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Ö-Recht... Abstrakt?
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Sharillon
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Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 - 07:59:34    Titel: Ö-Recht... Abstrakt?

Momentan hängts bei mir am Ö-Recht...
Im Zivilrecht sind die Fälle recht lebensnah, im Strafrecht oft interessant.

Nur im Ö-Recht kommt mir alles sehr abstrakt vor und vom Lerninhalt recht "wirr". Im Staatsorganisationsrecht und bei den Grundrechten seh ich noch keine Probleme. Die Materie ist echt gut "lernbar".
Nur wenns dann ums allgemeine Verwaltungsrecht geht wirds meiner Meinung nach sehr abstrakt. Da gibt es einfach so viele Verfahren, die sich mir kaum erschließen.

Eine Anfechtungs- und Verpflichtungsklage sind ja noch einfach. Wenns dann aber los geht mit der Abgrenzung Feststellungsklage/Fortsetzungsfeststellungklage und weitere "Klage"-Arten wie ein Eilverfahren, allg. Leistungsklage, einstweilige Anordnung, Aussetzungsverfahren und die ganzen Erstattungsansprüche... Da explodiert echt mein Kopf.
Da bin ich froh, dass wir in NRW kein Widerspruchsverfahren mehr haben...

Wenn dann auch noch Verwaltungsrecht mit Staatsrecht verknüpft wird, also irgendein Grundrechtsproblem in einer Klageart des Verwaltungsrechtswegs oder bei einem Erstattungsanspruch drin vor kommt, dann ist das echt der Supergau..


Gibt es irgendwie eine gute Methode mit denen man solche Probleme umgehen kann und sich die Sachen klar vor Augen wirft? Oder ein gutes Lehrbuch/Skript? Die von Alpmann Schmidt helfen mir nicht weiter und auch sonst habe ich in der Buchhandlung irgendwie kein gutes Buch gefunden, was die Materie gut und verständlich rüberbringen kann...


Danke Smile
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 - 12:08:50    Titel:

hm, also ich fand eher die grundrechte ziemlich abstrakt

zur einführung ganz gut fand ich für den at den detterbeck
um einen überblcik zu gewinnen

vlt hilft es wenn du die klagen systematisch gliederst

wie im zivilrecht auch gibt es es die 3 grundklagearten
leistungs, gestaltungs und feststellungsklage

die leistungsklage zielt darauf ab zu einem bestimmten verhalten zu verpflichten
dieses kann im verwaltungsrecht insbesondere der erlass eines verwaltungsakts sein
dies verfolgt man mit der verplfichtungsklage, sie ist also eine spezielle (weil nur auf eine bestimmte leistung = erlass eines va gerichtete) leistungsklage

dann gibt es noch die allgemeine leistungsklage, die auf alles andere als den erlass eines va gerichtet ist (zb realakt) spielt aber im verwaltungsrecht nur eine ziemlich untergeordnete rolle


dann gibt es die gestaltungsklagen, wo das urteil selbst die rechtslage unmittelbar gestalten soll

hierunter fällt die anfechtungsklage, durch das urteil soll der engegriffene va aufgehoben werden


ferner gibt es die festellungsklagen, die nur das bestehen oder nicht bestehen eines rechtsverhältnisses festellen sollen

in der form der normalen feststellungsklage
und der qualifizierten fortsetzungsfestellungsklage
das besondere an der ffk im vgl zur normalen feststellungsklage ist, dass bei dieser ursprünglich ein verwaltungsakt mit der anfechtungsklage angegriffen wurde sich aber im laufe des prozesses erledigt hat, weswegen die klage eigentlich abgewiesen werden müsste
da der kläger aber ein interesse wenigstens an der festellung der rechtswidrigkeit haben kann und der preozess nicht umsonst gewesen sein soll, kann er hier quasi die anfechtungs auf eine festellungsklage umstellen
unter umständen sagt man noch, man würde die ffk analog anwenden wenn noch keine anfechtungsklage erhoben wurde, oder es um eine verplfichtungsklage geht
aber im endeffekt handelt es sich eigentlich immer um eine (bestimmte) festellungsklage


neben den klagen gibt es noch den eilrechtsschutz, damit man nicht vor vollendete tatsachen gestellt wird

grob gesagt einstweilige anordnung nach §123 für verpflichtungssituation und aufhebnung der vollziehbarkeit nach §80 in der anfechtungssituation
Sharillon
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Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 - 23:30:49    Titel:

Danke schonmal.


Ist mir nun durch die systematische Gliederung etwas klarer geworden.

Das Problem sind aber nicht die Schemata an sich, sondern einzelne Problemfragen innerhalb der Zulässigkeit und Begründetheit solcher Klagen. In unserer Übung wurde sogar gesagt, dass die Fälle teilweise Examensniveau hatten. Nur im verwaltungsrechtlichen Teil der Übung gab es gerade deswegen nicht nur bei mir oft Verständnisprobleme.

Im staatsorganisatoren Teil hatte ich eigentlich kaum Probleme, da für mich die Materie einfach irgendwie fassbarer ist.


Aber ich denke es geht nicht nur mir so. Ich habe mich auch mit anderen Studenten unterhalten und auch einige Freundinnen sehen Verwaltungsrecht als schwerstes und unverständlichstes Fach an. Und das nicht wegen dem BT-Teil, sondern gerade wegen der vielen Besonderheiten im AT-Teil, auf die man achten muss und deren Probleme man kennen muss.
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