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Jurastudium neben Studium der Wirtschaftswissenschaften?
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julesone
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Anmeldungsdatum: 28.05.2008
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BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 06:44:02    Titel:

Daphney hat folgendes geschrieben:
@pe
kann mir das immernoch nicht vorstellen, dass man ein Jahr lang 50 Stunden die Woche lernt. Ohne Unterlass, ohne eine Woche Urlaub, ohne einen festen Tag frei... Meinst du damit wirklich netto 50 Stunden?

Die Woche hat 7 Tage und davon nutzen die meisten in der Examensvobereitung volle 6, viele lernen auch täglich und machen dann mal 2 Tage frei

Zitat:
Wenn ich schon mal viel gelernt habe, dann netto 5 Stunden am Tag. Ich mache viele Pausen, gerade wenn man Dinge auswendig lernen muss, da schlafe ich viel zwischendurch um mir das besser einzuprägen.

Schöne Regelung, aber im Endeffekt uneffektiv. Jura ist nicht pures Auswendig lernen, das solltest du eigentlich wissen, wenn du schon Scheine gemacht hast.

Zitat:
Ich kann mir auch mit viel Ehrgeiz nicht vorstellen, dass ich ein Jahr lang 50 Stunden die Woche lerne. Vielleicht 40, netto, nie und nimmer mehr.

Viele von uns lernen sogar 1,5 - 2 Jahre mit der Stundenzahl
Zitat:
Sind dann Falllösungen gemeint? Das ist sicher angenehmer, weil Anwendung (Ich kann z.B. leichter 5 Stunden Matheaufgaben lösen als 5 Stunden Vokabeln lernen - logisch wohl), aber stelle ich mir vor 50 Stunden die Woche ein Jahr lang Wissen in mein Hirn zu prügeln, so ist dies unmöglich.

1. Fallösungen sind keineswegs "angenehmer", sie sind aber der einzige Weg das Erlernte so abzufragen wies im Examen benötigt wird
2. Wenn du dir vorstellst, dass eine Klausur über 5 (!) Zeitstunden geschrieben wird, ist das nicht mehr "angenehm"
3. Fürs Examen muss du alle Bereiche abdecken, das bedeutet, dass du immens viel Wissen erarbeiten und festigen musst um Land zu sehen. Denn im Examen wird abgefragt, was du die komplette Studienzeit vorher behandelt hast, keine Eingrenzung!
4. Das Studium ansich ist schon hart ohne die Examensvorbereitung, extrem Lernintensiv, wobei insb. im Grundstudium noch recht viel auswendig gelernt werden kann (Streitstände mit Standartproblemen), danach is Essig damit, da musst du Problembewusstsein entwickeln und dir tw was zusammenreimen und so gehts weiter bis ins Examen.

Allein die SWS sind der Horror, du kannst davon ausgehen, dass du jeden Tag mind 2 - 3 Vorlesungen hast, dazu kommen die AG's, Schlüsselqualis und restlichen Zusatzveranstaltungen die du belegen musst. Und danach musst du das Nachbereiten und für die Klausuren lernen. Hinzu kommen pro Semester normalerweise 1-2 Hausarbeiten in den Ferien. Spätestens im Hauptstudium mit den großen Übungen kriegste das Kotzen, denn bestandene Hausarbeit is nix wert, wenn du nicht eine der 3 dazugehörigen Klausuren bestehst (System aus Berlin/Potsdam, andere Uni anderes System) und die sind nich einfach. Bei mir in der BGB-Übung sind gerade 57% durchgerasselt, davon dürfen mind 30% die HA nochmal schreiben, weil sie verfällt ohne bestandene Klausur.

Ich will dir das Studium nicht madig machen, aber du solltest, schon wegen der extrem langen Studiendauer, wissen worauf du dich da einlässt. Das hat meist wenig mit dem zutun, was man in BWL etc von Jura sieht
Daphney
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 214

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 10:30:38    Titel:

Hey julesone:
Bin nicht gerd, hatte mich nur mal eingeklingt. Habe auch noch keine Grundlagenscheine, sondern fange im WS erst an mit Jura.
Was du sagst, klingt schon nicht so schön, aber andererseits schreckt mich "Problembewusstsein" vor "Auswendiglernen" nicht, sondern finde ich gut.
Danke dennoch für die ausführliche Warnung, ich nehm's mir zu Herzen.
Es ist dennoch beruhigend, dass es sich nicht um Auswendiglernen handelt, denn vielleicht kann man das schon ein wenig mit Training für Matheklausuren vergleichen. Man hat den Grundstock, irgendwo fehlt vielleicht was und nun brütet man über einer Aufgabe... das kann man definitiv leichter 8 Stunden am Tag machen als pure Vokabelarbeit oder anderes Auswendiggelerne. Insofern "geht" es dann wieder mit der Zeit, vor allem, wenn einem Jura und Fallbearbeitung Spaß machen, was ich mir eigentlich gut vorstellen kann.

5 Stündige Klausuren find ich jetzt gar nicht schlimm, ich fand die Abiklausuren angenehmer als normale, in denen man kaum Zeit hatte etwas Brauchbares zu entwickeln.
Wieviel Zeit bleibt in solchen Klausuren (und besonders im Examen) eigenltich für ein sauberes Schriftbild? Rattert man runter oder arbeitet man wohlüberlegt?
julesone
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Anmeldungsdatum: 28.05.2008
Beiträge: 402
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 11:16:47    Titel:

Daphney hat folgendes geschrieben:
Hey julesone:
Bin nicht gerd, hatte mich nur mal eingeklingt. Habe auch noch keine Grundlagenscheine, sondern fange im WS erst an mit Jura.

Hups war noch früh, sorry Very Happy

Zitat:
Was du sagst, klingt schon nicht so schön, aber andererseits schreckt mich "Problembewusstsein" vor "Auswendiglernen" nicht, sondern finde ich gut.

Schonmal ne gute Grundeinstellung

Zitat:

5 Stündige Klausuren find ich jetzt gar nicht schlimm, ich fand die Abiklausuren angenehmer als normale, in denen man kaum Zeit hatte etwas Brauchbares zu entwickeln.
Wieviel Zeit bleibt in solchen Klausuren (und besonders im Examen) eigenltich für ein sauberes Schriftbild? Rattert man runter oder arbeitet man wohlüberlegt?

Jede Uni handhabt das anders. An der FU in Berlin sind zB schon die Anfängerklausuren auf 4 Stunden angelegt, in Potsdam hast du für die Fortgeschrittenenübungen nur 3 Stunden, was ich meist zu wenig finde, da mich und viele Kom. das Gefühl beschleicht, dass die Klausuren nicht auf diese kurze Bearbeitungszeit ausgelegt sind.
Im Examen sind die 5 Stunden schneller rum als man gucken kann. Im Grund habe ich ganz subjektiv das Gefühl, dass man pro gewährter Stunde 30 Minuten zurechnen kann um die Klausur auch richtig, vollständig und insbesondere mit der richtigen Schwerpunktsetzung zu bearbeiten.
zum sauberen Schriftbild, es muss lediglich lesbar sein Very Happy zum sauber Abschreiben ist defintiv keine Zeit. Viele Dozenten und Tutoren rechnen so: 1/3 der Zeit zur Erarbeitung der Lösungsskizze (mehrfaches Lesen des Sachverhaltes ,dann eine ausführliche Lösungsskizze, so dass du nur noch sauber unterschreiben musst) den Rest zum eigentlichen Schreiben
Abiklausuren sind auch nicht vergleichbar da eine ganze andere Masse an Stoff abgefragt wird, aber das wirst du noch sehen.
Ich empfehle die AG's zu besuchen (ich hab das oft schleifen lassen und bereue es jetzt ein wenig) alle Übungsklausuren mitzuschreiben die du unter die Finger kriegst und frühzeitig Kontakt zu anderen Studenten aufzubauen. Miss dich aber nicht an deren Leistungen etc. Es sind viele dabei die nur rumprollen und prahlen. Finde deinen eigenen Rhythmus und lass dich nicht verunsichern, auch wenn du mal irgendwo durchfällst.
Dein scheinbar mathematisches Geschick wird dir sicherlich beim Gutachtenstil zugute kommen.
Mach einfach dein Ding, wird schon Very Happy
Daphney
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 214

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 11:48:11    Titel:

Danke. Very Happy
gerdstreubel
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Anmeldungsdatum: 02.07.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 12:05:45    Titel:

@ royal. Das Studium Unternehmensjurist ist im Prinzip genau das, was ich gesucht habe. Leider wurde mir via Email mitgeteilt, dass ein Parallelstudium nicht möglich ist.

Kennt jemand Alternativen zu dem oben genannten Studiengang?

Ich glaube im Prinzip reich mir auch "nur" eine juristische Zusatzqualifikation zu meinem Wirtschaftsstudium.
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 12:12:09    Titel:

Zitat:
Allein die SWS sind der Horror, du kannst davon ausgehen, dass du jeden Tag mind 2 - 3 Vorlesungen hast, dazu kommen die AG's, Schlüsselqualis und restlichen Zusatzveranstaltungen die du belegen musst. Und danach musst du das Nachbereiten und für die Klausuren lernen.


2-3 Vorlesungen? AGs?

Also ich bin auch prima durchs Grundstudium gekommen ohne jemals eine Vorlesung oder AG besucht zu haben (außer die eine Pflicht AG). Dann brauch ich auch nicht vor oder nachbereiten und mach nur mein eigenes Ding.

Wenn ich lese was du so schreibst scheint meine Methode effektiver und wesentlich zeitsparender zu sein.
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 12:24:01    Titel:

gerdstreubel hat folgendes geschrieben:
Ich glaube im Prinzip reich mir auch "nur" eine juristische Zusatzqualifikation zu meinem Wirtschaftsstudium.

Das klingt dann nach einem nicht-konsekutiven Master-Studiengang.

Da gibt es zB in Heidelberg einen Magister Legum in Unternehmensrestrukturierung.
Weniger speziell wäre der Master in Comparative Law der Uni Mannheim.
absolvieren
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Anmeldungsdatum: 27.10.2008
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 12:29:10    Titel:

Zitat:
Kennt jemand Alternativen zu dem oben genannten Studiengang?

Ich glaube im Prinzip reich mir auch "nur" eine juristische Zusatzqualifikation zu meinem Wirtschaftsstudium.


vielleicht der Studiengang Wirtschaftsrecht als solches an einer FH; ? LL.B. /Dipl Wirtschaftsjur. (fh) ?
Ruff
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Anmeldungsdatum: 09.08.2006
Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2009 - 13:21:42    Titel:

Lasst euch nicht von diversen, meiner Meinung nach extrem übertriebenen, Horrorberichten hier vom Jurastudium abhalten. Wenn ihr euch dafür interessiert, tut es.

Wer sich aber schon im Grundstudium überfordert fühlt, sollte es dann vielleicht aber auch besser sein lassen. Wie man sich die Tage mit Vorlesungen etc. vollstopft ist jedem sein Ding. Vieles kann man sich schlicht sparen.

Wer fürs Examen unbedingt 50 Stunden die Woche lernen will und dies 2 Jahre am Stück, kann dies tun, ist aber auch kein Garant für Erfolg. Bei mir hats auch deutlich weniger getan, wenn man auch sagen muss, dass das letzte Vierteljahr vorm Examen doch an die Nerven geht.
julesone
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Anmeldungsdatum: 28.05.2008
Beiträge: 402
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2009 - 05:53:25    Titel:

qwertz hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Allein die SWS sind der Horror, du kannst davon ausgehen, dass du jeden Tag mind 2 - 3 Vorlesungen hast, dazu kommen die AG's, Schlüsselqualis und restlichen Zusatzveranstaltungen die du belegen musst. Und danach musst du das Nachbereiten und für die Klausuren lernen.


2-3 Vorlesungen? AGs?

Also ich bin auch prima durchs Grundstudium gekommen ohne jemals eine Vorlesung oder AG besucht zu haben (außer die eine Pflicht AG). Dann brauch ich auch nicht vor oder nachbereiten und mach nur mein eigenes Ding.

Wenn ich lese was du so schreibst scheint meine Methode effektiver und wesentlich zeitsparender zu sein.


Ich hab das Grundstudium auch in 2 Sem. gemacht, bei uns "wäre" der Stundenplan wie oben beschrieben gewesen. Ich bin da auch nich immer hingegangen und tus bis heute nicht. Darum gings auch nicht. Es ging lediglich darum aufzuzeigen, wies auch laufen kann.Hab gar nich die Zeit ständig inner Uni zu sitzen, muss ja schließlich Geld verdienen Very Happy

Ruff hat folgendes geschrieben:
Wer fürs Examen unbedingt 50 Stunden die Woche lernen will und dies 2 Jahre am Stück, kann dies tun, ist aber auch kein Garant für Erfolg. Bei mir hats auch deutlich weniger getan, wenn man auch sagen muss, dass das letzte Vierteljahr vorm Examen doch an die Nerven geht.


Ich hab schon von Leuten gehört die sogar noch mehr Zeit investieren. Ein Kom. lernt seit 3 Jahren fürs 1. Exmane im Schnitt 40 Std die Woche..find ich auch gaga.
Bin noch nich in der direkten Examensvorbereitung, aber wenn ich mir so die Massen an Stoff ansehe, finde ich 50 Std die Woche irgendwie einleuchtend. Werd ich eh nich schaffen, das liebe Geld.

Wie gesagt, ich wollte keinem das Studium ausreden. Ist halt nur oft so, dass viele eben wegen des Umfangs doch ziemlich flott auf die Nase fallen. Muss ja nich sein.
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