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Hebräisch
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teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2009 - 23:18:25    Titel:

Danke für die Aufklärung! Smile

Nun kann ich mich immer noch nicht entscheiden, welche Sprachform ich wählen soll. Ich hatte gerade wieder zu Neugriechisch tendiert, weil das Sprechen im Kurs auch so viel Spaß macht. Aber eigentlich interessiert mich am meisten die antike Kultur und die Herkunft der vielen Lehnwörter.
Confused

Und jetzt wäre erst mal die letzte Chance, so richtig das Graecum zu machen.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 01:05:21    Titel: Re: Hebräisch

michl08 hat folgendes geschrieben:
Hi!!!

Mich interessiert inwiefern sich das Alt-Hebräische des Alten Testaments und das Hebräische, welches heute in Israel gesprochen wird, ähneln. Ich denke, dass die Schriftsysteme gleich sind aber wie sieht es mit der Grammatik, Vokabular… usw. aus???

Das gleiche interessiert mich bei Altgriechisch (NT) und Neugriechisch.

Danke für euere hoffentlich zahlreichen Antworten!!


Wenn du ein Wörterbuch zum biblischen Hebräisch mit einem Wörterbuch zum modernen Hebräisch vergleichst, wirst du viele identische Wörter finden. Im modernen Wörterbuch kommen aber notwendigerweise eine Vielzahl neuer Wörter, oft Lehnwörter dazu. Die Grammatik hat sich nicht verändert. Während in der Bibel Zahlen immer als Wörter geschrieben werden, werden heute für Zahlen entweder hebräische Buchstaben oder arabische Ziffern verwendet.
Schwieriger ist es, die Aussprache zu beschreiben. Für die richtige Rezitation biblischer Texte gibt es verschiedene Schulen. Im Alltag wird anders gesprochen.
Die sehr unterschiedliche Sprachherkunft moderner Juden führen zu einem recht bunten Sprachbild. Da kann sich schon mal das arabisch gefärbte Hebräisch mit dem Jiddischen treffen.

Auch für das Hebräische gilt - ebenso wie für das Deutsche, Französische u.a. - daß du aus den Buschstaben eines Wortes die Aussprache nicht ablesen kannst. Das mußt du auswendig gelernt haben.

Gruß Dornbusch
Gardner
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Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 01:15:18    Titel:

Hört sich ja schonmal nach altgr. an. Gehst du noch zur Schule? Wenn ja wie lange hättest du Zeit es zu lernen? Bist du mit Latein vertraut? Vor Allem letzteres hilft enorm um die Grammatik zu verstehen; ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen in den ersten 2Lernjahren ohne Latein auszukommen, da man so eig. nur Formen und weniger grammatikalische Phänomene(v. phainomai=ich zeige mich, erscheine Wink) lernen muss. Und ehrlich gesagt bringt dir, außer wenn du Interesse hast, Neugriechisch gar nix, außer bei evtl. Urlauben in Gr. oder beim Besuch eines gr. Restaurants. Und so ein Graecum macht sich im Lebenslauf doch auch gut, oder?
Jo84
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 06:39:39    Titel:

Beau hat folgendes geschrieben:
Jo84 hat folgendes geschrieben:
Bei der Aussprache kann ich auf den ersten Blick auch keine großen Unterschiede erkennen.

Wo hast Du das Bibelhebräisch - sprechen gehört?


Meine natürlich die deutsche Schulaussprache. Wink
teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 22:11:54    Titel:

Gardner hat folgendes geschrieben:
Hört sich ja schonmal nach altgr. an. Gehst du noch zur Schule? Wenn ja wie lange hättest du Zeit es zu lernen? Bist du mit Latein vertraut? Vor Allem letzteres hilft enorm um die Grammatik zu verstehen; ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen in den ersten 2Lernjahren ohne Latein auszukommen, da man so eig. nur Formen und weniger grammatikalische Phänomene(v. phainomai=ich zeige mich, erscheine Wink) lernen muss. Und ehrlich gesagt bringt dir, außer wenn du Interesse hast, Neugriechisch gar nix, außer bei evtl. Urlauben in Gr. oder beim Besuch eines gr. Restaurants. Und so ein Graecum macht sich im Lebenslauf doch auch gut, oder?

Ich hab die Schule zum Glück schon hinter mir. Ich studiere Finnisch, steh also total auf komplexe und abstruse Grammatik. Laughing Latein hatte ich lange Jahre lang, außerdem hab ich Altisländisch gelernt. Es wäre also *eigentlich* wirklich an der Zeit, mal etwas "sinnvolles" zu lernen.
Nächstes Semester werde ich noch mal relativ viel Zeit haben und danach leider erst mal nicht mehr. Sad Darum fällt mir eine Entscheidung auch so schwer.

Wie kompliziert wäre es, gleichzeitig Alt- und Neugriechisch anzufangen?
Jo84
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2009 - 06:21:07    Titel:

Zitat:
Wie kompliziert wäre es, gleichzeitig Alt- und Neugriechisch anzufangen?


Würde ich nicht empfehlen. Da kommt man schnell durcheinander. Aber da ist jeder anders. Bei mir hat es nicht funktioniert.
Wenn du das Graecum nebenher in - sagen wir - zwei Semestern machen willst, dann hast du genug zu tun.
kg214
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Anmeldungsdatum: 07.01.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Jan 2012 - 12:37:19    Titel:

Hallo,
auch wenn die Anfrage schon etwas her ist, würde ich mich gerne zu dem Thema wie das Biblische Hebräisch und das moderne Hebräisch(Ivrit) miteinander zusammenhängen aüßern.
Also man kann tatsächlich sagen, dass die beiden Sprachen sich sehr ähnlich sind. Es gibt einige Bibelstellen, mit denen man sich in Israel auf dem Wochenmarkt super verständigen kann.
Allerdings ist es so, dass es für das Biblische Hebräisch heutzutage, eine Punktation und Vokalisation gibt, die wir den Masoreten zu verdanken haben. Die äußert sich durch Striche und Punkte unter, über bzw. in den Buchstaben. Das ist für uns heutzutage wichtig, um Hebräisch über lesen und gramattische Phänomene voneinander unterscheiden zu können, da das Hebräische Schriftbild ja nur aus Konsonanten besteht, was den meisten ja sicher bekannt ist.
Dazu wie sich die Aussprache unterscheidet, kann man nur schwer was sagen. Aber man vermutet, dass die Aussprache des Biblischen Hebräisch dem Arabischen näher kommt als dem Ivrit. Denn man muss beachten, dass es Hebräisch weit über 1000 Jahre nicht als gesprochene Sprache mehr gewesen ist. Ivrit ist eine Sprache, die mit der Gründung des heutigen Israels enstanden ist. Es ist sozusagen ein wiederbelebtes Biblisches Hebräisch, das natürlich stark indogermanisch geprägt ist, da die Juden vor der Gründung Israels ja auch mit Indogermanischen Sprachen aufgewachsen sind. Es gibt z.B. einen Konsonanten, von dem man vermutet, dass er wie der Klang vor dem Erbrechen ausgesprochen wurde. (Steht so in der Grammatik)
Jetzt haben alle, die das Biblische Hebräisch gelernt haben das Problem, dass sie in der Regel das Ivrit nicht einmal lesen können, da man dort auf Vokalisation und Punktation verzichtet hat. Man muss quasi die Vokabeln kennen um es aussprechen zu können.
Von der Grammatik unterscheiden die beiden Sprachen sich allerdings nur wenig. Ein Unterschied ist, dass im Ivrit für die Gegenwart oft das Partizip verwendet wird, was im Biblischen Hebräisch allerdings auch schon ab und zu auftaucht.
Tut mir leid, dass es sooo lang geworden ist, aber vielleicht interessierts ja jemanden.
Lg
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