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Prüfungsschemata Sukz. Mittäterschaft und Sukze. Beihil.
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Mesut 36
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Anmeldungsdatum: 14.08.2009
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 10:53:44    Titel: Prüfungsschemata Sukz. Mittäterschaft und Sukze. Beihil.

Hallo, ich habe ein paar Fragen.

Und zwar überlege ich mir grade wie ich bei Ablehnung von Mittäterschaft --> sukzessive Mittäterschaft sowie anschließend (falls ebenso Ablehung) sukzessive Beihilfe in das Schema mit einbaue. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Es würde im konkreten Fall kein gemeinsamer Tatplan vorliegen, da einer erst später hinzukommt.... in diesem Moment ist ein Tötungsdelikt irrtümlich für beide bereits begangen worden. D.h. auf subjektiver Seite bereits vollendet, sowie beendet.... aber nicht auf objektiver Seite. Objektive tritt der TütungsErfolg erst unwissentlich durch den ein, der später zufällig hinzutritt, indem er ihn in einen Fluss schmeißt und das Opfer ertrinkt.

Ich würde daher sukzessive Mittäterschaft ablehnen....wie sieht es hier mit der sukzessiven Beihilfe aus? Ist die überhaupt möglich wenn es eben subjektiv von der Tat her beendet ist? Gibt es nachträgliche Beihilfe oder sowas? Oder Literatur dazu?

Naja wäre um jeden Rat mal dankbar. Smile
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 17:54:38    Titel:

Sukzessive Beihilfe. Vielleicht gibt's ja irgendwo ne Mindermeinung, aber so generell hat es was für sich zu sagen, wenn eine Haupttat vollendet ist, kann man die Tatbestandsverwirklichung nicht mehr fördern (sprich: Beihelfen). Ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass irgend jemand nocht vertritt, dass bis zum Stadium der Beendigung (falls es die für eine solche Tat gibt; bei Totschlag wohl doch abzulehnen) noch Beihilfe möglich ist. Ob derjenige oder diejenigen das dann sukzessive Beihilfe nennen, weiß ich nicht. Falls mit sukzessiver Beihilfe nur umschrieben sein soll, dass der derjenige nicht schon zu Beginn der Tatbestandsverwirklichung, wohl aber noch vor Vollendung die Haupttat gefördert hat, spricht wohl nichts dagegen, ein solches Verhalten als Beihilfe im Rechtsinne einzuordnen.

Beihilfe scheidet aus, wenn der vermeintliche Haupttäter den Tatbestand nicht mitkriegt, denn dann liegt dahingehend auch keine vorsätzliche, rechtswidrige Haupttat vor.

Weiß der Haupttäter um die Tatbestandsverwirklichung, ist Beihelfe dennoch abzulehnen, wenn der Beihelfer denkt, diese Tatbestandsverwirklichung nicht zu fördern.

( Übrigens ne recht interessante Konstellation, wenn der eine erkennt, dass die in den Fluss zu werfende Person noch lebt. Das klingt nach mittelbarer Täterschaft, wenn er dabei davon ausgeht, dass der andere das nicht erkannt hat. Noch lustiger, wenn er sich dabei irrt und der andere diesen Umstand erkannt hatte. Naja ... Smile )

Vielleicht wäre Fahrlässige Tötung zu erwägen oder Strafvereitelung.
Ich glaub bei letztere wird mit Berufung auf §258 V die Tatbestandslosigkeit der Selbstbegünstigung vertreten. Wenn das im Sinne einer objektiven Tatbestandslosigkeit (der Handlung) vertreten wird (Kommentar gucken), könnte man auch spitzfindig darauf hinweisen, dass sie zusammen die Person in den Fluss geworfen haben. (Aber so wie ich das lese, hat das wohl nur einer allein gemacht.)

Glaub, den Sachverhalt muss man schon sehr exakt würdigen, um aus ihm die richtigen Schlüsse zu ziehen.
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