagt, den Sinn) des Universums nicht wissenschaftlich ergründen können. Dafür müsste man sich mMn in eine Betrachtungsposition AUßERHALB des Systems begeben ... und das wird nicht möglich sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das was wir derzeit Universum nennen wiederrum in einen höheren "Raum" eingebettet ist (siehe die Theorie der Branen, die ein Ableger der String-Theorien ist) ... das führt zu Erklärungen der Entstehung unseres Universums aber wirft natürlich prinzipiell die selben Fragen dann zum neuen übergeordneten System auf.
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2009 - 21:11:57    Titel:

Zitat:
Wir werden den fundamentalen Anfang (oder anders gesagt, den Sinn) des Universums nicht wissenschaftlich ergründen können.


Vorausgesetzt, es gibt überhaupt einen Sinn den man finden bzw. ergründen kann. Wobei ich denke, dass Anfang und Sinn von etwas vollkommen unterschiedlich sind, sofern ich dich nicht falsch verstanden habe Smile

Liebe Grüße,
Alex
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2009 - 08:54:48    Titel:

Naja, das sind Wortspiele.
Den Sinn im Sinne von wer oder was und warum werden wir wohl nie ergründen können, da uns dazu einfach die Perspektive von außerhalb des Systems fehlt.
X3my
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 - 01:46:14    Titel:

Nein, leider kein Nobelpreis. Punkten haben generell nie ein Volumen, sonst wären es ja keine Punkte. Einige von deinen "konstruierten" Widersprüche (nicht alle) sehe ich nicht als solche an.

Ansonsten:
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-big-bang-2001-ID1208425549316.xml
Maltodextrino
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Anmeldungsdatum: 27.08.2005
Beiträge: 210
Wohnort: S-H

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 - 02:23:25    Titel:

Jaa, Harald Lesch hat immer recht... Amen.

Hab ich Widersprüche konstruiert? Keine Ahnung. Man muss das halt oft interpretieren was ich da immer so schreibe. Das ist halt der Unterschied zu Harald Lesch. Bei dem ist alles richtig und korrekt was er sagt. Toll. Er geht kein Risiko ein. Zu dem Preis, dass er nichts neues herausfindet. Er präsentiert halt die Physik- und Philosophiestandarts die "allgemein anerkannt" sind. Aber damit kann er offenbar ganz gut leben.

Um noch eins drauf zu setzen: Wenn Harald Lesch vor 110 Jahren gelebt hätte, er wäre wohl einer dieser Professoren gewesen, die gesagt haben: "In der Physik wurde alles erforscht und es gibt nichts neues mehr zu entdecken." Das war damals Standart ...

PS: Das mit dem Nobelpreis war übrigens eine Anspielung hierauf: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/239431,15.html
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/239628,0.html
Nur zur Sicherheit, für alle die nicht regelmäßig mitlesen...
Z-Video
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Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2009 - 12:28:04    Titel:

Ich habe da mal eine nette Geschichte gelesen:

Stellt euch vor, wir befänden uns auf dem Planeten Flachland. Er ist zwar kugelförmig, aber das Hirn der intelligenten Bewohner ist so aufgebaut, dass diese Wesen nur in zwei Dimensionen (Länge, Breite) denken und begreifen können, also Flachländler. Alles was sich aus irgendeinem Grund in die Höhe erhebt ist für sie nicht begreifbar, nicht fassbar. Sie sprachen von einer dunklen Energie, die alles verschwinden lassen kann. Es gab einige Wissenschafter die mathematisch beweisen konnten, dass es eine weitere Dimension geben muss, aber begreifen werden die Flachländler das nie, soviel sie auch darüber philosophierten.

So geht es auch uns. Wir können in drei Dimensionen denken, wir können mathematisch beweisen, dass es weitere Dimensionen geben muss, begreifen werden wir das nie.

Gruss Erich
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