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Frage: ablauf bei der produktionsplanung und steuerung
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Geddy_84
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2009 - 09:56:20    Titel: Frage: ablauf bei der produktionsplanung und steuerung

Hi
ich habe mal eine frage und zwar

legt man zu erst den arbeitsplan, die stückliste oder die materialstämme an, bzw in welcher reihenfolge?

danke
Diplomierter
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1988
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2009 - 04:01:50    Titel:

Das kommt drauf an!

In der zerspanenden Fertigung erhält der Arbeiter den Arbeitsplan als Zeichnung bzw. CNC-Programm mit dem Materialhinweis!

In der Montage bekommt der Arbeiter den Arbeitsplan mit der Stückliste, in der auch das verwendete Material beschrieben ist!

Der Arbeitsvorbereiter kann über die Gonzinografverknüpfung (Summe der selben Einzelteile eines Auftragloses) der Werkstücke Material- und oder Zukaufsteilmengen bestimmen (Stückperiodenausgleich mit Glättungsfaktor, oder Adlersche Losgrößenformel).

Der Einkaufsdisponent gleicht die Mengen nach Auftragslage und Finanzdispotionswerten ab!

Der Kalkulator ermittelt auf dieser Basis und den vorgegebenen Zeitwerten die variablen Herstellkosten!

In der Finanzbuchhaltung wird über den Betriebsabrechnungsbogen (BAB) die Fixkosten (Gemeinkostenanteile und anteilige Verwaltungskosten) dem Erzeugnis zugeschlagen.

Der Vertrieb addiert die anteilgen Vertriebskosten hinzu und kommt zu den Selbstkosten.

Die Geschäftsleitung bestimmt Marktabhängig den Verkaufspreis und legt die Gewinnspanne fest!

Der Controller oder manchmal in kleineren Firmen die Nachkalkulation stellt fest, ob der Auftrag mit Gewinn oder gar mit Verlust durchgeführt wurde. Bei letzterm über die Deckungsbeitragsrechnung (DB) ob wenigsten die variablen Kosten erzielt werden konnten!

Die aufgeführte Reihenfolge hat keine allgemeine Gültigkeit, administrative Tätigkeiten könnten sich überschneiden u/o von den selben Personenkreis und Abteilungen ausgeführt werden. Jede Firma hat da ihre eigene Regelung und keine lehnt sich an eventuelle Studiumsbezogene Lehren und Lehrbücher an!

Man könnte ebenso über eine Korrelationsrechnung mit Parameter wie Größe, Gewicht, Stückzahlzu- oder Abschlag, Rohstoffindex der Börsennotation, usw. (vgl. MEWES) eine Preiskalkulation durchführen!

Das einzige was es in der Praxis nicht gibt, das ist die Kostentheorie die an Hochschulen bis zur Vergasung gelehrt wird. Machte die Spielchen mit, gab auch langgenug Nachhilfe, außer DB-Rechnung und Operations Resarch ist kaum was in der Praxis zu gebrauchen!

Fragt mal eine Firma nach deren Kosten- oder Preis-Absatzfunktion, Elastizitäten, usw.!
Du erntest nur Kopfschütteln!

Grau ist da jede Theorie, eine Selbstdarstellung von überstudierten, kaum in der Praxis tätigen Profs aus dem Elfenbeinturm (studiert bis zum Hals, aber im Kopf hohl geblieben)!

Hi, das wäre doch mal eine praxisnahe Bachelor-Thesis, Diplomarbeit oder Master-Thesis.

Eine Bestandsaufnahme von Anwendungen der Leistungs- und Kostenrechnung mittelständischer Unternehmungen, gegliedert nach Branchen und Umsätze!

Selbst wenn alle Orakel oder SAP benutzen wird es noch gewaltige Unterschiede geben!
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