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Texterörterung "Im Kaufrausch"
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Phil111
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Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2009 - 19:18:35    Titel: Texterörterung "Im Kaufrausch"

Guten Abend,

morgen schreib ich ne Deutsch Arbeit, bei der ich nicht unbedingt schlecht abschneiden sollte. Es handelt sich dabei um ne Textgebunde Erörterung zu dem Text : "im Kaufrausch"

Auch falls das hier nicht unbedingt erwünscht ist,bzw als "Hausaufgabenhilfe" verstanden wird , bitte ich euch das mal anzuschauen.

Hab nun Einleitung und Hauptteil Anfang geschrieben. D.h. Inhaltsangabe nun weiß ich aber nicht wie ich weiter machen soll.


Zitat:

Im Kaufrausch

Erst eine Handtasche, ein paar Schuhe, Klamotten und später noch neue Ohrringe – so geht es heutzutage einer Vielzahl der jungen Erwachsenen. Sie verfallen ohne über Konsequenzen nachzudenken, oftmals in einen Kaufrausch, in welchem sie hemmungslos und über ihre Verhältnisse hinaus, Wertgegenstände einkaufen.
Mit diesem dazugehörenden Konsumverhalten hat sich Beate Wedekind näher beschäftigt den Artikel „im Kaufrausch“ verfasst, welcher im Jahre 1995 veröffentlicht wurde. Die Autorin stellt die negative Entwicklung des Konsumverhaltens von Jugendlichen durch Fakten und Studien dar und bietet Lösungsvorschläge an.

Laut der „Welt am Sonntag“ werden immer mehr junge Leute in frühen Jahren Erwerbstätig. Brötchen ausfahren, Zeitung austragen, sonstige Nebenjobs erledigen; alles gehört für gewöhnlich für Jugendliche zum täglichen Tagesablauf. Doch viele von ihnen scheinen sich darüber nicht im Klaren zu sein, dass sie dadurch regelmäßige Kinderarbeit verrichten. Nebenjobs Schön und gut, jedoch dienen sie heutzutage bei vielen Jugendlichen dazu, Schulden abzutragen. Oftmals sind Löhne schon fest für die nächste Shoppingtour verplant, bevor sie überhaupt auf dem Konto eingegangen sind. Dies belegt auch eine Langzeitstudie des BAT-Freizeit Forschungsinstituts Hamburg. Es wurde festgestellt, dass bereits 74% der Westdeutschen und 61% der Ostdeutschen einem dauerhaften Kaufrausch unterliegen. Ein Großteil dieser Leute, kauft jedoch aus trivialen Gründen wie z.B. Langeweile oder Einsamkeit über den Genuss hinaus ein.
Kein Wunder! Denn Heutzutage wird es auch immer schwieriger dem Teufelskreis Konsumrausch zu entkommen. Keine Markenklamotten bringen Dinge wie Mobbing mit sich. Marken Klamotten jedoch zehren genauso am Geldbeutel, weshalb die junge Generation oftmals Schulden haben bzw. über ihre Verhältnisse leben. Aber wen wundert es? Die Werbeindustrie macht das ganze vor und sorgt mit übertriebenen Spots, dafür, dass die Leute die Sachen attraktiver finden und somit wieder in den Kaufrausch verfallen. Oftmals steht man dann schnell als Außenseiter da, solange man nicht ein ähnliches Konsumverhalten wie der Mainstream an den Tag legt.

Nun weiß ich nicht mal richtig, was für Thesen in dem Text sind. Teilweise hab ich sie ja schon in der Inhaltsangabe erwähnt.

Nun eine These vielleicht:

"Besonders für Jugendliche wird es immer schwieriger, sich au diesem Kreislauf des Konsums zu befreien. Denn selbst ein partieller Ausstieg aus den Konsumzwängen wird schenll als Außenseitertum gebrandmarkt. " Wobei ich die These da vielleicht nur bis "Konsums zu befreien." übernehmen würde.

Wie sollt ich da jetzt weitermachen? Also wie soll ich die Argumente von der Autorin hinschreiben und dann selbst dazu Pro Contra schreiben? Könnt ihr vielleicht die 1 These nehmen und mir ein Beispiel machen? Wäre sehr dankbar^^.


Im Unterricht wars einfach so, dass wir immer nur Einleitung geübt haben und nie einen Aufsatz zusammen geschrieben haben.


Hier der Text:

Zitat:

Im Kaufrausch


Strahlende Mädchen werben in TV-Spots für "junge" Konten. Mal schnell Geld abheben ist geil. Wenn denn genug Geld auf dem Konto ist. Die "Welt am Sonntag" berichtet über einen dramatischen Anstieg der regelmäßigen Kinderarbeit. Gegen Brötchen ausfahren vor der Schule zwecks Taschengeldaufbesserung ist im Prinzip nichts einzuwenden, kritisch wird es erst, wenn der "Verdienst" dazu dient, Schulden abzutragen. In einer Talkshow zum Thema "Ladendiebstahl" erntete eine jugendliche Teilnehmerin den Lacher des Abends, als sie auf die Frage, warum sie denn immer wieder stehlen würde, ganz erstaunt antwortete: "Ist doch klar, weil ich die Sachen haben will und sie mir nicht leisten kann."
In einer Langzeitstudie "Schöne neue Freizeitwelt?", die 15 Jahre lang das Freizeitverhalten der Deutschen beobachtet hat, stellt das renommierte Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstituts fest, dass 74 Prozent der Deutschen West und 61 Prozent der Deutschen Ost einem regelrechten Konsumrausch unterliegen - Tendenz steigend. Jeder Zweite der unter 30 Jährigen möchte gern mehr arbeiten, möchte sein Einkommen mit dem einzigen Ziel erhöhen sich in der Freizeit mehr Kleidung, Sport- und Hobbyartikel leisten zu können. Jeder Dritte hat dabei aber das ungute Gefühl in der Freizeit zu viel Geld auszugeben. Papa hat Schulden, Mama hat Schulden, viele Jugendliche wachsen damit auf, dass Schulden machen doch zum Leben einfach dazugehört. "Mami, dann geh doch Geld holen", sagte kürzlich eine Achtjährige zu ihrer Mutter, als die ihr eine Tauschengeldaufbesserung mit der Begründung verweigerte: "Kind, so viel Geld haben wir nicht." Konsequenterweise ist es für mehr als die Hälfte der jüngeren Generation (14 bis 29 Jahre) kein Problem zuzugeben, dass sie weit über ihre Verhältnisse leben. Vom Ausgeben zum Verausgaben ist ja auch nur ein kleiner Schritt. Kaufen als Ersatzbefriedigung, kaufen aus purer Langeweile oder Einsamkeit ist gang und gäbe. Wäe leicht kann aus Konsumrausch dann Konsumzwang werden, aus Vergnügen , Verdruss. Professor Horst W. Opaschowski, Leiter des BAT-Instituts: " Besonders für Jugendliche wird es immer schwieriger, sich aus diesem Kreislauf des Konsums zu befreien. Denn selbst ein partieller Ausstieg aus den Konsumzwängen wird schnell als Außenseitertum gebrandmarkt. Was wiederum Isolation und Vereinzelung zur Folge haben kann." Jeder will schließlich mitmachen beim großen Erlebniskonsum. Reisen ,Sport, Medien ,Kultur werden wie Ware vermarktet. Aggressiv und unwiderstehlich. Und teuer. Opaschowski: "Viele Illusionen über das herrlich freie Freizeitleben zerplatzen jetzt wie Seifenblasen." Und die Lösung aus dem Dilemma? Eine neue Freizeitkultur muss her. Konsum und Kosten definiert. Gemeinschaftliches Erleben, Zeit für andere haben ohne gleich an Wettbewerb zu denken. Eine neue Konsumkultur muss her. Ein Lebensstil, in dem das Wort "Verzicht" nicht verpönt ist. Nur durch wohl dosierten, gelegentlichen Verzicht kann man den Kaufzwang entkrampfen, nur mit viel Gefühl kann man die automatisierten Konsumgewohnheiten aufweichen. Konsumieren mit schlechtem Gewissen ist out. Über die Verhältnisse leben ist megaout. In dagegen ist zu sagen: "Das kann ich mir leisten. Kaufen mit Sinn und Verstand macht auch Spaß.

Tina00
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Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2009 - 20:26:18    Titel:

Hi.

Ich find deine Inhaltsangabe sehr gut. In einem wirklich schönen Stil geschrieben. Allerdings bist du meiner Meinung nach manchmal schon sehr nahe am Text.

Im Text sind schon ein paar Thesen enthalten und die aus der Inhaltsangabe musst du natürlich nochmal aufgreifen und weiter ausführen, am Besten noch mit Beispielen usw. , aber ich denke das weißt du.

ich nehm mir mal zwei, drei Thesen heraus und schreib n bisschen, was mir dazu einfallen würd. Ich hoff dir hilfts.

Es wird z.B. gesagt:

Papa hat Schulden, Mama hat Schulden, viele Jugendliche wachsen damit auf, dass Schulden machen doch zum Leben einfach dazugehört.

- es ist heutzutage üblich Schulden zu haben
- Kinder lernen dies schon im Elternhaus (Vorbildfunktion)
- wie war es früher? (früher hat man üblicherweise gespart bis man sich etwas kaufen konnte, -ok, beim Hausbau vielleicht nicht, aber z.B. Autokauf)
- gesellschaftliche Akzeptanz (es ist keine Schande mehr überschuldet zu sein)
- wie wird das gefördert? (--> z.B. durch Dispokredite, durch die Möglichkeit auf Raten zu kaufen)
--> werden die Menschen also richtiggehend dazu verführt sich zu verschulden, weil Unternehmer mehr verdienen wollen?

zu dieser These kannst du natürlich noch Beispiele bringen, z.B. beim Ratenkauf, dass dies solange gut geht, bis z.B. das Auto gegen die Wand gefahren wurde und der gute Mensch sich ein Neues kauft und gleichzeitig zwei Autos abstottern muss (zusätzlich zum Urlaub, der Stereoanlage...), dann wird aus einer VERschuldung eine ÜBERschuldung, weil er nicht mehr genug Geld hat.

nächste These:

Kaufen als Ersatzbefriedigung, kaufen aus purer Langeweile oder Einsamkeit ist gang und gäbe

- warum kaufen wir?
- was fehlt uns? (Nähe, Familie...)
- Wandlung der Gesellschaft (jetzt natürlich nicht vom Thema abschweifen)
- wie kann man dies ändern?
- bzw. falls (?) man es nicht ändern kann: welche anderen "Ersatzbefriedigungen" würden dir einfallen? (ohne derart kritische Folgen)

These:

Denn selbst ein partieller Ausstieg aus den Konsumzwängen wird schnell als Außenseitertum gebrandmarkt.

- ist unsere Gesellschaft so oberflächlich?
- muss man sich diesen Zwängen unterwerfen?
- sind Freunde, die mich nur wegen meiner Gucci-Klamotten mögen, dies wert?
- welchen Einfluss hat die Werbung?

neuer Punkt:

- was hälst du von den Vorschlägen am Schluss?
- sind sie realistisch/ umsetzbar?
- findest du, dass der Text tatsächlich die Realität wiederspiegelt oder ist er überzogen?
- muss die Gesellschaft umdenken?
- kann diese Mentalität auf Dauer gut gehen?
- darf man Menschen zu etwas für sie schlechtes verführen?
(- dürfen Jugendliche (unter 18 ) überhaupt rechtlich einen Dispo haben, bzw. können Eltern es verantworten Ratenkredite für Jugendliche zu unterschreiben?)
Phil111
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Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2009 - 20:31:52    Titel:

Hi, erstmal danke fürs Antworten Wink Hat mir schon geholfen^^

Jetzt frag ich mich im Moment: Wie soll ich die These des Autors am besten hinschreiben. Muss man die Zitieren mit Zeilen Angabe und dann einfach Pro und Contra dazu schreiben oder soll ich die These frei wiedergeben und dann Pro und Contra dazu schreiben?

Jedoch kann und sollte ich Pro und Contra schreiben, oder sollte ich mich für eins entscheiden?

So das wars dann mit den Fragen, dann gehts mir schon viel besser Smile
Tina00
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Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2009 - 22:37:59    Titel:

Hmm. Naja, du kannst das wählen was dir besser gefällt.
Ich schreibs meistens frei (also nicht als Zitat), zusätzlich kannst du aber noch Zeilenangaben dazuschreiben. (z.B. wie die Autorin in den Zeilen X-Y beschreibt, können ...).
Vielleicht ists am Besten wenn du ein bisschen variierst und mal zitierst, mal freischreibst.

Du solltest (meiner Meinung nach) immer beide Seiten betrachten und sowohl Pro als auch Contra Argumente (wenn vorhanden) zu jeder These anführen.

Freut mich, dass es dir geholfen hat.

Viel Glück Very Happy
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