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Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]
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RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 23:24:24    Titel:

Tantus hat folgendes geschrieben:
Normalerweise wird auch derjenige, der sich für Geschichte/Geisteswissenschaften interessiert, ein Gymnasium wählen, an dem er Latein wählen kann. Oder wo liegt hier mein Denkfehler? (Ganz abgesehen davon, dass ich aus meiner näheren Umgebung kein Gymnasium kenne, an dem man Latein nicht belegen kann. So viele lateinfreie Gymnasien wird es wohl kaum geben.)


Ich fände es skuril, wenn sie schon in der 4.Klasse, oder paar Jahre darauf, sich bereits über ihre Zukunft so ausführlich informiert hätten.
Ich behaupte nicht, dass ich es ausschließe, aber ich hatte zu der Zeit sicherlich nicht so einen weiten Horizont, wie sie es hier "verlangen".
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 23:27:20    Titel:

Klingt alles ungemein demotivierend Very Happy
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 23:38:52    Titel:

@ RIPDryel:

Ich will dir ja auch keine Angst machen aber ich will dich auf den schlimmsten Fall vorbereiten. Es wäre gefährlich mit einer "das wird schon" Einstellung ranzugehen und das Latinum zu unterschätzen. Also sei dir bewusst, dass du viel Arbeit in Latein stecken musst, mehr Arbeit als in Geschichte selbst. Dann kannst du das auch schaffen.
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 23:48:31    Titel:

Ich hab mich ja noch nicht für Geschichte entschieden.
Bin mir aber der Lage durchaus bewusst.
Ich sehs an meiner Freundin. Ich würd Sie ja gerne selbst ausfragen, aber sie selbst ist einfach zu sehr mit dem Studium beschäftigt.

Deshalb wusste ich das von Anfang an, dass das kein Zuckerschlecken wird.

Aber die Anregungen mit der ihr mich beschert, haben mir doch schon weitergeholfen.

Danke jedenfalls.
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 23:51:38    Titel:

Wär noch hilfreich zu wissen, ob Latein bei einer DEU-ENG Konstellation ebenso schwergewichtig sein wird.
Lilith05
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Anmeldungsdatum: 15.04.2008
Beiträge: 557
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2009 - 08:55:16    Titel:

Wenn du das Latinum nachholen musst, sieht es immer so aus wie es bereits beschrieben wurde. (Ich kann den Schilderungen von ABC_Heckenschütze nur zustimmen - zwar bin ich nicht selber betroffen, habe aber doch einige Freunde, die ihr Latinum nun an der Uni nachholen müssen und sich damit extrem abquälen. Der Zeitaufwand ist in der Tat enorm. Schlimmer soll nur der Kurs sein mit dem man das Graecum nachholt.).

Ob du das Latinum nachholen musst hängt von der Uni ab. Häufig brauchst du es für Anglistik, manchmal (zum Beispiel an meiner Uni) kannst du es aber auch umgehen wenn du bspw. Kenntnisse einer anderen Fremdsprache auf Referenzniveau B1 nachweisen kannst. Allerdings gilt dies wiederum nur für den Bachelor in Anglistik-Amerikanistik, wenn du den Master of Education machen willst ist das Latinum auch hier Pflicht!
Daher solltest du dich an deiner Uni informieren wie es dort geregelt ist. Solltest du das Latinum nachmachen müssen, würde ich dir um deinetwillen empfehlen dich vor Studienbeginn schonmal mit Latein zu befassen (im Selbststudium, VHS-Kursen oder was dir sonst beliebt) Smile
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2009 - 23:36:26    Titel:

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Französische Revolution und Weimarer Republik sind Bestandteil des Lehrplanes und werden vom Lehrer vermittelt. Daher haben sie auch ihre Berechtigung im Studium gelehrt zu werden. Latein ist im Unterricht maximal schmückendes Beiwerk, dessen Rolle weit hinter dem zurücksteht, was das Vermitteln von Zusammenhängen betrifft. Oder anders formuliert: Man kann die Römische Republik lehren ohne ein Wort Latein dabei verwenden zu müssen aber man kann die Ursachen des zweiten Weltkrieges nicht ohne die Vermittlung der Weimarer Republik verdeutlichen.

Ich bezweifle im Übrigen, dass Schullatein bzw. der Unikurs ausreichen um wirkliche Quellen in dem Maße übersetzen zu können, dass sie historisch auswertbar sind. ICh würde mir auch mit 15 Punkten im LAtein-Leistungskurs nicht anmaßen im gleichen Maße historische Texte so übersetzen zu können, wie es ein Fachhistoriker oder Altphilologe kann oder anders gesagt: Cicero bringt nichts, wenn mittelalterliches Latein übersetzt werden soll. Also lieber in die Bibo gehen und den Text in 3 unabhängigen Übersetzungen lesen um einen Querschnitt zu erhalten (selbstverständlich sollte man niemals nur eine Übersetzung heranziehen).

@Lilith05: Ich hoffe der Threadsteller vertraut eher der Meinung zweier Studenten, die Einblick in die Lateinanforderungen der Uni haben bzw. selbst Erfahrungen gesammelt haben. Ansonsten kann das ins Auge gehen und er gehört zu den 70% die den Lektüre-Lateinkurs nicht bestehen (%e sind natürlich von Uni zu Uni verschieden).
Tantus
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Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 565

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2009 - 23:55:28    Titel:

Die Einzelheiten, die du im Studium für eine Hausarbeit über eben beispielsweise die Weimarer Republik recherchieren musst, werden aber in der Schule nicht vermittelt. Oder dein Wissen für die Examensprüfung in mittelalterlicher Geschichte. Oder was weiß ich was. Das, was du nachher für die Schulen brauchst, ist - außer universitärer Sicht - maximal Grundlagenwissen und nicht die wissenschaftlichen Arbeiten, die im Studium bewertet werden.

Und natürlich kann man auch Übersetzungen verwenden. Aber gerade, wenn man verschiedene vergleicht und eine Stelle, wie es doch öfters vorkommt, in größerem Maße unterschiedlich übersetzt wird, kann man selbst die Stelle nachschlagen und wörtlich übersetzen.

Ferner geht es ja um viel mehr als das Übersetzen von Quellen. Durch die Beschäftigung mit der Sprache einer Kultur, lernst du doch das Selbstverständnis, das Lebensgefühl dieses Volkes gleichzeitig viel besser kennen als dies nur durch Sekundärliteratur/Übersetzungen ginge.

Und schließlich geht es auch um die Vorbildfunktion des Lehrers: Stell dir vor, du machst mit deinem Geschichte-Lk eine Exkursion in irgendeine Stadt, wo eine lateinische Inschrift vorzufinden ist und einer deiner Schüler bittet dich, das zu übersetzen. Da blamierst du dich doch bis auf die Knochen, wenn dir das nicht gelingt, und niemand dieses Kurses wird dich als Geschichtslehrer noch ernst nehmen.

Und die Römische Republik "ohne eine Wort Latein" zu lehren, gelingt auch höchstens in der Unterstufe. Zumindest die gesamten Verfassungsorgane etc. haben ja lateinische Bezeichnungen. Und die wichtigsten Termini sollten in der Oberstufe auch Latein bezeichnet werden. Denn, wie gesagt, Latein kann man nicht wortwörtlich übersetzen: Die Libertas beispielsweise beinhaltet doch so viel mehr, als das deutsche Wörtchen "Freiheit" ausdrücken könnte.



Zitat:
Ich hoffe der Threadsteller vertraut eher der Meinung zweier Studenten, die Einblick in die Lateinanforderungen der Uni haben bzw. selbst Erfahrungen gesammelt haben. Ansonsten kann das ins Auge gehen und er gehört zu den 70% die den Lektüre-Lateinkurs nicht bestehen (%e sind natürlich von Uni zu Uni verschieden).


Wie meinst du jetzt das?
Würdest du dem Threadersteller eher raten, Englisch und Deutsch zu studieren, falls er dazu kein Latein bräuchte, als Englisch und Geschichte, falls ihn das letztere mehr interessierte?
Ich sage doch auch, dass er das Latinum nicht unterschätzen soll. Aber dass er nur deswegen andere Fächer studieren soll, die ihn weniger interessieren ... ? Zumal er, wenn er sich für Englisch interessiert, doch halbwegs sprachbegabt sein wird. Aber klar, Lernarbeit ist das Latinum trotzdem.
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2009 - 00:42:47    Titel:

Dass ich um das Latinum nicht rum komme, und auch nicht grade sorgfrei, ist mir mittlerweile klar.

Was ich mir noch fehlt, wären vielleicht persönliche Empfehlungen bzgl. Studienortwahl.

Sprich: Welche Uni würdet IHR mir bei einem ENG/DEU LA empfehlen? Und warum? Kann man überhaupt die Qualität einer Uni besonders bezogen auf diesen Studiengang beurteilen?
Raum: NRW - Hessen - Rheinland Pfalz.
NC mal außenvor gelassen.

Ich habe zwar einige Favouriten (Siegen), aber letzten endes ist meinerseits noch nichts entschieden.

Ein Link, wo ich mir das selbst erarbeiten kann, wäre ebenfalls gültig. Soll nicht klingen, als ob ich nichts tuen würde Smile

mfg

BTW: Von dem CHE HOCHSCHULRANKING habe ich bereits Gebrauch gemacht, aber hat mich nicht sonderlich gesättigt.
johnruizone
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Anmeldungsdatum: 25.09.2008
Beiträge: 736

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2009 - 01:03:43    Titel:

Die Fächerkomboination Deutsch/Englisch ist okay.
Die Möglichkeit im Ausland zu arbeiten hältst du dir in jedem Fall offen.
Ist eine sehr gute Idee.

Latinum wird wie gesagt nicht leicht.

Ich bitte mich zu korrigieren, aber da es sich um zwei germanische Sprachen handelt, ist das Latinum mehr oder weniger Unsinn, bzw. nicht relevanter als eine andere mittelalterliche europäische Sprache. Trotzdem ist es Pflicht.

Realschule - Oberstufe - Uni. klingt doch gut. Latinum schaffst du auch noch.
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