Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Thüringer Ministerpräsident
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Thüringer Ministerpräsident
 

Wer wird Ministerpräsident in Thüringen?
Dieter Althaus
44%
 44%  [ 11 ]
Christoph Matschie
24%
 24%  [ 6 ]
Bodo Ramelow
24%
 24%  [ 6 ]
Ein Anderer
8%
 8%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 25

Autor Nachricht
koenig_ludwig73
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 7692
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 - 09:40:32    Titel:

Uuups,

damit hatte wohl keiner gerechnet, die wird doch wohl nicht die Heide machen???

http://de.news.yahoo.com/2/20091030/tpl-lieberknecht-verfehlt-im-ersten-wahl-ee974b3.html
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23549

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 - 11:52:49    Titel:

Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein, wo immer die absolute Mehrheit der Mandate zur Ministerpräsidentenwahl benötigt wird, genügt in Thüringen ab dem dritten Wahlgang die einfache.

Und so kam es dann auch: Christine Lieberknecht wurde im dritten Wahlgang (dann mit 55 Stimmen, wahrscheinl. hat dann die FDP für sie gestimmt, da Ramelow als Gegenkandidat antrat; er erhielt 27 Stimmen und damit eine mehr als anwesende Linke-Abgeordnete) gewählt.


Cyrix
Tonka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2255

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 - 19:27:38    Titel:

Ich war schon sehr überrascht, dass Frau Lieberknecht drei Wahlgänge benötigte. Matschie meinte ja, dass alle SPD-Leute die Lieberknecht gewählt hätten. Das kann ich mir absolut nicht vorstellen, schließlich waren es ja Teile der SPD, die keine große Koalition wollten. Warum die CDU-Leute Frau Lieberknecht nicht gewählt haben könnten, erschließt sich mir nicht. Denn die CDU hatte ja nur diese eine Möglichkeit (Große Koalition), um in der Regierung zu bleiben.

Es fällt mir schwer zu glauben, dass CDU und SPD in Thüringen eine fünfjährige stabile Regierung bilden werden. Dafür sind die Vorbehalte in der SPD zu groß. Es kann durchaus sein, dass nach 2 Jahren auf Rot-Rot umgeschwenkt wird. Ganz auszuschließen ist das nicht.

Es ist aber mal wieder "gut" zu sehen, dass nicht alle Abgeordnete immer die Meinung der eigenen Fraktion vertreten. Hier kommt auch mal die Regelung für Abgeordnete zur Geltung, die besagt, dass Abgeordnete bei Wahlen nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet sind - und daher frei in ihrer (Wahl-)Entscheidung sind.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23549

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 - 20:26:30    Titel:

Ich habe übrigens oben nicht ganz richtiges erzählt: Auch in SH reicht ab dem dritten Wahlgang die einfache Mehrheit, die aber Simonis aufgrund der einen Enthaltung nicht bekam: Der dritte und vierte Wahlgang gingen 44:44 bei einer Enthaltung zwischen Simonis und Carstensen aus.


zur aktuellen Situation: Nun, auch die CDU in Thüringen zerfällt grob in zwei Flügel: Den eher katholisch-konservativen um Exministerpräsident Althaus, und den eher evangelisch-sozialen Flügel um die neue Ministerpräsidentin Lieberknecht. Und wie man leicht an den genannten Personen erkennt, gab es auch hier innerhalb der CDU einen Machtwechsel. Das könnten einige CDU-Abgeordnete des für das Wahlergebnis abgestraften Flügels (die einen Profilverlust der CDU sehen, da sie doch recht viele Kompromisse im Koalitionsvertrag mit der SPD eingegangen ist) durchaus krittisch sehen...

Und man hat - wie bei fast jeder Wahl, wo es nicht ganz knapp ist - immer auch Leute, die rebellieren, weil sie ihren Posten, den sie sich gewünscht bzw. den sie erwartet haben, nicht bekommen.


Cyrix
Steve2525
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2009 - 10:04:28    Titel:

Eigentlich war es in der Geschichte der CDU immer umgekehr: Die Katholiken aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung vertraten den eher sozialen, in gesellschaftspolitischen Fragen zuweilen eher konservativen Flügel der Partei (etwa die CSU in Bayer bzw. der Landesverband NRW; gerne auch als Herz-Jesu-Marxisten bezeichnet). Wohingegen die liberalen Wirtschaftspolitiker oft aus den Reihen der Protestanten kamen (siehe Erhard, Stoltenberg, Schäuble).

Wer heute eine sozialdemokratisierung der Union beklagt, der kennt deren Geschichte nicht. So trägt die Bismarcksche Sozialgesetzgebung die starke Handschrift der katholischen Gewerkschaftsbewegung, aus deren Milieu später die Zentrumspartei und schließlich die Union hervorging. Diese forderte in den Gründungsjahren der Bundesrepublik die Sozialisierung der Grundgüterindustrie, hatte also fast kommunistische Tendenzen. Diese Flausen hat ihr erst Erhard ausgetrieben. Einen Rückschlag musste er allerdings erleiden, als die Parteilinke die umlagefinanzierte Rente von 1957 gegen ihn durchsetzte. Erhard selbst hatte eine kapitalgedeckte Rentenversicherung präferiert. Nur so am Rande.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23549

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2014 - 19:52:57    Titel:

Nach der Landtagswahl vor 5 Jahren, nachdem sich die SPD unter Matschie dazu entschieden hatte, keinen Politik-Wechsel, sondern die Stütze für die CDU zu bilden, schrieb ich damals das:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Nu, damit geht Ramelow als fast sicherer übernächster Ministerpräsident nach Hause. Denn die SPD hat sich wieder gefangen in einer Koalition, in der sie nicht ihre Politik machen kann (sondern eben stärkere Kompromisse eingehen muss), während die Linke frei agieren kann.

Die Union wird sich konsolidieren, und etwa bei dem Niveau bleiben. Und damit könnte die Linke sich berechtigte Hoffnung machen stärkste Partei 2014 zu werden (sofern sie nicht ab 2013 an der Bundesregierung beteiligt ist; sonst könnte ihr dies evtl. stark schaden).

Klar profitieren werden auch die bieden kleinen Parteien. Evtl. auch die NPD.

Fakt ist: Wenn Matschie nicht 2013 den Sprung in die Bundespolitik schafft, ist er 2014 weg. Denn noch einmal würde das sein Landesverband nicht mitmachen...


Die CDU und Linke haben leicht gewonnen (auch wenn die Linke witerhin klar nur zweitstärkste Kraft ist). Das Phänomen AfD, was die ganzen Proteststimmen (anstatt Grüne und FDP) aufgesammelt hat, konnte ich damals noch nicht sehen.

Die Abstrafung der SPD jedoch schon... Und Matschie ist nun auch weg: Er wird bei der Neuwahl des Parteivorsitzes nicht mehr antreten und der Parteivorstand hat Bausewein (OB Erfurts, regiert dort mit Rot-Rot-Grüner Stadtrats-Koalition und war auch schon vor 5 Jahren im Gespräch als MP für eine solche Landtags-Mehrheit) als Nachfolger nominiert (einstimmig!), der dann auch schon der Sondierungsgruppe mit angehören wird (aber ein mögliches Minister-Amt ablehnt).


Mal sehen, wie das hier weiter geht...


Cyrix
Tonka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2255

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2014 - 23:10:43    Titel:

Rot-Rot-Grün schreitet langsam voran:

"Linke, SPD und Grüne in Thüringen treiben die Bildung einer rot-rot-grünen Koalition weiter voran. Bei der zweiten Runde der Sondierungsgespräche einigten sich die Parteien auf ein gemeinsames Papier zur DDR-Vergangenheit.

Darin werde ausdrücklich anerkannt, dass die DDR eine Diktatur und kein Rechtsstaat gewesen sei, sagte die Verhandlungsführerin der Linken, Susanne Hennig-Wellsow. Alle drei Parteien seien sich bewusst, dass aus dieser Vergangenheit eine besondere Verantwortung erwachse, sollte Thüringen erstmals von einer rot-rot-grünen Koalition regiert werden.
Besonders die Grünen hatten den Umgang mit DDR-Unrecht zu einem zentralen Verhandlungspunkt in den Gesprächen ernannt. 2009 war das Thema noch einer der Punkte, die zu einem Scheitern von Rot-Rot-Grün geführt hatten. Nun könne das Papier nach Angaben aus Verhandlungskreisen die Präambel zu einem möglichen Koalitionsvertrag bilden."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-rot-rot-gruen-einigte-sich-auf-papier-zu-ddr-diktatur-a-993397.html

Damit ist der inhaltlich wohl größte Knackpunkt weg. Ich denke mal, es läuft jetzt auf Rot-Rot-Grün unter Bodo Ramelow als MP hinaus. Es sei denn, die SPD-Mitglieder entscheiden sich in einer Mitgliederbefragung noch dagegen.
Tonka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2255

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2014 - 18:04:04    Titel:

Die Antwort lautet jetzt wohl: Bodo Ramelow (Die Linke)

Die SPD-Basis hat mit knapp 70 Prozent für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen gestimmt. Jetzt steht einem künftigen MP Ramelow (fast) nichts mehr im Weg.
Aristoteles1
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2012
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2014 - 08:30:43    Titel:

Linke werden verfolgt- Rechte werden gedeckt. Was ist das denn für ein Land?
filzstift zwo
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.01.2014
Beiträge: 1308

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2014 - 10:14:28    Titel:

Zitat:

Mauerfall-Gedenken: Eklat im Bundestag - Biermann nennt Linke "Drachenbrut"

Scharfer Wortwechsel in der Feierstunde: Der Liedermacher Wolf Biermann hat die Linke in der Gedenksitzung des Bundestages zum Fall der Mauer vor 25 Jahren frontal angegriffen. Die Linke sei "der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist", sagte Biermann am Freitag im Reichstag, in den er eigentlich zum Singen eingeladen worden war. Mit Verweis auf seine Bezeichnung als "Drachentöter" sagte der Liedermacher, er könne "nicht die Reste der Drachenbrut" niederschlagen, "die sind geschlagen". Es sei "Strafe genug" für die Linken, "dass sie hier sitzen müssen und sich das anhören müssen".

Auf Einwurf aus der Linksfraktion, sie seien gewählt, erwiderte Biermann, eine Wahl sei doch "kein Gottesurteil". Die Linke sei in Wahrheit "reaktionär". Im Anschluss an den Schlagabtausch trug Biermann sein Lied "Ermutigung" vor, das vor allem bei den Oppositionellen in der damaligen DDR populär war. Biermann selbst nannte es "ein Stück Seelenbrot" insbesondere für die Insassen von DDR-Gefängnissen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mauerfall-biermann-nennt-linke-drachenbrut-a-1001556.html
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Thüringer Ministerpräsident
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18  Weiter
Seite 11 von 18

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum