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freddyjahnke Newbie


Anmeldungsdatum: 13.11.2008 Beiträge: 43 Wohnort: alfeld
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 16:20:24 Titel: Was ist Liebe? |
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Was ist, oder wie definiert man Liebe?
Ich würde ja sagen, dass man jemanden liebt, wenn man so gut wie alles für ihn opfern und tuen würde - selbst wenn man nicht davon überzeugt wäre - was schon ziemlich naiv ist ...
Ich denke Liebe ist nicht nur ein Gefühl sondern viel mehr etwas Unglaubliches, was für uns dumme Menschen nicht in ganzer Vollständigkeit ergreift und gefasst werden kann - und das nicht nur weil es uns an Sprache und Feinfühligkeit mangelt. ...
Was ist Liebe?
Viele Grüße - FREDDY |
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johnruizone Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.09.2008 Beiträge: 725
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 17:32:38 Titel: |
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philia
deutsche Übersetzung: Freundschaft
platonische Liebe
eros
erotische Liebe
agape
Wie eine Mutter ihr Kind liebt
Wie Gott uns Menschen liebt
Interessante Frage:
Gibt es erosophie? |
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phantz Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.03.2006 Beiträge: 1317
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 17:46:56 Titel: |
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| What is love but the strangest of feelings? |
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Gardner Full Member


Anmeldungsdatum: 07.01.2009 Beiträge: 144
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 17:48:13 Titel: |
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@freddy
ziemlich eklige einstellung |
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rune bratse Newbie


Anmeldungsdatum: 23.07.2009 Beiträge: 13
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 19:45:39 Titel: |
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| wenn man einen anderen menschen liebt,dann muss man diese person ihrer selbst wegen lieben.so einfach das klingt,so selten ist es.viele menschen "lieben" besitzergreifend,mit dem hintergedanken zurückgeliebt zu werden. ein gutes beispiel für echte liebe ist die sogenannte "ménage à trois" - dt.dreiecksbeziehung.zwei männer lieben dieselbe frau und diese liebt beide männer.kein besitz,keine eifersucht.gibts aber nur in der theorie.oder? |
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freddyjahnke Newbie


Anmeldungsdatum: 13.11.2008 Beiträge: 43 Wohnort: alfeld
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 22:09:22 Titel: |
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@Gardner
--- wieso denn so ekelig - wenn ich der Meinung bin es sei nicht erfassbar - da es so wunderbar ist - das es das menschliche Denken schier übersteigt - und fast in eine andere Dimension übergeht - unergreiflich und so facettenreich wie ein Regenbogen in all seinen Unterscheidungen und Übergängen ...  |
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Kingcools Full Member


Anmeldungsdatum: 14.09.2007 Beiträge: 409
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 22:49:25 Titel: |
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| dann hast du eine ziemliche blümchen rosa elefanten welt vorstellung |
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Gardner Full Member


Anmeldungsdatum: 07.01.2009 Beiträge: 144
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 23:06:42 Titel: |
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freddy
Ach scheiße bin ich blöd-Ich habe mich verlesen; Ich habe gedacnt du hast geschrieben: "ist etwas Unglaubliches, was für Dumme menschen nicht begreifbar ist", also im Sinne von "weniger schlaue können nicht lieben.
Sorry mea culpa |
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Z-Video Newbie


Anmeldungsdatum: 22.08.2009 Beiträge: 7
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 23:26:26 Titel: |
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Als Voraussetzung für das entstehen einer Liebe ist, dass sich die Bezugspersonen gegenseitig absolutes Vertrauen entgegenbringen. Aus diesem Vertrauen heraus fühlen sich die Partner verpflichtet, sich gegenseitig nichts zu tun oder zu unterlassen das den anderen physisch oder psychisch schmerzt. Beides zusammen ist Liebe.
Gruss Erich |
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Muh89 Full Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2009 Beiträge: 330
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Verfasst am: 24 Aug 2009 - 23:28:22 Titel: |
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in meinem bio-lk hatte mal eine kursteilnehmerin ein referat über die liebe gehalten und am ende waren doch alle weiblichen teilnehmer des kurses etwas frustriert zu erfahren, dass die liebe eigentlich nur das verrücktspielen des hormonhaushalts ist, was einem paar nur dabei behilflich sein soll zusammenzukommen um kinder zu zeugen.
das lustige ist, dass auch meine bio-lehrerin auf die frage, wie sie über die liebe denkt, meinte, dass es neben dieser hormonellen komponente auch irgendwas anderes geben muss, was die liebe zur liebe macht. vllt sollte ich noch erwähnen, dass sie frisch verheiratet und schwanger war  |
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freddyjahnke Newbie


Anmeldungsdatum: 13.11.2008 Beiträge: 43 Wohnort: alfeld
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Verfasst am: 25 Aug 2009 - 08:23:04 Titel: |
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Und wie kommt es zu diesem Verrücktspiel des Hormonhaushalts?
Ist das bewiesen?
Liebe Grüße - Freddy :-* |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 26 Aug 2009 - 20:08:00 Titel: |
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Lieber FREDDY
Bei jeder Definition geht es darum, den Wesenskern eines Begriffs herauszuschälen. Der Begriff ist der eigentliche Gedankeninhalt, der mit dem Wort bezeichnet werden soll.
Das Abgrenzen geht nun so vor sich, dass man sich frägt: Welches kleinste Kriterium muss erfüllt sein, damit der Begriff gerade noch abgedeckt ist? Welche begriffliche Schwelle muss minimal überschritten sein? Oder hier konkret: Wo genau beginnt die Liebe?
Man kann auch anders vorgehen, indem man sich frägt: Wo liegt die Schnittmenge dessen, was man alles an Arten unter einen Begriff - hier der Liebe - subsumiert.
Sodann kann man einen Begriff abgrenzen: Was ist die Liebe auf keinen Fall (bzw. was wird mir ihr verwechselt).
Ich fragte einmal einen Philosophen genau die in Deinem Thread gestellte Frage. Er antwortete mir mit einem Beispiel. Er bat mich, ihm zum Fenster zu folgen und forderte mich auf, mir die Wand des gegenüberliegenden Gebäudes anzusehen. Dann fragte er mich: "Sehen sie etwas Besonderes?" Ich verneinte. Er: "So ist es, nichts besonderes, eine ganz gewöhnliche Wand. Und nun prägen sie sich diese Wand ein, und zwar so, dass sie ihnen in Erinnerung bleibt." Wir verharrten eine Weile. Dann er wieder: "Fühlen sie sich imstande, diese Wand morgen im Geiste als Bild wieder abzurufen." Ich bejahte. Er: "Dadurch dass sie diese Wand verinnerlicht haben, ist sie für sie etwas Besonderes geworden, für sie ist sie nun unverwechselbar. Sie haben begonnen, diese Wand zu lieben."
Liebe = Verinnerlichen, ins Gedächtnis bringen, das fand ich als Minimalkriterium nicht schlecht. Der Respekt geht als Kriterium bereits einen Schritt weiter und beinhaltet eine etwas höhere Stufe der Liebe. Fürsorglichkeit und Hinwendung geht nochmals eine Stufe weiter, Beziehung noch weiter, dann kommt irgendwann die Bindung, und bei der Selbsthingabe wird man wohl an der obersten Stufe angelangt sein. Martin Buber erwähnt das Kritierium der Ausschliesslichkeit und des Im-Du-Stehens:
| Zitat: |
| Martin Buber: "Liebe ist ein welthaftes Wirken. Wer in ihr steht, in ihr schaut, dem lösen sich Menschen aus ihrer Verflochtenheit ins Getriebe; Gute und Böse, Kluge und Törichte, Schöne und Häßliche, einer um den andern wird ihm wirklich und zum Du, das ist, losgemacht, herausgetreten, einzig und gegenüber wesend; Ausschließlichkeit ersteht wunderbar Mal um Mal... " |
Abgrenzen lässt sich die Liebe von Fehlleistungen, wie Begierde, Abhängigkeit, Besessenheit, Selbstaufgabe bzw. -verleugnung etc. Aber auch Missbrauch, Ausnützen etc.
An der Uni lernte ich, man soll in einer Abhandlung einen Gegenstand wie folgt darstellen: "Wie ist es, wie ist es nicht, Spezialfälle." Zu den Spezialfällen gehört meiner Meinung nach die Sexualität und die Hormonausschüttung: Eine heftige Verliebtheit kann der erste Schritt einer langen, glücklichen Beziehung sein.
GIL |
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freddyjahnke Newbie


Anmeldungsdatum: 13.11.2008 Beiträge: 43 Wohnort: alfeld
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Verfasst am: 27 Aug 2009 - 07:59:03 Titel: |
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ich denke es wird noch eine weile und ein wenig übung brauchen bis ich besser in das wesen der philosophy eintauchen kann - aber deine antwort finde ich sehr gut - und ich glaube mich damit in einem bestimmten rahmen sehr gut identifizieren zu können --- Danke --- Freddy ---
Was ist Liebe? :-* |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 29 Aug 2009 - 21:41:45 Titel: |
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Ein Problem der Semantik und stets eine verschiedene Antwort eines jeden Individuums, solange man nicht eine vorgefertigte Definition übernommen hat. Warum beschränkt ihr euch immer nur auf ein Gefühl als wäre es das einzige und letzte das ihr habt? Denkt mal darüber nach!
Gott ist Liebe
| Zitat: |
| Wo genau beginnt die Liebe? |
Das ist eine gute Frage, aber mir fehlt hier noch eine andere Frage. Wo hört sie auf? Bei Gott?
Dort wo sie beginnt, hört sie nämlich auch auf. Nicht bei Gott sondern im Menschen, das ist nämlich beweisbar. Gott ist spekulativ. _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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lory glory Newbie


Anmeldungsdatum: 30.08.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 30 Aug 2009 - 16:51:22 Titel: |
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ich denke man kann das gefühl liebe nicht beschreiben
niemand kann sagen LIEBE IST SO
ich kann liebe für mich so definieren,dass es der zustand nach dem verliebt sein ist. am anfang einer beziehung ist man verliebt und sieht alles mit der bekannten rosa roten brille
ist diese phase vorbei und man fühlt sich immer noch zum anderen hingezogen, dann ist das FÜR MICH liebe
verliebt sein ist jeden tag aufs neue aufregend und interessant
liebe ist wenn man das dasein mit dem anderen nicht einfach nur als alltäglich sieht,sondern sich in kleinen momenten daran erinnert , wie sehr man für diese person empfindet |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 30 Aug 2009 - 18:25:43 Titel: |
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| Zitat: |
| ...liebe ist die sogenannte "ménage à trois" - dt.dreiecksbeziehung.zwei männer lieben dieselbe frau und diese liebt beide männer...gibts aber nur in der theorie.oder? |
Ja eine Theorie wohl eher hier in Deutschland, das wird sich hier mit der Kurzsichtigkeit auch nicht ändern. In Großbritannien z.B sind die viel lockerer und da ist sowas ganz normal und gehört einfach dazu, da ist das dann auch nichts besonderes. Nur hier staunt man wegen jeder Feder, die die Ente der Ignoranz zuviel oder zuwenig hat.
Aber besitzergreifend und eifersüchtig zu sein ist bis zu einem gewissen Punkt völlig normal. Es kommt auf die Leute an. Wie bereits gesagt. _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen.
Zuletzt bearbeitet von Kai-369 am 30 Aug 2009 - 21:58:36, insgesamt einmal bearbeitet |
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veneficor Junior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2008 Beiträge: 58
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Verfasst am: 30 Aug 2009 - 21:54:49 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Lieber FREDDY
Bei jeder Definition geht es darum, den Wesenskern eines Begriffs herauszuschälen. Der Begriff ist der eigentliche Gedankeninhalt, der mit dem Wort bezeichnet werden soll.
Das Abgrenzen geht nun so vor sich, dass man sich frägt: Welches kleinste Kriterium muss erfüllt sein, damit der Begriff gerade noch abgedeckt ist? Welche begriffliche Schwelle muss minimal überschritten sein? Oder hier konkret: Wo genau beginnt die Liebe?
Man kann auch anders vorgehen, indem man sich frägt: Wo liegt die Schnittmenge dessen, was man alles an Arten unter einen Begriff - hier der Liebe - subsumiert.
Sodann kann man einen Begriff abgrenzen: Was ist die Liebe auf keinen Fall (bzw. was wird mir ihr verwechselt).
Ich fragte einmal einen Philosophen genau die in Deinem Thread gestellte Frage. Er antwortete mir mit einem Beispiel. Er bat mich, ihm zum Fenster zu folgen und forderte mich auf, mir die Wand des gegenüberliegenden Gebäudes anzusehen. Dann fragte er mich: "Sehen sie etwas Besonderes?" Ich verneinte. Er: "So ist es, nichts besonderes, eine ganz gewöhnliche Wand. Und nun prägen sie sich diese Wand ein, und zwar so, dass sie ihnen in Erinnerung bleibt." Wir verharrten eine Weile. Dann er wieder: "Fühlen sie sich imstande, diese Wand morgen im Geiste als Bild wieder abzurufen." Ich bejahte. Er: "Dadurch dass sie diese Wand verinnerlicht haben, ist sie für sie etwas Besonderes geworden, für sie ist sie nun unverwechselbar. Sie haben begonnen, diese Wand zu lieben."
Liebe = Verinnerlichen, ins Gedächtnis bringen, das fand ich als Minimalkriterium nicht schlecht. Der Respekt geht als Kriterium bereits einen Schritt weiter und beinhaltet eine etwas höhere Stufe der Liebe. Fürsorglichkeit und Hinwendung geht nochmals eine Stufe weiter, Beziehung noch weiter, dann kommt irgendwann die Bindung, und bei der Selbsthingabe wird man wohl an der obersten Stufe angelangt sein. Martin Buber erwähnt das Kritierium der Ausschliesslichkeit und des Im-Du-Stehens:
| Zitat: |
| Martin Buber: "Liebe ist ein welthaftes Wirken. Wer in ihr steht, in ihr schaut, dem lösen sich Menschen aus ihrer Verflochtenheit ins Getriebe; Gute und Böse, Kluge und Törichte, Schöne und Häßliche, einer um den andern wird ihm wirklich und zum Du, das ist, losgemacht, herausgetreten, einzig und gegenüber wesend; Ausschließlichkeit ersteht wunderbar Mal um Mal... " |
Abgrenzen lässt sich die Liebe von Fehlleistungen, wie Begierde, Abhängigkeit, Besessenheit, Selbstaufgabe bzw. -verleugnung etc. Aber auch Missbrauch, Ausnützen etc.
An der Uni lernte ich, man soll in einer Abhandlung einen Gegenstand wie folgt darstellen: "Wie ist es, wie ist es nicht, Spezialfälle." Zu den Spezialfällen gehört meiner Meinung nach die Sexualität und die Hormonausschüttung: Eine heftige Verliebtheit kann der erste Schritt einer langen, glücklichen Beziehung sein.
GIL |
sehr schöner Beitrag, vor allem das mit der Wand - werd ich mir merken! |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 31 Aug 2009 - 12:12:14 Titel: |
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Lieber Kai
| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
| Ein Problem der Semantik und stets eine verschiedene Antwort eines jeden Individuums, solange man nicht eine vorgefertigte Definition übernommen hat. |
Es ist sinnlos, semantische Diskussionen über bereits bestehende Begriffe zu führen.
| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
| Warum beschränkt ihr euch immer nur auf ein Gefühl als wäre es das einzige und letzte das ihr habt? |
Weil Liebe im engeren Sinne als Gefühl der Zuneigung definiert wird. Zuneigung beschlägt einen Gefühlsbereich. Als den ersten Schritt der Zuneigung beschrieb ich den Vorgang der Verinnerlichung.
| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
| Wo genau beginnt die Liebe? |
Das ist eine gute Frage, aber mir fehlt hier noch eine andere Frage. Wo hört sie auf? |
Eine solche Frage kann nur stellen, wer noch nie in einer tiefen Liebesbeziehung gestanden ist. Wahre Liebe lässt einem in die Unendlichkeit blicken.
| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
Bei Gott?
Dort wo sie beginnt, hört sie nämlich auch auf. Nicht bei Gott sondern im Menschen, das ist nämlich beweisbar. Gott ist spekulativ. |
Super! So ist es!
Gott ist der Anfang und das Ende (das Alpha und das Omega).
Für denjenigen, der nicht an Gott glaubt, ist Gott spekulativ, nicht aber für denjenigen, der an ihn glaubt. Der Unterschied liegt eigentlich in der Massgeblichkeit der unbelebten Materie für das Leben: Wer die Materie für alleinmassgeblich betrachtet, der spricht dem Menschen die (immaterielle) Seele ab und stellt ihn letztlich auf dieselbe Stufe wie einen Roboter, der unfähig ist, einen eigenständigen, freien Willen zu formen (materieller Determinismus). Ich halte das materialistische Weltbild daher für nicht plausibel. Du darfst es aber gerne für plausibel halten. Letztlich ist es eine reine Glaubensfrage, was man für plausibel hält.
Die Tatsache, dass der Mensch über sich selbst reflektieren kann, beweist in meinen Augen, dass er mehr als blosse Materie ist, denn die Materie ist für sich allein nicht fähig, über sich selbst zu reflektieren.
GIL |
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Erzkind Senior Member


 Anmeldungsdatum: 13.04.2007 Beiträge: 859 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 31 Aug 2009 - 19:57:53 Titel: |
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| Zitat: |
| Der Unterschied liegt eigentlich in der Massgeblichkeit der unbelebten Materie für das Leben: Wer die Materie für alleinmassgeblich betrachtet, der spricht dem Menschen die (immaterielle) Seele ab und stellt ihn letztlich auf dieselbe Stufe wie einen Roboter, der unfähig ist, einen eigenständigen, freien Willen zu formen (materieller Determinismus). |
Ich bezweifel mal stark, dass der freie Wille des Menschen für seinen Wert von irgendwelcher Relevanz ist. Oder anders: Was wäre denn so unglaublich schlimm daran, wenn der Mensch keinen freien Willen hätte? Ist er deswegen weniger (liebens-)wert?
An anderer Stelle schriebst du doch, dass du alle Menschen liebst, weil dir Jesus Christus in ihnen begegnet. Vom freien Willen hast du da nix geschrieben
Und angenommen der Mensch hat tatsächlich keinen freien Willen? Und? Müsste man mal das Schuldprinzip der Religion (wer kommt in die Hölle, wer in den Himmel) überdenken. Poah, der Horror, was? Ehrlich gesagt: Wenn man die Menschen liebt und an einen gütigen Gott glaubt, der uns mit unseren Fehlern liebt, dann müsste man sich doch wünschen, dass der Mensch keinen freien Willen hat und somit für das was er tut allenfalls mit verhindernden und verändernden Maßnahmen belegt werden müsste, aber nicht mehr im Sinne von sowas wie Gerechtigkeit bestraft werden. Kurz: Dann müssten alle Menschen in den Himmel kommen, egal was sie tun, weil sie letztendlich nichts dafür können.
Wenn der Mensch determiniert wäre, müsste man nur noch rausfinden wodurch (z.B. durch sein Umfeld) und schon könnte man versuchen diese Faktoren so zu verändern, dass sie die Entwicklung des Menschen auf ein gewünschtes Ziel hin lenken. Unter uns, so als Geheimtipp: Das nennt man Erziehung Dieses Ziel könnte z.B. sein ein friedliebender Mensch zu werden.
Ich schätze mal, dass hier der Einwand kommen würde, dass das doch Prägung (wie Schelm es nannte) oder allgemein Manipulation ist.
Wenn man z.B. nach Weltfrieden strebt, dann wäre doch einer der ersten Schritte, die Menschen (freier Wille hin oder her) die Gewalt und Unterdrückung befürworten davon zu überzeugen (ihre Denkstrukturen also auf einen gewünschten Zustand hin zu verändern) dass Gewalt scheiße ist und dass sich die Militaristen den Krieg mal sonstwohin stecken können ^^ Zumal die Tatsache ob der Mensch einen freien Willen hat oder nicht ja nicht dadurch beeinflusst wird, was davon man dem Menschen unterstellt. Wenn der Mensch also keinen freien Willen hat, dann wäre der Umgang mit der Determination ja auch nur eine Möglichkeit zum Umgang mit dieser Tatsache. Das bitte ich zu berücksichtigen, damit keiner hier wieder mit der 'die-bösen-atheisten-wollen-keinen-freien-willen'-Nummer antanzt *g
Liebe Grüße,
Alex |
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Tlaloc Full Member


Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 168
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Verfasst am: 31 Aug 2009 - 20:35:21 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
[...]
Wer die Materie für alleinmassgeblich betrachtet, der spricht dem Menschen die (immaterielle) Seele ab und stellt ihn letztlich auf dieselbe Stufe wie einen Roboter, der unfähig ist, einen eigenständigen, freien Willen zu formen (materieller Determinismus).
[...] |
Inwiefern sollte Materialismus Determinismus implizieren? Die Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik ist z.B. indeterministisch. |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 31 Aug 2009 - 22:39:23 Titel: |
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Lieber Tlaloc
| Tlaloc hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
[...]
Wer die Materie für alleinmassgeblich betrachtet, der spricht dem Menschen die (immaterielle) Seele ab und stellt ihn letztlich auf dieselbe Stufe wie einen Roboter, der unfähig ist, einen eigenständigen, freien Willen zu formen (materieller Determinismus).
[...]
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Inwiefern sollte Materialismus Determinismus implizieren? Die Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik ist z.B. indeterministisch. |
Was willst Du uns damit sagen?
Willst Du ausgerechnet die Quantenphysik für Deine atheistisch-materialistische Denkweise dienstbar machen?
Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli und Niels Bohr waren alle gläubig. Nebst vielen andern Atomphysikern.
Übrigens: Von Gottesbeweisen ist von vornherein nichts zu halten.
GIL |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 31 Aug 2009 - 23:15:04 Titel: |
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@GIL
| Zitat: |
Es ist sinnlos, semantische Diskussionen über bereits bestehende Begriffe zu führen. |
Nein ist es nicht, denn du kannst nicht Liebe davon abhängig machen was ein anderer Mensch für dich vordefniert hat. Das zeugt eher von Unerfahrung in der Liebe. Man sucht die Definition de rLiebe bei anderen meistens nur, weil es in einem drin fehlt. Außerdem wer gibt dir das Recht dir über mich ein Vorurteil zu bilden, obwohl du mich gar nicht kennst? Etwa Gott? Das unterstreicht nur deine eigene schwache Position. Ich bitte dich zurück zu nehmen, denn ich bin nicht von dummer Natur. Wenn du mir dumm kommst, dann werde ich dir nicht meine Wange hinhalten.
| Zitat: |
| Als den ersten Schritt der Zuneigung beschrieb ich den Vorgang der Verinnerlichung. |
Das wäre ein gutes Beispiel von dir gewesen, wenn es tatsächlich von dir abstammen würde. Ne spaß, das hat mir wirklich gefallen.
Ich schrieb dann:
Liebe...Wo hört sie allerdings auf? Etwa bei Gott?
Du kannst nicht einfach diese zwei Fragesätze auseinandertrennen, wenn du vorher logisch nachgedacht hättest. Denn die gehören zusammen.
Die erste Frage baut auf die nächste auf.-->
Damit wollte ich natürlich deine Bestätigung, dass sich bereits in deinem Namen befürwortet.
Es ist dein gutes Recht und deine Meinung, aber ich bin der Meinung dass Liebe nur im Menschen anfängt und im Menschen aufhört und in uns selbst unendlich wirken kann. Wobei ich finde du gibst der Liebe generell einen allzu übertriebenen Stellenwert. Aber hey, es ist ja dein Glas Zitronensaft.  _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen.
Zuletzt bearbeitet von Kai-369 am 01 Sep 2009 - 04:16:51, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Quining Newbie


Anmeldungsdatum: 26.08.2009 Beiträge: 6 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 01 Sep 2009 - 00:23:42 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Für denjenigen, der nicht an Gott glaubt, ist Gott spekulativ, nicht aber für denjenigen, der an ihn glaubt. Der Unterschied liegt eigentlich in der Massgeblichkeit der unbelebten Materie für das Leben: Wer die Materie für alleinmassgeblich betrachtet, der spricht dem Menschen die (immaterielle) Seele ab [...]
Die Tatsache, dass der Mensch über sich selbst reflektieren kann, beweist in meinen Augen, dass er mehr als blosse Materie ist, denn die Materie ist für sich allein nicht fähig, über sich selbst zu reflektieren.
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Deine letzte Aussage fasse ich mal so zusammen:
1) Der Materialismus behauptet, der Mensch sei identisch mit bloßer Materie.
2) Der Mensch kann über sich selbst reflektieren.
3) Bloße Materie kann nicht über sich selbst reflektieren.
4) Also: Der Mensch ist nicht identisch mit bloßer Materie. (aus 2 und 3)
5) Also: Der Materialismus ist falsch (aus 1 und 4)
Gibt das dein Argument adäquat wieder?
Zwei, hoffentlich hilfreiche, Anmerkungen dazu:
Es zahlreiche Varianten des Materialismus. Längst nicht alle behaupten, dass der Mensch identisch mit Materie (im weitesten Sinne) ist. Gerade in der aktuellen, sehr dynamischen, Diskussion in der Philosophie des Geistes sind etwa nichtreduktive materialistische/physikalistische Ansätze populär, die nicht versuchen, alle mentalen Phänomene auf physikalische Phänomene zu reduzieren. Diese sind natürlich weit von einem Substanzdualismus à la Descartes, den du vielleicht mit deiner Erwähnung einer immateriellen Seele im Blick hattest, entfernt.
Eine sprachphilosophische Kritik in wittgensteinscher Tradition könnte womöglich Folgendes anmerken: Selbstreflektion ist eine Fähigkeit die wir Personen zuschreiben. Zu sagen, Materie habe diese Fähigkeit, ist bedeutungslos. Es ist die falsche Beschreibungsebene.
(Klingt ganz nach nem ryleschen Kategorienfehler, diesmal aber nicht, um den cartesischen Dualismus auszuhebeln )
Die Abhängigkeitsbeziehung zwischen Mentalem (ich fasse Selbstreflektion mal darunter) und Physikalischen muss keine Identiätsbeziehung sein, und selbst wenn, kann eine unterschiedliche Sprechweise über die Beschreibungsbenen eventuell sinnvoll sein. |
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Pacifico Senior Member


 Anmeldungsdatum: 03.07.2007 Beiträge: 549 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 01 Sep 2009 - 01:49:26 Titel: |
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Mit Syllogismen kann man nichts erklären.
Liebe ist eine Reihe komplexer chemischer Reaktionen im Gehirn. Hormone usw.
Ein Konstrukt.
Ein ziemlich mächtiges. Leider. _________________ Mein Taschenrechner kann MANOVA. |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 01 Sep 2009 - 13:11:23 Titel: |
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Lieber Quining
| Quining hat folgendes geschrieben: |
Deine letzte Aussage fasse ich mal so zusammen:
1) Der Materialismus behauptet, der Mensch sei identisch mit bloßer Materie.
2) Der Mensch kann über sich selbst reflektieren.
3) Bloße Materie kann nicht über sich selbst reflektieren.
4) Also: Der Mensch ist nicht identisch mit bloßer Materie. (aus 2 und 3)
5) Also: Der Materialismus ist falsch (aus 1 und 4)
Gibt das dein Argument adäquat wieder? |
Ja. Und übrigens: Danke.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
Zwei, hoffentlich hilfreiche, Anmerkungen dazu:
Es zahlreiche Varianten des Materialismus. Längst nicht alle behaupten, dass der Mensch identisch mit Materie (im weitesten Sinne) ist. Gerade in der aktuellen, sehr dynamischen, Diskussion in der Philosophie des Geistes sind etwa nichtreduktive materialistische/physikalistische Ansätze populär, die nicht versuchen, alle mentalen Phänomene auf physikalische Phänomene zu reduzieren. Diese sind natürlich weit von einem Substanzdualismus à la Descartes, den du vielleicht mit deiner Erwähnung einer immateriellen Seele im Blick hattest, entfernt. |
Mir fehlt die Zeit, um mich damit tiefer auseinanderzusetzen.
Mit andern Worten: Ich lasse mich gerne belehren.
Frage: Was sind "Ansätze, die nicht versuchen, alle mentalen Phänomene auf physikalische Phänomene zu reduzieren"? Gibt es überhaupt eine Alternative zum Substanzdualismus? Ich war bislang immer der Meinung: "tertium non datur".
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Selbstreflektion ist eine Fähigkeit die wir Personen zuschreiben. Zu sagen, Materie habe diese Fähigkeit, ist bedeutungslos. Es ist die falsche Beschreibungsebene. |
Das würde jedoch voraussetzen, dass der Fehler beim Substanzdualismus liegt. Ist ein solcher Fehler denn bereits nachgewiesen oder wenigstens plausibel gemacht worden?
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Die Abhängigkeitsbeziehung zwischen Mentalem (ich fasse Selbstreflektion mal darunter) und Physikalischen muss keine Identiätsbeziehung sein, ... |
Wozu diese Option? Was bringt dieser Denkansatz?
GIL |
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Quining Newbie


Anmeldungsdatum: 26.08.2009 Beiträge: 6 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 01 Sep 2009 - 19:25:00 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Mir fehlt die Zeit, um mich damit tiefer auseinanderzusetzen.
Mit andern Worten: Ich lasse mich gerne belehren.
Frage: Was sind "Ansätze, die nicht versuchen, alle mentalen Phänomene auf physikalische Phänomene zu reduzieren"? Gibt es überhaupt eine Alternative zum Substanzdualismus? Ich war bislang immer der Meinung: "tertium non datur".
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Ich hoffe nicht zu belehrend zu klingen Eine erschöpfende Übersicht über die verschiedenen Positionen zum Leib-Seele-Problem zum geben, schaffe ich sicher nicht.
Aber mehr als die Alternativen "Substanzdualismus oder reduktiver Materialismus" gibt es.
Zunächst einmal wird heutzutage soweit ich weiß selten ein Substanzdualismus vertreten. Die Annahme einer immateriallen Welt, in der immaterielle Seelen existieren, birgt einige Schwierigkeiten. Ich bin mal so unverschämt und zitier mich selbst aus dem "Der-Stoff-aus-dem-unsere-Seele-ist"-Thread:
"Angenommen es gäbe kausale Interaktion zwischen physikalischen und mentalen Substanzen (unsere Alltagsintuition spricht stark dafür, z.B. führt mein Wunsch nach Erfrischung dazu, dass sich mein Körper zur Eisdiele bewegt; Wenn ich mir einen Bleistift in die Hand Ramme, führt das zu einem mentalen Zustand: verdammter Schmerz).
Die gut bewährte These, dass der Bereich des physikalischen kausal geschlossen ist - als Ursache für ein physikalisches Ereignis also nur ein anderes physikalisches Ereignis in Frage kommt - müsste aufgegeben werden. Aber selbst wenn wir das täten:
Wie verursacht die nichtphysikalische Seele physikalische Ereignisse? Wo findet die Interaktion statt?"
Anmerkung zur Terminologie: "materiell" und "physikalisch" verstehe ich austauschbar. Ist zwar nicht ganz korrekt, aber die Unterscheidung ist hier nicht so wichtig. Ich persönlich bevorzuge es von "Physikalismus" statt von "Materialismus" zu sprechen, weil es in einer (weiten) physikalischen Beschreibung der Welt einfach viele Phänomene gibt, die nicht als aus Materie bestehend aufgefasst werden (z.B. Magnetfelder).
Zeitgenössiche Vertreter des Dualismus formulieren stattdessen häufig einen Eigenschaftsdualismus. Grob: Es gibt zwar nur physikalische Dinge, aber manche dieser Dinge haben neben ihren physikalischen Eigenschaft auch mentale/geistige Eigenschaften. Dies hat den Vorteil das man sich nicht mit der mysteriösen Natur eigenständiger Seelen herumschlagen muss. Das Problem der mentalen Verursachung (wie kann ein physikalisches Ereignis kraft der mentalen Eigenschaften eines anderen physikalischen Ereignisses verursacht werden?) löst es aber nicht.
Ich merk aber gerade, dass ich das eigentliche Threadthema komplett missachte. Vielleicht später mehr im "Seelenstoff"-Thread. Zum Thema Liebe könnte ich gerade nur Depressives aus persönlicher Erfahrung sagen. Das lass ich mal lieber
edit1: Vielleicht doch noch kurz^^
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Quining hat folgendes geschrieben:
Die Abhängigkeitsbeziehung zwischen Mentalem (ich fasse Selbstreflektion mal darunter) und Physikalischen muss keine Identiätsbeziehung sein, ...
Wozu diese Option? Was bringt dieser Denkansatz?
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Die Identitätsbeziehung ist einfach eine sehr starke Annahme. Vor allem die Typenidentitätstheorie, die, grob gesagt, mentale Zustandstypen mit physikalischen/nerobiologischen Zustandstypen identifiziert (zB: "Schmerz = feuernde C-Faser-Neuronen" <-- vielleicht das abgedroschenste Beispiel in der Philosphie des Geistes, obendrein empirisch falsch ) sieht sich mit dem Problem der "multiplen Realisierung" konfrontiert. Es können wohl auch Lebewesen, die nicht über C-Faser-Neurone verfügen. Schmerz empfinden.
Als Reaktion darauf, gibt es etwa funktionalistische Ansätze, die mentale Zustände nicht mit physikalischen Zuständen identifizieren, sondern über "kausale Rollen", die aber unterschiedlich realisiert sein können. Grob einfaches Beispiel: "Schmerz = von Gewebeschäden verursacht; erzeugt ein Gefühl der Sorge; führt zu Vermeidungshaltung" (Natürlich ist das hier eine sehr unvollständige Beschreibung von Schmerz). Für einen Funktionalisten hat jedes Lebewesen Schmerzen, was über einen Zustand verfügt, "der die Schmerzrolle spielt", ob es nun C-Faserfeuer oder A-Faserfeuer oder etwas anderes ist. |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 04 Sep 2009 - 06:35:24 Titel: |
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Lieber Quining
Ich war in letzter Zeit auf einer andern "Baustelle" tätig. Zuerst eine Vorbemerkung:
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Ich merk aber gerade, dass ich das eigentliche Threadthema komplett missachte. Vielleicht später mehr im "Seelenstoff"-Thread. |
Nein, hast Du nicht, denn die Liebe ist ein seelischer Vorgang, und da der Thread: "Was ist Liebe?" lautet, darf man ruhig auch etwas zu den Grundlagen der Seele sagen.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
Ich hoffe nicht zu belehrend zu klingen |
Ich vermute mal, Du bist Naturwissenschaftler (oder in dem Bereich tätig). Da ich in einem zur Geisteswissenschaft gehörenden Berufsbereich tätig bin, lasse ich gerne meinen Horizont erweitern.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Alternativen "Substanzdualismus oder reduktiver Materialismus" gibt es.... Die Annahme einer immateriallen Welt, in der immaterielle Seelen existieren, birgt einige Schwierigkeiten... Angenommen es gäbe kausale Interaktion zwischen physikalischen und mentalen Substanzen ..., die gut bewährte These, dass der Bereich des physikalischen kausal geschlossen ist - als Ursache für ein physikalisches Ereignis also nur ein anderes physikalisches Ereignis in Frage kommt - müsste aufgegeben werden. |
Das ist bloss eine Hypothese und alles andere als zwingend.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Wie verursacht die nichtphysikalische Seele physikalische Ereignisse? Wo findet die Interaktion statt? |
Wo liegt das Problem? Ich bestreite einfach die Behauptung, es gebe eine kausale Geschlossenheit der materiellen Welt, wofür ich plausible Gründe habe. Poppers Drei-Welten-Theorie hat etwas, vor allem da wir nicht einmal genau wissen, was die Materie letztlich ist. Meine Zweifel, dass sich Materie ausschliesslich aus Korpuskularteilchen zusammensetzt, sind angebracht, oder kannst Du mir erklären, aus was Quarks und Leptonen sind. Und zu allem Überdruss gibt es auch noch die Einsteinsche Formel E = mc². Vielleicht leben wir in einer blossen Geistwelt, wer weiss? Das Höhlengleichnis lässt grüssen.
Mehr als Hypothesen kommen auf dem Gebiet ohnehin nicht raus. Die Theorie des Eigenschaftsdualismus, auch diejenige des Epiphänomenalismus, liefern keine letztlich befriedigende Antworten, so wie auch der Substanzdualismus ebenfalls seine Lücken hat.
Von praktischer Bedeutung ist aber diese Diskussion gleichwohl: Sollte empirisch bewiesen werden, dass sich unser Leben in einer kausalen Geschlossenheit der materiellen Welt bewegt, wofür es bereits erste - höchst umstrittene - Laborergebnisse gibt, dann wäre die Ansicht, wir hätten einen freien Willen, pure Illusion. Das ganze Strafrecht müsste umgestülpt werden, indem beispielsweise das Verschuldensprinzip abgeschafft würde. Und nun zurück zum Thread: Liebe wäre dann tatsächlich bloss noch ein Wort (ich weiss, Simmel lässt grüssen). Warum? Weil wir dann bloss Roboter wären, da unsere Tätigkeit und unsere Gefühlswelt diesfalls ausschliesslich von Atomen und ihren um den Atomkern kreisenden Elektronen bestimmt würde. Zu einem gewichtigen Teil wird ja unser Leben tatsächlich davon bestimmt: Wir haben einen Stoffwechsel, der am Laufen gehalten werden muss, wir kommen um's Schlafen nicht herum und verlieren bei einer Narkose sogar unser Bewusstsein. Will heissen: So frei ist unser Wille auch wieder nicht.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
Zum Thema Liebe könnte ich gerade nur Depressives aus persönlicher Erfahrung sagen. Das lass ich mal lieber |
Für mich ist die Liebe eine Lebenseinstellung: Sie beschlägt Dich in allem, was Du tust. Was Jesus predigte bezüglich Nächstenliebe ist eigentlich - nebst dem spirituellen Ansatz - auch eine geniale Therapieübung. Inzwischen glaube ich tatsächlich, dass Du einen Menschen nicht wirklich lieben kannst, solange Du einen andern Menschen hasst. Wenn Du aber in jedem Menschen in erster Linie den liebenswerten Punkt siehst, statt sich über dessen Schwächen zu ärgern, und wenn Du Respekt vor seiner gegenwärtigen - vielleicht problematischen - Lebenssituation aufbringst, dann auch noch immer wieder an ihn denkst, dann verändert sich schrittweise auch Dein inneres Weltbild zu Dir selber. Irgendwann stehst Du - mehr oder weniger vollkommen - in der Liebe. Ich meine, dass dies eine zentrale Voraussetzung ist für eine lebenserfüllende Bindung zu einem andern Menschen. Liebe ist auch immer etwas, was man mit Leib und Seele empfängt, und wenn's nur ein Lächeln ist, das einem den ganzen Tag versüsst.
GIL |
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Avrech Newbie


Anmeldungsdatum: 04.09.2009 Beiträge: 18
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Verfasst am: 04 Sep 2009 - 06:41:49 Titel: |
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| Meine definition lautet so: Liebe ist ein Wunsch nach Guten für den Geliebten und nach dem Zusammensein mit ihm. |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 04 Sep 2009 - 23:08:41 Titel: |
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@Avrech
| Zitat: |
| Meine definition lautet so: Liebe ist ein Wunsch nach Guten für den Geliebten und nach dem Zusammensein mit ihm. |
Klingt süß aber wo ist das Problem dieser angeblichen Definition?
Es ist viel zu allgemeingültig, mal abgesehen, dass es deine Definition über die Liebe ist und nur für dich gedacht ist, als dass es ein Lob verdient.
Denn das ist doch was du verlangst. Du bettelst geradezu nach einer Seele, die dir hinterhermurmelt wie schön doch diese gebastelte Definition sei.  _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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Avrech Newbie


Anmeldungsdatum: 04.09.2009 Beiträge: 18
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Verfasst am: 05 Sep 2009 - 20:34:58 Titel: |
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| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
@Avrech
| Zitat: |
| Meine definition lautet so: Liebe ist ein Wunsch nach Guten für den Geliebten und nach dem Zusammensein mit ihm. |
Klingt süß aber wo ist das Problem dieser angeblichen Definition?
Es ist viel zu allgemeingültig, mal abgesehen, dass es deine Definition über die Liebe ist und nur für dich gedacht ist, als dass es ein Lob verdient.
Denn das ist doch was du verlangst. Du bettelst geradezu nach einer Seele, die dir hinterhermurmelt wie schön doch diese gebastelte Definition sei.  |
Eine Definition muß sein allgemeingültig, sonst ist sie keine wirkliche Definition. |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 05 Sep 2009 - 22:34:46 Titel: |
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| Zitat: |
| Eine Definition muß sein allgemeingültig, sonst ist sie keine wirkliche Definition. |
Du findest also diese Definition allgemeingültig? Eine klare Aussage, die für alle gelten könne deiner Meinung nach.
| Zitat: |
Meine definition lautet so: Liebe ist ein Wunsch nach Guten für den Geliebten und nach dem Zusammensein mit ihm. |
Inwiefern ist dies allgemeingültig und eher nicht ein Beschränken auf 2 Faktoren? _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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Avrech Newbie


Anmeldungsdatum: 04.09.2009 Beiträge: 18
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Verfasst am: 06 Sep 2009 - 03:24:50 Titel: |
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| Zitat: |
| Inwiefern ist dies allgemeingültig und eher nicht ein Beschränken auf 2 Faktoren? |
Insofern, daß es definiert Liebe im allgemein, unabhängig von der Person. |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 06 Sep 2009 - 18:56:09 Titel: |
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Lieber Avrech
| Avrech hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Inwiefern ist dies allgemeingültig und eher nicht ein Beschränken auf 2 Faktoren? |
Insofern, daß es definiert Liebe im allgemein, unabhängig von der Person. |
Klar!
Siehe auch mein Beispiel mit der Wand.
Doch habe ich bei Deiner Definition eine Frage:
| Avrech hat folgendes geschrieben: |
| Liebe ist ein Wunsch nach Guten für den Geliebten und nach dem Zusammensein mit ihm. |
Meiner Meinung nach ist das eine personalbezogene Definition von Liebe.
Wie bringst Du Deine beiden Statements in Einklang?
GIL |
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Quining Newbie


Anmeldungsdatum: 26.08.2009 Beiträge: 6 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 06 Sep 2009 - 19:44:41 Titel: |
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Liebe/r GIL,
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Ich vermute mal, Du bist Naturwissenschaftler (oder in dem Bereich tätig). Da ich in einem zur Geisteswissenschaft gehörenden Berufsbereich tätig bin, lasse ich gerne meinen Horizont erweitern.
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Ich studiere Philosophie.
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Alternativen "Substanzdualismus oder reduktiver Materialismus" gibt es.... Die Annahme einer immateriallen Welt, in der immaterielle Seelen existieren, birgt einige Schwierigkeiten... Angenommen es gäbe kausale Interaktion zwischen physikalischen und mentalen Substanzen ..., die gut bewährte These, dass der Bereich des physikalischen kausal geschlossen ist - als Ursache für ein physikalisches Ereignis also nur ein anderes physikalisches Ereignis in Frage kommt - müsste aufgegeben werden. |
Das ist bloss eine Hypothese und alles andere als zwingend.
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Bezieht sich dein Satz auf Interaktionsannahme oder auf die kausale Geschlossenheit des Physikalischen? (Ich vermute mal Letzteres)
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Wie verursacht die nichtphysikalische Seele physikalische Ereignisse? Wo findet die Interaktion statt? |
Wo liegt das Problem? Ich bestreite einfach die Behauptung, es gebe eine kausale Geschlossenheit der materiellen Welt, wofür ich plausible Gründe habe. Poppers Drei-Welten-Theorie hat etwas, vor allem da wir nicht einmal genau wissen, was die Materie letztlich ist. Meine Zweifel, dass sich Materie ausschliesslich aus Korpuskularteilchen zusammensetzt, sind angebracht, oder kannst Du mir erklären, aus was Quarks und Leptonen sind. Und zu allem Überdruss gibt es auch noch die Einsteinsche Formel E = mc². Vielleicht leben wir in einer blossen Geistwelt, wer weiss? Das Höhlengleichnis lässt grüssen.
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Aus reiner Neugier: Was für Gründe für deine Zweifel an der kausalen Geschlossenheit der materiellen Welt hast du?
Zur Natur der Materie: Ich bin kein Naturwissenschaftler . Über Quarks und Leptonen weiß ich wenig. Der ontologische Status theoretischer Begriffe der modernen Physikalischen Beschreibungen ist in der Tat ein zentrales Streitthema in der debatte über wissenschaftlichen Realismus. Das ist ein Grund, warum ich statt von einem 'strengen' Materialismus, von "Physikalismus im weitesten Sinne" spreche. Ich gebe allerdings zu, dass auch bei dieser Formulierung nicht ganz klar ist, was denn "das Physikalische" ausmacht.
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Mehr als Hypothesen kommen auf dem Gebiet ohnehin nicht raus. Die Theorie des Eigenschaftsdualismus, auch diejenige des Epiphänomenalismus, liefern keine letztlich befriedigende Antworten, so wie auch der Substanzdualismus ebenfalls seine Lücken hat.
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Es stimmt, dass es viele Positionen und Ansätze zum Leib-Seele-Problem gibt, und dass in der Fachwelt kein Konsens über die Lösung des Problems herrscht. Dass aber mehr als Hypothesen auf dem Gebiet ohnehin nicht rauskommen, klingt für mich aber doch arg nach Beliebigkeit.
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Von praktischer Bedeutung ist aber diese Diskussion gleichwohl: Sollte empirisch bewiesen werden, dass sich unser Leben in einer kausalen Geschlossenheit der materiellen Welt bewegt, wofür es bereits erste - höchst umstrittene - Laborergebnisse gibt, dann wäre die Ansicht, wir hätten einen freien Willen, pure Illusion. Das ganze Strafrecht müsste umgestülpt werden, indem beispielsweise das Verschuldensprinzip abgeschafft würde. [...]
GIL |
Was für Laborergebnisse sind das?
Die Debatte über den freien Willen will (?! ) ich hier nicht aufmachen, würde den Rahmen sprengen und meine immernoch threadfremden Äußerungenen nur noch weiter treiben. |
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M45T4 Senior Member


 Anmeldungsdatum: 22.08.2007 Beiträge: 3718 Wohnort: Browntown
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Verfasst am: 07 Sep 2009 - 01:09:50 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
Das Abgrenzen geht nun so vor sich
Sodann kann man einen Begriff abgrenzen: Was ist die Liebe |
immanenter Widerspruch!
Leute, befreit euch von euren Kategorien
Liebe ist das, was uns mit der Welt (Realität) verbindet
Hass ist das, was uns von ihr entfernt
Liebe ist die höchste aller Frequenzen
Materialistischer Determinismus und die Existenz von Geist schließen sich nicht aus!
http://community.zeit.de/article/2009/08/29/der-mensch-bleibt-sich-ein-r%c3%a4tsel
Blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa _________________ "The center of me shifts, is everywhere and no circumference can be drawn until the end."
Paul Auster - "The New York Trilogy" |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 08 Sep 2009 - 09:00:32 Titel: |
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Lieber Quining
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Liebe/r GIL, |
Ich bin männlich
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Alternativen "Substanzdualismus oder reduktiver Materialismus" gibt es.... Die Annahme einer immateriallen Welt, in der immaterielle Seelen existieren, birgt einige Schwierigkeiten... Angenommen es gäbe kausale Interaktion zwischen physikalischen und mentalen Substanzen ..., die gut bewährte These, dass der Bereich des physikalischen kausal geschlossen ist - als Ursache für ein physikalisches Ereignis also nur ein anderes physikalisches Ereignis in Frage kommt - müsste aufgegeben werden. |
Das ist bloss eine Hypothese und alles andere als zwingend.
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Bezieht sich dein Satz auf Interaktionsannahme oder auf die kausale Geschlossenheit des Physikalischen? (Ich vermute mal Letzteres) |
Auf beides. Wir bewegen uns hier auf der Ebene von Erklärungsmodellen, sprich eine erkenntnistheoretischen Positionen. Übrigens: Wo genau die Grenze zwischen Erklärungsmodell und Hypothese und schliesslich Theorie hindurgeht, ist mir nicht ganz klar. Was wäre denn Platons Höhlengleichnis?
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Wie verursacht die nichtphysikalische Seele physikalische Ereignisse? Wo findet die Interaktion statt? |
Wo liegt das Problem? Ich bestreite einfach die Behauptung, es gebe eine kausale Geschlossenheit der materiellen Welt, wofür ich plausible Gründe habe. Poppers Drei-Welten-Theorie hat etwas, vor allem da wir nicht einmal genau wissen, was die Materie letztlich ist. Meine Zweifel, dass sich Materie ausschliesslich aus Korpuskularteilchen zusammensetzt, sind angebracht, oder kannst Du mir erklären, aus was Quarks und Leptonen sind. Und zu allem Überdruss gibt es auch noch die Einsteinsche Formel E = mc². Vielleicht leben wir in einer blossen Geistwelt, wer weiss? Das Höhlengleichnis lässt grüssen.
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Aus reiner Neugier: Was für Gründe für deine Zweifel an der kausalen Geschlossenheit der materiellen Welt hast du? |
Ich meine, dies bereits ausgeführt zu haben. Die Annahme, der Mensch sein blosse Materie, was strenggenommen eine materielle Determiniertheit bedeutet, scheint mir einfach unplausibel zu sein, zumal ich annehme, der Mensch verfüge - wenigstens in Teilbereichen - über einen freien Willen und ist daher für das, was er "anstellt", in Normalfällen verantwortlich.
Umgekehrt aber bietet die Materie so viele Geheimnisse, dass man sich fragen kann, ob sie sich wirklich so verhält, wie es vordergründig den Anschein macht.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Zur Natur der Materie: ... Ich gebe allerdings zu, dass auch bei dieser Formulierung nicht ganz klar ist, was denn "das Physikalische" ausmacht. |
Eben.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
| Es stimmt, dass es viele Positionen und Ansätze zum Leib-Seele-Problem gibt, und dass in der Fachwelt kein Konsens über die Lösung des Problems herrscht. Dass aber mehr als Hypothesen auf dem Gebiet ohnehin nicht rauskommen, klingt für mich aber doch arg nach Beliebigkeit. |
Wir müssen angesichts des schwer fassbaren Gegenstands schon froh sein, wenn wir Hypothesen in Händen haben.
| Quining hat folgendes geschrieben: |
Was für Laborergebnisse sind das?
Die Debatte über den freien Willen will (?! ) ich hier nicht aufmachen, würde den Rahmen sprengen und meine immernoch threadfremden Äußerungenen nur noch weiter treiben. |
Keine Angst, auch ich möchte auf dieses mehrfach - unter anderem in diesem Forum - bereits mehrfach ausgelutschte Thema nicht eigehen. M45T4 hat den Link zu den neuen Hirnforschungen bzw. den dadurch ausgelösten philosophischen Betrachtungen gebracht. Vielen Dank M45T4.
GIL |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 10 Sep 2009 - 00:29:10 Titel: |
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| Zitat: |
Ich bin männlich Laughing
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Ich dachte Engel sind geschlechtsneutral, tja so kann man sich irren. Mir gefällt dein Bild, es ist homoerotisch und strahlt etwas aus  _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 10 Sep 2009 - 13:12:51 Titel: |
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Lieber Kai
| Kai-369 hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
Ich bin männlich Laughing
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Ich dachte Engel sind geschlechtsneutral, tja so kann man sich irren. Mir gefällt dein Bild, es ist homoerotisch und strahlt etwas aus  |
Danke für das Kompliment.
Mein Avatar zeigt die Geschichte des barmherzigen Samariters.
Ich bin übrigens hetero, bin Vater von 4 Kindern, habe jedoch keine Berührungsängste zu homophilen Menschen.
GIL |
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Balu777 Newbie


Anmeldungsdatum: 19.10.2009 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20 Okt 2009 - 18:29:18 Titel: |
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Ok ich würde zuerst einmal sagen: Liebe entsteht aus Freundschaft. Liebe entsteht über lange zeit hin. Und nur weil man jemanden hübsch und süß findet heißt das noch lange nicht das man jemanden liebt.
In der Bibel wird auch von Liebe gesprochen z.B. 1. Korinther 13, 4-7
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht,
sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;
sie verträgt alles, sie glaubet
alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
So "sollte" Liebe meiner Meinung nach aussehen
Gruß Balu _________________ Engel können fliegen, sagte sie und sprang... |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 20 Okt 2009 - 23:36:28 Titel: |
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Alleine der Versuch die Liebe allgemein zu beschreiben scheitert ganz einfach, weil jeder Liebe anders empfindet oder wahrnimmt. Ich persönlich mache Liebe nicht abhängig von einem Buch oder zwei Textpassagen. Das sind nur fremde Interpretationen. Ich bleibe der Meinung, dass Liebe alle Barrieren durchbrechen kann, sei es Rassenunterschied, Geschlecht, oder sonstwas aber Liebe ist und bleibt stets persönlich einzigartig. Es ist eines der prägnantesten Gefühle von allen, aufgrund der Aufrechterhaltung der Spezies. Klar könnte ich jetzt nach Fakten suchen, die auch noch meine Position unterstützen, aber da ich mich nicht offiziel in einer Debatte befinde sondern in einem Meinunsaustauch eines Pseudo-philosophieforums, belasse ich es einfach so. Es wird ja eh wieder mit Bibelversen geantwortet..von daher.
Schönen Abend. _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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Tom Petervari Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 11.07.2007 Beiträge: 92
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Verfasst am: 22 Okt 2009 - 21:05:48 Titel: |
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Was Liebe ist, steht doch immer in diesen kleinen Kästchen der Tageszeitung, oder? "Liebe ist...usw.", glaube ich.
http://www.youtube.com/watch?v=NSjCMI4R2Sw
Zuletzt bearbeitet von Tom Petervari am 10 Nov 2009 - 17:39:32, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Kai-369 Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 981 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 23 Okt 2009 - 13:24:01 Titel: |
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@Tom Petervari
Danke für den Link. _________________ Die Babypille ist wahrlich ein Segen. |
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