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Entspannte und zwanglose Philosophie
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Sani_Toeter
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Anmeldungsdatum: 04.07.2009
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2009 - 22:48:11    Titel: Entspannte und zwanglose Philosophie

Ich studiere Philosophie nicht, weil ich mir denke, Philosophie sollte nicht zu einer Wissenschaft gemacht werden. Dennoch bin ich begeisterter Freizeitphilosoph und mich interessieren auch die Standpunkte all der "Wichtigen" Philosophen - Allerdings würde ich diese nie als Lebensbild darnehmen.

Hier ein paar Texte die ich aus der Situation heraus gesagt habe und die mir selbst recht gut gefallen... Jap, ich bin sehr selbstverliebt.

Nr. 1: Wer bin ich..?
"Ich ess Schweine, ich ess Rinder, ich ess Hühner, ich ess Kinder...!
Ich bin eigentlich relativ unwichtig.
Wer sich fragt, wer ich eigentlich bin, fragt am besten sich selbst.
Denn ich bin niemand anderes als du selbst, ich bin nichts anderes als das, was du denkst, das einzigartig sei.
Alles ist nur vergänglich, alles wird irgendwann vergessen sein.
Doch was an allen Menschen Gleich ist, ist die Tatsache, daß alle Menschen gleich sind.
Das heißt, gewalt gegen eine Person
Ist Gewalt gegen Jeden.
Und Gewalt gegen Jeden ist Gewalt gegen sich selbst.
Und selbst wenn jeder Mensch anders wäre, als der Mensch, der zu seiner Seite steht, würde doch der Sinn in ihren Leben identisch bleiben; nämlich daß es keinen gibt.
Und selbst wenn du sagst, du bist anders, selbst wenn du sagst, ich bin anders,
Wirst du einsehen müssen, daß wir dennoch alle nur Menschen bleiben.
Und wenn wir alle Menschen bleiben, sind wir dann nicht alle gleich?"

Nr. 2: "Der Pfad" Hört sich für alle aussenstehenden wahrscheinlich wie der Zwanghafte versuch eines Partymachos an, philosophisch zu sein, aber man muss bedenken, dass ich das meinem Psychiater als Metapher erzählt habe. So in etwa. Hier ist es:

"Das Licht scheint für jeden
Das Licht scheint für reine, als auch für verdorbene Menschen.
Das Leben, daß uns eingehaucht wird, dient einzig und alleine dem Zweck, zu sein, dem Zweck, sich selbst einen Zweck zu geben.
Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt, selbst der weiteste Weg ist nicht länger, als der Weg zurück.
Das Licht scheint für jene, die den Weg erklimmen, für jene, die sie selbst sind.
Das Licht scheint für die, die den Weg nicht schreiten, für jene, die sich selbst verleumden.
Doch das Licht ist nicht das Licht, daß uns einen Sinn gibt."

Nr 3: Phyik mit Philosophie. Tödlich.
"Ich sehe sie sind hier. Doch eigentlich sind Sie gar nicht hier. Alle Teilchen bewegen sich ständig. Das heist, daß nichts an seinem Ort ist. Das heißt, daß nichts da ist wo man es sieht. Das heißt, das eigentlich nichts da ist, wodurch bewiesen wäre, daß nichts existiert."
oder...
"Eigentlich bestehen wir aus 99.999(Periodischzeichennichtfind)% aus Vakuum. Der Abstand zwischen den einzelnen teilchen in Atomen ist nahezu unmesslich, relativiert zu der größe der Teilchen. Wenn wir also so dahinschreiten, mit Nichts als Nichts im Kopf - was denken wir uns dabei eigentlich? Wie immer haben wir uns Nichts gedacht. wie immer gilt das alte gesetz der Physik - Das Nichts ist endlos. Es ist nahezu ein Wunder, daß das Nichts nicht alleine in dieser leeren Welt existiert."

Nun ja, vielleicht hört sich das alles lückenhaft an oder auch nicht so besonders, aber ich versuche nur, meine Gedanken auszudrücken. Bitte um Kritik und vor allem um belehrungen Wink
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2009 - 23:11:53    Titel:

Ist weder Kritik noch Belehrung, sondern einfach nur ne Rückfrage:

Warum sollte Philosophie nicht zur Wissenschaft gemacht werden?

Liebe Grüße,
Alex
Sani_Toeter
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Anmeldungsdatum: 04.07.2009
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 09:51:37    Titel: Ganz Einfach

Philosophie beginnt da, wo die Wissenschaft aufhört.
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 10:00:52    Titel:

Hmm, das lässt sich einfach sagen. Ein bisschen mehr Erläuterung warum das so ist und wodurch sich diese beiden voneinander abgrenzen lassen wäre schon hilfreich.
johnruizone
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Anmeldungsdatum: 25.09.2008
Beiträge: 736

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 12:29:57    Titel:

Ich denke auch, dass Philosophie und Wissenschaft verschiedene Dinge sind.

Allerdings kann "entspannt philosophieren" schnell in Labern übergehen. Ein philosophisches Werk zu lesen gehört zu den anstrengensten Tätigkeiten, die es überhaupt gibt. Das geht kaum nach Feierabend.

Man berechnet ja auch nicht entspannt Differentialgleichungen.
Sani_Toeter
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Anmeldungsdatum: 04.07.2009
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 18:38:11    Titel:

Differentialgleichungen sind ja auch etwas Wissenschaftliches Wink Und ich lese Nietzsche und Schopenhauer usw. liebend gerne auch nach Feierabend, man muss sich nur dafür interessieren.

Zu Erzkind...
Philosophie beginnt da, wo Wissenschaft aufhört --- wieso?

Also sprach Zarathustra(...)!
Wissenschaft und Philosophie richten sich nach zwei völlig unterschiedlichen Grundprinzipien:
Die Wissenschaft konzentriert sich auf Fakten, auf Logische Dinge, sowie auf die Realität.
Die Philosophie jedoch versucht subjektiv, Meinungen oder auch "Lebenshinweise" zu erläutern. Wenn die Biologie sagt, der Tod ist das erlöschen sämtlicher Lebensfunktionen, kann die Philosophie sagen, er ist doch gar nicht tot, nur ein weiterer Schritt in seinem Leben.

Wir wissen nicht ob es Leben im All gibt, doch können wir sagen, es gibt Leben im all. Und diese Behauptung ist Philosophie, nicht bewiesen, aber unwiderlegbar.
Lilith05
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Anmeldungsdatum: 15.04.2008
Beiträge: 557
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 19:25:24    Titel:

Philosophie ist im Optimalfall nicht subjektiv, und Gedanken die nicht widerlegt werden können sind per se keine philosophischen Gedanken - eventuell sind einige philosophischen Gedanken nicht widerlegbar, aber andersrum wird da sicher kein Schuh draus...

Ich würde es so sehen: Philosophie ist etwas anderes als eine Naturwissenschaft, denn sie fragt nach den Bedingungen eben dieser und nach ihrem Sinn, eine Frage die für Naturwissenschaftler keinen besonderen Wert hat.
Aber eine Wissenschaft ist Philosophie dennoch.

LG!
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2009 - 22:27:34    Titel:

Zitat:
Wir wissen nicht ob es Leben im All gibt, doch können wir sagen, es gibt Leben im all. Und diese Behauptung ist Philosophie, nicht bewiesen, aber unwiderlegbar.


Ja, man kann sich Philosophie auch fröhlich zusammen schustern.

Zitat:
Wenn die Biologie sagt, der Tod ist das erlöschen sämtlicher Lebensfunktionen, kann die Philosophie sagen, er ist doch gar nicht tot, nur ein weiterer Schritt in seinem Leben.


Ja, kann. Wenn sie Grund dazu hat. Der Gedanke dahinter ist doch das Konstrukt der Vorstellungen, die wir von Leben und Tod haben zu hinterfragen und nicht dem Tod einfach einen anderen Namen zu geben.

Philosophie ist wenn, dann in der Hinsicht subjektiv, dass es vom Subjekt abhängt, welche Prämissen anerkannt werden. Philosophie ist allein schon deshalb logisch, weil die Logik Grundvoraussetzung eines Gedankens ist, um von anderen Menschen nachvollzogen werden zu können.
Kratzi
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2009 - 22:35:09    Titel:

hallo, mich würde mal die situation interessieren, aus welcher sich die obrigen Wortergüße eingestellt haben.Ich würde dir zwar einige inhalte aus meiner eigenen ansicht heraus unterschreiben aber mit philosophie hat das für mich nichts zu tun.und zwar weil schlicht und einfach die logische herleitung fehlt.verstehe das bitte nicht als angriff sondern als konstruktive kritik. für mich fängt allerdings dort wo die wissenschaft aufhört auch nicht die philosophie an sondern bestenfalls die theologie und schlimmstenfalls der reine aberglaube.man darf ja wohl nicht vergessen das die philosphie der wegbereiter ,bzw. die wurzel der wissenschaft ist und die meisten wissenschaften aus ihr hervorgegangen sind.megaviele berühmte naturwissenschaftler liebäugeln in jeder epoche mit der philosophie und lassen sich von ihr inspirieren, einstein, mach...ausserdem kennt jeder mathematiker die auf aristoteles zurückzuführende formale logik und jedes kind den satz des vorsokratikers pythargoras.ganz zu schweigen von den ganzen staatstheorien...so zu ende referiert Laughing , was meint ihr dazu? lg
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