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Kurseinbruch an Börse nach Wahlerfolgen der Linkspartei
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Kurseinbruch an Börse nach Wahlerfolgen der Linkspartei
 
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Mat86
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 03:37:56    Titel:

Zitat:
M&A ist wirklich der Gipfel des Wahnsinns. Eine solche Belastung würde ich kein Jahr aushalten. Arbeiten, manchmal im Büro übernachten und direkt wieder ran und das 7 Tage die Woche.


Jup, kann ich nur bestätigen das er hier nichts falsches erzählt, kenne auch jemanden der das (allerdings nicht als Praktikant) gemacht hat, schlief auch "gerne" im Büro, und lernte den Sonntag an dem er mit Glück nur sechs Stunden arbeiten musste als Ruhetag zu schätzen.

Hat es keine 11 Monate ausgehalten, trotz eines Gehaltsschecks inklusive Boni von seinerzeit über 100.000 Euro im ersten Jahr, einer bezahlten 60-70 qm Luxusneubauwohnung mit nettem Blick auf den Main, sowie der Gewissheit beim (sofern weitgehend fehlerfreien) weitermachen in einigermassen absehbarer Zeit Millionär zu werden...

Geld ist eben nicht alles, und die Leute die sich da selber physisch sowie psychisch aufgegeben haben um dahin zu kommen wo sie sind, werden gerne nur Champagnertrinkend gezeigt, um kurz darauf in typisch deutscher Manier auf das Elend einer Sozialhilfefamilie in der dritten Generation aufmerksam zu machen, als wäre das Geldverdienen in dem Bereich ein Kaffekränzchen...
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 07:47:31    Titel:

Zitat:
Warum sollte ein marktwirtschaftliches System keine "fairen" Löhne hervorbringen können?


Mit "fairen" Löhnen meine ich Löhne, die der subjektiven Anstrengung der Leute entsprechen. Ein Arbeiter strengt sich ja (in der Regel) genauso viel an, wie ein Manager.
Entlohnt wird aber eben nicht diese Anstrengung sondern lediglich nach Knappheit.
Die Grundproblematik hast du aber schon richtig erkannt: Wer definiert, was "gerecht" oder "fair" ist? Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Begriffe so subjektiv sind, dass man sie eben nicht allgemein verpflichtend festlegen kann.

Zitat:
Sind es nicht gerade solche Tarifverträge, die für solche Marktüberschüsse sorgen, dass die Schlechterbezahlung von Zeitarbeitern entsteht?


Das vermute ich eben auch (habe noch keine empirischen Studien gelesen). Zu den Tariflöhnen wird man in Deutschland wohl nie im Leben Vollbeschäftigung haben; da sie aufgrund der Kartellwirkung der Gewerkschaften zu hoch sind. (sicher nicht in allen Bereichen)-
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 08:33:39    Titel:

Mat86 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
M&A ist wirklich der Gipfel des Wahnsinns. Eine solche Belastung würde ich kein Jahr aushalten. Arbeiten, manchmal im Büro übernachten und direkt wieder ran und das 7 Tage die Woche.


Jup, kann ich nur bestätigen das er hier nichts falsches erzählt, kenne auch jemanden der das (allerdings nicht als Praktikant) gemacht hat, schlief auch "gerne" im Büro, und lernte den Sonntag an dem er mit Glück nur sechs Stunden arbeiten musste als Ruhetag zu schätzen.

Hat es keine 11 Monate ausgehalten, trotz eines Gehaltsschecks inklusive Boni von seinerzeit über 100.000 Euro im ersten Jahr, einer bezahlten 60-70 qm Luxusneubauwohnung mit nettem Blick auf den Main, sowie der Gewissheit beim (sofern weitgehend fehlerfreien) weitermachen in einigermassen absehbarer Zeit Millionär zu werden...

Geld ist eben nicht alles, und die Leute die sich da selber physisch sowie psychisch aufgegeben haben um dahin zu kommen wo sie sind, werden gerne nur Champagnertrinkend gezeigt, um kurz darauf in typisch deutscher Manier auf das Elend einer Sozialhilfefamilie in der dritten Generation aufmerksam zu machen, als wäre das Geldverdienen in dem Bereich ein Kaffekränzchen...


Für kleine Selbständige (Handwerker, Gastronomen etc.) sind 7-Tage-Woche und 12-15-Stundentage auch nichts Ungewöhnliches + körperliche Arbeit! Insofern....
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 20.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 11:54:08    Titel:

Also so wie ich das sehe, geht eine bessere Bezahlung in den meisten Fällen mit mehr Verantwortung, höherem Stressniveau, längeren Arbeitszeiten usw. einher. Wenn man an einen Job gelangt, der einem eine gute work-life balance bei gleichzeitig guter Bezahlung garantiert gehört man zu den wenigen die Glück gehabt haben. Geschenkt wird einem nichts.

Was körperliche Arbeit angelangt, gibt es natürlich ein recht weites Spektrum an unterschiedlichen Tätigkeiten, da gibts die schwere Arbeit auf dem Bau, die heutzutage immer weniger von Deutschen erledigt wird, aber auch leichtere Tätigkeiten, bei denen sich der körperliche Verschleiß doch recht in Grenzen hält.

Aber grundsätzlich kann man sagen: je schlechter die Ausbildung desto mehr ist man eben darauf angewiesen, Tätigkeiten auszuüben, die sonst keiner machen will.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 12:14:59    Titel:

Elzéard B. hat folgendes geschrieben:

Die Grundproblematik hast du aber schon richtig erkannt: Wer definiert, was "gerecht" oder "fair" ist? Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Begriffe so subjektiv sind, dass man sie eben nicht allgemein verpflichtend festlegen kann.


Habe ich das richtig verstanden? Weil man über Gerechtigkeit streiten kann, verzichten wir lieber gleich darauf, diese anzustreben?

Gruß
Pauker
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 12:42:05    Titel:

Ich@Home hat folgendes geschrieben:
Celtic-Tiger hat folgendes geschrieben:
Mat86 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
M&A ist wirklich der Gipfel des Wahnsinns. Eine solche Belastung würde ich kein Jahr aushalten. Arbeiten, manchmal im Büro übernachten und direkt wieder ran und das 7 Tage die Woche.


Jup, kann ich nur bestätigen das er hier nichts falsches erzählt, kenne auch jemanden der das (allerdings nicht als Praktikant) gemacht hat, schlief auch "gerne" im Büro, und lernte den Sonntag an dem er mit Glück nur sechs Stunden arbeiten musste als Ruhetag zu schätzen.

Hat es keine 11 Monate ausgehalten, trotz eines Gehaltsschecks inklusive Boni von seinerzeit über 100.000 Euro im ersten Jahr, einer bezahlten 60-70 qm Luxusneubauwohnung mit nettem Blick auf den Main, sowie der Gewissheit beim (sofern weitgehend fehlerfreien) weitermachen in einigermassen absehbarer Zeit Millionär zu werden...

Geld ist eben nicht alles, und die Leute die sich da selber physisch sowie psychisch aufgegeben haben um dahin zu kommen wo sie sind, werden gerne nur Champagnertrinkend gezeigt, um kurz darauf in typisch deutscher Manier auf das Elend einer Sozialhilfefamilie in der dritten Generation aufmerksam zu machen, als wäre das Geldverdienen in dem Bereich ein Kaffekränzchen...


Für kleine Selbständige (Handwerker, Gastronomen etc.) sind 7-Tage-Woche und 12-15-Stundentage auch nichts Ungewöhnliches + körperliche Arbeit! Insofern....


Aber auch nur wenn bei dem Handwerker was falsch läuft. Zu große Konkurrenz, oder ähnliches.
Normal und sinnvoll ist das bei einem Handwerker sicherlich nicht und so extrem ist es auch nur bei sehr wenigen Handwerkern.


Ich bin in so einer Familie aufgewachsen, da weiß ich (leider) wovon ich rede....
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 12:48:39    Titel:

Zitat:
Mit "fairen" Löhnen meine ich Löhne, die der subjektiven Anstrengung der Leute entsprechen. Ein Arbeiter strengt sich ja (in der Regel) genauso viel an, wie ein Manager.
Entlohnt wird aber eben nicht diese Anstrengung sondern lediglich nach Knappheit.


Ich finde faire Löhne sind Löhne die jemand freiwillig zahlt weil sie der Wertschöpfung bzw. der Seltenheit der Ausprägung einer Fähigkeit entsprechen. Wenn jemand als CEO den Gewinn einer AG hochtreibt (ich weiß, dass er das nicht tut, indem er selbst am Band steht und Produkte baut, aber durch strategisch richtige Entscheidungen etc.) und ich als Aktionär bzw. das Kollektiv aller Aktionäre dafür einige Millarden Wertzuwachs erhalte, warum sollte ich dann nicht gewillt sein ihm dafür einige Millionen zukommen zu lassen? Gemessen an meiner Vermögenssteigerung ist der Lohn des CEO doch äußerst gering. Das ist doch gutes Recht der Eigentümer der Firma, mit ihrem Geld zu machen was sie wollen.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 12:58:05    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Mit "fairen" Löhnen meine ich Löhne, die der subjektiven Anstrengung der Leute entsprechen. Ein Arbeiter strengt sich ja (in der Regel) genauso viel an, wie ein Manager.
Entlohnt wird aber eben nicht diese Anstrengung sondern lediglich nach Knappheit.


Ich finde faire Löhne sind Löhne die jemand freiwillig zahlt weil sie der Wertschöpfung bzw. der Seltenheit der Ausprägung einer Fähigkeit entsprechen. Wenn jemand als CEO den Gewinn einer AG hochtreibt (ich weiß, dass er das nicht tut, indem er selbst am Band steht und Produkte baut, aber durch strategisch richtige Entscheidungen etc.) und ich als Aktionär bzw. das Kollektiv aller Aktionäre dafür einige Millarden Wertzuwachs erhalte, warum sollte ich dann nicht gewillt sein ihm dafür einige Millionen zukommen zu lassen? Gemessen an meiner Vermögenssteigerung ist der Lohn des CEO doch äußerst gering. Das ist doch gutes Recht der Eigentümer der Firma, mit ihrem Geld zu machen was sie wollen.


Einer Firma produziert aber in erster Linie irgendwas. Und wenn der Wertzuwachs dadurch zustande kommt, dass man stellen kürzt, die Arbeitsbelastung steigert und die Löhne so niedrig wie möglich hält. Der Lohn des Managers verhält sich also Antiproportional zum Lohn der Arbeiter, das ist keine gesunde Unternehmenspolitik.

Wenn ein Unternehmen Gewinne erwirtschaftet, dann kann es nicht sein, dass zwar Managergehälter steigen, aber die Arbeiter Gehalterhöhungen bekommen, die nichteinmal die Inflation ausgleichen können. Auch die Arbeiter erwirtschaften Gewinne, da kann der Manager so viel auf Aktienkursen rumreiten wie er will, wenn nichts produziert und verkauft wird, ist das Unternehmen auch nichts wert. Man sollte mal wieder etwas mehr zur Realwirtschaft zurückfinden.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 14:03:30    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:
Das ist doch gutes Recht der Eigentümer der Firma, mit ihrem Geld zu machen was sie wollen.


Solange das keine perversen Züge annimmt, ist das vollkommen richtig...

Wenn aber, wie das in der Wirtschaftskrise momentan passiert, Millionen Menschen um ihre Jobs bangen und auf der Managementebene zugelangt wird, als habe man alles richtig gemacht, dann fällt die Maske und es ist nicht mehr so einfach...

Im Übrigen sollten sich auch die Eigentümer einer Firma mal bei Gelegenheit überlegen, wer Ihnen den Gewinn und das Geld überhaupt erwirtschaftet...
Ich@Home
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 - 14:40:45    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Justav hat folgendes geschrieben:
Das ist doch gutes Recht der Eigentümer der Firma, mit ihrem Geld zu machen was sie wollen.


Solange das keine perversen Züge annimmt, ist das vollkommen richtig...

Wenn aber, wie das in der Wirtschaftskrise momentan passiert, Millionen Menschen um ihre Jobs bangen und auf der Managementebene zugelangt wird, als habe man alles richtig gemacht, dann fällt die Maske und es ist nicht mehr so einfach...

Im Übrigen sollten sich auch die Eigentümer einer Firma mal bei Gelegenheit überlegen, wer Ihnen den Gewinn und das Geld überhaupt erwirtschaftet...


Tja, nur leider gibts Arbeiter wie Sand am Meer und fähige Manager leider nicht ganz so oft.
Außerdem gehe ich davon aus, dass die Verträge über das Managergehalt vor der Krise gemacht wurden. Die Verträge kann man nunmal leider nicht so einfach ändern.
Weiterhin ist das Gehalt vieler Manager gerechtfertigt. In den Medien wird doch nur von unfähigen gesprochen. Es gibt genug, die ihre Arbeit mehr als gut erledigt haben.
Sind sie nicht 15 Mio wert, wenn sie für einen zusätzlichen Gewinn von 150 gesorgt haben?
Einer Firma vorzuschreiben, wem sie wieviel zahlen ist lächerlich, außer es zahlen alle Firmen einer Person 5 €/Stunde statt 12 €/Stunde.
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