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HA Übung Strafrecht für Fortgeschrittene Mainz bei Prof. Erb
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> HA Übung Strafrecht für Fortgeschrittene Mainz bei Prof. Erb
 
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vergissmeinnicht
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Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2009 - 19:42:30    Titel:

hallo an alle!

ich habe mich nach langem überlegen dazu entscheiden die garantenstellung doch zu bejahen...nach intensiver befassung mit dem thema, habe ich festgestellt, dass beide ansichten wirklich gut vertretbar sind und dass es sich nicht wirklich sagen lässt, was nun die herrschende meinung ist..
was die ganzen bgh entscheidungen angeht, die lassen es meist offen und lassen den mord in verdeckungsabsicht mangels einer "anderen tat" scheitern...damit ist nur versuchter totschlag durch unterlassen gegeben, es sei denn man bejaht andere mordmerkmale....in diesen fällen ist der täter aber auch schon nach dem vosätzlichen delikt strafbar (was bei uns nicht der fall ist)...

ich denke auch, dass die verdeckungsabsicht geprüft werden muss...eine "saubere" prüfung ist aber auch nur mit der bejahung der garantenstellung möglich...
sonst ist es aber egal, welcher ansicht man folgt...die korrektoren müssen beide fälle berücksichtigen (oder was meint ihr?!??!)

lg
rollipolly
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Anmeldungsdatum: 07.04.2009
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2009 - 22:12:10    Titel:

aaa

Zuletzt bearbeitet von rollipolly am 20 Okt 2009 - 20:31:48, insgesamt einmal bearbeitet
vergissmeinnicht
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Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 11:41:38    Titel:

ja jeder folgt seiner eigenen überzeugung....hauptsache man argumentiert gut...
und wie schon gesagt, man kann bei diesem streit tatsächlich nicht sagen, was die herrschende meinung ist...
soia
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 12
Wohnort: mainz

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 17:21:35    Titel:

hallo leute, habe eure seite hier leider erst gestern gefunden und mich deshalb noch nie eingeschaltet.
Trotzdem hätte ich noch eine grundlegende frage an euch und hoffe sehr, dass ihr mir weiterhelfen könnt.
Grundsätzlich hab ich alles genauso geprüft wie ihr auch. also erst in 2 tatkomplexe geteilt (reinschubsen und wegfahren ohne sos), dann das reinschubsen entschuldigt, das wegfahren ohne sos wegen der 50prozentigen rettungschance zunächst straffrei gelassen (abgesehen von unterlassener hilfeleistung) und dann noch den versuchten mord durch unterlassen geprüft, der bei mir dann durchgeht (bei euch übrigens nicht?!?)
was mich aber generell noch beunruhigt ist folgendes: ich finde in meiner prüfung keinen fehler, aber wenn man die sache mal logisch durchdenkt, dann machts doch irgendwie keinen sinn! man prüft sowohl das reinschubsen des B als mord, wie auch das wegfahren ohne sos als mord durch unterlassen! würde man den sachverhalt jetzt so abändern, dass sie nicht mehr entschuldigt wäre, dann müsste man die frau ja quasi als "doppelmörderin" verurteilen?!
Kann das sein? oder wo ist mein denkfehler?

wäre über eine antwort wirklich sehr dankbar

LG, soia
rollipolly
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Anmeldungsdatum: 07.04.2009
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 17:28:17    Titel:

aaa

Zuletzt bearbeitet von rollipolly am 20 Okt 2009 - 20:31:57, insgesamt einmal bearbeitet
soia
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 12
Wohnort: mainz

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 17:45:26    Titel:

Vielen Dank Wink , da hast du recht^^

aber nur das wir uns nochmal richtig verstehen: bei euch ist sie im endeffekt auch dran wegen versuchten totschlags durch unterlassen, aussetzung und unterlassener hilfeleistung (sofern man einer garantenstellung zustimmt), richtig?

danke nochmal für die unglaublich schnelle antwort Smile
rollipolly
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Anmeldungsdatum: 07.04.2009
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 21:32:44    Titel:

aaa

Zuletzt bearbeitet von rollipolly am 20 Okt 2009 - 20:32:03, insgesamt einmal bearbeitet
dannywilde
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Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 23:04:11    Titel:

ka

Zuletzt bearbeitet von dannywilde am 22 Okt 2009 - 16:58:08, insgesamt einmal bearbeitet
Paolo-
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Anmeldungsdatum: 18.10.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2009 - 23:55:57    Titel:

@dannywilde

Also wenn du der h.L. folgst dann prüfst du erstmal den Totschlag an den beiden und dann eventuelle Mordmerkmale. In Betracht kommen da wohl nur Heimtücke und die Verdeckungsabsicht.
Verneint wird das allerdings nicht, da F in jedem Fall eine rechtswidrige Straftat begangen hat , wenn sie nach § 35 entschuldigt ist.
Dass der B erfriert, hat nichts mit der Heimtücke zu tun. Heimtücke ist das bewusste Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers. Musst dann nur schauen, ob nicht einer der zahlreichen Restriktionsgründe eingreift ( weites Mordmerkmal <=> lebenslange Strafandrohung).

Zu deiner Frage, ob man diese ganzen Prüfungen nicht einfach weglassen kann: Es ist eine Hausarbeit, da muss man alle in Betracht kommenden Tb prüfen!
Und ein Tun wird nuneinmal vor dem Unterlassen geprüft.

Was mir allerdings nicht ganz klar ist, ist folgendes: Wenn der Totschlag entschuldigt ist oder ,wenn man der Rspr. folgt der Mord entschuldigt ist, dann erscheint es mir unsinnig den Totschlag bzw. Mord danach zu prüfen, um dann bei der Schuld aus genau den selben Gründen auszusteigen... Irgendwie ist es mir zu wieder bei allen Strafbarkeiten des 1. TK mit der selben Argumentation bei der Schuldfrage auszusteigen...

Weiterhin: prüft ihr nicht die ganzen Körperverletzungstatbestände?
Nach der Einheitstheorie ist der Vorsatz ja im Tötungsvorsatz enthalten, die beiden wurden jawohl auch durch den Stoß ins Wasser körperlich misshandelt wie an der Gesundheit geschädigt ( auf ihrem Weg zum Tod;) ). Wird halt ein wenig knapp mit dem Platz, aber ich meine das sollte schon drin sein!
Was sagt ihr?

Mfg
Krach-Bumm-Ente
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Anmeldungsdatum: 04.10.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 00:39:08    Titel:

ne das finde ich schmarn. Wenn ein tatbestandlicher Totschlag gegeben ist brauchst nicht mit die automatisch miterfüllten Körperverletzungsdelikte prüfen.

Ich war ja eigentlich fertig aber ich bin gerade aufgewacht und habe eine neue Idee bekommen, und müsste wenn ich Recht habe meine ganze Arbeit umschreiben. ich hasse sowas Smile

also:
Bei mir hat die F eine Garantenstellung aus Ingerenz sowie aus Gefahrengemeinschaft. Der Mord ist aber entschuldigt.

kommt das nun als Straftat im Sinne der Verdeckungsabsicht in Betracht? Ich finde der Wortlaut ist da eindeutig und Straftat = TB +RW + Schuld. und sie ist ja gerade entschuldigt so dass man konsquenter Weise eine Verdeckungsabsicht ablehnen müsste. hab dazu auch nichts in der Literatur gefunden.

edit:
ok hab doch was gefunden, aber an meiner Meinung hat sich nichts geändert. Straftat verlangt meiner Meinung nach rechtswidriges und schuldhaftes verhalten, ansonsten ist es eine unzulässige Analogie zuungunsten des Täters. scheiß auf die hM Smile

weiß da einer was zu?
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