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Trends bei Masterstudiengängen
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michael.wi
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2009 - 21:34:52    Titel: Trends bei Masterstudiengängen

Hi,

hab mal die Tage etwas bzgl. Masterstudiengänge recherchiert und dabei zwei Tendenzen feststellen können:

- spezialisierte Programme wie Rechnungswesen, Finanzen, Steuern oder Wirtschaftsinformatik

- generalistische Programme in BWL mit Kombinationsmöglichkeiten, die in unterschiedlicher Intensität vertieft werden können (40 ECTS Schwerpunkte z.B. oder ganz unterschiedliche, wenig zusammenhängende Themen in einem Schwerpunkt gemischt.)

Jetzt stellt sich mir die Frage, was die taktisch klügste Variante ist. Ich denke schon, dass z.B. für einen BWLer die Finanzen-Spezialisierung sehr sinnvoll ist, z.B. von IT sollte man trotzdem Ahnung haben (wenigstens SAP, ein wenig relationes Modell, Informations- und Prozessmanagement vielleicht noch). Der Vorteil von so ganz spezialisierten Programmen ist ja auch, dass man mal wirklich die Chance hat, sich über längere Zeit in einen Themenbereich einzuarbeiten. Bei generalistischen Programmen kann man dann eher überall mitreden, aber nirgends so richtig "super".

Gleichzeitig klafft ja trotzdem weit auseinander, was an der Uni vermittelt wird und was man im Beruf tatsächlich braucht. Ich will jetzt nicht das Studium auf Jobrelevantes reduzieren. Ist man als "Experte" für XY nicht auch ein wenig lächerlich, weil man letztlich erst in der Praxis (BWL) zum wirklichen Experten wird?

Andererseits denke ich mir, dass so ein spezialisierter Master einem eine sehr sehr gute Basis für wissenschaftliches Arbeiten bietet und sicherlich den Jobeinstieg erheblich erleichtert, weil einfach eine größere Wissensbasis vorhanden ist.

Was ist eure Meinung dazu? Eher ganz spezialisiert im Master oder verschiedene Gebiete noch vertiefen? Meine Tendenz geht trotz der angeführten Aspekte eher dazu, dass die spezialisierten Master einen klaren Wettbewerbsvorteil bieten.
scarcity
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Anmeldungsdatum: 28.10.2008
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2009 - 21:49:33    Titel:

evtl sollte man auch noch in betracht ziehen, dass wettbewerbsvorteil nicht unbedingt als zu maximierende zielgröße angesehen werden muss.

was ist denn mit interessen, spaß und glück?
turbokapitalist
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 1262

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2009 - 22:06:39    Titel:

Während des Bachelor-Studiums hat man ja schon genug Erfahrungen sammeln können (auch durch Praktika), was einem liegt und worin man sich auch in der Zukunft sieht. Von daher würde ich die Wahl des Masters klar nach persönlichen Präferenzen festmachen und nicht auf relative, generelle Vor- und Nachteile begrenzen. Im Endeffekt sind die Master ja auch oft nur die Weiterführung des Diplomssystem und somit mit den diesem System inhärenten Eigenschaften ausgestattet.
Goodwill
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 896

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2009 - 22:33:19    Titel:

Finde deine oben beschriebenen Tendenzen jetzt auch nicht unbedingt neu. Ob man sein Studium bzw. Schwerpunktrichtung eher generalistisch oder spezialisiert wählt, ist in erster Linie eine Sache der persönlichen Einstellung und des Charakters.

Habe vor kurzem mal einen Test gemacht (auf der Seite der Deutschen Post AG) bei der genau dazu gezielt gefragt wurde und am Ende rauskam, dass ich eher der spazialisierte Typus bin. Finde es enorm wichtig, dass man sich in der Hinsicht einschätzen kann.

Aber um das ganze mal zu relativieren: Selbst bei spezialisieren Masterstudiengängen können teilweise auch andere Module gewählt werden, so dass man sich generalisische Kernkompezenzen (z.B. aus der strategischen Unternehmensführung/ Management etc.) auch z.T. nebenbei aneignen kann.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 10:20:57    Titel: Re: Trends bei Masterstudiengängen

michael.wi hat folgendes geschrieben:
Eher ganz spezialisiert im Master oder verschiedene Gebiete noch vertiefen? Meine Tendenz geht trotz der angeführten Aspekte eher dazu, dass die spezialisierten Master einen klaren Wettbewerbsvorteil bieten.


Nein und Ja. In Bezug auf die Spezialisierung bieten die fachthematischen Studiengänge natürlich zu einem Wettbewerbsvorteil, in Bezug auf das, was ab einer gewissen Stufe wichtig ist, "managen" hilft einem dieser Fachbezug eher weniger sondern da ist breites KnowHow wichtig.

In den letzten Jahren hat sich herauskristalisiert, dass gute Manager meist gute Generalisten sind, die viele unterschiedliche Aspekte unter einen Hut bekommen.

ABER - das sagt nichts über deren Werdegang! Nicht wenige waren vorher auch gute Spezialisten...es ist eher eine charakterfrage ab einem bestimmten Managementniveau.

Ich würde Dir nahelegen es vor allem von Deinen Interessen und Zielen abhängig zu machen. Wenn du weisst, dass Du z.B. im Finance/Accounting Karriere machen möchtest, dann bietet sich eine Spezialsierung an. Bist Du unentschlossen, ob dass das richtige für Dich ist, dann würde ich eher generalistisches wählen mit einem leichten Schwerpunkt.

btw - auch bei den spezialisierten Studiengängen brauchst Du keine Angst haben, dass nicht auch generalistisches gelehrt wird. Sonst wäre man wirklich der gnadenlose Fachidiot.

Ich persönlich denke aber auch, dass Leute, die eine wirtschaftswissenschaftliche Vorbildung haben, tendentiell eher zu spezialisierten Mastern greifen sollten (wobei auch ein "General Management"-Studium eine Spezialisierung darstellt!). Anders gesagt - ich halte für BWLer relativ wenig von zweit- oder drittklassigen, wirklich auf "Übersicht" ausgelegte MBA-Programme nichts, die letztlich ein wirklich generalistisches Programm bieten.

Grüße,
Gozo
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