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fernstudium fürm ich möglich?
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Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 07:03:50    Titel:

Naja, wie gesagt, vom Inhaltlichen her bringt ein VFA m. E. erheblich mehr Grundlagenwissen zu rechtlichen Sachverhalten mit als jeder Abiturient, ich sehe insofern auch das Problem hier nicht! Einzig in Wirtschaftsmathe, das es in den meisten Wirtschaftsrechtsstudiengängen gibt, hat ein Abiturient Vorteile, wobei man hier die Anteile sehen muß!
Etwas anderes wäre es, wenn er nun Maschinenbau studieren wollen würde, aber in diesem speziellen Fall sähe ich einfach den Mehrwert, den das Nachmachen des Abiturs oder gar der FHR bringen könnte nicht!

Naja, was ein Fernstudienanbieter in einem Interview sagt, sollte man allerdings auch mit einiger Vorsicht genießen

Würde er Gegenteiliges äußern, so würde er sich ja einen der dicksten Äste absägen, auf dem er sitzt. Schließlich besteht ein nicht unwesentlicher Teil der Studenten an solche Fernhochschulen aus Leuten ohne HZB, für die ein Studium an einer normalen Hochschule mit deutlich mehr Aufwand verbunden wäre bzw. überhaupt nicht möglich ist...


Schon richtig, aber wenn man mal an den FHs für öffentliche Verwaltung nach den Aufsteigern fragt, wird man ganz ähnliche Aussagen hören! Insofern ist die Aussage wohl auch nicht völlig aus der Luft gegriffen!
FernstudiumInfos
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Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beiträge: 238
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 07:19:02    Titel:

Die Aussage deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe selbst per Fernstudium Informatik studiert (allerdings mit Abi). Und die Kommilitonen, die ich kennen gelernt habe die ohne Abi im Studium dabei waren zeichneten sich zumeist dadurch aus, dass sie regelrecht dankbar waren, nun doch noch die Chance zum Studium zu erhalten und waren enorm engagiert und motiviert dabei.

Es geht hier ja nicht um Leute, die nach der 10. Klasse die Schule verlassen und dann ins Studium starten wollen, sondern es handelt sich um Berufspraktiker, die schon umfangreiche Erfahrungen gesammelt haben, oft in Projekten mitgearbeitet haben etc.

Defizite könnte es da allenfalls im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens geben. Aber da kann ich nun auch nicht gerade behaupten, dass mich darauf die Oberstufe so gut vorbereitet hätte...

Viele Grüße
Markus
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5742
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 08:33:26    Titel:

Ich würde die Aussage auch nicht soweit weg schieben.

Nach eigener Aussage sind ca. 10% der Studierenden der FernUni Leute ohne passende Hochschulzugangsberechtigung. Hagen will diesen Anteil noch ausbauen. Über große Probleme mit diesen Leuten wird hingegen nicht berichtet. Abbrecherquote liegt im Grunde ähnlich den "normalen" AHRlern.

Man sollte auch immer bedenken, dass jemand, der sich ohne AHR, fbHR oder FHR für ein Studium entscheided, dass meist sehr, sehr bewusst tut, weil doch viele Widerstände überwunden werden müssen. Der Ehrgeiz es dann auch zu schaffen ist nicht selten höher ausgeprägt als bei anderen. Jemand der an diesen Widerständen schon scheitert...würde auch das Studium nicht packen.

Andere Anekdote - fast gleiches Thema - die Goethe-Uni in Frankfurt hat ja sehr schnell die FHR-Zulassung gestrichen in dem sie sich zur Stiftungsuni machte. Begründung damals: Man möchte die FHRler vor sich selbst schützen, da die Entäuschung über ein nicht bestandenes Studium zu groß wäre. Leider konnte die Uni Frankfurt offiziell keine (!) Zahlen vorlegen, die belegen konnten, dass die aufgenommenen FHRler schlechter waren oder häufiger abbrachen als AHRler. Und so nebenbei - die Zahlen gibt es aus Frankfurt bis heute nicht.

Nur weil jemand keine schulische Hochschulzugangsberechtigung hat, sollte man diese Personen nie unterschätzen und schon gar nicht die Möglichkeiten (rechtlich und in den Köpfen) verbauen sich trotzdem weiterzuentwickeln.

Grüße,
Gozo
<ass_könig
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Anmeldungsdatum: 19.01.2008
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 09:55:27    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Fumero hat folgendes geschrieben:
dass du einen völlig neuen Arbeitsstil haben musst. Die meisten Studenten lernen das während der Kollegstufenphase, als Hauptschüler fehlt dir das völlig.


Das ein Verwaltungsfachangestellter mit einiger Berufserfahrung einen schlechteren Arbeitsstil haben soll als ein pubertierender Schüler der Oberstufe bzw. ein frischer Abiturient, halte ich allerdings für eine sehr gewagte These...

Die organisatorischen Fähigkeiten von Absolventen einer Berufsausbildung wird gerne maßlos unter-, die Fähigkeiten von Abiturienten gerne maßlos überschätzt...


Achso und das war der Grund, dass du dein Abitur nicht gepackt hast, weil du unterfordert warst Laughing.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 10:40:07    Titel:

<ass_könig hat folgendes geschrieben:

Achso und das war der Grund, dass du dein Abitur nicht gepackt hast, weil du unterfordert warst Laughing.


Wenn ich mir meine Noten im Studium so angucke, dann wird das wohl der Fall gewesen sein. Ich bezweifle, dass du großartiger Abiturient da herankommst, selbst wenn du dich auf den Kopf stellst Wink
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 10:53:49    Titel:

[quote="FernstudiumInfos"]Die Aussage deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe selbst per Fernstudium Informatik studiert (allerdings mit Abi). Und die Kommilitonen, die ich kennen gelernt habe die ohne Abi im Studium dabei waren zeichneten sich zumeist dadurch aus, dass sie regelrecht dankbar waren, nun doch noch die Chance zum Studium zu erhalten und waren enorm engagiert und motiviert dabei.
[quote]

Nun, das ist ebenfalls eine sehr eingeschränkte Betrachtung. Schließlich hast du nur die Leute kennengelernt bzw. konntest nur die kennenlernen, die schon eine zeitlang dabei sind und gut durchkommen. Die (vielen) Studienanfänger ohne HZB, die schon nach kurzer Zeit hinschmeissen ohne eine einzige Klausur geschrieben zu haben, weil sies einfach vom Verständnis her nicht packen, hast du natürlich nie zu Gesicht bekommen Wink
Zitat:

Es geht hier ja nicht um Leute, die nach der 10. Klasse die Schule verlassen und dann ins Studium starten wollen, sondern es handelt sich um Berufspraktiker, die schon umfangreiche Erfahrungen gesammelt haben, oft in Projekten mitgearbeitet haben etc.

Das Problem ist allerdings, dass Berufspraxis und Projekterfahrung in den ersten Semestern rein gar nichts hilft Wink

Zitat:

Defizite könnte es da allenfalls im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens geben. Aber da kann ich nun auch nicht gerade behaupten, dass mich darauf die Oberstufe so gut vorbereitet hätte...


Nein, Defizite liegen in der Regel im theoretischen und vor allem im mathematisch-physikalischen Bereich. Diese Defizite sind zwar nicht uneinholbar, aber sie sind doch schon erheblich...
FernstudiumInfos
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Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beiträge: 238
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 11:04:02    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Nun, das ist ebenfalls eine sehr eingeschränkte Betrachtung. Schließlich hast du nur die Leute kennengelernt bzw. konntest nur die kennenlernen, die schon eine zeitlang dabei sind und gut durchkommen. Die (vielen) Studienanfänger ohne HZB, die schon nach kurzer Zeit hinschmeissen ohne eine einzige Klausur geschrieben zu haben, weil sies einfach vom Verständnis her nicht packen, hast du natürlich nie zu Gesicht bekommen Wink


Da stimme ich Dir zu. Sicher wird es in der Probezeit eine ganze Reihe von Studierenden geben, die merken dass sie den Anforderungen nicht gewachsen sind. Und mag sogar sein, dass dieser Anteil höher liegt als bei den Studierenden mit Abi bzw. Fachhochschulreife. Nur sollte man die Unterschiede nicht überbewerten. Ich weiß nicht, ob mir die 11-13 für mein Studium so viel gebracht hat. Was allerdings schon etwas anders ist, ist die Vermittlung bzw. selbstständige Erarbeitung/Anwendung von Wissen am Gymnasium. Hier mögen sich dann schon gewisse Vorteile ergeben. Ob diese so entscheidend sind, sei aber mal dahin gestellt.

Viele Grüße
Markus
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 11:19:37    Titel:

Mir persönlich haben meine 2 Jahre in der Oberstufe durchaus Einiges an Verständnis gebracht, welche mir gerade in den ersten Semestern unheimlich weitergeholfen haben. Man wird schon so von genug fachlichen Grundlagen erschlagen, wenn dann noch die Mathematik/Physik ausgehend von Klasse 10 Realschule komplett erlernen muss, wird es erheblich schwieriger...

Das bedeutet letztlich, dass man den Stoff, der in der Oberstufe in 2-3 Jahren gemacht wurde, selbst an der FH innerhalb von 12-13 Wochen komplett verstanden haben muss. Ich halte es zwar für schaffbar, allerdings längst nicht für Jeden...

Es geht ja auch nicht darum, dass der mathematisch-physikalische Background der Abiturienten besser ist. Das ist er ohne Frage. Vielmehr gehts hier darum, dass die sonstigen, für ein Studium elementaren Fähigkeiten, wie Organisation, Durchhaltevermögen, Selbstständigkeit bei einem Abiturienten mit Sicherheit NICHT wesentlich besser ausgeprägt sind, als bei einem ausgebildeten Kaufmann/Facharbeiter o.ä. In der Regel ist das bei nem Abiturienten sogar deutlich schlechter, denn in der Schule lernt man sowas schlicht und ergreifend nicht...

Auch wenn sich Abiturienten nach bestandenem Abitur gerne schon für halbe Manager und Projektleiter halten Laughing
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 11:27:09    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

Nein, Defizite liegen in der Regel im theoretischen und vor allem im mathematisch-physikalischen Bereich. Diese Defizite sind zwar nicht uneinholbar, aber sie sind doch schon erheblich...


Der allerdings bei einem Wirtschaftsrechtsstudium keine so sehr große Rolle spielt!
Fumero
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Anmeldungsdatum: 24.07.2007
Beiträge: 388

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 15:44:14    Titel:

Wenn jemand von der Hauptschule nicht weiß, was ein Integral ist, wie man Stammfunktionen bildet oder Matrizen in jeglicher Form berechnet oder einfache Multiplikationen anstellt, dann sind das Defizite, die man selbst nicht aufholt. In einem Fernstudium schon mal gar nicht, weil Mathebücher sind an sich sowieso für die Fische. Mir fällt auch ein, dass in niederen Schulzweigen nicht einmal Summenzeichen vorkommen. Bei einem Realschulabschluss kommen sie zumindest nicht vor, Hauptschule dann wohl auch nicht.
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