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Interpretation von Heinrich Böll der hilflose Knabe
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bluesmily
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Anmeldungsdatum: 09.06.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2009 - 19:30:11    Titel: Interpretation von Heinrich Böll der hilflose Knabe

Hallo, ich soll eine Interpretation von der Geschichte 'der hilflose Knabe' machen.
Ich habe schonmal was verfasst aber ich hab gar keine ahnung ob das jetzt so ok ist.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen würdet!!!!
Also nochmal fürs Verständnis die Geschichte:


Der hilflose Knabe

Herr K. sprach über die Unart, erlittenes Unrecht stillschweigend in sich hineinzufressen, und erzählte folgende Geschichte: "Einen vor sich hin weinenden Jungen fragte ein Vorübergehender nach dem Grund seines Kummers. 'Ich hatte zwei Groschen für das Kino beisammen', sagte der Knabe, 'da kam ein Junge und riß mir einen aus der Hand', und er zeigte auf einen Jungen, der in einiger Entfernung zu sehen war. 'Hast du denn nicht um Hilfe geschrien?' fragte der Mann. 'Doch', sagte der Junge und schluchzte ein wenig stärker. 'Hat dich niemand gehört?' fragte ihn der Mann weiter, ihn liebevoll streichelnd. 'Nein', schluchzte der Junge: 'Kannst du denn nicht lauter schreien?' fragte der Mann. 'Nein', sagte der Junge und blickte ihn mit neuer Hoffnung an. Denn der Mann lächelte. 'Dann gib auch den her', sagte er, nahm ihm den letzten Groschen aus der Hand und ging unbekümmert weiter."

Und nun meine Interpretation:
„Der hilflose Knabe“ wurde von Bertolt Brecht ca. im Jahr 1930 geschrieben. Brecht will mit dieser Art Kurzgeschichte den Menschen die Augen öffnen, damit sie selbst Unrecht erkennen und helfen Gerechtigkeit zu schaffen.
Die Erzählung handelt von einem weinenden Jungen, dem Geld von einem zweiten gestohlen wurde. Ein Passant wird aufmerksam und fragt den Jungen nach seinem Kummer. Der Junge klagt dem Fremden sein Leid und verspricht sich aus der Unterhaltung Hilfe. Jedoch wird dem Jungen auch noch das zweite Geldstück von dem Fremden entrissen und geht einfach weiter.
Durch den Text wird dem Leser Unart vermittelt, die uns nachdenken lässt. Brecht schreibt seine Geschichte in der Erzählerperspektive aus Sicht eines Herrn K.. Durch die Form der Erzählung wird viel direkte Rede benutzt, ohne viele Beschreibungen des Ortes oder der Zeit. Dies macht den Text zeitlos, er kann in jede Zeit, auch in unsere rein interpretiert werden. Als Leser bekommt man ungutes, trauriges Gefühl und man leidet mit dem kleinen Jungen mit. Die Beschreibung des Jungen als weinend und schluchzend zeigt die Hilflosigkeit und Unschuldigkeit des Jungen. Durch das aufgeschlossene Verhalten und Vertrauen zu einem Vorübergehenden, wird seine Naivität dargestellt. Der fremde Mann wird vorerst als liebevoll bezeichnet, denn er streichelt den Jungen und lächelt ihn freundlich an. Er ist jedoch hinterlistig und zeigt nur zum Schein seine freundliche Fassade. Dies zeigt die schlimmste Charaktereigenschaft des Menschen allgemein. Der Mensch ist eine erbarmungslose Gestalt und nutzt Schwache und Hilflose für seinen eigenen Vorteil aus. Der Fremde hört das Klagen des Jungen an und fragt ob er nicht in der Lage sei lauter nach Hilfe zu schreien. Der Junge verneint, und der Mann nutzt seine Überlegenheit aus und nimmt dem Jungen nun auch den letzten Groschen. Die Geschichte Brechts soll uns Lesern klar machen, dass nicht jeder der einen freundlich gesinnten Anschein macht, dies auch wirklich ist.

Lieben gruß bluesmily
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2009 - 11:58:42    Titel:

Ich glaube, dass du die didaktisch, pädagosiche Konsequenz, die Brecht in der beispielhaften Figur des Herrn K. vermitteln will, nicht erfasst hast.

Einfach gefragt:

Will B.B. oder Herr K., dass man sich solches Verhaltan gefallen läßt! - Besonders, wenn man es als Beispiel für Raub, für gesellschaftliche Kriminalität gegenüber Schwächeren ansieht...?
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