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Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]
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Foren-Übersicht -> Lehramt- und Pädagogikforum -> Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]
 
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RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 12:32:56    Titel: Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]

Tag.

Ich hab mein Abitur mit 2,5 bestanden (NRW) und würde gern im Winter mit dem Lehramtstudium beginnen. Dabei wäre es sinnvoll zu erwähnen, dass meine Wahl nicht (- wie bei vielen -) aus Planlosigkeit/Orientierungslosigkeit fiel, sondern damit zusammenhängt, dass ich gerne anderen Leuten etwas lehre, versuche sie von bestimmten Dingen zu überzeugen und ihnen etwas mit auf den Weg zu geben.

Ich interessiere mich insbesonders für English. Daran wird sich auch nichts ändern. Als Zweitfach stelle ich mir Deutsch oder Geschichte vor. Rein aufs Interesse bezogen liegt Geschichte bei mir vor Deutsch, aber da ich in der Zukunft mir doch einen Arbeitsplatz außerhalb Deutschlands vorstellen könnte, denke ich, wäre ich mit Deutsch besser bedient.

Desweiteren habe ich Grundkenntnisse in Französisch und Italienisch. Mein Latinum müsste ich nachholen.
Im Abitur bin ich doch durchaus faul gewesen. Hab für Klausuren niemals gelernt, aber meistens mit 2 oder 1 abgeschnitten. Den Durchschnitt versauen meine Mathenoten...
Im Studium werde ich wohl oder übelst meine Faulheit ablegen müssen.

Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen:
Ich hab bei vielen gelesen, dass die Kombination DEU-ENG später im Berufsleben doch sehr aufwendig sein soll. Daher die Frage: Kann das jmd mit persönlichen Erfahrungen bezeugen? Legt sich der Aufwand mit der Zeit, weil man sich in etwa daran gewöhnt und sein Tempo anpasst?

Desweiteren:
* Wie gut sind die Einstellungschancen mit der Kombination?
* Werden DEU-ENG Lehrer gesucht?
* Wie gut sind speziell meine Einstellungschancen, allgemein wegen meiner Sprachkenntnisse? Zudem habe ich einen Migrationshintergrund (türkisch), kann aber nicht beurteilen, ob mir das von Vorteil sein kann/wird.
* Vielleicht noch das Verhältnis: Arbeitsaufwand / Lohn / Freizeit.

Achja. Bzgl Uniwahl. Ich habe vor mich bei der Uni Siegen einschreiben zu lassen, da die dortige Qualität außerordentlich sein soll. Ich schließe aber Alternativen nicht aus.
Kann mir jemand diesbezüglich Ratschläge geben?

Vielen vielen Dank schonmal im Vorraus.
Ihr würdet eine echt große Hilfe sein Smile
Tantus
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Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 565

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 15:13:27    Titel: Re: Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]

Ich kann dir leider nichts aus Erfahrung berichten, weil ich selbst erst zu studieren beginnen werde. Mir schwebt allerdings, sofern ich Gymnasiallehramt und nicht Sonderpädagogik studieren werde, wozwischen ich derzeit noch zweifle, dieselbe Kombination (Englisch, Deutsch) vor, weshalb ich mich einmal zu antworten berufen fühle.

Die Einstellungschancen sollen zumindest in BW mit dieser Kombination nicht allzu gut sein. Besser als mit Geschichte hingegen wahrscheinlich durchaus.

So ziemlich die beiden Korrekturfächer überhaupt sind es wohl leider auch; alles andere wäre Wunschdenken. Aber das sollte meines Erachtens nicht ausschlaggebend für die Studienwahl sein.

Hast dir einmal überlegt, alle drei Fächer zu studieren, eventuell eines als Erweiterungsbeifach, was dann de facto erst nach der Zwischenprüfung und in geringerem Umfang dazu käme?


Übrigens:


RIPDryel hat folgendes geschrieben:
Ich hab mein Abitur mit 2,5 bestanden (NRW)
Im Abitur bin ich doch durchaus faul gewesen. Hab für Klausuren niemals gelernt, aber meistens mit 2 oder 1 abgeschnitten. Den Durchschnitt versauen meine Mathenoten...


Mit Verlaub, aber nur die Mathenoten versauen einem das Abitur nicht dermaßen. Ich war in Mathe mit Sicherheit schlechter als du und dennoch ist mein Abiturdurchschnitt um eine ganze Note besser als der deinige. Und das in BW, wo wir Mathe vierstündig belegen und eine Abiturprüfung darin schreiben müssen ...


RIPDryel hat folgendes geschrieben:
Vielen, vielen Dank schonmal im Vorraus.


Vielleicht doch lieber kein Deutsch ... Wink
Violetta1986
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 18:54:28    Titel: Mach, was du für richtig hälst!

Egal, ob alle sagen, dass die Konstellation Deu-Eng vergriffen ist. Wenn es das ist, was du willst, dann mach es.

Ich studiere auch die beiden Fächer und finde es nicht sooo aufwendig, wie zb. Geschichte oder Mathe.

Klar muss man später mehr korrigieren und sowas, aber wenn dir die Fächer Spaß machen ist es ja keine Bestrafung für dich Smile

Lg
Vio
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 20:24:16    Titel: Re: Lehramt Englisch + Deutsch/Geschichte [SEK2]

Tantus hat folgendes geschrieben:


Mit Verlaub, aber nur die Mathenoten versauen einem das Abitur nicht dermaßen. Ich war in Mathe mit Sicherheit schlechter als du und dennoch ist mein Abiturdurchschnitt um eine ganze Note besser als der deinige. Und das in BW, wo wir Mathe vierstündig belegen und eine Abiturprüfung darin schreiben müssen ...


Da ich für das Abitur die Schule wechseln musste, folglich unbekannt für die Lehrer war, haben mich diese erstmal lieber mit Vorsicht benotet.
So hat sich das alles gestapelt...Ich hätte bestenfalls einen 2,2 Schnitt rausholen können, aber bin so zufrieden.

Tantus hat folgendes geschrieben:

Vielleicht doch lieber kein Deutsch ... Wink


Ich war mal wieder zu faul, um eine Überprüfung durchzuführen. Hättest du Superbrain vielleicht nachvollziehen können Wink

Anyway, danke erstmal an beide.
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 20:43:11    Titel:

Hi!

1. @ Tantus: Ein 2,5 Abitur würde ich nicht als versaut bezeichnen, sondern als durchschnittlich (die Dimensionen sollten gewahrt bleiben).

2. Ich bin ganz ehrlich und sage dir, dass Englisch, Deutsch, Geschichte sehr beliebte Fächer sind, die zur Genüge studiert werden. Englisch ist da noch das beste Fach, was die Nachfrage betrifft aber es ist auch noch lange nicht rosig. Darum geht es aber nur sekundär, da du die Fächer studieren solltest, die dich interessieren. Alle drei Fächer sind im späteren Beruf sehr aufwändig, weil sie viel Korrekturzeit in Anspruch nehmen, darauf solltest du vorbereitet sein. Die Einstellungschancen für Lehrer sind in Zukunft ganz gut aber deine Fächer sind eben nicht gerade gefragt.
Deine Einstellungschancen düften wegen deiner Sprachkenntnisse nicht besser oder schlechter sein, es sei denn, du gehst an eine spezielle Europaschule mit verschiedenen Unterrichtssprachen (Ansonsten nur als Drittfach von Vorteil).

3. Unterschätze nicht das Latinum. Es bedeutet eine menge Aufwand das Latinum an der Uni nachmachen zu müssen. Ich studiere selbst Lehramt Geschichte aber der größte Teil des Lernaufwandes geht definitiv für Latein drauf. Es gibt nichts Schlimmeres als im 4. oder 5. Semester geext zu werden, weil es wegen Latein nicht klappt, obwohl man im Fach gute Noten schreibt.
RIPDryel
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Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 22:12:17    Titel:

Danke für die sehr hilfreiche und distanzierte Anwort.

Bzgl Latinum: Ich hatte leider nicht die Möglichkeit mein Latinum in der regulären Schullaufbahn zu erwerben, wegen Realschule. Stattdessen hatte ich Französisch.

MfG
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2009 - 22:21:43    Titel:

War bei mir auch so. Ich hatte nicht die Möglichkeit Latein an der Schule zu machen, daher muss es jetzt an der Uni sein. Bei uns an der Uni ist es so, dass für Geschichte 2 moderne Fremdsprachen + Latinum nachgewiesen werden müssen. Die beiden Fremdsprachen dürftest du ja haben (mit Englisch und mindestens 5 Jahren Französisch oder Italienisch). Falls nicht kann es sein, dass du auch in Französisch oder Italienisch noch nen kleinen Test machen musst, das ist aber nicht der Rede wert. Latein dagegen umso mehr, also viel Zeit dafür einplanen und vielleicht schon vor dem Studium einen vorbereitenden Kurs machen (VHS oder so). Kann aber auch sein, dass die Sprachanforderungen an deiner Uni nicht so streng sind, das schwankt von Bundesland zu Bundesland und von Uni zu Uni.
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2009 - 11:10:18    Titel:

Natürlich lerne ich an der Uni Inhalte, die weit über das hinausgehen, was nötig wäre. Das ist aber auch notwendig, wenn man historische Zusammenhänge erklären will, muss man die nötige Weitsicht und das größtmögliche Hintergrundwissen zu jeder Epoche haben. Ich kann ja aber auch russische Geschichte vermitteln ohne russisch zu sprechen und könnte ohne gutes Englisch den Amerikanischen Bürgerkrieg erklären.

Es liegt hier auch ein fundamentaler Denkfehler vor. Nicht der Lehrer, der alles weiß und auf jeden Frage eine Antwort hat wird respektiert sondern derjenige Lehrer, der auch zugeben kann etwas nicht zu wissen und damit zeigt, dass er auch immernoch dazulernen kann (natürlich gehts hier um "ab und zu", wenn der Lehrer nie eine Frage beantworten kann, wird er natürlich auch nicht respektiert). Also als Lehrer auch mal sagen "das weiß ich nicht, aber ich bekomme es für euch raus" - damit gewinnt man die Schüler mehr für sich als immer eine Antwort parat zu haben.

Man stelle sich vor die Exkursion führt an einer Synagoge vorbei, muss der Lehrer dann Hebräisch können? Oder die Klasse ist im Museum für Altertumskunde, muss er dann Ägytische Schriftzeichen, Runen oder Altgriechisch übersetzen können?
Außerdem braucht man um Inschriten in einer Stadt (Jahreszahlen, Herrschernamen...) übersetzen zu können oder Senat, Imperium Romanum, SPQR im Unterricht zu erklären nicht das große Latinum, da reichen Grundkenntnisse völlig aus (etwa nach dem Muster der Mediziner, die gewisse Begriffe lernen müssen aber nicht die ganze Sprache behrrschen müssen).

Ich würde dem Threadsteller raten seine Fachkombi NICHT von der Frage abhängig zu machen ob Latein gebraucht wird oder nicht (wobei es sein kann, dass er für alle 3 Fächer Latein braucht, wen er an eine entsprechende Uni kommt). Ich möchte ihm nur begreiflich machen, wieviel zusätzliche Arbeit das Latinum an der Uni bedeutet und dass er in den ersten Semestern vielleicht nicht viel von seinen eigentlichen Fächern hat, dass er sich also von Anfang an darauf vorbereiten kann und die Sache nicht unterschätzt.

Ich würde dir ebenfalls zu Deutsch/Englisch oder vielleicht noch Geschichte/Englisch raten (Deutsch/Geschichte ist einfach zu häufig). Es gibt Uni´s bei denen für Germanistik und Anglistik kein Latinum mehr verlangt wird. Einfach mal informieren. Im Lehramt ist es relativ egal an welcher Uni du studierst. Ich würde dir raten selber hinzufahren, einen Eindruck von der Stadt und der Uni zu bekommen und dich dann zu entscheiden (in anderen Studiengängen z.B. die Richtung Wirtschaft ist es sehr wichtig welche Uni man besucht, im Lehramt spielt das weniger eine Rolle also kannst du auch aus dem Bauch entscheiden und eine Uni nehmen, an der du dich wohlfühlst).
Tantus
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Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 565

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2009 - 11:37:26    Titel:

Wie gesagt, ich würde empfehlen, alle drei Fächer zu studieren; eventuell eines als Erweiterungsbeifach. Mit Englisch, Geschichte hat man auch den Vorteil, bilingual unterrichten zu können, was immer mehr gefragt wird.

Und, wenn du schreibst Deutsch, Geschichte gäbe es zu häufig: Es gibt doch auch massenhaft Studenten, die Deutsch, Englisch haben?
ABC_Heckenschüzte
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 819

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2009 - 12:43:17    Titel:

Du hast Recht Deutsch und Englisch gibt es auch viel zu viel aber Deutsch und Geschichte ist aber glaub ich noch häufiger. Alle drei Fächer werden einfach gerne und viel studiert und jede der möglichen Kombinationen ist aus Einstellungssicht nicht gerade optimal aber danach sollte man seinen Studiengang nicht primär auswählen. Wer eine Einstellungsgarantie haben möchte, der muss eben Latein, Mathe oder Physik studieren, das wäre gefragter weil es viel weniger Studenten gibt.
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