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Sophokles
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Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2009 - 18:15:20    Titel: Sophokles

hey leute,
ich habe von meinem lehrer den Auftrag erhalten sopohkles`Gedicht zu interpretieren und mit Aristoteles zu vergleichen.
Ich hab folgendes Problem ich kann das gedicht nicht finden.
Ich erinnere mich daran, dass das Gedicht Sophokles kurlied oder sophoklos Naturlied heißt..Jedoch finde ich weder das Naturlied , noch das Kurlied kann mir jemand helfen ..?? gibt es überhaupt einen kurlied bzw naturlied von sophokles oder etwas ähnliches?

vielen dank
gruß
Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2009 - 18:44:01    Titel:

ich soll es mit aristoteles vergleichen.. und es geht um die anthropologie..
Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2009 - 19:26:29    Titel:

hey danke für die schnelle antwort!

Ungeheuer: viel
Aber ungeheurer als der Mensch : nichts.
Über das graue meer zieht er.
in heftigen südsturm geraden Wegs
durch die ringsum rosenden wogen.
der güter höchstens, die erde,
die unzerstörbare, niemals ermattende
müht er ab.
Mit den pflügen.
jahr für jahr von den pferden gewendet,
wühlt er sie auf.

Und das Geschlecht der flüchtigen Vögel
umgarnt er und fängt er
und die Stämme der wilden Tiere
und die früchte des meeres im wasser.
er fängt sie mit geflochtenem netz,
der ringsum verständige Mensch.
mit vielerlei kunst besiegt er das schweifende wild auf den höhn.
und den mähnigen nacken des pferdes
und den unermüdlichen stier auf den bergen
unterwirft er dem Joch.

Und Rede und luftleichten Sinn
und städteordnenden fleiß erlernte er wohl.
Lernte zu fliehen
die gastlosigkeit eisiger Berge
und die geschosse des regens. Reich an Erfahrung.
nie trifft ihn, als unerfahrenen, zukunft.
Nur vor dem tode weis er keinen rat.
aber die krankheit zu fliehn,
auch die schlimmste,
gut versteht das der mensch.

weit über erwarten begabt
mit können und geist
schreitet er einmal zu schlechtem,
einmal zu gutem.
ein freund der stadt,
erfüllt er das gesetzt der götter
und das beschworene recht.
ein feind der stadt,
tut er das schlechte,
frevelt, dem trotzigen wagnis zuliebe.
nicht sei mir tischgenosse,
nicht gleichgesinnter
wer solches tut.


dieses chorlied fand ich entnahm ich der Antigone.

kannst du bzw ihr mir bitte sagen mit welchem selbstbewusst sein sophokles bzw der antike mensch gegenüber der natur auftritt?
hat jemand vielleicht ein paar interpretatoinshilfen bzw. kann mir jemand erläutern was der sophokles hier über den Menschen aussagt? Zb.
was wird in diesem chorlied über den menschen gesagt? oder der philosophischen anthropologie. und vergleich zum menschen bild aristoteles`

Bitte ich brauche dringend hilfe und wäre äußerst dankbar für jede bemühung!
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2009 - 19:59:44    Titel:

Das ist furchtbar nett, Anil10, dass Du für alles dankbar bist. Aber ist das nicht Deine Aufgabe? Nämlich diese Fragen zu beantworten:
Zitat:
mit welchem selbstbewusst sein sophokles bzw der antike mensch gegenüber der natur auftritt?

Zitat:
mit welchem selbstbewusst sein sophokles bzw der antike mensch gegenüber der natur auftritt?

Zitat:
vergleich zum menschen bild aristoteles`


Frage 1 und 2 sind aus diesem Text hier sehr gut zu beantworten. Das ist fast nur eine Textverständnisfrage.
Frage 3 ist natürlich etwas für Leute, die Aristoteles' Philosophie kennen - für mich also nicht. Ich müsste auch bei ... Wikipedia oder so nachsehen. Soweit ich Dich aber verstanden habe, ist das Deine Aufgabe.

Wir können ja gerne über das Chorlied diskutieren - leider muss ich gleich weg. Du kannst gerne einen weiteren Thread eröffnen, in dem Du über Aristoteles' Anthropologie diskutierst.

Ich würde aber in beiden Fällen empfehlen, dass Du beginnst. Dass Du nicht einen auf Totermann machst, Dich auf den Rücken legst und erwartest, was auch immer kommt, sondern Dich Deiner Aufgabe stellst.

Denn, um ehrlich zu sein, wird niemand solche Fragen zufriedenstellen beantworten können, ohne nachzudenken. Und darum geht's doch, oder? Nachdenken.

Für Frage 1 und 2 musst Du nichts wissen - Du musst lesen und verstehen. Für Frage 3 musst Du etwas wissen, nämlich wie Aristoteles' Anthropologie aussieht. Danach musst Du nichts wissen, um zu vergleichen - danach musst Du nachdenken. Das kann Dir niemand abnehmen. Vor allem, wenn Du Dich vor Deinen Lehrer stellen willst und ihm sagen, dass DU die Aufgabe gelöst hast. Andernfalls würde ich gerne in Deinem Vortrag erwähnt werden, das gebietet der gute Ton!
Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2009 - 20:23:06    Titel:

ok.

ich würd sagen das der Chor von einem menschen berichtet , der ein alltägliches leben führt, die Meere befährt, das Land kultiviert, auf die jagd geht , die tiere unters joch bringt, fischt und sich immer weiter bildet, der Städte baut und ungesunde Gebiete zum Leben vermeidet.
Er bildet sich durch kunst, nimmt Gutes und Schlimmes an, er sucht sich gleichgesinnte Freunde.
Doch der Mensch kann dem Tod nicht entkommen, er ist Seuchen und Krankheiten ausgeliefert und kann somit nicht entfliehen.


so habe ich den inhalt ungefähr zusammen.. was meinst du? ist da noch wichtiges zu ergänzen?
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 07:39:24    Titel:

Ich würde sagen, dass der Chor vom Menschen redet, d.h. vom Menschen an sich - aber das meintest Du sicherlich.
"Weiterbildung" ist sicher nicht der wichtige Punkt, sondern eher die geistige Entwicklung des Menschen. Du meinst doch diese Stelle, oder?
Zitat:
Und Rede und luftleichten Sinn
und städteordnenden fleiß erlernte er wohl.


Die letzte Strophe fehlt noch in Deiner Zusammenfassung. Aber das ist ja erstmal nicht wichtig.

Frage 2 habe ich offenbar nicht in den Zwischenspeicher kopiert. Das sollte heißen:
Zitat:
was der sophokles hier über den Menschen aussagt?


Das war ja bisher erst die Zusammenfassung. In welchem Verhältnis steht denn der Mensch zur Natur?
Mögliche Antworten sind ja: Er fügt sich ein, er ist abhängig, er ist organischer Teil, er unterwirft sie, er beutet sie aus, er nutzt sie ...

Was meinst Du?
Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 18:54:22    Titel:

der Mensch ist allen anderen Lebewesen überlegen.
Er unterwirft die anderen Lebewesen und macht sie dienstbar.

auch von witterungseinflüssen lässt er sich nicht mehr einschüchtern, er weiß sich von regen und eis zu schützen.

Jedoch ist er der natur letzendlich unterlegen.

Das sieht man an der textstelle "nur vor dem Tode weiß er keinen Rat"

Der gerät hier an seine grenzen.. auch wenn es so scheint als ob er auf alles eine antwort weiß, kann er den tod nicht verhindern.. nur verzögern mit gewisser medizin.
Jedoch kann der tod nicht verhindert werden.


was meinst du?
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2009 - 14:08:35    Titel:

Das klingt schon ganz gut. Gegenüber Deiner letzten Zusammenfassung (der Mensch tut dies und das) hast Du jetzt schon die "Bewertung" mit drin:
"der Mensch ist überlegen", "er unterwirft". Das trifft es.

Sind wir nicht in einer schlechten Lage, wenn wir zwar unseren Geist zu allem gebrauchen können, letztendlich aber dem Tod immer und unbedingt unterliegen müssen?

- Das soll niemanden depressiv machen, sondern die Tragik des Menschen zeigen. "So viel Geist und Können ... für nichts!" Vanitas vanitatum! Wink

Jetzt hast Du doch Frage 1 und 2 schon beantwortet, oder?

Bei Aristoteles kenne ich mich jedenfalls nicht aus. Wenn Du noch Zeit hast und evtl. irgendwo im Internet einen Text kennst, können wir darüber reden. Andernfalls: Viel Erfolg noch.
Anil10
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Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2009 - 14:58:43    Titel:

ja habs fertig.

über aristoteles hab ich die texte der nikomachischen ethik und über seine polik gelesen.


du hast mich gut zum nachdenken gebracht mein lieber !
Ganz stark;)
Arborius
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Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 383
Wohnort: Bin nicht mehr hier,

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2009 - 16:41:24    Titel:

Schön, dass ich "helfen" konnte.

Viel Erfolg noch.
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