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Kleine Bedenken zum Studium
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ralf87
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 06:51:05    Titel: Kleine Bedenken zum Studium

Hallo,

ich fange in 5 Wochen mit meinem BWL-Studium Schwerpunkt Logistik und e-Business an der FH Remagen an.

Hab paar Fragen:

- Was sollte ich beim BWL-Studium bedenken? Ich versuche auf jeden Fall alle Kurse/Vorlesungen von Anfang an mitzumachen, auch die Aufbaukurse. Komme nämlich von der HöHa und hatte 2 Jahre BWL und ReWe.

- Wie sieht es mit Präsentationen/Referaten aus? Ich bin eher der schüchterne, zurückhaltende. Denke, dass ich zwar überdurchschnittlich vortragen KÖNNTE und mich auch artikulieren kann, aber es gab schon 2-3x den Fall, dass ich einfach dachte mein Herz platzt, mein Mund lässt sich nicht mehr öffnen (ausgetrocknet) und ich habe einfach nur noch vorgelesen. Sind das eher so Gruppenarbeiten (mit mehreren fällt es mir einfacher, als alleine was zu erarbeiten und dann vorzutragen -> Selbstbewusstsein niedrig!)

- Prüfungen: Was kann man darüber sagen? Wieviele sind es? (Wiederholungen zusammengesetzt aus BWL/ReWe/Mathe oder?)

- Was kann man generell zum Schwierigkeitsgrad sagen? Ich habe gehört, dass die ersten 2 Semester total "easy" sind, wenn man von der HöHa/WG kommt (worauf ich mich nicht verlasse!) und viele erst kurz vor den Prüfungen lernen.

Danke schonmal!
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5732
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 09:04:00    Titel: Re: Kleine Bedenken zum Studium

ralf87 hat folgendes geschrieben:

- Was sollte ich beim BWL-Studium bedenken?
...sich weniger Gedanken zu machen.

Zitat:
Ich versuche auf jeden Fall alle Kurse/Vorlesungen von Anfang an mitzumachen, auch die Aufbaukurse. Komme nämlich von der HöHa und hatte 2 Jahre BWL und ReWe.
Was meinst Du hier mit "nämlich"? Damit hast Du wahrscheinlich in manchen Dingen den meisten AHRlern einiges voraus. Nichts desto trotz ist es sehr löblich, wenn Du erst einmal versuchst alles mitzumachen um zu sehen wo es sinnvoll ist und wo nicht.

Allerdings kann es sein, dass Du wegen Überschneidungen und dem Faktor Zeit doch selektieren musst.

Zitat:
- Wie sieht es mit Präsentationen/Referaten aus? Ich bin eher der schüchterne, zurückhaltende. Denke, dass ich zwar überdurchschnittlich vortragen KÖNNTE und mich auch artikulieren kann, aber es gab schon 2-3x den Fall, dass ich einfach dachte mein Herz platzt, mein Mund lässt sich nicht mehr öffnen (ausgetrocknet) und ich habe einfach nur noch vorgelesen. Sind das eher so Gruppenarbeiten (mit mehreren fällt es mir einfacher, als alleine was zu erarbeiten und dann vorzutragen -> Selbstbewusstsein niedrig!)

Präsentationen etc. gehören durchaus zum BWL-Studium. Da wirst Du sehr wahrscheinlich nicht drum herum kommen. Wie das letztlich aussieht, Einzel-, Gruppenarbeit etc. ist eine ganz andere Frage. Hängt vom Prof ab.
Wenn Du die Möglichkeit hast einen Rethorikkurs bei euch zu besuchen - tu es.

Zitat:
- Prüfungen: Was kann man darüber sagen? Wieviele sind es? (Wiederholungen zusammengesetzt aus BWL/ReWe/Mathe oder?)

Das ist eine Frage Deines Studienganges und ist so pauschal nicht zu beantworten. Es wird schriftliche Leistungsnachweise geben (Klausuren, Haus- bzw. Seminararbeiten) und mündliche (Präsentationen, mdl. Prüfungen). Wiederholungen umfassen allerdings, zumindest so wie ich es kenne, immer nur das Fach, was wiederholt wird. Kombinationsprüfungen (z.B. A-BWL-Schein plus Mathe-Schein) sind mir bisher unbekannt.

Zitat:
- Was kann man generell zum Schwierigkeitsgrad sagen? Ich habe gehört, dass die ersten 2 Semester total "easy" sind, wenn man von der HöHa/WG kommt (worauf ich mich nicht verlasse!) und viele erst kurz vor den Prüfungen lernen.

Das würde ich mir selbst angucken und entscheiden. In manchen Bereich wird es Dir tatsächlich leichter fallen (v.a. Buchführung, Grundlagen etc.) allerdings - Studium ist schon etwas mehr als Höha. Wie lange Du für Klausuren lernen musst hängt letztlich von Deinem Lernstil und Deinem Notenziel ab.
Generell heißt es, dass BWL eines der leichteren Fächer ist die man studieren kann, was ich persönlich auch unterschreiben würde. Wie leicht es aber Dir fällt? Keine Ahnung.

Zitat:
Danke schonmal!

Bitte schonmal!
sidi
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Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 1708

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 09:09:02    Titel:

Bei mir hat der Stoff vom WG nur signifikant für Buchhaltung/Rechnungswesen genutzt (Uni). Der Rest ist kaum nennenswert.
TVU*55
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Anmeldungsdatum: 03.05.2008
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 17:28:01    Titel:

Ich würde auch nichts auf Vorkenntnisse geben.

Ich bin gelernter Bankkaufmann und als ich meinerzeit das Studium begonnen habe, hat das ausgereicht, nen paar Grundbegriffe im Kurs "Buchführung" gut handhaben zu können. Der Rest war vollkommen belanglos. Den Vorteil meiner Ausbildung habe ich in meiner beruflichen Praxis, aber definitiv nicht an der Uni. Das wird bei einem HöHa'ler oder WGym'er auch nicht anders sein.
akp
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 19:23:17    Titel:

Komisch, ne Freundin von mir kam vom WG und hatte eine Banklehre. Sie ist so durch Rechnungswesen geschlittert. Im ersten Semester hatten wir regulär externes Rechnungswesen, da hatte sie ohne viel Lernaufwand ne 1,0, und hat dann noch internes RW aus dem zweiten Semester vorgezogen und ohne je eine VL oder Übung besucht zu haben ne 1,3.
Aber das waren auch die einzigen Fächer, in denen sie Vorteile hatte.
Aber drauf verlassen würde ich mich auch nicht, kommt sowohl auf die Schule, auf der man war, als auch auf die Uni an. Vielleicht wars in diesem Fall nur Glück, dass die Inhalte sich so stark überschnitten haben.
TVU*55
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Anmeldungsdatum: 03.05.2008
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 19:57:45    Titel:

Dazu gibts meiner Ansicht nach zwei Varianten:

Entweder muss man mal die Inhalte an der Uni im Themenfeld Rechnungswesen in Frage stellen oder zweite Variante, deine Freundin hat einiges mehr gelernt, als sie zugeben wollte.

Aber mit dem Wissen von WG und Banklehre kommt man never ever mit 1,0 durch eine anständige Klausur, ohne groß was lernen zu müssen. Ich hab damals ReWe in der Banklehre mit 1 abgeschlossen, Berufsschule wie auch Prüfung und bin der Ansicht, dass ich sehr genau weiß, was in der Banklehre und was an der Uni unterrichtet wird - und das ist definitiv nicht vergleichbar.

Erst Recht internes Rechnungswesen, also die KLR, wird in der Banklehre nur ganz oberflächlich kurz angekratzt und das unter ganz anderen Aspekten. Denn Kosten- und Leistungsrechnung in einer Bank ist fast was vollständig anderes die KLR in der Industrie. Von Kostenstellen und BABs hat kein Bankazubi je was gehört.

-----

Nebenbei: Externes Rechnungswesen haben bei uns selbst gestandene Bankfachwirte nicht mit 1,0 bestanden....
akp
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 20:29:31    Titel:

Dann scheint meine Uni wohl nix zu sein Wink
TVU*55
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Anmeldungsdatum: 03.05.2008
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 21:02:41    Titel:

Mal im ernst, schau dir doch einfach an, was alles Thema im externen Rechnungswesen ist:

Herstellungskosten
Anschaffungskosten
Latente Steuern
GoB, Maßgeblichkeitsprinzip
Handelsbilanz & Steuerbilanz
Verfahren zur Bewertungsvereinfachung
Bilanzanalyse
Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten
Auftrennung von Privat- und Betriebsvermögen
Rückststellungsbildung in HGB und EStG

Die Liste kannste ja fast noch beliebig fortsetzen, aber Tatsache ist, dass allermeiste davon wird von nur sehr oberflächlich in einer Ausbildung behandelt. Kein Bankkaufmann wird ohne weitere Ausbildung in der Lage sein, mit dem Begriff "Steuerbilanz" was anfangen zu können, vom EStG hat der noch nie was gehört. Auch Maßgeblichkeitsprinzip und solche Schoten hat der nicht drauf.

Sorry, das werde ich keinem abkaufen, dass ein Bankkaufmann externes ReWe so gut schreibt, wenn die Klausur anständig ist. Lies doch hier mal auf dem Forum nach, was andere über das Modul schreiben. Einige Unis haben da Durchfallquoten von +50%.

Da kannste dich gerne über mein Statement lustig machen, das ändert aber an der Realität nichts. Außerdem habe ich eine zweite Option offen gelassen, nämlich dass deine "Freundin" kräftig einen auf Understatement gemacht hat.

Kannste so eine Klausur die Du / Sie / egal wer geschrieben hat, mal hier einstellen? Würde mich jetzt echt mal interessieren.

Vielleicht ne ganz einfache Frage: Musstet ihr in eurer Klausur alle Antworten mit den Paragraphen des HGB und EStG untermauern? Das ist eigentlich üblich und allein da scheitert deine Aussage in meinen Augen total. Jemand inner Banklehre arbeitet nicht mit Gesetzestexten, wenn er vorher aufm WG war, ist das viel zu lange her, um die Paragraphen im Kopf zu behalten, davon ab ändern die sich eh fast jährlich. Und allein das HGB halbwegs drauf zu haben braucht den ein oder anderen Lerntag...
akp
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 21:27:30    Titel:

Ok da wurde ich wohl missverstanden. Ich habe mich in keinster Weise lustig gemacht, meine Aussage war total ernst gemeint. Es ist doch durchaus möglich, dass an einer Technischen Uni die Wirtschaftsfakultät nicht das Gelbe vom Ei ist.
Die Durchfallquoten sind bei uns auch so, vor allem in Mathe, Mikro, Makro, externes und internes RW. Alles zwischen 50 und 80%. Aber in meinen Augen sind das Leute, die in diesem Studium falsch sind und nichts machen. Bisher konnte ich (und alle andren, die relativ regelmäßig zu den Veranstaltungen gehen und ein Mindestmaß an Lernaufwand betreiben) mindestens mit ner 3 die Prüfungen abschließen.
Wir musste nicht (wie in den Recht-Fächern) alles am HGB erläutern, wenn es nötig war, war es explizit gefragt. Und das ganze Steuerzeugs kommt noch in Steuern 1 und Steuern 2 im 4./5. Semester. Das war alles nicht Teil des ext. Rechnungswesens.

Und nochmal: Dann scheint meine wirtschaftliche Ausbildung wohl nicht der Norm entsprechen, und das ist immernoch nicht ironisch gemeint Wink
TVU*55
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Anmeldungsdatum: 03.05.2008
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2009 - 21:45:11    Titel:

Damit würde ich jetzt zurückrudern...

wenn Steuerrecht überhaupt gar nicht bei euch in externem Rechnungswesen rankommt, dann räume ich einer Bankerin zumindest höhere Chancen ein, das Ding gut zu bestehen, insbesondere wenn keine Paragraphenverweise gefordert sind, das hätte ich mich auch getraut. Ich denke aber dennoch weiterhin, dass es ganz so ohne lernen nicht geht, gleich ne mit ner 1,0 zu rocken.

Ich würds dann nicht ganz so pessimistisch sehen, dass deine ganze Ausbildung "unter Norm" ist - dann könnte sich die Fakultät gar nicht halten. Dann ists halt anders organisiert als wie ich es kenne - wart halt mal ab, was dir in anderen Modulen blüht - außerdem besteht die Welt (gottseidank!) aus mehr als nur ReWe Wink
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