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Wie wird man Steuerberater?
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Marvin09
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
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BeitragVerfasst am: 05 Aug 2009 - 02:58:50    Titel: Wie wird man Steuerberater?

Hallo,
ich habe kürzlich mein Abitur abgelegt und möchte in die Steuerberaterrichtung gehen.
Ich habe von verschiedenen Möglichkeiten gehört, die allerdings von Bundeslang zu Bundeslang variieren. Ich komme aus NRW.

Weg 1: Man studiert 3 Jahre Jura oder BWL und macht anschließend eine 3 Jährige Ausbildng und wird zur Prüfng zugelassen - Stimmt das?

Weg 2: Man studiert 8 Jahre Jura oder BWL und wird dann zur Prüfung zugelassen - Stimmt das?

Weg 3: Man arbeitet 7 Jahre bei einem Steuerberater, erst 3 Jahre als Fachangestellter, später als Berater und wird dann zur Prüfung zugelassen - Stimmt das?

Danke im Voraus
Marvin
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Fleiß schlägt Talent
HappyDigit
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 248

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2009 - 23:17:08    Titel:

Zitat:
Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung kann grundsätzlich auf zwei Wegen erfolgen:

Der akademische Weg über ein (Fach-)Hochschulstudium (§ 36 Abs. 1 StBerG): Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss eines wirtschaftswissenschaftlichen oder rechtswissenschaftlichen Hochschulstudiums. Daran anschließend ist eine praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechts abzuleisten. Die Dauer dieser Tätigkeit ist von der Regelstudienzeit des abgeschlossenen Hochschulstudiums abhängig. Bei mindestens acht Semestern sind zwei Jahre notwendig, bei weniger als acht Semestern müssen drei Jahre praktischer Arbeit dem Studium folgen. Zu beachten ist, dass eine Unterscheidung zwischen Universität und Fachhochschule nicht mehr getroffen wird. Es ist einzig und allein die Regelstudienzeit des Studienganges ausschlaggebend. Studiengänge der Berufsakademie haben eine Regelstudienzeit von weniger als acht Semestern. Sie gelten jedoch als Studium im Sinne des StBerG. Die berufspraktische Tätigkeit nach dem Abschluss des Studiums beträgt angesichts der kurzen Ausbildungszeit mindestens drei Jahre.

Der berufspraktische Weg über eine kaufmännische Berufsausbildung (§ 36 Abs. 2 StBerG): Nach Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung und zehnjähriger praktischer Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechtes kann ebenfalls die Zulassung zur Steuerberaterprüfung erfolgen. Der Regelfall ist dabei eine Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten. Zu beachten ist, dass sich dieser Zeitraum auf sieben Jahre reduziert, wenn die Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt erfolgreich abgelegt wird.
Maxel6669
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 624

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 02:06:45    Titel:

Ich glaub die wenigstens werden Steuerberater über den juristischen Weg. Juristen sind sich zu schade für Steuern (oder haben Angst davor^^).

Da du grad dein Abi gemacht hast würde ich dir zum Weg über ein BWL-Studium raten. Vielleichst suchst du dir eine Hochschule aus, die einige Steuervorlesungen im Studienplan hat oder sogar ganz auf Steuern spezialisiert sind.

Damit bist du flexibel. Falls dir Steuern nämlich doch nicht zusagen, machst du eben mit BWL weiter. Deswegen würde ich dir dann doch eher einen "normalen" BWL-Studiengang vorschlagen. In der Regel wird dort das Basiswissen über Steuern gut vermittelt. Dann hast du auch Einblick in andere Bereiche, die dir dann vielleicht eher zusagen.
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Marvin09
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 03:29:17    Titel:

Danke für eure Antworten. Angenommen ich entscheide mich für die erste Variante. Dann würde das bedeuten, dass ich 3 Jahre, d.h 6 Semester BWL, bis zum Bachelor studiere. Dann mach ich noch eine 3 jährige Ausbildung, die auf 2 1/2 verkürzt werden kann, und werde zur Prüfung zugelassen.
Ok, dann wäre soweit alles beantwortet.

Dann schau ich mich jetzt nach einem gescheiten Studienplatz um. Gibt es Unis, die gerade für BWL bekannt sind?
Ich habe leider nur ein Abi von 2,4. Aber ich bringe Zusatzqualifikationen mit. 3 Praktika und wenn ich Zivigemacht habe, noch 2 Rhetorikkurse.
Ich habe gelesen, dass man aber für BWL n einser-Schnitt braucht?

Gruß Marvin
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Fleiß schlägt Talent
Aloha08
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 910

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 06:59:52    Titel:

Oh man! Hast du dich ueberhaupt mal mit dem Thema Studium auseinander gesetzt? Weisst du, dass die Durchfallquoten bei der Steuerberatungspruefung verdammt hoch sind und wer sich da nicht reinbeisst gnadenlos aussortiert wird? Du machst doch gerade Zivi und hast unglaublich viel Freizeit. Les dir doch erst mal den wikipedia Artikel zum Steuerberater durch und informiere dich ueber BWL.

http://ranking.zeit.de/che10/CHE?module=WasIst&do=show&esb=24&ab=


http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerberater

Bitte sehr, jetzt hast du es noch einfacher! Nimm dir die Zeit und lies dir das durch, geht ja schliesslich um deine Zukunft!
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 11:24:17    Titel:

Es gibt auch noch den Weg über den gehobenen Dienst in der Steuerverwaltung. Leute aus der Steuerverwaltung fallen erheblich seltener durch bei der Steuerberaterprüfung als Leute aus dem Wirtschaftswissenschaftlerbereich, die Ausbildung an den FHs für öffentliche Verwaltung ist vergleichsweise top (gilt jedenfalls für Bayern), allerdings auch durchaus anspruchsvoll! Man beschäftigt sich natürlich auch 3 Jahre lang nur mit Steuerrecht und erhält so einfach eine absolut solide Ausbildung in der Materie!
Allerdings ist es natürlich schwierig wenn man feststellt, daß das doch nicht das Richtige ist! Information ist alles: http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Job_und_Karriere/Wir_bilden_aus/Diplomfinanzwirt/default.php?f=Lfst
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woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
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BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 15:49:34    Titel:

Maxel6669 hat folgendes geschrieben:
Ich glaub die wenigstens werden Steuerberater über den juristischen Weg. Juristen sind sich zu schade für Steuern (oder haben Angst davor^^).

...


Cool BWLer-Weisheiten. Gerade der Schnittpunkt von Handelsrecht zu Steuerrecht ist das Interessante für die Zukunft. Das sind ganz klar juristischen Gebiete. Der Prozentsatz der Juristen bei den WPs ist entsprechend auch deutlich höher. Mal als gedankliche Anregung von einem Steuerjuristen.

Gruß
w
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Grüße
woodstock.
der mit dem Punkt
-Michael-
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Anmeldungsdatum: 21.12.2008
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BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 17:04:56    Titel:

Ich halte einen auf Steuern und Accounting spezialisierten Bwl Bachelor für den Königsweg.
Mir liegen keine Daten über die Examenabschlüsse vor, aber grade wenn man auf das WP Examen schielt kann ich mir vorstellen, dass klassische Juristen über den Jurateil nur lachen können und maßlos unterfordert werden, bei Sachen wie Unternehmensbewertung etc. aber ins schwitzen kommen könnten...
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 17:27:25    Titel:

Hier sind einige Daten zur Durchfallquote bei den Steuerberaterprüfungen nachzulesen: http://www.steuerberaterkammer-westfalen-lippe.de/modbfile.php?g=datenobjekt~5949~~downloadindb~downloadindbdateiname

Demnach ist die Durchfallerquote der Teilnehmer aus der Finanzverwaltung halb so hoch wie die allgemeine Durchfallerquote, das spräche doch für die Finanzverwaltung.
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Marvin09
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 17:44:41    Titel:

Die Durchfallquoten bei den Prüfungen waren mir bekannt. Doof finde ich es, nach dem Bachelor, wenn man dann die Lehre beginnt, die 3 Jahre dauert, noch mal in die Berufsschule zu müssen ^^.
Mal Abgesehen davon, dass es viele nicht schaffen, schaffen es aber welche. Versuchen will ich es, weil ich mich dafür interessiere. Aber genauso interessieren mich auch erst mal andere Bereiche. Gerade in der Zivizeit kann ich mir viele Gedanken machen.
Bezüglich des BWL-Studiums: Ich finde eine Spezialisierung ebenfalls interessant, ich muss mich mal umschauen, welche Unis einerseits gut sind und andererseits sowas anbieten. Habe gehört, dass die Durchfallquoten jener Leute, die das BWL-Studium nicht schaffen, auch sehr hoch ist. Viel Mathe halt.
Unter diesen Aspekten ist vielleicht auch Weg 2. Interessant. D.h ich mache nach dem Zivi diese 7 Jährige Ausbildung, Steigere mich immer, von Steuerfachangestellter, zum Bilanzbuchhalter, etc.
Wenn ich dann die Prüfung nicht schaffe, habe ich immerhin was in der Tasche.
Bei der anderen Variante wäre die Gefahr, dass ich nach der Ausbildung zwar den Bachelor habe, aber die Ausbildung umsonst gemacht habe, weil ich die Prüfung nicht schaffe.
Vielleicht kann man die auch wiederholen?

Danke für eure Positings. Ich finde alle hochinteressant!
Marvin
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Fleiß schlägt Talent
-Michael-
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Anmeldungsdatum: 21.12.2008
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 18:31:50    Titel:

Deine Argumentation verstehe ich nicht ganz.
Wer als Bilanzbuchhalte den Stb nicht schafft ist immernoch Bilanzbuchhalter.
Wer als Bachelor den Stb nicht schafft ist immernoch Bachelor.
Keiner von beiden hat hinterher "nichts in der Tasche".

Wer ein Abi geschafft und hat und einen eisernen Willen hat, der schafft auch einen BWL Bachelor. Es scheitern nur wenige am Intellekt, viele scheitern an mangelnder Disziplien (setzen falsche Prioritäten).
sky&sand
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Anmeldungsdatum: 08.07.2009
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 18:58:49    Titel:

Nach dem Bachelor ist es auch sinnvoll noch den Master zu machen, wenn man StB/WP anstrebt. Es ist geplant (oder schon beschlossen?), dass dann Teilgebiete beim jeweiligen Examen erlassen werden. Zudem ist nach dem Masterabschluss weniger Berufserfahrung nötig um zur Prüfung zugelassen zu werden, ich glaube beim Bachelor wärens 3 Jahre nach dem Master sind nur noch 2 Jahre nötig.

@Marvin: Und die Berufserfahrung hat nichts mit einer klassischen Ausbildung zu tun, du bist ganz normal angestellt Rolling Eyes
Marvin09
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 19:33:38    Titel:

Hallo,
Danke für die Antworten. Wie ich sehe, weiß ich noch sehr wenig, aber das war mein Beweggrund, hier zu fragen.

@-Michael- natürlich habe ich dann etwas nach dem Studium in der Tasche, das stimmt.
Ich dachte nur, dass die "Ausbildung" was ja keine ist, wie ich erfahren habe, weil ich dann schon eingestellt bin, umsonst sei, wenn ich die StB-Prüfung nicht schaffe.
Von daher würde ich sagen: Wieder was gelernt:)
Ich werde mir jetzt noch Gedanken darüber machen, wie ich das ganze angehe. Es gibt ja diese beiden Wege und beide sind interessant. Meine Entscheidung wird leichter sein, wenn ich sehe, an wie vielen Unis ich angenommen werde.
Daher meine neue Frage: Kommt man mit 2,4 in solche BWL-Studiengänge, die vielleicht auch auf Steuerrecht spezialisiert sind, rein?
Ich habe an einigen Unis gesehen, dass der NC bei 1,x liegt. Den erfülle ich nicht. Ansonsten vielleicht Wartesemester?

Danke für Eure Antworten,
Marvin
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HDD85
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
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BeitragVerfasst am: 10 Aug 2009 - 20:34:10    Titel:

eine weitere möglichkeit wäre auch die ausbildung zum steuerfachangestellten mit einem zusätzlichen berufsbegleitendem studium an der fom. die haben einen extrem guten studiengang für steuerrecht.
oder eben ein studium an der berufsakademie.
aufjedenfall würde ich dir einen weg empfehlen, bei dem die praxis nicht zu kurz kommt.
Steuerschnecke
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2009 - 14:29:51    Titel:

Also da gebe ich HDD85 recht, die Praxis sollte nicht zu kurz kommenk!

Also in meinen früheren Büro, war jemand der erst ein BWL Studium gemacht hat, dann wohl im Callcenter gearbeitet hat und anschließend bei dem Steuerberater wo ich war angefangen hat und nach 3 Jahren hat er die Steuerberaterprüfung versucht.
Wie man an dem Wort "versucht" erkennt, hat er es nicht geschafft. Und man muss dazu sagen, dass er sehr viel gebüffelt hat und sogar mehrere Monate zum lernen Freigestellt war.
Er selber wollte dann auch nicht sofort wieder in die Prüfung gehen, sondern doch noch Berufspraxis sammeln.
Als er angefangen hat war ich in der Ausbildung und ich konnte mehr als er, er saß nur von Gesetzen und Fachliteratur umzingelt!!!

Viele Grüße Rolling Eyes Very Happy
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http://www.steuerfachangestellten-forum.de.tl

http://100531.homepagemodules.de/
littlemissbrainy
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Anmeldungsdatum: 21.08.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 11:06:59    Titel:

bin zufällig hierüber gestolpert, vielleicht hilfts ja was:

http://abi.de/orientieren_entscheiden/abi-coaching/steuerberater04320.htm
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 368

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2009 - 22:57:17    Titel:

Der Anteil an Juristen in der Steuerberatung ist tatsächlich gering. Das liegt aber daran, dass die Juristenausbildung ganz andere Schwerpunkte setzt und Wirtschaftsrecht/Steuerrecht lediglich ein Wahlschwerpunkt darstellt. Diesen wählen aber nicht viele Jura-Studenten, weil er als umfangreicher als andere Schwerpunkte gilt. Und wenn ein Jura-Absolvent im Studium überhaupt kein Wirtschaftsrecht etc. gewählt hat, dann will ihn natürlich später auch keine Steuerberatungsfirma einstellen. Denn er hat überhaupt keine Vorkenntnisse und würde lange brauchen, um sich einzuarbeiten.
Severl
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Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2009 - 13:41:12    Titel:

In RLP gibt es noch einen dritten Weg, weiß nicht ob das auf dein Bundesland auch zutrifft.

Weg 3: 3 Jahre Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt, nach Übernahme kündigen, Automatisch Titel zum Steuerberater erhalten
Wodomol20
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2009 - 19:35:27    Titel:

Severl hat folgendes geschrieben:
In RLP gibt es noch einen dritten Weg, weiß nicht ob das auf dein Bundesland auch zutrifft.

Weg 3: 3 Jahre Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt, nach Übernahme kündigen, Automatisch Titel zum Steuerberater erhalten


Das ist nicht richtig!

Erst nach einer 10 jährigen Tätigkeit bei einer Finanzbehörde kann der Steuerberater ohne vorherige Prüfung verliehen werden.

Falls man den Weg über die Steuerberaterprüfung gehen möchte, muss nach dem Studium zum Dipl. Finanzwirt (FH) man mind. 3 Jahre im Finanzamt oder in einem steuerberatenden Beruf gearbeitet haben, um zur Prüfung zugelassen zu werden.
Josey
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BeitragVerfasst am: 14 Sep 2009 - 19:05:53    Titel:

Hallo ihr,
ich habe mich jetzt auch schon ein wenig mit dem Thema Steuerberater beschäftigt, da mein Freund zur Zeit eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten macht und danach Steuerberater werden will.
Allerdings habe ich noch ein paar Fragen:

1. Bei einem Studium von 8 Semestern muss ja noch eine 2jährige Berufspraxis folgen. Kann die Ausbildung zum Steuerfachangestellten darauf angerechnet werden? Wahrscheinlich wohl nicht oder...?

2. Die Bundesteuerberaterkammer empfiehlt ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Steuern, um Steuerberater zu werden.
Kann mir jemand sagen, wie viele Semester man mindestens studieren muss, um das Studium abzuschließen? Da man ja nach den Alternativen auch unter 8 Semestern studieren kann, dann ja aber 3 Jahre Praxis machen muss.

3. Mein Freund hat kein Abi, sondern nur Fachhochschulreife. Kann er dann trotzdem an einer normalen Uni studieren, da er ja die Ausbildung gemacht hat? Oder geht das nur an einer Fachhochschule?


Daaankeschön
Very Happy
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HDD85
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BeitragVerfasst am: 14 Sep 2009 - 20:45:14    Titel:

Hallo,


zu
1) Die Berufspraxis zählt erst nach Abschluss des Studiums. Also wenn er beispielsweise noch ein paar Jahre als Steuerfachangestellter arbeiten würde, würde man diese Zeit nicht auf die 2 bzw 3 Jahre anrechnen können.


2) Ein Bachelor-Studium kann man schon nach 6 Semestern abschließen. Und danach braucht man eben nochmals 3 Jahres Berufserfahrung.


3) Ich glaube mit FH-Reife kann man nur in Hessen an einer Uni studieren. Ansonsten bleiben nur Berufsakademien/duale Hochschulen oder FHs.


LG
Josey
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Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 34
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BeitragVerfasst am: 14 Sep 2009 - 21:22:38    Titel:

Vielen Dank für deine Antwort Very Happy

Also kann er gar nicht an einer normalen Uni studieren?? oooh... Shocked
Ich dachte das ginge, sofern man eine Ausbildung hat.
Also bleibt dann wirklich nur die Fachhochschule?

Also kann man, wenn man viel lernt, bereits nach 3 Jahren sein Studium abschließen. Aber die meistens brauchen 4 Jahre (weil es ja als erstes bei den 3 Beispielen, wie man Steuerberater wird, aufgeführt wird)?

Weißt du zufällig, ob an der FH die gleichen Studiumgebühren anfallen?
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HDD85
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
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BeitragVerfasst am: 15 Sep 2009 - 07:06:33    Titel:

Neben der Fachhochschule besteht, wie gesagt, auch die Möglichkeit an einer dualen Hochschule bzw. Berufsakademie zu studieren.

FHs sind aber für den Bereich garnicht so schlecht. Mein alter Chef (Steuerberater) meinte, dass er nach seinem Uni-Studium mit Vertiefung in Steuern nicht mal wusste, wie eine Steuererklärung aussieht, da die Praxis etwas zu kurz kam.

Josey hat folgendes geschrieben:
Vielen Dank für deine Antwort Very Happy
Also kann man, wenn man viel lernt, bereits nach 3 Jahren sein Studium abschließen. Aber die meistens brauchen 4 Jahre (weil es ja als erstes bei den 3 Beispielen, wie man Steuerberater wird, aufgeführt wird)?


Das mit den mehr als 4 Jahren bezieht sich heute eigentlich nur noch auf den Fall, wenn man einen Master nach dem Bachelor macht. Dann wird das zusammen gezählt und man kommt auf die mind. 8 Semester.
Lalala1988
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Anmeldungsdatum: 30.03.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2009 - 10:30:50    Titel:

Hey,
ich habe auch mal eine kurze Frage zur Anrechnung der "Berufspraxis":
Ich schließe nächstes Jahr meinen Bachelor BWL ab und spiele mit dem Gedanken danach ein Jahrespraktikum in einer der "großen" WP-Gesellschaften abzuleisten und dann eben noch den Master dranzuhängen. Dieses Praktikumsjahr könnte ich mir ebenfalls dafür anrechnen lassen, richtig?! Auch wenn es "nur" ein Praktikum ist..

LG
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2303
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2009 - 15:54:00    Titel:

darüber entscheidet die StB-Kammer, die dann für die Prüfung zustänndig ist
_________________
Grüße
woodstock.
der mit dem Punkt
Almonette
Full Member
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Anmeldungsdatum: 27.08.2009
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2009 - 16:38:47    Titel:

Maxel6669 hat folgendes geschrieben:
Ich glaub die wenigstens werden Steuerberater über den juristischen Weg. Juristen sind sich zu schade für Steuern (oder haben Angst davor^^).

.

stimmt absolut , du bist ja wirklich optimal informiert, aus diesem Grunde solltest du den Beruf eines Fachanwaltes für Steuerrecht ergreifen Shocked
Lalala1988
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Anmeldungsdatum: 30.03.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2009 - 21:11:22    Titel:

woodstock. hat folgendes geschrieben:
darüber entscheidet die StB-Kammer, die dann für die Prüfung zustänndig ist


Nagut, es wäre schon ganz hilfreich das vorher zu wissen, denn sonst kann ich mir das Praktikum ja schenken.
Gibt es da nicht sowas wie Erfahrungswerte?! Das sollte ja kein Einzelfall sein. Weiß jemand etwas darüber?!
LG
HDD85
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 35
Wohnort: Neubiberg

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2009 - 13:48:52    Titel:

also ein praktikum schadet nie. praxis ist in dem bereich enorm wichtig.

zu deiner frage bzgl der anrechenbaren berufspraxis:

soweit ich weiß musst du 2 bzw 3 jahre berufspraxis für die zulassung zur steuerberaterprüfung haben.
nach deinem bachelor wären es vermutlich 3 jahre, da es weniger als 8 semester sind.
beim master wird, soweit ich weiß, die gesamte studienzeit genommen, so dass du vermutlich mehr als 8 semester hast und somit nur 2 jahre berufspraxis benötigst.
da die berufspraxis erst nach abschluss des studiums gerechnet wird dürfte dir das eine jahr praktikum nur für die zeit nach dem bachelor angerechnet werden, also für die 3 jahre.
wenn du allerdings den master berufsbegleitend machst und in dieser zeit weiterhin berufserfahrung sammelst könntest du unter umständen direkt nach abschluss des masters die steuerberaterprüfung antreten.
aber genaure auskünfte kann dir da die steuerberaterkammer geben.
Lalala1988
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Anmeldungsdatum: 30.03.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2009 - 18:05:43    Titel:

Wow, super, danke für die Info!
So habe ich es noch gar nicht gesehen..
UniStud
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Anmeldungsdatum: 06.11.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2009 - 02:09:42    Titel:

Hallo hab das hier so ein wenig mitverfolgt und dachte vielleicht hilft die hier: http://steuerberater-beruf.de. Hier findet man einige Informationen speziell nur zum Beruf des Steuerberaters.

Viel Erfolg!
michello25
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Anmeldungsdatum: 28.03.2011
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2011 - 18:00:11    Titel:

Nimm lieber www.Beruf-Steuerberater.de, die Webseite sieht irgendwie um einiges seriöser aus und ist auch inhaltlich umfangreicher ....
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 1775

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2011 - 18:19:07    Titel:

er wird sich sicher 2 jahre später über den "besseren" link freuen....
_________________
http://www.youtube.com/watch?v=LMpmW4DTBi0
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 368

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2011 - 09:13:37    Titel:

Foren wie dieses sollen ja nicht nur den Threaderstellern helfen. Sie werden auch oft als "Archiv" verwendet (über Google kann man die Beiträge ebenfalls finden). Wenn jemand einen guten Link hat oder eine zusätzliche Information, soll er die ruhig posten.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
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