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"Jeder ein Künstler?"
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Foren-Übersicht -> Kunst-Forum -> "Jeder ein Künstler?"
 
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jirikel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2009 - 20:38:14    Titel: "Jeder ein Künstler?"

"Jeder ist ein Künstler", soll der große Joseph Beuys, den auch nicht jeder mag, mal gesagt haben. Aber stimmt das auch? Und wenn ja, warum wird der eine reich damit, der andere nicht?

Bin gespannt auf konstruktive Antworten.

--
Gedenket des daß.
iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2009 - 20:53:41    Titel:

Es kommt eben immer darauf an, was man damit macht. Einige malen Bilder, andere schreiben Liedertexte, die einfach die Emotionen von Massen ansprechen und werden dadurch kommerziell erfolgreich. Andere schreiben vielleicht jemandem ein Liebesgedicht, das der- oder diejenige wunderschön findet, aber deshalb muss es noch lange nicht jeder mögen.

Du müsstest schon genau definieren, was "erfolgreich" denn jetzt genau bedeuten soll. Wenn du damit Ruhm und Geld meinst, dann liegt es eben daran, dass der eine Künstler viele Menschen mit seiner Kunst ansprechen kann und ein anderer ist vielleicht technisch auf dem gleichen Stand, kann aber die Emotionen von Leuten damit nicht erreichen.

Redest du von der Kunst im Sinne von Bildern oder allgemein?


Grüße
cauchy
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beiträge: 687

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2009 - 16:40:15    Titel:

Außerdem soll es auch "Künstler" geben, die nicht für ihre Mitmenschen "produzieren", sondern nur sich selbst oder ihre engsten Verwandten/Freunde an ihrer Kunst teilhaben lassen.....
Kratzi
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Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2009 - 23:18:15    Titel:

gut nur ein paar leute teilhaben lassen ist was anderes...aber grundsätzlich ist die kunst eines künstlers ja sein eigener ausdruck.aus.raus.ausdruck.das ganze soll raus in die welt.egal ob man malt ,dichtet,tanzt oder singt.der gedanke ist das teilhabenlassen .in manchen fällen auch nur eine bitte um verständniss.das geheimnis des kommerziellen erfolges bei allen disziplinen ist glaube ich immer den nerv der zeit zu treffen .außerdem sind ja auch total viele künstler erst nach ihrem tod berühmt geworden, die habe halt leider etwas zu früh losgelegt.. tja was soll man dazu sagen?
jirikel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2009 - 19:35:23    Titel:

Unter "Erfolg" würde ich Anerkennung durch andere verstehen. Das kann, muss aber nicht kommerzielle Verwertung zur Folge haben. Es sollte aber schon Anerkennung über den persönlichen Umkreis hinaus bedeuten.
iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2009 - 20:44:00    Titel:

Was denkst du denn selbst zu dem Thema?
jirikel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2009 - 11:11:38    Titel:

Jeder ist ein Künstler. Aber nicht jeder ein guter, oder?
iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2009 - 14:47:13    Titel:

Du befindest dich hier in einem Bereich, wo man immer klären muss, was man denn meint, denn vieles ist Definitionssache. Gut in welchem Sinne? Bei designnation.de gab es z.B. jemanden, die ständig Bilder gemacht hat und fast ausschließlich negative Kommentare bekommen hat, weil ihre Kunst keinem gefiel. Aber bereits ein paar Monate später war sie im "Spiegel" und das ist meiner Meinung nach doch schon ein ziemlich großer Erfolg.

Ist sie jetzt also ein guter Künstler oder nicht?


Grüße
jirikel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2009 - 19:03:03    Titel:

Genau das frage ich mich. Die Erwähnung in einem überregionalen Feuilleton ist vielleicht ein Indiz, aber sicher kein Beweis dafür, dass jemand ein guter Künstler ist. Ebenso sind Verrisse kein Beweis für das Gegenteil. Wenn aber jeder ein Künstler ist, hat eine solche extrem weit gespannte Definition nicht automatisch zur Folge, dass qualifizierende oder disqualifizierende Adjektive wie gut, schlecht, erfolgreich oder erfolglos, professionell oder unprofessionell vor das Substantiv gestellt werden?
RTC4711
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Anmeldungsdatum: 22.11.2004
Beiträge: 275
Wohnort: Trier

BeitragVerfasst am: 11 Jul 2009 - 09:32:40    Titel:

jeder ist ein künstler.......doch in welchem bereich?
überlebens künstler........?
oder ein künstler....der eignen kunst.... Question
_________________
Wer die Axt im Hause hat...erspart den Zimmerman..
Eurythmistin25
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Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 7
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BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 - 16:55:37    Titel: Re: "Jeder ein Künstler?"

jirikel hat folgendes geschrieben:
"Jeder ist ein Künstler", soll der große Joseph Beuys, den auch nicht jeder mag, mal gesagt haben. Aber stimmt das auch? Und wenn ja, warum wird der eine reich damit, der andere nicht?

Bin gespannt auf konstruktive Antworten.

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Gedenket des daß.


Aus einem Vortrag von einem Schüler von Beus, der mal an der Alanus Hochschule, Kunsthochschule für Kunst und Gesellschaft, Vortrag über Beus hielt habe ich einiges gelernt. Wie z. B. auch die ganzen Begriffe zu differenzieren.

Als erstes würde ich vielleicht erstmal den Kunstbegriff allgemein befragen. Danach den Beusschen Kunstbegriff definieren. und dann erst versuchen sein Zitat zu kommentieren. Denn seine Aussage "jeder Mensch ist ein Künstler" bezieht sich auf seine "soziale Plastik".

"Die Theorie der „Sozialen Plastik“ besagt, jeder Mensch könne durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend auf die Gesellschaft einwirken. Aus dieser Vorstellung entstand die viel zitierte These der „Sozialen Plastik“: „Jeder Mensch ist ein Künstler”, die Joseph Beuys erstmals 1967 im Rahmen seiner politischen Aktivitäten äußerte. [2] Im Gegensatz dazu werden im üblichen Sprachgebrauch Menschen als Künstler angesehen, die auf dem Gebiet der bildenden oder der darstellenden Kunst und der Musik kreativ tätig sind. Sie erschaffen Kunstwerke oder stellen Ideen zu deren Schaffung bereit." Wikip.

un an der heutigen Kunst, kann man erkennen wer eine Ahnung von Kunst hat und wer nicht. Und es geht nicht um gefallen, denn das ist sehr subjektiv. Was mir nicht gefällt heißt schon lange, das dass keine Kunst ist.
test321
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 10 Aug 2009 - 22:35:34    Titel:

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von test321 am 23 Aug 2009 - 11:16:23, insgesamt einmal bearbeitet
können.of.what
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
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BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 01:41:56    Titel:

Mit meinen Psychologischen Wissen, sage ich NEIN.

Viele wollen gerne Künstler sein ( siehe Deutschland sucht den Superstar)
und melden sich zum Kunststudium an, können es nicht.

Es gibt Muster zum Erkennen von " Talenten ". Nichts ist 100 %

Künstler ist mehr als Technik. Künstler bewegen sich freiwillig in ihren Rahmen.

Künstler bewegen sie autonon z.b "In einen Wie Rahmen"
Sie bisozieren und Assozieren, permanent und un unterbrochen als teil ihrer natürlichen denk strukturen

Assozieren = Stuhl = Sitzen
Bizosieren = Stuhl = Blume
Wie Rahmen = errinert an, sieht aus wie

z.b. Stuhl = Blume = Blume in Stuhlform / Eine Blume aus Stuhlstoff, Eine Blume zum draufsitzen
Stuhl = Sitzen = Frau sitz breitbeining auf stuhl
plus wie rahmen + verbinden = eine frau sitz wie ein kater breitbeinig auf einer blume und errinert an romantik
Künster sind oft in der 3 Geburten Reihenfolge
Künster haben ein Elternteil in der 3 Geburten Reihenfolge stehen dann als erster Kind
Künstler haben ein Elternteil in der 3 Geburtenreihenfolge und sind 5tes kind.....

künster erhalten durch diese denkstrategien aufmerksamkeit und liebe von ihrer eltern und umwelt, das fördert ihre natürliche kreative denkweise. das geschieht öfters in der 3 reihenfolge,
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iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
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BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 10:51:45    Titel:

Du bist nicht deutsch, oder?
können.of.what
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BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 17:04:56    Titel:

iQew hat folgendes geschrieben:
Du bist nicht deutsch, oder?

was? Rolling Eyes
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iQew
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BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 18:08:03    Titel:

Die Frage war eindeutig und klar oder bist du Legastheniker?
können.of.what
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BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 21:37:48    Titel:

iQew hat folgendes geschrieben:
Die Frage war eindeutig und klar oder bist du Legastheniker?

iQew Beleidigungen strunzen mit dummheit und sind ganz fragwürdig Arrow Du bist nicht zufällig ein kinderschänder? Nicht deine Traumata bei uns besreden. du bist kein künstler. Ich würde dir nie tips um deine künstlerfragen gebeb, nun doch: besame dich nicht zu Viel mit deinen kindepronos. Geheimesachen nicht ,dinge der wahrheit, nicht ins forum schreiben, absamen.Lieber iQew nicht kinder missbrauchen.

schluss
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iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
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BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 22:10:45    Titel:

Die Frage sollte keine Beleidigung sein, sondern war völlig ernst gemeint. Deine Beiträge sind voll von Fehlern, die keine Flüchtigkeitsfehler sein können und ich habe mich gefragt, ob du vielleicht kein Deutscher bist, denn das ist hier gar nicht mal so unwahrscheinlich. Es gibt hier viele Leute, die sich in diesem Forum aufhalten, weil es ihnen auch hilft, sofern sie deutsch gelernt haben.

Würdest du z.B. aus Amerika kommen, hätte ich versucht, näheren Kontakt mir dir aufzunehmen, weil es mich interessiert hätte.

Deine Reaktion darauf lässt mich aber nicht nur schmunzeln, sondern lässt auch die Frage in mir aufkommen, ob du nicht einfach noch verdammt jung bist und daher die Sprache noch nicht beherrscht.


Grüße
können.of.what
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 22:36:14    Titel:

komme aus afrika, tschüss
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M45T4
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Anmeldungsdatum: 22.08.2007
Beiträge: 3718
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BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 00:31:57    Titel:

Ein begnadeter und wahrscheinlich auch erfolgreicher Maler malt des Malen wegen, nicht in erster Linie mit dem Gedanken Geld damit zu machen.

Habe hier mal so ein Zitat gelesen, das ging sinngemäß so:
If you think of money first and then about music, then the music isnt worth the money
_________________
"The center of me shifts, is everywhere and no circumference can be drawn until the end."

Paul Auster - "The New York Trilogy"
können.of.what
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 06:17:45    Titel:

Zitat:
Ein begnadeter und wahrscheinlich auch erfolgreicher Maler malt des Malen wegen,


ich sehe noch dazu das er gar nicht anderes kann, evtl sonst sogar leidet und "stirbt"
_________________
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iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 15:35:29    Titel:

Wer klar genug differenzieren kann, kann auch nur des Geldes wegen Künstler sein. Sobald man professionell wird, bekommt man doch häufig Aufträge, an denen man vielleicht nicht arbeiten möchte und trotzdem muss.
jirikel
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Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 14:09:16    Titel:

Zitat:

Dieses Ziatat haben wir in Kunst auch bis zum Erbrechen durchgekaut.
Ich kann dazu nur eins Sagen, Joseph Beuys ist für mich KEIN Künstler. Der hätte sich das Fett besser in die Haare geschmiert und sich mit der Filzdecke eingerollt und somit verhindert, dass irgendeinem Schrott eine tiefere Bedeutung zuzuordnen ist.

Nun ja, den "wahren" Künstler trifft das jetzt, aber ganz ehrlich "das kann ich auch".

Antwort also: Jaja, jeder kann Müll schön plazieren-äh, jeder ist ein (Schrott-)Künstler!


Beuys hat in seinem Frühwerk viele Sachen gemacht, die bestimmt schon handwerklich nicht jeder kann. Davon redet jedoch kaum einer, nur von der Fettecke und den Filzdecken.
Es scheint interessanter zu sein, sich über vermeintliche Nicht-Kunst zu ärgern als sich mit schwieriger Grafik auseinanderzusetzen?
iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 14:49:11    Titel:

jirikel hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Dieses Ziatat haben wir in Kunst auch bis zum Erbrechen durchgekaut.
Ich kann dazu nur eins Sagen, Joseph Beuys ist für mich KEIN Künstler. Der hätte sich das Fett besser in die Haare geschmiert und sich mit der Filzdecke eingerollt und somit verhindert, dass irgendeinem Schrott eine tiefere Bedeutung zuzuordnen ist.

Nun ja, den "wahren" Künstler trifft das jetzt, aber ganz ehrlich "das kann ich auch".

Antwort also: Jaja, jeder kann Müll schön plazieren-äh, jeder ist ein (Schrott-)Künstler!


Beuys hat in seinem Frühwerk viele Sachen gemacht, die bestimmt schon handwerklich nicht jeder kann. Davon redet jedoch kaum einer, nur von der Fettecke und den Filzdecken.
Es scheint interessanter zu sein, sich über vermeintliche Nicht-Kunst zu ärgern als sich mit schwieriger Grafik auseinanderzusetzen?


Na ganz klar! Sich über Nicht-Kunst aufzuregen kann jeder, im Detail und mit Hintergrundwissen über Dinge zu reden, die nicht direkt offensichtlich sind, ist dagegen schwieriger und daher nicht für die Masse.

Viele denken einfach zu kurz. Ein Beispiel wäre da der Expressionismus - wie oft habe ich schon von Freunden und Mitschülern gehört, dass es ja keine Kunst ist, das könnten sie ja auch, aber das ist ja ein Punkt, der gar nicht für den Expressionismus zählt. Natürlich könnten sie auch einen Farbtopf nehmen und ihn gegen eine Leinwand schmeissen und durch die Art, wie sie dies tun, wird ihr Empfinden deutlich.

Nur als kleines Beispiel oder Denkanstoß Wink
test321
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 21:23:52    Titel:

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von test321 am 23 Aug 2009 - 11:16:49, insgesamt einmal bearbeitet
können.of.what
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 21:31:46    Titel:

Zitat:
Wer klar genug differenzieren kann, kann auch nur des Geldes wegen Künstler sein


stimmt. danke dir. ich habs gerade nach geschafft das mitzunehmen
_________________
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iQew
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Anmeldungsdatum: 06.02.2009
Beiträge: 439

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 21:48:54    Titel:

test321 hat folgendes geschrieben:
Das mit Fett und Filz war auch etwas überspitzt. IM Endeffekt reden aber alle nur noch darüber.
Und glaube mir, ich musste (!) mich auch mit seinen früheren Werken beschäftigen.
Wie gesagt, auch wenn ich selbst künstlerich tätig bin, so kann ich DAS einfach nicht nachvollziehen... und wo grad jmd von Expressionisten sprach, das ist auch ein ganz anderes Kapitel. Rede hier mehr von Tomatensuppenkartons etc. (was jetzt nichts über seine restlichen Arbeiten aussagt, die waren tw. sehr gut !)


Das war auch nicht auf dich bezogen, sondern mehr auf die Leute, die etwas anspruchsvollere Kunst direkt als Nicht-Kunst darstellen, nur weil sie es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
jirikel
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 28 Sep 2009 - 16:51:16    Titel:

Was immer wieder auffällt: wie viele - gerade junge - Leute bei bestimmten Kunstformen, angefangen mit bestimmten Formen des Expressionismus sowie später des Informel - "kann ich auch" rufen und dies als scharfe Kritik verstehen, aber genervt reagieren, wenn ihnen konservative Musiklehrer und -kritiker vorhalten, dass Klassik besser sei als Pop. Weshalb darf Kunst nicht spontan sein, während Musik ruhig simpel sein darf, wenn sie reinhaut? Und wieso ist es bei manchen Kunstfreaks gerade andersherum?
bilonie
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Anmeldungsdatum: 13.02.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 15:16:35    Titel:

Zwischen Musik und Bildender Kunst wird wirklich mit zweierlei Maß gemessen. Das ließt daran, dass Musik von vornherein was abstraktes ist. Bei Bildender Kunst hören manche Leute nicht auf, zu fragen, was es "sein soll". Für die ist ein Künstler so eine Art Fotograf ohne Kamera.
ebert90xy
Newbie
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Anmeldungsdatum: 16.02.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2010 - 17:11:25    Titel:

jirikel,

das liegt daran, dass die leute sich nie mit kunst tatsächlich auseinandersetzten, und was in der schule gelernt wird, ist alles andere als eine förderung des kunstverständnisses (mit ausnahmen...)

zum anderen ist auch die postmoderne kunst mittlerweile eine szene für sich: leute, die sich künstler nennen und von mit-stehenden bejaht werden, rollen sich in klopapier ein und wollen auf was auch immer aufmerksam machen (auf sich...). das ganze heißt dann "performance" ...
der kunstbegriff wurde heute, für mein verständnis, viel zu weit gedehnt, sodass wir es schon mit einer absoluten infrage-stellung von allem zu tun haben und einer verwahrlosung, in der jeder etwas "als kunst verkaufen" kann, was eigentlich fernab unseres verständnisses liegt, z.B. bilder, die auf gut deutsch, absolut dilettantisch gemacht sind, werden für unsummen verkauft... das ist eben ein merkmal der postmoderne...
die leute haben absolut keine ahnung mehr,... und tun eben solche dinge,...
geschmacklosigkeit wäre auch zutreffend.
das beuys'sche zitat mag da wohl zum höhepunkt werden, im theoretischen sinne,

ich denke, wenn man klare grenzen zieht und sagt:
jeder mensch ist auch ein wissenschaftler
oder jeder mensch ist auch ein philosoph
oder noch spezifischer:
jeder mensch ist ein chemiker,
ein arzt
ein maurer
usw...

endet es in absurdität

weil so wie wir wissenschaftler definieren,
können wir auch künstler definieren,
solche klaren begrifflichkeiten werden zwar schnell verteiufelt, was daran liegt, das manche diese immer wortwörtlich und absolut hinnehmen; aber in wahrheit sorgen sie für ordnung und einen maßstab, an dem entwicklung möglich ist.
heute haben wir keine entwicklung mehr (in der kunst), sodass wir im vergleich z.B. zur barock-malerei eigentlich absolut erbärmlich darstehen (obwohl wir uns ja immer als die große moderne zivilisation darstellen!...)
der expressionismus war eine antwort auf mangelnden maßstab bzw. tiefster bürgerlichen engstirnigkeit; was danach kam, ist nur noch ein abklatsch, der es nicht verstand.
waag
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beiträge: 309

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2010 - 20:47:23    Titel:

SUPER! Der Text hat endlich alles auf den Punkt gebracht! Klasse. Wir sollten uns schon etwas schämen: Stellt euch vor da Vinci oder Michelangelo etc würden die heutigen "Werke" sehen...die würden sich so schrottlachen und auch sagen: DAS KANN JEDER!!!
jirikel
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 15.09.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2010 - 17:35:25    Titel:

Die Expressionisten wollten nicht nur Bürger provozieren. Munch hat sehr darunter gelitten, dass die Leute anfänglich seine Bilder hassten.
Packesel
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 25.02.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 01 März 2010 - 17:11:18    Titel:

Wenn jemand fühlt was er tut und es schafft das irgendwie in ein Bild, eine Skulptur o.ä. zu transferieren - dann kann man Glück haben und weckt in anderen Leuten ebenfalls Emotionen oder Vorstellungen.

Kunst ist ja etwas, was auch andere Menschen beeinflusst.
_________________
Aller Anfang ist leicht - Und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen. (Goethe)
LaChatte
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 13 März 2010 - 21:38:01    Titel:

waag hat folgendes geschrieben:
SUPER! Der Text hat endlich alles auf den Punkt gebracht! Klasse. Wir sollten uns schon etwas schämen: Stellt euch vor da Vinci oder Michelangelo etc würden die heutigen "Werke" sehen...die würden sich so schrottlachen und auch sagen: DAS KANN JEDER!!!


Handwerklich waren die Renaissancekünstler tatsächlich herausragend. Die hatten auch sehr sehr lange Lehrzeiten. Skulpturen wie Michelangelo, das kann heute vermutlich niemand mehr auf der ganzen Welt. Nicht wegen dem fehlenden Talent, sondern wegen der fehlenden langjährigen Übung.

ansonsten kommt es aber nicht darauf an, was jemand könnte, wenn er wollte, sondern darauf, was tatsächlich getan wird.

und klar, jeder Mensch ist ein Künstler - von Geburt her. Nur nehmen nicht alle dieses Geburtsrecht in Anspruch, was ich schade finde.

grüsse, barbara
_________________
eritis sicut deus scientes bonum et malum
ebert90xy
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Anmeldungsdatum: 16.02.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21 März 2010 - 15:12:39    Titel: quatsch

so ein blödsinn!

niemand wird als künstler geboren!

der eine hat eben talent von natur aus,...
der andere eben nicht!

das geht schon in der schule los:

es gibt in fast jeder klasse immer 1 bis 2 leutchen, die besonders gut zeichnen, malen können im vergleich zum rest der klasse, das resultat:
es versammeln sich die anderen schüler um diese und bestaunen ihre werke.

das ist völlig normal und gut so.

genauso wie es in jeder klasse einen mathematikus oder physikus oder einen besonders musikalisch talentierten gibt...

diese aussage: "jeder ist ein künstler" ist einfach nur schwammig und das produkt eines künstlerischen zerfallsprozesses (im denken...)

nur weil wir angeblich "modern" sind, müssen wir nicht alles relativieren und gnadenlos verallgemeinern, ( was schon mehr eine intellektuelle schwäche darstellt und kein höheres denken!. )

und eine andere sache:
man muss auch nicht jaaaaahrelaaaange erfahrungen haben,
um etwas vernünftiges, technisch, handwerkliches solides zu fabrizieren, was sich mit alten meister-zeichnungen messen könnte!
es ist eine sache der einstellung, motivation, wie intensiv man selbst an sich arbeitet,
ich habe solche meisterzeichnungen mit 16- abgezeichnet und intesive naturstudien geführt und konnte sehr gute erfolge erzielen in meiner eigenen zeichentechnik- , zeichensprache... was sich durchaus messen lässt mit alten meisterzeichnungen.

ich denke, das problem ist einfach, dass es heute nirgends-wo mehr gelehrt wird (die technik)...
ich habe mir so ziemlich alles selbst beibringen müssen und dementsprechend auch sehr viele bildbände und alte fachbücher...
LaChatte
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 - 21:18:00    Titel:

Hi.

dass manche mehr Talent als andere haben, widerspricht nicht der Aussage, dass Kunst etwas allgemein-menschliches ist. Jeder Mensch kann singen. Jeder Mensch kann einen Gebrauchsgegenstand schön gestalten. Jeder Mensch kann ein Gefühl für Ästhetik entwickeln.

Aber eben, man muss es TUN. Man muss üben. Und je mehr man übt, desto besser wird man.

grüsse, barbara
_________________
eritis sicut deus scientes bonum et malum
Nickelson
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 31 März 2010 - 15:31:46    Titel:

LaChatte hat folgendes geschrieben:
Hi.

dass manche mehr Talent als andere haben, widerspricht nicht der Aussage, dass Kunst etwas allgemein-menschliches ist. Jeder Mensch kann singen. Jeder Mensch kann einen Gebrauchsgegenstand schön gestalten. Jeder Mensch kann ein Gefühl für Ästhetik entwickeln.

Aber eben, man muss es TUN. Man muss üben. Und je mehr man übt, desto besser wird man.

grüsse, barbara


Stimmt nicht, Barbara. Ich kann singen, aber es will niemand hören. Und geübt habe ich auch genügend, doch es wurde nicht besser !
Meinst es gut, wird auch akzeptiert. Aber es trifft nicht zu.
_________________
Einmal ist kein Mal.
LaChatte
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 13:11:05    Titel:

Nickelson hat folgendes geschrieben:

Stimmt nicht, Barbara. Ich kann singen, aber es will niemand hören. Und geübt habe ich auch genügend, doch es wurde nicht besser !
Meinst es gut, wird auch akzeptiert. Aber es trifft nicht zu.


man muss nicht nur üben, sondern auf die richtige Weise üben. Hattest du denn professionellen Gesangsunterricht über längere Zeit? Stimmschulung, Atemschulung, Tonhöhen richtig hören, und so weiter?

grüsse, barbara
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waag
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beiträge: 309

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 18:16:30    Titel:

Aber wenn man einfach nicht die Stimme dazu hat, kann man es gleich vergessen. Genau ist es auch bei Malerei, wenn man nicht das Händchen dafür hat, kann man es vergessen...
zuz
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Anmeldungsdatum: 02.11.2009
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2010 - 18:36:29    Titel:

Mag ja sein, dass in jedem von uns ein Künstler steckt aber ich glaube nicht, dass jeder das selbe Talent hat.
Einige können singen andere nicht (egal wieviel man übt wenn man keine gegeignete Stimme hat kann man das auch vergessen)
Einige können zeichnen einige nicht (Ich habe auch selbsernannte Künstler gesehen die jahrelang irgendetwas gezeichnet haben, was man nicht unbedingt als Kunst betrachten kann wenn man nüchtern drüberguckt)
Und andere haben gaanz andere Talente...
Natürlich zählt hierbei vor allem die subjektive Betrachtung über Geschmack kann man nun mal nicht streiten.
Aber kann mir vielleicht irgendjemand in diesem Forum erklären, warumdie "mordernen Küstler" (die solche superproduktiven Sachen malen und zeichnen wie Kreise, Striche, Rechtecke, Klekse) warum die gerade als "Künster" anerkannt werden.
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Favete linguis! (=
waag
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beiträge: 309

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2010 - 19:16:59    Titel:

Das finde ich ja an der Welt so scheisse...hirnverbrannt die moderne Welt und mit ihrer Kunst,das ist doch armselig
fina0900
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Anmeldungsdatum: 20.04.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2010 - 15:17:15    Titel:

ob ein künstler erfolgreich ist hängt damit zusammen ob er den geschmack vieler oder nur einiger trifft.... und vll bei dem ein oder anderen auch ob er mit skandalen äuffällt...


kunst ist es sich mit kunst am leben zu halten ... ^^
LaChatte
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2010 - 11:01:09    Titel:

waag hat folgendes geschrieben:
Aber wenn man einfach nicht die Stimme dazu hat, kann man es gleich vergessen. Genau ist es auch bei Malerei, wenn man nicht das Händchen dafür hat, kann man es vergessen...


So krasse Talentlosigkeit, dass Hopfen und Malz verloren ist, dürfte für etwa 0.001% aller Menschen zutreffen. Alle andern können durch beständiges Lernen und Üben mit der Zeit ein gutes Niveau erreichen.

grüsse, barbara
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eritis sicut deus scientes bonum et malum
Ryan_Elbwood
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Beiträge: 109
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BeitragVerfasst am: 29 Jul 2010 - 22:40:02    Titel:

Hallo,

dass jeder ein Künstler ist, würde ich im Definitionssinn von Kunst bejahen, auch wenn man über die Definition von Kunst gewiss diskutieren kann.
Ob man von seiner Kunst leben kann oder gar reich dadurch wird, hängt nach meiner Erfahrung von ganz verschiedenen Aspekten ab.

1. Wenn man zu Lebzeiten davon existieren oder reich werden will, muss man mit seinem künstlerischen Schaffen den Zeitgeist treffen.

2. Je größer die zahlungswillige Zielgruppe, desto größer die Einnahmequelle.

3. Außnahme zu 2. wäre eine Nischenkunst, mit der man nur gut betuchte Menschen anspricht. Also Kunst, die sich nur wohlhabende Menschen leisten können und auch leisten wollen.

4. Cleveres Marketing ist natürlich das A&O. Dazu gehört z. B., dass man Leute dazu annimiert, dass sie über die eigenen Werke Mundpropaganda betreiben. Das kann eine Verkaufslawine auslösen. Doch es gibt so viele Marketingtricks, wie z. B. eine gefakete Pressemeldung, dass die erste Auflage von dem Roman X in Höhe von 100.000 Ex. innerhalb von einer Woche vergriffen war und dass die 2. Auflage bereits vorbestellt werden kann. Ein halbes Jahr später kommt dann heraus, dass man "ausversehen" zwei Nullen zu viel druckte ... Doch auch der Anschluss an den Großhandel, Einzelhandel, Ausstellungen, Präsents auf Fachmessen, Internetwerbung, Werbung im Hörfung, TV ... Das alles ist wichtig für den Erfolg. Natürlich ist es je nach dem auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten, doch viele Beispiele davon sind preisgünstig und teilweise auch gratis. Es gibt noch weitaus mehr Möglichkeiten, als ich nannte!

5. Man darf sich von Misserfolgen nicht sofort beirren lassen. Viele erfolgreiche KünstlerInnen wurden im Vorfeld mehrfach abgelehnt und dies mit teilweise erschüttender Kritik. Ein Berufskollege von mir hat z. B. eines seiner Brettspiele 7 Mal Verlagen angeboten und es wurde durchweg mit erschlagender Kritik abgelehnt, bis es dann beim 8. Mal klappte und das erfolgreichste Brettspiel der letzten Jahrzehnte wurde! Das Spiel heißt "Die Siedler von Catan" und mein Kollege ist Klaus Teuber. Er gab also nie auf, glaubte an sein Spiel und wurde dafür millionenfach belohnt. Ein anderes weltbekanntes Beispiel ist z. B. Harry Potter vom J. K. Rowling. Sie bekam ebenfalls mehrmach Absagen und auch einige niederschmetternde. Doch sie gab ebenfalls nicht auf, da auch sie an ihr Werk glaubte. Was daraus wurde, dürfte fast jeder wissen.

6. Überprüfung der eigenen Stärken und Schwächen:
Natürlich ist nicht jeder von Beginn an sofort perfekt in seinem Schaffen. Talent ist wichtig, Fleiß und Selbsterkenntnis jedoch auch. Man sollte seine Arbeiten von Leuten bewerten lassen, die keinen Bezug zu einem selbst haben. Freunde, Bekannte, Kollegen ... neigen oft zu Übertreibungen aus Höflichkeit oder weil sie einem nicht verletzen wollen. Das bringt wenig. Ebenso finden sich im persönlichen Umfeld auch immer Neider, die das eigene Werk dann runterputzen und schlecht machen. Meine Erfahrung ist, dass ca. 5% der Personen aus meinem Umfeld offen und ehrlich bei der Kritik sind.

7. Oute Dich nie in einem Internetforum als bereits erfolgreicher Künstler, wenn Du nach Interessenten oder brauchbarer Kritik für Deine Arbeiten suchst! Warum? Ganz einfach, in den meisten Kunstforen, Fantasyforen, Spielforen ... sind immer viele Leute anwesend, die auch schon dies und das geschrieben, gezeichnet, entwickelt haben und es nicht dahin schafften, wo Du in diesem Moment bereits stehst. 90% entwickeln dann Neid Dir gegenüber und werden teilweise aggressiv bis unverschämt. Nur wenige davon suchen ehrliche Tipps oder haben Interesse an der Arbeit oder an konstruktiver Kritik.

Seine Arbeiten ausstellen kann man heutre ja locker annonym, ohne dass man erwähnen muss, dass man bereits dieses oder jenes Werk veröffentlicht hat. Dabei bekommt man offene Hritiken und man kann sich eine Schnittmenge bilden und somit die Zielgruppe herausfiltern.
Was man jedoch auch dabei vermeiden sollte ist, dass man sich als armes kleines Mauerblümchen präsentiert, das gerne eine Meinung hätte. Die Reaktion darauf läuft ebenfalls zu unhonstruktiver Kritik.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage etwas beantworten.

Netter Gruß

Ryan
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Wahre Leidenschaft ist jene, die Leiden schafft!
Kritik zu üben ist einfach, sie zu beherrschen ist eine Kunst.
© 2010 by Ryan Elbwood
Klaus92
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Anmeldungsdatum: 16.08.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2010 - 14:23:13    Titel:

Meiner Meinung nach ist jeder ein Künstler, denn jeder hat unterschiedliche kreative Talente. Ich kann z.B. gar nicht malen oder zeichnen. Aber dafür kenne ich mich z.B. mit der hier erklärten Siebdruck Belichtung aus und bin der Meinung, dass ich schon recht talentiert mit dieser Technik bin und kreative Ideen habe. Außerdem bin ich der Meinung, dass man Kunst auch erlernen kann, wenn man genug übt.
Franziska83
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 06.04.2011
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 30 Jun 2011 - 12:01:28    Titel:

Ich dachte das hat der Herr Hundertwasser gesagt?!
Ich halte jeden Menschen für einen Künstler, einfach aus der Natur heraus, vielleicht liege ich da auch falsch.

LG Franzi
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