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Engstirnigkeit vs. Vielfalt - Berufschancen?
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unentschlossen1
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2009 - 13:13:54    Titel: Engstirnigkeit vs. Vielfalt - Berufschancen?

Ich studiere VWL und bin soweit inhaltlich und auch notentechnisch zufrieden, auch wenn es natürlich Leute mit besseren Notenschnitt gibt (meiner liegt bei 1,7-2,1). Allerdings habe ich nur noch 2 Semester bis zum Bachelorabschluss und da drängt sich langsam die Frage auf, wie es weiter geht.
Neben dem Studium arbeite ich zur Studienfinanzierung relativ viel und dementsprechend sieht es praktiumstechnisch noch mau ist (Es ist eine einfache Aushilfsstelle mit passablen Verdienst um die 10,30 Euro netto, die jedoch nichts mit dem Studium zu tun hat, außer dass ich bei wenig Arbeit nebenbei mal etwas fürs Studium lese bzw. lerne^^ )
Nun habe ich schon öfter gehört, dass ich mit einen Bachelor in VWL kaum Chancen habe.

Doch wie kann es nach dem Bachelor weitergehen?
Erstmal wollte ich innerhalb eines Jahres nach dem Bachelorabschluss verschiedene Praktikas machen. Aber ein Bachelor reicht heutzutage ja nicht immer aus.

Nun stellt sich die Frage was als nächste folgt -> Der Master in VWL erfordert einen TOEFL-Test und Englisch zählt nur bedingt zu meinen Stärken. Texte lesen, verstehen und bearbeiten ist ok, aber es umfassend anzuweden (insbesondere zu sprechen) ist nicht so meine Stärke.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob mich VWL berufstechnisch weiterbringt.

Ein Masterstudium dauert 2 Jahre - ein Bacherlorstudium 3 Jahre.
Das wäre als nur ein Unterschied von einen Jahr.

Aber eigentlich wollte ich auch schon immer Mathematik studieren.

Wenn ich zum VWL-Bachelor im Anschluss einen Mathematik-Bachelor mache, könnte ich dann mit den beiden Bachelorabschlüssen berufstechnisch irgendwo unterkommen? Ein Bacher + Masterabschluss in Mathematik würde mir zu lange dauern, da ich dann ja bereits 3 Jahre VWL hinter mir habe und irgendwann fertig werden möchte, aber 3 Jahre für ein Bachelor in Mathematik könnte ich mir nochmal vorstellen.
chrisblake
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Anmeldungsdatum: 05.12.2007
Beiträge: 775

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2009 - 13:18:31    Titel: Re: Engstirnigkeit vs. Vielfalt - Berufschancen?

unentschlossen1 hat folgendes geschrieben:


Aber eigentlich wollte ich auch schon immer Mathematik studieren.

Wenn ich zum VWL-Bachelor im Anschluss einen Mathematik-Bachelor mache, könnte ich dann mit den beiden Bachelorabschlüssen berufstechnisch irgendwo unterkommen? Ein Bacher + Masterabschluss in Mathematik würde mir zu lange dauern, da ich dann ja bereits 3 Jahre VWL hinter mir habe und irgendwann fertig werden möchte, aber 3 Jahre für ein Bachelor in Mathematik könnte ich mir nochmal vorstellen.


Das ist in meinen Augen naiv. Erstens solltest du das Mathematikstudium nicht unterschätzen und erstmal als Gasthörer in ein paar Vorlesungen gehen. Zweitens bringt dir ein zweiter Bachelor in meinen Augen Karrieretechnisch weniger als ein konsekutiver Master in VWL oder ein nicht-konsekutiver Master in BWL (Finance?).

An deiner Stelle würde ich einen BWL Master anhängen. Die Fächer überschneiden sich sowieso, danach hast du gute Berufsaussichten und für Personaler ist es wohl eine angenehme Kombination, da sie davon ausgehen können, dass du quantitiv relativ fit bist.

just my 2 cents..
_________________
"Das Leben ist wie Casino, entweder du spielst Roulette oder Maumau."
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1614

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2009 - 13:19:44    Titel:

also sicherlich kannst du mit einem bachelor mathe und bachelor vwl einen job bekommen, allerdings du bist letztlich "nur" bachelor und dann auch schon älter als andere master absolventen.
Es ist als VWLer bestimmt gut einen Bachelor in Mathe zu haben, aber wirklich benötigen wird man es in der Praxis wohl auch nicht.
Wichtiger sind Skills wie gutes VBA programmierung. Matlab oder Stata.

Dazu natürlich gutes English. Ich hab da selbst große Probleme mit, bzw. ich habe einfach keine motivation für sprachen, da ich sie nur als reinen mittel zum zweck betrachte.
Aber English ist ein muss und ein Master auf Englisch zu machen ist ein Vorteil definitiv.
Ein Master in BWL oder VWL in einem Vertiefungsgebiet das dir liegt auf Englisch wird dir viel mehr bringen als ein mathe bachelor.

Du kannst diesen Mathe Bachelor später noch nach deniem Berufsleben machen, wenn du in Rente gehst;)
unentschlossen1
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2009 - 14:22:48    Titel:

Wenn ich den TOEFL-Test nicht schaffen würde, dann kann ich kein Masterstudium in VWL anfangen und für diesen Fall frage ich mich, welche Alternativen ich habe. Das Masterstudium ist zwar größtenteils auf deutsch, ich muss aber einen erfolgreichen TOEFL-Test vorweisen um zugelassen zu werden. Wenn das nicht klappt, müsste ich mir wohl oder übel was anderes überlegen. Welche Alternative zum Mathematikstudium wäre denn noch möglich? Ich hätte ja nur diesen Bachelorabschluss, der reicht doch nicht allein aus?
Eine andere Uni, die eventuell keinen TOEFL-Test fordert, kommt nicht in Frage, weil ich auf den Nebenjob angewiesen bin. In anderen Städten müsste ich wahrscheinlich für die Hälfte arbeiten und hätte auch nicht so viel Zeit während der Arbeit noch was fürs Studium zu machen Smile
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1614

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2009 - 14:29:32    Titel:

der toefl test kannst du beliebig oft wiederholen und es gibt ja auch kein bestanden oder nicht bestanden, sondern eine punktzahl. ich denke in diesem sinne ist also wenn man es will unmöglich das ding nicht zu schaffen.

Wie gesagt, wenn du es nicht schaffst deine Englisch Fähgkeiten auf ein deinem sonstigen Bildungsstand entsprechendes Niveau zu hebeln, sieht es sowieso nicht gut aus auf dem Arbeitsmarkt. Und das sage ich als jemand dem Kölsch und Deutsch als Sprachen völlig ausreichen würden;)
Diplomierter
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Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1990
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2009 - 03:20:55    Titel:

unentschlossen1 hat folgendes geschrieben:
Wenn ich den TOEFL-Test nicht schaffen würde, dann kann ich kein Masterstudium in VWL anfangen und für diesen Fall frage ich mich, welche Alternativen ich habe. Das Masterstudium ist zwar größtenteils auf deutsch, ich muss aber einen erfolgreichen TOEFL-Test vorweisen um zugelassen zu werden. Wenn das nicht klappt, müsste ich mir wohl oder übel was anderes überlegen. Welche Alternative zum Mathematikstudium wäre denn noch möglich? Ich hätte ja nur diesen Bachelorabschluss, der reicht doch nicht allein aus?
Eine andere Uni, die eventuell keinen TOEFL-Test fordert, kommt nicht in Frage, weil ich auf den Nebenjob angewiesen bin. In anderen Städten müsste ich wahrscheinlich für die Hälfte arbeiten und hätte auch nicht so viel Zeit während der Arbeit noch was fürs Studium zu machen Smile


Das mit dem englischen TOEFL-Test zum Masterzugangsstudium empfinde ich als Wettbewerbsverzerrung, müssen englische Bachelors diesen in einer Fremdsprache z.B. in deutsch für den Master machen?

Verstehe Englisch, kann es auch sprechen genauso wie die meisten deutschen Dialektsprachen inkl. der von den deutschsprachigen Schweizer Kantone, aber engl. Schreiben ist ein Horror. Ein A jetzt ein E? Finde keine Logik dahinter!
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Signatur? Die hat man mir geklaut!

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie links rum drehen!
sidi
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Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 1709

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2009 - 09:49:31    Titel:

Diplomierter hat folgendes geschrieben:
unentschlossen1 hat folgendes geschrieben:
Wenn ich den TOEFL-Test nicht schaffen würde, dann kann ich kein Masterstudium in VWL anfangen und für diesen Fall frage ich mich, welche Alternativen ich habe. Das Masterstudium ist zwar größtenteils auf deutsch, ich muss aber einen erfolgreichen TOEFL-Test vorweisen um zugelassen zu werden. Wenn das nicht klappt, müsste ich mir wohl oder übel was anderes überlegen. Welche Alternative zum Mathematikstudium wäre denn noch möglich? Ich hätte ja nur diesen Bachelorabschluss, der reicht doch nicht allein aus?
Eine andere Uni, die eventuell keinen TOEFL-Test fordert, kommt nicht in Frage, weil ich auf den Nebenjob angewiesen bin. In anderen Städten müsste ich wahrscheinlich für die Hälfte arbeiten und hätte auch nicht so viel Zeit während der Arbeit noch was fürs Studium zu machen Smile


Das mit dem englischen TOEFL-Test zum Masterzugangsstudium empfinde ich als Wettbewerbsverzerrung, müssen englische Bachelors diesen in einer Fremdsprache z.B. in deutsch für den Master machen?



Englisch ist die Wissenschaftssprache und nicht deutsch. Da der Master wissenschaftsorientiert ist, ist es nur logisch Englischkenntnisse zu fordern.
Hauptstädter
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2009 - 10:53:18    Titel:

Hätte der GröFaZ damals den Krieg gewonnen, würde es vielleicht anders aussehen , naja Schade Crying or Very sad
Deadwing
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 655

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2009 - 11:03:36    Titel:

Hauptstädter hat folgendes geschrieben:
Hätte der GröFaZ damals den Krieg gewonnen, würde es vielleicht anders aussehen , naja Schade Crying or Very sad


Sowas kannst du dir sparen.
unentschlossen1
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2009 - 13:34:04    Titel:

Zurück zum Thema:
Mit welchen Bachelorstudium (unabhängig davon ob es zu VWL eine gute Ergänzung ist) hätte ich eine Berufsperspektive? (Taxifahren ist keine Perspektive und Hilfsarbeiter auf dem Bau auch nicht. Ansonsten reicht etwas, wozu das Studium reicht und ich keine zusätzliche Ausbildung brauche)
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1614

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2009 - 15:27:29    Titel:

ich sag dir jetzt mal was mit der weisheit eines 22 jährigen:

schlag es dir aus dem kopf noch einen bachelor zu machen!

Die besten Chancen als Bachelor auf dem Arbeitsmarkt hast du mit deinem jetzigen VWL Bachelor, da du den einzigen Trumpff den "nur bachelor" absolventen haben nämlich ihre junges Alter noch ausspielen kannst. Mit einem zweiten Bachelor wäre das auch dahin.

Also es gibt nur 2 Optionen die Sinn machen:
1. Sofortige Berufseinstieg, es gibt genügend Bereiche in denen das geht.
2. Master in BWL oder VWl.

Alles andere ist in dieser Situation, wenn du nicht sehr viel verschenken willst (daher wenn dein VWL Studium zu etwas nütze sein soll) nicht sinnvoll.

Das ist es nicht was du hören willst, aber das ist Wahrheit.
Du stehst gut da, um diese Perspektive würden dich viele beneiden!
unentschlossen1
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2009 - 18:40:30    Titel:

Kölner_VWLer hat folgendes geschrieben:
ich sag dir jetzt mal was mit der weisheit eines 22 jährigen:

schlag es dir aus dem kopf noch einen bachelor zu machen!

Die besten Chancen als Bachelor auf dem Arbeitsmarkt hast du mit deinem jetzigen VWL Bachelor, da du den einzigen Trumpff den "nur bachelor" absolventen haben nämlich ihre junges Alter noch ausspielen kannst. Mit einem zweiten Bachelor wäre das auch dahin.

Also es gibt nur 2 Optionen die Sinn machen:
1. Sofortige Berufseinstieg, es gibt genügend Bereiche in denen das geht.
2. Master in BWL oder VWl.

Alles andere ist in dieser Situation, wenn du nicht sehr viel verschenken willst (daher wenn dein VWL Studium zu etwas nütze sein soll) nicht sinnvoll.

Das ist es nicht was du hören willst, aber das ist Wahrheit.
Du stehst gut da, um diese Perspektive würden dich viele beneiden!


Gibt es außer Banken und Versicherung in der Region noch andere pot. Arbeitgeber?
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1614

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2009 - 18:46:47    Titel:

du kannst doch im grunde dich auf fast alles bewerben, worauf sich auch ein bwl bachelor bewirbt.
Selbst Controlling, marketing, etc. . Dazu nat. die typischen Stellen in Banken. Unternehmensberatung würde gehen bei guten Noten. Dann die Jobs beim Staat also bei Ämtern.
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