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DH (BA) Studium oder FH Studium - Was ist besser?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> DH (BA) Studium oder FH Studium - Was ist besser?
 
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Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
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BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 22:26:06    Titel:

Naja, die formale Rangfolge Uni-FH-BA hat schon noch ihre Gültigkeit. Was die folgende Karriere angeht, denke ich, dass man auch mit einem BA-Abschluss noch bis zur Abteilungsleiter-Ebene mithalten kann. Drüber dürfte es im Allgemeinen aus Prestigegründen schwer für einen BAler (aber auch für FHler) werden.

Die vielen Vorständler/Geschäftsführer haben ja z.B. ihren Doktor nicht, weil es in ihren Positionen so furchtbar viel zu forschen gäbe, sondern weils halt für die Firma nach Außen gut aussieht.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
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BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 22:29:36    Titel:

Solche Leute machen dann aber auch nen sehr guten BA-Abschluss und sollten damit irgendwo ne Universität finden, wo sie den Master machen und danach promovieren können...

Jemand der das Potenzial für ne richtig steile Karriere hat, wird kaum durch die Wahl des Hochschultyps für sein Erststudium bis in alle Ewigkeit auf kleine Positionen verdammt sein Wink
Brand-Ing
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 22:33:16    Titel:

Klar, an Weiterbildung hindert Einen ja Niemand.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 22:41:04    Titel:

Ein Master fällt für mich jetzt nicht unter Weiterbildung Wink
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 648

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2009 - 22:59:27    Titel:

Nur mal ein paar Bemerkungen am Rande:

Zitat:
as die folgende Karriere angeht, denke ich, dass man auch mit einem BA-Abschluss noch bis zur Abteilungsleiter-Ebene mithalten kann. Drüber dürfte es im Allgemeinen aus Prestigegründen schwer für einen BAler (aber auch für FHler) werden.


Ich halte es für etwas naiv wirklich zu glauben, dass nach sagen wir 20 Jahren Arbeit noch der Abschluss über eine Beförderung entscheidet. Klar mag es sein, dass man ohne Uni-Abschluss schon rein aus formalen Gründen gar keine Chance hat in den ein oder anderen Vorstand eines zu kommen, diese Plätze dürfte allerdings rein aus Angebotstechnischen Gründen für die allermeisten Akademiker (egal welches Hochschultyps) unerreichbar sein. Wers bis zum Abteilungsleiter schafft hat schon mehr erreicht als die Mehrheit je werden...

Zitat:
Das ist mir aber neu und eigentlich kaum nachvollziebar. Es ist eigentlich logisch das ein Unternehmen das dich über Jahre fördert auch von dir erwartet, dass du deine Abschlussarbeit bei ihnen machst und dann natürlich auch noch am besten in dem Bereich in dem du schon eingearbeitet bist. Da dürfte es schwer sein wieder rauszukommen.


Ich hab gerade meine Bachelorarbeit an der DHBW geschrieben. Grundsätzlich hatte ich einige freiheiten bei der Themenwahl und mein Chef hat auch versucht sich bei den Themen an meinen Interessen zu orientieren, bei mir hat das also sehr gut geklappt. Ich weiß aber von einem Kommilitonen z.B. dass sein Unternehmen ihm kein Thema bieten konnte (oder wollte, sei mal dahingestellt) das ihn interessierte, daraufhin hat er das Unternehmen gewechselt damit er ein passendes Thema bearbeiten kann. Kann also so oder so laufen, in einem guten Unternehmen sollte sich allerdiungs meist ein vernünfitges Thema finden.

Zitat:
Die FHs sind zwar praxisorientiert aber bilden nicht NUR für die Praxis aus.


Naja, jemand der in die Forschung will ist m.E. an der FH genauso fehl am Platz wie an der DHBW. Die Tatsache dass man einen Master nach der FH machen kann ändert nichts daran dass die FH zum Hauptziel hat für die Wirtschafts auszubilden. Einen Master kann man spätestens jetzt auch mit dem DHBW-Abschluss leicht machen, formal betrachtet. Obs dann tatsächlich leicht oder schwer ist hängt eher von den Fähigkeiten des jeweiligen ab und weniger vom Abschluss.

Zitat:
Stellt sich nur die Frage ob sich dieses Plus an Erfahrung wirklich lohnt. Wenn einer mal 10 oder 20 Jahre richtige Berufserfahrung gesammelt hat wird es in diesem Punkt keinen Unterschied machen ob er dual oder in Vollzeit an einer Uni oder FH studiert hat.


Nach 10-20 Jahren dürfte in den allermeisten Fällen der Abschluss eh egal sein. Aber den Einstieg ins Berufsleben erleichter es denke ich schon. Ich durfte mich die letzte Zeit auch bewerben und der Grund warum ich einen Platz bekommen habe liegt mit an sicherheit genzender Wahrscheinlichkeit daran, dass ich schon deutlich mehr für diesen Job relevante Praxiserfahrung sammeln konnte als die meisten anderen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
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BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 09:01:37    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:

Das ist mir aber neu und eigentlich kaum nachvollziebar. Es ist eigentlich logisch das ein Unternehmen das dich über Jahre fördert auch von dir erwartet, dass du deine Abschlussarbeit bei ihnen machst und dann natürlich auch noch am besten in dem Bereich in dem du schon eingearbeitet bist. Da dürfte es schwer sein wieder rauszukommen.

Nochmal - es ist korrekt, dass die meisten ihre Abschlußarbeiten in dem Bereich schreiben, was sie als Spezialisierung sich ja auch ausgesucht hat. Aber weder der Anbieter noch Dein Arbeitgeber kann Dich dazu zwingen. Wenn Du selbst feststellst, dass Dich etwas anderes mehr interessiert, dann ist es vielleicht Deinem Arbeitgeber nicht recht aber verhindern kann er es auch nicht. Ist auch aus Motivationsüberlegungen nicht sinnvoll.

Zudem wird gerne davon abgeraten die Abschlußarbeiten so mit dem Unternehmen zu verflechten, dass man auf die Zuarbeit von dritten angewiesen ist - in gut 30-40% der Fälle geht das nämlich nicht gut.
Abgesehen davon ist es natürlich nicht nötig überhaupt mit dem Arbeitgeber im Rahmen einer Abschlußarbeit zusammenzuarbeiten.

Abgesehen davon sagst Du selbst, dass es "erwartet" wird. Abgesehen davon, dass es nicht jedes Unternehmen auch "erwartet" heißt es damit ja klar, dass es auch anders geht. Nichts anderes habe ich zum Ausdruck gebracht.

Zitat:

Die FHs sind zwar praxisorientiert aber bilden nicht NUR für die Praxis aus. Sie sind auch nicht so sehr auf einzelne Branchen oder Unternehmen ausgerichtet. Ein Prof von mir wehrt sich sogar strikt gegen jegliche Ausrichtung der Lehre nach den Wünschen der Industrie. Du kannst auch nach einem Bachelor leicht einen Master machen und dich damit eher Richtung Forschung ausrichten.

Da müssen wir jetzt mal aufräumen...
1.) Nicht alle dualen Studiengänge sind auf Branchen oder gar Unternehmen ausgerichtet (in der Regel nur auf Branchen!). So gibt es viele duale Studiengänge die einen sehr generalistischen Ansatz in BWL fahren (z.B. BWL-Industrie der DHBW - Industriebetriebslehre wird an jeder FH oder Uni gelehrt).
2.) Gerade die FH haben von ihrer Grundausrichtung eine Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt. Dabei richten sie sich natürlich - auch wenn es aufgrund der scheinbar geringeren Kooperation zu Unternehmen nicht so auffällt - auf die Bedrüfnisse des Arbeitsmarktes aus...und diese werden bestimmt? Durch die Industrie.
3.) Auch mit einem Bachelor einer berufsbegleitenden Studiengangs kannst Du nach einem Master in die Forschung und Lehre. Was ist das denn für ein Argument? Abgesehen davon sollte man dann schon sagen, dass der Master dann möglichst von einer Uni kommen sollte, dass macht das Leben dort leichter.
4.) Nichts desto trotz ist das Ziel der FH bekannterweise nicht die Ausbildung von Wissenschaftlern. Das ist vor allem oder war vor allem Aufgabe der Unis.
5.) ...übersiehst Du dabei wieder, dass auch FH und Uni dual ausbilden.


Zitat:
Stellt sich nur die Frage ob sich dieses Plus an Erfahrung wirklich lohnt. Wenn einer mal 10 oder 20 Jahre richtige Berufserfahrung gesammelt hat wird es in diesem Punkt keinen Unterschied machen ob er dual oder in Vollzeit an einer Uni oder FH studiert hat.

Jain. Sicherlich spielt der Abschluß nach 10 oder 20 Jahren eine immer geringere Rolle. Allerdings haben berufsbegleitende Studenten wie unsere Dualisten meist einen Vorsprung und sind tendentiell schneller auf höhreren oder führenden Positionen als ihre Vollzeitkollegen, die erst einmal ihr Können unter Beweis stellen müssen. Diesen Vorsprung kann man nur langsam abbauen. Auch über 10 Jahre, dürfte den meisten Vollzeitlern schwerfallen.
Der größte Vorteil liegt allerdings in den Startbedingungen ins Arbeitsleben. Und da ist es schon ein Unterschied ob man bei einem 100m-Lauf mit Spikes und einem Startblock startet oder Bundeswehrstiefel anhat, die man erst noch aussziehen muss. Letztlich ist ein Dualist nach seinem Abschluß dort, wo ein Vollzeitler erst nach frühstens 1,5 - 2 Jahren ist.

teeri hat folgendes geschrieben:

Kann sein, dass ich vom universitären Umfeld verseucht bin, aber nach meinen Quellen ist ein Abschluss bei der Berufsakademie nicht wirklich hoch angesehen. Also wenn man Karriere machen will, sollte man doch besser ganz studieren. Praxis kann man auch in den Semesterferien sammeln.

Wenn ich das mal so sagen darf: Ja, du bist verseucht. Wink
Ich weiß nicht, was Du für Quellen hast, aber die sollte man sehr differenzieren und vor allem gucken, wer diese Quelle ist und was für eine Intention sie hat.
Richtig allerdings - Berufsakademien sind nicht gleich Berufsakademien.
So hat BaWü aus gutem Grund seine Berufsakademien in den Hochschulstatus versetzt (DHBW). Diese sind Top und das wird bundesweit anerkannt. Selbst große WPG, die sich sonst schon schwerer tun mit FH-Absolventen im Vergleich zu Uni-Kollegen, lassen dort ausbilden. Daneben gelten die Berufsakademien der BL Berlin, SchleHo, Sachsen und Thüringen als "sehr gut". Alle anderen sollten mit Vorsicht genossen werden. Die hessischen haben z.B. einen ziemlich miesen Ruf.

Das man "ganz" studieren muss für eine Karriere halte ich persönlich für eine sehr statische, rückwärtsgewandte Sicht. Sicherlich ist es im Moment noch einfacher mit einem Uni-Abschluß weiterzukommen als mit denen anderer Hochschulen.

Allerdings ist das hier eine Zukunftsbetrachtung - hier will erst jemand studieren und ist nicht seit zwei oder drei Jahren fertig. Vor 10 Jahren kannte ausserhalb von BaWü kaum jemand die dualen Hochschulen, sorry, Berufsakademien. Seitdem findet man auch im Middle-Management, teilweise großer Konzerne wie Daimler oder HP, immer mehr ehem Dipl. BAler (trotz des verschwindend geringen Anteils am Gesamtabsolventenvolumen). Gleiches gilt auch für die FH. In den 70er/80ern wurden Führungspositionen mit Uniabsolventen besetzt (wenn überhaupt mit einem Akademiker). Seitdem gibt es immer mehr FH-Absolventen bis ins high-, teilweise Top-Management. Tendenz zunehmend.
Gerade in BWL zeigen sich beide Trends deutlich und besonders dort ist in der Praxis die Unterscheidung nach Hochschultyp eher bei einer Minderheit der Arbeitgeber.

Ich denke in 10, 15 Jahren wird keiner mehr nach Hochschultypus unterscheiden, sondern es wird viel wichtiger sein, wie gut die jeweilige Hochschule ausbildet (Stichwort: Employability). Ob es dann eine DH, FH oder Uni ist, dass wird dann ziemlich Schnuppe sein. Bologna wird es noch deutlich verstärken.

Schön zusammengefasst hat es xmisterDx:
Zitat:
Jemand der das Potenzial für ne richtig steile Karriere hat, wird kaum durch die Wahl des Hochschultyps für sein Erststudium bis in alle Ewigkeit auf kleine Positionen verdammt sein
xmisterDx
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BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 09:39:08    Titel:

Mich würde mal interessieren, was man an der BA bzw. im Unternehmen so großartiges lernt, dass dieser "Vorsprung" von Absolventen der FH oder Universität erst nach 10 Jahren aufgeholt werden kann Laughing

Mal ehrlich, sehen wir die Situation bitte so, wie sie ist. Man macht neben dem Studium eine Berufsausbildung(!), nicht mehr und nicht weniger. Diese Ausbildung ist natürlich nicht von Nachteil, ihr praktischer Nutzen für die spätere Ingenieursarbeit und vor allem der "Vorsprung" an Erfahrung ist jedoch in der Regel (sehr) eng begrenzt...

Den Hauptnutzen ziehen Dualisten wohl eher aus der Tatsache, dass sie das Unternehmen schon kennen, in dem sie nach dem Studium arbeiten. Dass muss allerdings nicht immer von Vorteil sein, denn für die richtig steile Karriere, ist es laut verschiedensten Expertenmeinungen nicht unbedingt ratsam in dem Unternehmen zu bleiben, wo man schon als Azubi bzw. Student gearbeitet und gelernt hat...

Abgesehen davon steigen Uni-Absolventen bzw. Master in Firmen mit Tarifvertrag schon allein aufgrund ihres Abschlusses ein oder zwei Stufen höher ein, als ihre Kollegen von FH oder BA. Da brauchts dann nicht 10 Jahre, sondern bloss ein paar Sekunden für die Unterschrift aufm Vertrag und schon hat man den BAler abgehängt...

Die BA/duale FH ist sicherlich eine tolle Sache für Leute, die unbedingt eine Ausbildung mit einem Studium kombinieren wollen. Die vielen und großartigen Vorteile, die ihr jedoch immer unterstellt werden und sie zum Königsweg für Karrieristen erklären, halte ich jedoch für absolut haltlos...

Mit einem FH oder Universitätsstudium fährt man sicherlich nicht schlechter, die Angleichung der sog. "Berufserfahrung" dürfte nicht länger als ein paar Jahre dauern, wenn überhaupt...
Gozo
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BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 11:06:10    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Mich würde mal interessieren, was man an der BA bzw. im Unternehmen so großartiges lernt, dass dieser "Vorsprung" von Absolventen der FH oder Universität erst nach 10 Jahren aufgeholt werden kann Laughing
Um im Rahmen der Leichtathletik-WM zu bleiben und das Bsp. von eben, was wohl nicht einleuchtend war, abzuändern.
Für einen 100m Lauf macht es einen Unterschied ob man bei "0" (=Vollzeitabsolvent) oder bei Meter 20 (=Dualist) anfangen kann. Bei 400m ist das nicht mehr so entscheidend auf 1000 oder 5.000 Meter schon gar nicht. Ob jemand aber das Zeug zu einer steileren Karriere hat wird in den ersten 10 Jahren gelegt - manche sagen sogar nur 5 Jahren.

Man muss bedenken, dass die dualen Absolventen bei einem offenen Job im Anschluß an ihre Ausbildung in der Regel nicht mit frischen Vollzeitabsolventen konkurrieren sondern zu den young professionals gezählt werden.

Zitat:
Mal ehrlich, sehen wir die Situation bitte so, wie sie ist. Man macht neben dem Studium eine Berufsausbildung(!), nicht mehr und nicht weniger.

a) Nicht jedes duale Studium und nicht jeder duale Student macht eine Ausbildung nebenher. Es gibt verschiedene Systeme.
b) Abgesehen davon ist die Ausbidlung meist nach zwei Jahren in den Systemen beendet - bleiben 12 Monate normales Leben im Beruf.
c) werden die Dualisten auch in ihren Praxisphasen meist nicht wie "normale" Azubis mit Arbeit bedacht. Das gleicht eher den einschlägigen Hochschulprakitka bzw. geht darüber hinaus, weil sie an Abläufe, Organisation und Passarelen in Unternehmen nur einmal gewöhnt werden müssen.

Zitat:
Abgesehen davon steigen Uni-Absolventen bzw. Master in Firmen mit Tarifvertrag schon allein aufgrund ihres Abschlusses ein oder zwei Stufen höher ein, als ihre Kollegen von FH oder BA.

Das war einmal...heute ist eine solche Differenzierung kaum mehr zulässig in Tarifverträgen, weil die rechtliche Gleichstellung der Abschlüsse und das AGG dem gegenüber steht. Abgesehen davon ist es kein Argument pro oder contra dual - denn ein Dualist könnte kann auch von einer Hochschule kommen.

Zitat:
Die BA/duale FH ist sicherlich eine tolle Sache für Leute, die unbedingt eine Ausbildung mit einem Studium kombinieren wollen. Die vielen und großartigen Vorteile, die ihr jedoch immer unterstellt werden und sie zum Königsweg für Karrieristen erklären, halte ich jedoch für absolut haltlos...

Wer macht den sowas? Sehe nicht einen hier.

Was hier gemacht wurde ist ein Vergleich von Pauschalitäten und die fängt an in der allgemeinen und pauschalen Abwertung von Berufsakademien. Was nicht nur in Bezug auf Berufsakademien allgemeinfalsch ist (BAk ungleich BAk), sondern insbesondere auch aus dem Grund, dass nicht alle dualen Studiengänge an Berufsakademien stattfinden (ich denke mittlerweile nicht einmal mehr die Mehrheit).

Nur weil jemand Vollzeit oder an FH oder Uni studiert heißt es nicht, dass ein BAkler schlechter sein muss. Dieses wird hier aber immer suggeriert. Sinngemäß: Wer Karriere machen will, der muss (Vollzeit) an FH oder Uni.

Das ist völliger Blödsinn und ich denke da sind wir beide uns ziemlich einig. Abgesehen davon ist die Sicht derart rückwärtsgewandt aus Erfahrungen mit einem System, was es faktisch nicht mehr gibt.

Wenn jemand der Typ für Karriere ist und sich nicht mehr als nötig mit abstrakter Theorie beladen möchte, dann bietet das duale Studium (BAk, DHBW, FH ODER Uni) die perfekte Möglichkeit schnell ein- und aufzusteigen. In einem Vollzeitstudium würde diese Person hingegen Zeit verlieren.
Andere Personen brauchen hingegen erst den Vollzeitweg um sich selbst und ihre Stärken zu finden um im Anschluß die Karriere zu starten.

Wer der Typ nicht ist, der wird dual genauso scheitern wie Vollzeit.

Ich plädiere letztlich nur dafür, dass man objektiver mit den Möglichkeiten an sich umgeht und nicht gleich sagt BAk ist schlechter als FH schlechter als Uni.

Es ist eine Frage der Person, des Typus, wo er/sie am besten aufgehoben ist, wo er/sie auf sein/ihr Berufsleben am besten vorbereitet wird.
Das kann ein duales Studium sein, ein berufsintegrierendes, es könnte erst eine Ausbildung solo sein oder ein Vollzeit-Hochschulstudium. Und an keinem wäre etwas falsch oder schlecht - was allerdings hier immer suggeriert wird.

Grüße,
Gozo
TK1985
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BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 11:53:58    Titel:

Zitat:
Nochmal - es ist korrekt, dass die meisten ihre Abschlußarbeiten in dem Bereich schreiben, was sie als Spezialisierung sich ja auch ausgesucht hat. Aber weder der Anbieter noch Dein Arbeitgeber kann Dich dazu zwingen. Wenn Du selbst feststellst, dass Dich etwas anderes mehr interessiert, dann ist es vielleicht Deinem Arbeitgeber nicht recht aber verhindern kann er es auch nicht. Ist auch aus Motivationsüberlegungen nicht sinnvoll.


Du schließt aber doch mit dem Unternehmen, bei dem du deine Praxisphasen absolvierst, einen Ausbildungsvertrag ab. Daher bist du erst mal an das Unternehmen gebunden. So eine duales Studium ist für das Unternehmen auch nicht billig. Daher werden die dich nicht so einfach für die Abschlussarbeit ziehen lassen.
Abgesehen davon wird es dann auch einiges an Klärungsbedarf mit dem Unternehmen geben in das du für die Abschlussarbeit wechseln möchtest. Die werden sich dann auch fragen warum man bei Fa. XY ein duales Studuium beginnt und dann wechselt.

Zitat:
Da müssen wir jetzt mal aufräumen...
1.) Nicht alle dualen Studiengänge sind auf Branchen oder gar Unternehmen ausgerichtet (in der Regel nur auf Branchen!). So gibt es viele duale Studiengänge die einen sehr generalistischen Ansatz in BWL fahren (z.B. BWL-Industrie der DHBW - Industriebetriebslehre wird an jeder FH oder Uni gelehrt).


Natürlich gibt es auch generalisistisch ausgelegte duale Studiengänge. Aber wie schon gesagt verbringst du ja die Hälfte deines Studiums durch die Praxisphasen in einem Unternehmen und bist da schon ziemlich spezialisiert. An einer FH kannst du deine Grundpraktikas und dein Praxissemester in verschiedenen Branchen/Unternehmen machen und so überall mal reinschnuppern.

Zitat:
2.) Gerade die FH haben von ihrer Grundausrichtung eine Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt. Dabei richten sie sich natürlich - auch wenn es aufgrund der scheinbar geringeren Kooperation zu Unternehmen nicht so auffällt - auf die Bedrüfnisse des Arbeitsmarktes aus...und diese werden bestimmt? Durch die Industrie.


Ich studiere jetzt schon 10 Semester an zwei verschiedenen FHs. Auch wenn teilweise auf die Bedürfnisse der Wirtschaft geschaut wird habe ich von dieser Grundausrichtung bisher nichts mitbekommen.

Zitat:
3.) Auch mit einem Bachelor einer berufsbegleitenden Studiengangs kannst Du nach einem Master in die Forschung und Lehre. Was ist das denn für ein Argument? Abgesehen davon sollte man dann schon sagen, dass der Master dann möglichst von einer Uni kommen sollte, dass macht das Leben dort leichter.
4.) Nichts desto trotz ist das Ziel der FH bekannterweise nicht die Ausbildung von Wissenschaftlern. Das ist vor allem oder war vor allem Aufgabe der Unis.


Ich kann hier jetzt nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich kann meine Masterarbeit z.B. an einer Uni schreiben. An der gleichen Uni ist auch ein Kommilitione von mir und einer unserer Vorgäner promoviert dort sogar.
Ich glaube ich hätte es deutlich schwerer gehabt für den Master an der FH zugelassen zu werden wenn ich vorher einen dualen Studiengang an einer BA studiert hätte (schon allein weil es da weniger ECTS-Punkte gibt als gefordert). Und die Masterarbeit an der Uni hätte ich dann auch vergessen können.
Genau so hätte ich aber nach meinem Diplom in die Industrie gehen können und glaube nicht das ich da Nachteile gegenüber einem Bewerber mit einem dualen Studium gehabt hätte.
Ein Vollzeitstudium an einer FH oder einer Uni eröffnet einem einfach mehr Möglichkeiten.

Zitat:
5.) ...übersiehst Du dabei wieder, dass auch FH und Uni dual ausbilden.


Das habe ich nicht übersehen. Nur sind die dualen Varianten da oft nur eine "Schmalspurausgabe" des entsprechenden Vollzeitstudiums. An meiner ehemaligen FH wurde auch mal damit geworben: "...In 3,5 Jahren zum Industriemechaniker und Dipl. Ing (FH)...". Wie soll das gehen wenn schon allein das Vollzeitstudium mind. 4 Jahre dauert?
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
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BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 13:48:24    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:

Du schließt aber doch mit dem Unternehmen, bei dem du deine Praxisphasen absolvierst, einen Ausbildungsvertrag ab. Daher bist du erst mal an das Unternehmen gebunden. So eine duales Studium ist für das Unternehmen auch nicht billig. Daher werden die dich nicht so einfach für die Abschlussarbeit ziehen lassen.

Das ist der Punkt - der Gedanke ist von Prinzip richtig aber ein Unternehmen darf das Thema der Abschlußarbeit - nicht einmal den Bereich - vorschreiben. Sie müssen dich auch nicht "ziehen" lassen - niemand zwingt einen dualen Studenten, dass die Arbeit mit dem eigenen Arbeitgeber verbunden sein muss. Du kannst auch praxisorientierte Arbeiten zu einem x-beliebigen Thema schreiben, solange Du eine Lehrkraft findest, die das Thema annimmt. Da unterscheiden sich duale Studiengänge nicht von Vollzeitstudiengängen.
Natürlich wird ein Arbeitgeber es nicht erlauben, dass Du für ein drittes Unternehmen - am besten noch die Konkurrenz - eine projektorientierte Abschlußarbeit verfasst. Aber darum ging es hier auch nicht.

Bsp: Wenn Du bei Burda oder GJ Medienwirtschaft dual studierst, heißt es nicht, dass Du nicht über die Bilanzierungsregeln für Schiffe schreiben darfst.

Die meisten Arbeitgeber stellen es ihren Studenten frei über das Thema zu schreiben, was sie wollen. (Das Risiko ist auch zu groß jemanden mit einem Thema zu belangen, was er nicht will und dann evtl. durch die Abschlußarbeit rauscht.)

Ihm ist es natürlich am liebsten, wenn es sich um ein Thema handelt, bei dem er auch gewinnt. Die Abschlußarbeit ist aber rechtlich gesehen etwas zwischen der Hochschule und dem Studenten und nicht zwischen dem Arbeitgeber und dem Studenten.

Zitat:
Abgesehen davon wird es dann auch einiges an Klärungsbedarf mit dem Unternehmen geben in das du für die Abschlussarbeit wechseln möchtest.
Wer redet hier überhaupt von "wechseln"? Wozu oder warum denn "wechseln"???? Ich komme irgendwie nicht hinterher....

Zitat:
Die werden sich dann auch fragen warum man bei Fa. XY ein duales Studuium beginnt und dann wechselt.

Ok...zwei Dinge lese ich daraus die es sein könnten:
1.) Wechsel des Arbeitgebers: Wer sollte das machen? Interessiert doch nicht. Man muss ja die Abschlußarbeit nicht für oder über seinen Arbeitsplatz/Arbeitgeber schreiben.
2.) Wechsel Studiengang: Auch unnötig. Wenn ich Vollzeit im Schwerpunkt Marketing habe aber meine Abschlußarbeit in Volkswirtschaft schreiben möchte ist das auch kein Problem. Die Studiengänge im dualen System sind ja nicht so spezialisiert, dass Grundlagen aus dem BWL-Studium nicht unterrichtet werden. Auch Leute mit einer Spezialisierung haben Recht, Rechnungswesen, Controlling, Finance-Vorlesungen, Volkswirtschaft usw. In diesen Fächern können und dürfen sie prinzipiell auch ihre Abschlußarbeit schreiben ohne den Studiengang wechseln zu müssen.

Vielen Arbeitgebern ist zudem die Themenwahl ziemlich egal, wichtig ist eher was ihre Schützlinge über das gesamte Studium lernen und das sie es erfolgreich abschließen. Bei mir (nicht dual, berufsintegriert) wusste mein Chef nicht einmal worüber meine Hausarbeiten und Diplomarbeit geschrieben habe. Solche Beispiele kenne ich noch viele.

Zitat:

Natürlich gibt es auch generalisistisch ausgelegte duale Studiengänge. Aber wie schon gesagt verbringst du ja die Hälfte deines Studiums durch die Praxisphasen in einem Unternehmen und bist da schon ziemlich spezialisiert.

Nur auf die Branche bzw. in dem Fall nur auf das Unternehmen/Konzern. Die Praxisphasen verbringst Du aber, ähnlich einem Traineeprogramm, in verschiedenen Funktionen Deines Unternehmens. Von Spezalisierung kann also nicht die Rede sein. Dass das auch passieren muss ist übrigens Gegenstand vieler Kooperationsvereinbarungen zwischen AG und Anbietern. Sonst gibt es Schwierigkeiten mit dem Abschluß und dessen Bestimmungen.

Bist Du funktional spezialisiert im Studiengang liegen die Schwerpunkten natürlich in bestimmten Funktionsbereichen von Unternehmen, wobei ein Ausflug in der Regel gewünscht und gewollt ist. Allerdings sind die wenigsten dualen Studiengänge tatsächlich funktional spezialisiert - die meisten sind eher branchenspezifisch.

Zitat:
An einer FH kannst du deine Grundpraktikas und dein Praxissemester in verschiedenen Branchen/Unternehmen machen und so überall mal reinschnuppern.

Nur ist das immer besser und wird das auch immer gemacht?
In dualen Studiengängen wirst Du dazu gezwungen unterschiedliche Bereiche kennenzulernen. Viele Vollzeitstudenten (wenn sie überhaupt ausreichende Praktika machen - leider nicht so verbreitet wie man annehmen mag), schnuppern entweder in (zu)viele Dinge rein und lernen fast nichts genau oder gucken sich eine Branche bis zum abwinken oder eine Funktion in verschiedenen branchen an...hilft auch nicht wirklich.
Zudem ist es ein Unterschied ob Du jemanden hast, der das Unternehmen und Abläufe kennt und drei Monate vor Ort hast oder einen Praktikanten, der müheselig eingearbeitet werden muss und leider meist nach 6 - 8 Wochen wieder verschwindet.

Zitat:

Ich studiere jetzt schon 10 Semester an zwei verschiedenen FHs. Auch wenn teilweise auf die Bedürfnisse der Wirtschaft geschaut wird habe ich von dieser Grundausrichtung bisher nichts mitbekommen.

Smile Glaube ich...weil sie nicht so offen zur Schau gestellt wird. Du könntest auch 6 Semester dual studieren und es würde Dir nicht auffallen.
Es ist nicht einmal ein offenes Geheimnis - es ist keines - das auch FH diese Ausrichtung verfolgen. Nicht wenige FH werden auch finanziell von größeren ortsansässigen Unternehmen unterstützt. Glaubst Du wirklich, dass die nicht auch ihre Interessen dabei gewahrt haben wollen?

Zitat:

Ich kann hier jetzt nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich kann meine Masterarbeit z.B. an einer Uni schreiben. An der gleichen Uni ist auch ein Kommilitione von mir und einer unserer Vorgäner promoviert dort sogar.
Ich glaube ich hätte es deutlich schwerer gehabt für den Master an der FH zugelassen zu werden wenn ich vorher einen dualen Studiengang an einer BA studiert hätte (schon allein weil es da weniger ECTS-Punkte gibt als gefordert). Und die Masterarbeit an der Uni hätte ich dann auch vergessen können.
???
Wo studierst Du jetzt...an einer FH oder an einer Uni?

Abgesehen davon redest Du hier nur wieder von Berufsakademien und lässt wieder einmal sämtliche dualen Studiengängen von Hochschulen ausser Acht.

Mit Berufsakademien aus Berlin, Sachsen, Thüringen und SH bekommst Du mit der Zulassung (bei entsprechenden Noten) bzw. mit der Anerkennung des Bachelor in Deutschland bis auf ganz wenige Ausnahmen keine Probleme mehr. Für andere Bundesländer gibt es hingegen durchaus das eine oder andere Problem, für die DHBW hat sich das völlig gegessen. Begründung der Nichtzulassung ist meist, dass diese Bachelor nicht "akademischer" Art sind.

Das Problem mit den CP ist allerdings etwas anders gelagert und hat eigentlich wieder nichts mit BAk, DHBW, FH oder Uni zu tun. Ein Bachelor umfasst immer mind. 180 CP - egal ob FH, Uni, DHBW. Weniger gibt es dort erst einmal nicht.
Wenn für den Master mind. 210 oder 240 CP benötigt werden, hast Du mit einem 180-CP-Uni-Bachelor der das nicht erfüllt genauso ein Problem. Eine Hochschule die einen 180CP-FH oder Uni-Absolvent zulässt aber keinen dualen 180CP-FH/Uni/DHBW (und einige BL-BAk) möchte ich sehen. Das würde schnell in einer Klage münden.

Was richtig ist, ist, dass vor allem duale Berufsakademieabsolventen (also nicht Hochschule) in aller Regel die bessere Leistungen vorlegen müssen als Absolventen von Vollzeithochschulstudiengängen um sich zu profilieren.


Zitat:
Genau so hätte ich aber nach meinem Diplom in die Industrie gehen können und glaube nicht das ich da Nachteile gegenüber einem Bewerber mit einem dualen Studium gehabt hätte.

Nachteile? Ganz sicher sogar...dafür gibt es zuviele Studien die belgen, dass Leute aus berufsbegleitenden Programmen durchaus bevorzugt werden. Natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, aber im Zweifel würde genau das den Ausschlag geben.
Allerdings - die Schnittmenge wäre relativ gering. Leute nach einem berufsbegleitenden Studium bewerben sich in aller Regel nicht auf Einstiegsstellen wie Du es gemacht hättest...sondern auf Stellen, die eine anfängliche Berufserfahrung vorschreiben.

Zitat:
Ein Vollzeitstudium an einer FH oder einer Uni eröffnet einem einfach mehr Möglichkeiten.

Ja - weil die Spezialisierung, wenn überhaupt vorhanden (!), einen durchaus in eine Branche drängen kann oder in eine Funktion (was aber bei spezialisierten Vollzeitprogrammen identisch ist...du solltest richtigerweise über generalistische Vollzeitprogrammen reden).

Nein - Weil im Vergleich zu diesen Spezis, Deine Möglichkeiten mit einem generalistischeren Vollzeitstudium in diesem Bereich/Branche geringer sind.

Nein - weil die Erfahrung und die Startpositionen Stellen ermöglicht, die kaum ein Vollzeitler als frischer Absolvent erhalten kann. Etwas, was sich im Verlauf der Zeit relativiert.

Also bleibt festzuhalten:
Wer nicht exakt weiß, was er machen möchte - für den ist eine Spezialisierung nichts - egal ob Voll- oder Teilzeit. Für Dich wären demnach auch die meisten dualen Studiengänge nichts.

Abgesehen davon mal eine Frage: Was ist den mit dualen Studiengängen von Hochschulen? Sind die auch eingeschränkter als Vollzeitler?
Wenn ja - dann ist die Frage, was Du wirklich bemängelst - die Spezialisierung (die es auch im Vollzeitbereich gibt) oder die Praxisphasen?

Zitat:

Das habe ich nicht übersehen. Nur sind die dualen Varianten da oft nur eine "Schmalspurausgabe" des entsprechenden Vollzeitstudiums. An meiner ehemaligen FH wurde auch mal damit geworben: "...In 3,5 Jahren zum Industriemechaniker und Dipl. Ing (FH)...". Wie soll das gehen wenn schon allein das Vollzeitstudium mind. 4 Jahre dauert?

Müssig zu erklären...denn es gibt mehrere Ansätze. Meist ist es eine Mischung aus vielen Dingen. Mal ein paar Beispiele:

1.) Für einen Abschluß braucht man sagen wir 80 Steine - damit es rechtlich in Ordnung ist. Jetzt ist das normale Studium mit 110 Steinen bespickt, das Teilzeitstudium mit 90. Beides führt zum gleichen Abschluß.
Jetzt könnte man sagen - Schmalspurausgabe. Jain - denn was brauchen die Untenehmen, die diese Schmalspurausgaben haben wollen? 85 Steine.
Heute nennt man das Employability und da schneiden viele Vollzeitprogramme nicht gut ab - zu viel Stoff, zu theoretisch, zu rückwärtsgewandt. Gerade bei BWL fällt das leider auf - das z.B. amerikanische Bachelor nur einen deutlich geringeren Teil an fachlichen Stoff machen aber die Unternehmen teilweise besser gemanaged werden.
2.) Der Stoff - vor allem bei den alten Diploma - der Teilzeitstudiengänge ist sehr viel dichter gepackt. Auf einige Dinge wird, aufgrund der Ausbildung (die entweder vorhanden oder parallel läuft) und bzw. oder der Berufserfahrung nur wenig oder gar nicht eingegangen. Das spart Zeit. Alte Diploma waren teilweise grausig organisiert.
3.) Beim Diplom, vor allem beim Diplom FH kommt noch etwas entscheidendes hinzu - Meist waren mind. ein manchmal zwei Praxissemester vorgeschrieben. Die können bei solchen Dingen natürlich wegfallen - ein Praxissemester für ein berufsbegleitendes Studium wäre schon ziemlich idiotisch. Das ist dann übrigens das halbe Jahr, was Du Vollzeit länger machen musstest.

Grüße,
Gozo
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