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pflichtwidriges Vorverhalten erforderlich bei Ingerenz?
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justu
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2009 - 13:51:41    Titel: pflichtwidriges Vorverhalten erforderlich bei Ingerenz?

Also der Manager M fährt Schlitten. Anstatt den normalen Weg zu wählen, nimmt er einen aufgrund von Lawinengefahr gesperrten Weg und löst daraufhin eine Lawine aus, die den Wanderer W begräbt. Die Lawine hätte sich auch bei Benutzung des normalen Weges gelöst. M wählt die Nummer der Bergwacht um W zu retten, legt dann aber doch wieder auf, aus Angst seine illegale Schlittenfahrt (Schlitten geklaut) könnte entdeckt werden. M erkennt, dass W in dieser menschenleeren Gegend sterben könnte, nimmt dies aber billigend in Kauf und fährt davon. W wurde 30 Minuten später von einem vorbeifahrenden Skifahrer gerettet. W wurde das Bein amputiert und er war stark unterkühlt. Hätte M dem W sofort geholfen, wäre dieser ohne Verletzungen davongekommen.

Das Fahrlässigkeitsdelikt scheitert am Pflichtwidrigkeitszusammenhang? Aber auch die Ingerenz? Habe eine versuchte Tötung und eine vollendete schwere und gefährliche Körperverletzung durch Unterlassen geprüft.

Wäre echt lieb, wenn ihr mit mir über eine vernünftige Lösung diskutiert. Bin echt am verzweifeln:-)

Danke!
justu
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 21:28:09    Titel:

Hallo, brauche wirklich dringend ein Feedback, wäre echt super, wenn mir jemand helfen würde!!! Danke!
Lilienkult
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Anmeldungsdatum: 14.08.2009
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2009 - 21:46:00    Titel:

Wieso denn ein Fahrlässigkeitsdelikt?

Er hat doch durchweg Vorsatz.

Bei einer Unterlassungsstrafbarkeit brauchst du eine Garantenstellung, und die kann sich aus Ingerenz ergeben - die hast du hier auch.

Natürlich sind noch ein paar mehr Probleme in dem Fall, aber soviel zu deinen Fragen.
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2009 - 06:56:50    Titel:

Lilienkult hat folgendes geschrieben:
Wieso denn ein Fahrlässigkeitsdelikt?

Er hat doch durchweg Vorsatz.



Nein, die Lawine hat er mit Sicherheit nicht vorsätzlich ausgelöst, um W zu verletzen/töten.
justu
Newbie
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2009 - 13:30:30    Titel:

Hey danke für eure schnellen Antworten! Mein Proble liegt darin. Ich prüfe beim Auslösen der Lawine ein Fahrlässigkeitsdelikt, welches allerdings beim Pflichtwidrigkeitszusammenhang scheitert, da sich die Lawine auch bei Benutzung des normalen Weges gelöst hätte. Mein Problem ist jetzt ob M dann Garant aus Ingerenz sein kann (bezüglich Unterlassen der Hilfe), wenn der Pflichtwidrigkeitszusammenhang beim vorangegangen Tun fehlt. Hoffe ihr habt Anregungen....Bin nämlich sehr unsicher Smile

Danke!
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